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Was ist mit mir los? Bin ich gestört?

4. Juli 2007 um 21:56 Letzte Antwort: 5. Juli 2007 um 11:04

Ich kann mich selbst nicht mehr verstehen! Ich denke und fühle anders als ich handle und reagiere. Es ist manchmal als ob ich neben mir stehen würde und doch da bin.
Ich habe einen Freund seit fast vier Jahren. Die erste Zeit war alles schön und gut, doch mit der Zeit wurde alles nerviger und ich fühle mich vernachlässigt und ungeliebt. Da ich keine Freunde habe, habe ich alles meiner Mutter erzählt und immer hör ich das selbe von ihr : "Kind, ich will nur Dein bestes, aber dieser Mann macht dich nicht glücklich und eine gemeinsame Zukunft habt ihr auch nicht." Gut, mit der gemeinsamen Zukunft gebe ich ihr Recht. Er lebt in einem der Häuser seiner Mutter, die mich nicht leiden kann und einen Einzug nie erlauben würde und ausziehen will er nicht, weil er seine ganze Jugend in den Bau des Hauses gesteckt hat. Arbeit kriegt er eh keine mehr, da er krankheitsbedingt Umgeschult hat und wer nimmt einen Bürokaufmann, bei so vielen Arbeitslosen, der 38 Jahre ist ohne Berufserfahrung mit 60 % Schwerbinderung, der Legasteniker ist.
Ich kann nicht Schluß machen, weil ich Angst habe ihn zu verletzen, obwohl ich es bereits getan habe ohne, dass er es ahnt. Ich habe ihn mehrfach betrogen. Ich habe immer gehofft, dass mehr draus wird, aber es war nie so. Ich habe ihm gegenüber ein schlechtes Gewissen ohne Ende und weiß, dass er mir nie verzeihen würde, da er seine Ex-Frau deshalb verlassen hat.Ich weiß nicht genau was ich will, ich weiß nur ich sehne mich nach Liebe mit regelmäßigem Sex. Ihm reichen alle 3 Monate einmal, ich hätte schon gerne mindestens 2mal die Woche.Ich weiß nicht, ob es was mit unserem Altersunterschied zu tun hat, erist 12 Jahre älter als ich, ich will heiraten und Famile gründen, er meint habe ich gehabt,brauch ich nicht. Ich habe Angst ihm noch mehr weh zu tun und noch unglücklicher zu werden! Was mich am meisten stört an ihm ist, dass er meinen Hund nicht leiden kann. Er bindet meinen Hund an,während ich auf der Arbeit bin, während seiner Frei rumlaufen darf.
Zu meiner Familie: Zu meinem Vater habe ich leider keinen Kontakt mehr, da er uns dafür verantwortlich macht, dass unsere Mutter ihn wegen Kindesunterhalt verklagt hat. Zu meiner Schwester habe ich leider sehr wenig Kontakt, da sie mit ihrem Freund ihr eigenes Leben führt, wofür ich sie sehr beneide. Ich habe zwar auch meine eigene Wohnung, aber bin immer noch, gerade weil ich keine Freunde habe, auf meine Mutter und meinen Stiefvater, was sich gerade bei meinem Unzug zeigt, da mein Freund keinen Finger für mich krümmt. Ist ja schließlich nicht seine Wohnung. Mit meinem Stiefvater komme ich zwar ganz gut klar, aber er wird nie meinen Vater ersetzen können. Ja, ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich manchmal nach ihm sehne, dass er mich in den Arm nimmt oder so, aber ich verstehe meine Mutter, dass sie sich getrennt hat. Sie hat zu Hause alles gemacht: sie hatte nen Job, hat unseren Haushalt gemacht, den von meinem Großeltern, sie hat uns erzogen, hausaufgaben mit uns gemacht, gespielt, gebastet, gebacken, hat Fahrräder repariert, tapeziert, Laminat verlegt. Er kam von der Arbeit nach Hause, hat fern gesehen und geschlafen, alles andere war ihm egal. Seltsam, mir wird gerade klar, dass mein Freund auch nicht viel mehr macht außer, dass er noch an den Pc geht.
Von meinem Stiefvater würde ich mir nie wünschen, dass er mich mal zum Altar führt, wenn ich mal heirate. Von Papas Seite habe ich nur noch mit meiner Tante kontakt, wir schreiben uns regelmäßig. Besuchen mag ich sie nicht, weil ich Angst habe, dass ihr Ziehsohn da wäre, der mich mit 9 oder 10 zum Blasen zwang, was von dieser Seite der Familie keiner weiß, auch mein Papa nicht, schäme mich auch ein wenig es zu sagen oder zu schreiben. In der Familie von meinem Stiefvater passe ich irgendwie nicht rein. Ich meine, dass mich keiner von denen mag. Die tun zwar alle ein kackfreundlich, aber hintenrum labbern die. Wenn mein Geburtstag ist, lade ich alle ein und die kommen auch fast alle und im gegenzug, läd mich aber keine ein. Alle gehn se dann hin und ich bin nicht eingeladen und fühl mich beschissen.
Ich habe schon oft mit dem Gedanken gespielt, ob das Leben noch ein Sinn hat, aber es gibt zwei Dinge, die mich am Leben halten, meine Mutter und mein Hund Spike. Bin ich verrückt, was denkt ihr???
So, kann es nicht weiter gehen. Bitte helft mir!

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5. Juli 2007 um 11:04

Guten Morgen Bärchen
Du bist mit deinem Leben nicht mehr zufriden? Alles dreht sich im Kreis und du weißt nicht wie du aus diesem ausbrechen kannst? Ich kenne das Gefühl wenn alles Sinnlos erscheint; man geht Arbeiten; macht sein Scheiß Haushalt und wird von seiner Familie nicht unterstützt und wenn dann auch noch der Partner gegen einen Arbeitet und nur an sich denkt...; man ihn aber liebt und nicht verlassen kann; weil man dann erst Recht auf der beschissenen Welt alleine ist...
Was soll man machen?
Ich habe es geschafft mit mir und meiner Umwelt glücklich zu sein!
Ich habe mal was gelesen und es hat mir geholfen; vielleicht hilft es auch dir!
Macht der Gedanken
So wie wir denken, schaffen wir unsere Gedanken-und Lebens-Umgebung.
Und wenn sich diese Gedanken mit der Zeit sich umbemerkt ins Negative Verselbstständigen; geht es uns immer schlechter:
-denkst du oft pessimistisch?
-bist du oft misstrauisch?
-fühlst du dich kraftlos?
-hast du schon lange nichts mehr gemacht, was dir wirklich Spaß macht?
So wie wir über uns selbst und die Dinge, die uns betreffen, denken, beeinflußen wir unser Leben ständig und direkt.
Du kennst vielleicht die Kraft des poisitiven Denken, das ja erwiesenermaßen wirkt.
Eine Neubewertung deiner Gedanken kann ebenfalls große Fortschritte bringen und ist wesentlich natürlicher und an der Wirklichkeit orientiert.
Und darin liegt der Schlüssel- wir haben uns schon so an diese negativen Gedanken gewönt- daß sie praktisch schon zur zweitn Haut, zum Teil unserer Persönlichkeit geworden sind und dort umbemerkt ihre verheerende Wirkung entfalten können.
Wenn du aber wieder lernst, sich an der Wirklichkeit und nicht an dem Schrecklichen und vor allem-einseitigen-Bild, das du von der Wirklichkeit gemacht hast, zu orientieren, geht es dir in der Regel schon besser, obwohl sich nach außen noch nichts verändert hat.
Wenn du dann auch noch deine wirklichen Ziele besser kennen- und warnehmen lernst, wird sich dein Schwerpunkt nicht mehr an einen dünsteren Problemsicht, sondern mehr auf nach vorne gerichtete Gedanken und dem Wiedererlangen von Lebens-Freude, orientieren.

#Ein Pessimist ist ein Mensch, der sich über schlechte Erfahrungen freut, weil sie im Recht geben!#
(Heinz Rührmann)

In diesem Sinne
LG
Sylvi

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