Home / Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Warum tun Menschen Böses?

Warum tun Menschen Böses?

25. Juli 2012 um 14:02

Hallo!
Mich würde eure Meinung zu diesem Thema interessieren.
Warum denkt ihr das Leute Böses tun, was ist hier hauptsächlich ausschlaggebend (zum Beispiel Erlebnisse aus der Kindheit, psychologische Aspekte oder doch eher gesellschaftliche?)

Ist euch ein bestimmtes Verbrechen oder Ähnliches in Erinnerung geblieben, wo ihr euch gefragt habt, wie Menschen zu so etwas fähig sind?
Ich denke zum Beispiel an das Massaker in Denver zur Premiere des Batman Filmes vergangene Woche...

Bin gespannt auf eure Meinungen zu diesem Thema, da gibt es bestimmt ganz unterschiedliche Ansichten!

Mehr lesen

25. Juli 2012 um 14:51

Warum denn nicht?
Die Menschheit wird nie Neid, Hass, Angst, Gier, Eifersucht & Co überwinden, dass sind ebenso menschliche Eigenschaften wie Mitgefühl und Liebe. Sie definieren uns und sie gehören zu uns, es gilt nur als moralisch korrekt, sie zu unterdrücken bzw. zu verstecken, aber sie sind dennoch da. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger, wie bei allen anderen Charaktereigenschaften auch.

Es gibt keine allgemeingültige Moral.
"Du sollst nicht töten" ist kein Gesetz per se. Hätten wir eine Kriegerkultur mir strengem und bedeutsamen Duellkodex, wäre es falsch, eine Beleidigung verbal zu beantworten.
Haben wir aber nicht, wir haben eine Kultur der Händler. Die verlegen Auseinandersetzungen auf andere Ebenen.
Hätten wir ein Endzeitszenario, würden die, die sich durchschlagen überleben und Wohltätigkeit könnte die eigene Existenz kosten.

Moral ist Konditionierung + Charakter + Erfahrung.
Kindheit spielt sicher eine Rolle - aber eine andere. Wer Kinder hat weiß: Moral, Achtung und Maß im Urteil muss mit Zuckerbrot und Peitsche (nein, nicht wörtlich, aber Belohnung und Strafe) gelehrt werden. Die ist nicht "automatisch dabei". Die jeweilige menschliche Gemeinschaft tut später / zur gleichen Zeit nochmals das gleiche: Man bekommt Anerkennung, Lob, gesellschaftliche Vorteile, Geld, Macht, ... in Folge bestimmten Verhaltens oder man "eckt an" mit anderem Verhalten und muss negative Einflüsse in Kauf nehmen, wenn man das tun will. Nicht jedem entspricht aber zwangsläufig das Schema, das in der eigenen Kultur gerade der Zeitgeist empfiehlt.

"Nichts an sich ist gut oder böse, das Denken der Menschen macht es erst dazu" (Shakespeare)

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

25. Juli 2012 um 21:07
In Antwort auf avarrassterne

Warum denn nicht?
Die Menschheit wird nie Neid, Hass, Angst, Gier, Eifersucht & Co überwinden, dass sind ebenso menschliche Eigenschaften wie Mitgefühl und Liebe. Sie definieren uns und sie gehören zu uns, es gilt nur als moralisch korrekt, sie zu unterdrücken bzw. zu verstecken, aber sie sind dennoch da. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger, wie bei allen anderen Charaktereigenschaften auch.

Es gibt keine allgemeingültige Moral.
"Du sollst nicht töten" ist kein Gesetz per se. Hätten wir eine Kriegerkultur mir strengem und bedeutsamen Duellkodex, wäre es falsch, eine Beleidigung verbal zu beantworten.
Haben wir aber nicht, wir haben eine Kultur der Händler. Die verlegen Auseinandersetzungen auf andere Ebenen.
Hätten wir ein Endzeitszenario, würden die, die sich durchschlagen überleben und Wohltätigkeit könnte die eigene Existenz kosten.

Moral ist Konditionierung + Charakter + Erfahrung.
Kindheit spielt sicher eine Rolle - aber eine andere. Wer Kinder hat weiß: Moral, Achtung und Maß im Urteil muss mit Zuckerbrot und Peitsche (nein, nicht wörtlich, aber Belohnung und Strafe) gelehrt werden. Die ist nicht "automatisch dabei". Die jeweilige menschliche Gemeinschaft tut später / zur gleichen Zeit nochmals das gleiche: Man bekommt Anerkennung, Lob, gesellschaftliche Vorteile, Geld, Macht, ... in Folge bestimmten Verhaltens oder man "eckt an" mit anderem Verhalten und muss negative Einflüsse in Kauf nehmen, wenn man das tun will. Nicht jedem entspricht aber zwangsläufig das Schema, das in der eigenen Kultur gerade der Zeitgeist empfiehlt.

"Nichts an sich ist gut oder böse, das Denken der Menschen macht es erst dazu" (Shakespeare)

Gerade jetzt auf ZDF - Info
Jetzt gerade läuft bei ZDF - Info eine historische Doku über ein paar Geschehnisse während der französischen Revolution (Ihr wißt schon: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und Demokratie und Pressefreiheit etc.) die irgendwie *zufällig* im Geschichtsunterricht vergessen wurden.

Irgendwie war in der Schule nie die Rede von Hinrichtungen, weil man sich über den Brotpreis beschwerte oder Mme statt "Bürger" sagte, nicht von 2000 Menschen, die vor die Stadtmauern getrieben und mit Kanonen zusammengeschossen wurden, nicht die Rede vom Menschen, die zusammengebunden wurden, in den Fluss geworfen und mit Stangen unter Wasser gedrückt und ertränkt wurden. - also zumindest bei mir nicht.

Schaut es Euch mal an (Infothek macht es möglich...) - warum gab es das? Weil es diejenigen für notwendig hielten, die die Finger an den Fäden der Macht hielten. Die wollten bestimmt nicht das Gleiche machen, wie die, gegen deren Terror sie zuvor gestritten hatten - sie haben bestimmt auch nie geglaubt, dass sie das gleiche tun. Sie waren ganz einfach nur der Meinung, dass "das Richtige" nur auf diesem Wege zu erreichen ist.

Wir sind Menschen, keine Götter und "das Böse" ist nie so eindeutig wie man es sich gern vormacht.

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

27. Juli 2012 um 15:57

Kann man nicht über einen Kamm scheren...
Ich denke auch, dass in jedem Menschen Gutes und Böses zu gleichen Teilen steckt. In welche Richtung sich ein Mensch dann letztendlich entwickelt, hat sicherlich ganz, ganz viele unterschiedliche Faktoren: Grundcharakter, Kindheit, soziales Umfeld, soziale Beziehungen, kultureller Background, Religion etc, etc. Ich finde, das kann und sollte man auf keinen Fall verallgemeinern und über einen Kamm scheren!!!

Verbrechen die mir in Erinnerung sind, sind zB 09.11. oder auch aktuellere: der Montreal-Mörder, der kürzlich in Berlin gefasst wurde bzw. der Fall Aliyev

Der Montreal-Mörder ist mir deshalb in Erinnerung, da er wirklich wie so ein ganz normaler Typ von der Straße aussieht und das hat mich total erschrocken.
Und den Fall Aliyev - der kasachische Ex-Botschafter, der 2 Bankmanager aus Kasachstan am Gewissen haben soll und der anscheinend auch in Korruptionsfälle mit der Österreichischen Justiz verstrickt ist, verfolge ich auch schon einige Zeit. Hat zufällig auch jemand von Euch davon gehört?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

27. Juli 2012 um 16:12

Gute Frage - keine Antwort
Warum? Ich glaube, die Frage kann man nicht so einfach beantworten. Es gibt einfach Menschen, die keine Skrupel haben, die einfach ohne Augenzwinkern den anderen umbringen können und dann ganz normal weiter leben können. Das ist für mich unvorstellbar! Das könnte schon was mit der Kindheit zu tun haben, klar, sind diejenigen, die schlimme Kindheit gehabt haben, anfälliger, aber trotzdem kann man solche Taten nicht damit rechtfertigen, indem man sagt, "der ist nicht schuld, er hatte eine schwere Kindheit". Das wäre viel zu einfach!
Was die Fälle betrifft, fällt mir als erstes der Aliyev Fall, von dem letzte Zeit so viel geredet wird. Du kennst den eh, oder?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

29. Juli 2012 um 12:15

Gewisse...
...Veranlagungen trägt jeder Mensch in sich. Viele Menschen gehen können dieses Gefühl allerdings gut kompensieren. Hass entsteht heutzutage aufgrund der madigen Gesellschaft viel zu schnell. Jeder ist sich selbst der Nächste und auf andere wird erstmal nicht geachtet. Verbrechen, die mir ständig in Erinnerung bleiben sind jene, wo Mütter ihre Kinder verhungern lassen oder sie sogar töten. Das sind Dinge, die ich nicht verstehen kann und ich würde einer psychologischen Vernehmung einer solchen Person gerne mal beiwohnen. Einfach nur, um zu erfahren, was sie zu so einer schlimmen Tat getrieben hat. Ich kann einfach nicht glauben, dass lediglich ,,Überforderung`` der Grund sein soll.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

30. Juli 2012 um 12:25

Wie jedes
Raubtier hat der Mensch sadistische urwünsche. Es ist eigentlich ganz einfach: Natürlich muss in einem Raubtier die Lust aufs töten und quälen stecken, sonst verhungert es.da der Mensch ein Raubtier ist (ja liebe Veganer ins euch passt oder nicht) steckt dies auch noch in ihm. zusätzlich ist der Mensch ein ausgesprochenes rudeltier, was in ihm dem drang fördert, sich anderen überzuordnen und ein Gefühl der macht zu bekommen.

Lediglich unsere Zivilisation und Kultur lehrt uns anders zu handeln- und manchmal klappt das eben nicht.

Übrigens fällt auf: je intelligenter das Tier, desto eher tötet, quält und vergewaltigt (!) es aus vergnügen und weniger aus Hunger oder instinkt- siehe zb orcas und Delfine.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

30. Juli 2012 um 17:37

Sehr gute Frage ...
allerdings ist die Antwort denke ich sehr schwer. Und deshalb gibt es dazu nur Meinungen.
Also ich fasse zunächst unser marode Gesellschaft ins Auge.
Es läuft so viel schief gesellschaftlich. Die Dauerberieselung durch die Medien, der Umgang miteinander, das Bildungsniveau und sonstige Umwelteinflüsse. Und leider habe ich immer den Eindruck, wenn ich Berichte über solche Dramen sehe, dass es meistens Leute sind die doch "sehr" gebildet sind. Leute die hinter diesen ganzen Wahnsinn blicken und dadurch selbst dem Wahnsinn verfallen.
Ich habe in meinem kurzen Leben leider einige psychisch Erkrankte kennengelernt. Und einige (naja) ziemlich viele behaupteten, dass die Welt außerhalb der "Mauern" eine psychiatrischen Klinik und ähnlichem zu hart ist, beziehungsweise zu krank. Was dann wiederrum zu der These führte, das die "Gesunden" innerhalb der Mauern sitzen.
Ich weiß das ist soweit hergeholt allerdings denke ich das viele die solche Dinge tun einfach nur mit ihrem Umfeld abrechnen wollen und das in einer Art und Weise die nichts mehr mit Menschlichkeit zu tun hat. Sie steigern sich einfach in einen Wahn hinein getreu nach dem Motto "alle Böse aus ICH".
Ich kann mit meiner Vermutung auch ganz weit daneben liegen und dieses Raubtierthese ist richtig (bin auch Vegetarier^^).

Es ist halt einfach schwer zu sagen :/

Nachdenkliche Grüße Ira

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

30. Juli 2012 um 20:06

Ich folge der Theorie "Man kann nicht kommunizieren, ohne zu manipulieren"
Gerade bei kleinen Kindern faszinierend. Hast Du mal erlebt, welch eine Pallette ein fünfjähriges Kind aus dem Handgelenk herunterspielen kann, was ins Bett soll, aber nicht will?

Auch hier zu schreiben, dass das "Gute" erstrebenswert ist und "das Böse" ist "eine Fehlentwicklung" ist doch solide manipulativ. Es ist auch "Zuckerbrot und Peitsche" - gesellschaftlich belohnt oder gesellschaftlich sanktioniert.
Oder ist es eher neutral, wenn Du uns, die wir nicht "dem Guten" folgen wollen (oder in sehr wenigen Fällen können), als "Fehlentwicklung" bezeichnest?
Oh, "Unterentwicklung" könnte ich ja alternativ auch wählen

Nein, ich bin kein Massenmörder.
Aber Outlaw aus Überzeugung. Menschen die mich betrügen, bestehlen oder vergewaltigen o.ä. würde ich nie anzeigen. Das endete mehr als einmal in einem gemeinsamen Besuch im nächsten Caffee.

Faszinierender finde ich, dass die meisten Darksider die Harmoniesucht belächeln, aber anerkennen, dass dem "Guten" Weg Menschen folgen wollen (Einigen glaube ich auch, dass sie das ohne allzuviel Selbstbetrug tun) - aber von den "Lichtwesen" betrachten fast alle "Die dunkle Seite" nicht als Teil des Ganzen sondern als krank, falsch, arme verlorene Seele, die Schmerz erleiden mußte und deswegen vom *rechten* Wege abgekommen ist. Der natürlich der eigene Weg ist. Glauben die nicht eigentlich, dass sie über einer Be- und Verurteilung der anderen stehen? Man sieht so oft, wie sie "darüber stehen" - im Sinne von: "Sich erhaben fühlen", "Sich überlegen fühlen" nämlich - nicht so ganz der ursprüngliche Grundgedanke glaube ich

Warum die meisten "gut sind" und nur wenige "böse"? Warum es moralische und Höflichkeits- Regeln und - Konditionierung gibt? Darwin ist zwar mehrfach widerlegt, aber etwas ist doch dran an der Idee mit der Evolution. Wenn Menschen Gemeinschaften bilden, geht es nicht anders. (Echte) Anarchie (also nicht Banden und Warlords) wird nicht funktionieren, weil Menschen zu einem gewissen Grade aufeinander angewiesen sind. Echter Kommunismus aber auch nicht. Weil Neid und Mißgunst und Gier unabdingbar zum Menschen gehören.

Es sind auch nicht die meisten "gut" und wenige "böse", es liegt vieles auf anderen, indirekteren Ebenen. Etwas mit einer Schlägerei zu klären ist absolut verpönt. Aber wenn jemand den Raum verlassen hat zu sagen, was der einen nicht nervt und wie fürchterlich der doch ist und "Du wirst nicht glauben, der hat sogar..." - das wird (meistens problemlos) toleriert.
Wieviele Entscheidungen werden jeden einzelnen Tag getroffen - nicht nach "ich möchte" sondern nach "Was sollen denn die Leute sagen?!?" oder "Das gehört sich nicht!" oder "Das wäre ein Zeichen schlechter Erziehung"- gesellschaftliche Konditionierung, nicht "gut". Jeder der meint, er stünde über solchen Dingen, sollte mal zwei Wochen lang ehrlich nachzählen
Schau Dich hier im Forum um, ich meine in den letzten zwei Wochen hier 2 oder 3 Threads zum Thema "Was sollen nur die Leute sagen, wenn sie meine Narben sehen?" gelesen. Ich denke nicht, dass diese Menschen irgendwie übertreiben o.ä. ich habe den Schritt selbst getan, das ist nicht selbstverständlich. Im Bereich psychischer Schmerzen hat unsere Gesellschaft zuweilen primitive Denkweisen. Da fällt sowas zuerst auf. Wenn man "in der eigenen Natur" schon im "richtigen" Schema ist und bleibt, fällt das weniger auf. Unschuld stirbt, wenn Konditionierung und Empfinden nicht übereinstimmen.

Wenn Du mich fragst: wen interessiert die Todesstrafe, wenn wir noch die Sterbehilfe kriminalisiert haben? Natürlich ist auch das ein zweischneidiges Schwert, mancher könnte sich drängen lassen. Man kann Fehlentscheidungen treffen. Ja, genau darum geht es ja: das menschliche Wesen ist ein zweischneidiges Schwert. Per Se.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

30. Juli 2012 um 22:25

Genau da gehen unsere Meinungen auseinander
Ich sehe andere Entscheidungen, wann und wie man welche Mittel einsetzt als legitim an. Ich finde andere Ziele erstrebenswert.

In einem Punkt (und nur in dem, alles andere ist halt Dein Weg, wenn Du den nicht allzusehr zum Maß aller Dinge erklärst, sind es eben nur verschiedene Ansichten) allerdings klares Veto:
Es wird mehr destruktives in den Medien gebracht? Das ist doch Folge, nicht Ursache! Schau mal bei Fachzeitschriften für Medien (horizont.net fällt mir ein, auch wenn das mehr Werbung als Medien ist) was da abgeht mit den Einschaltquoten. Selbst bei Größen wie Gottschalk, selbst bei den öffentlich rechtlichen (wenn auch weniger) - was keine Quoten bringt fliegt. Und zwar fix und kompromißlos. Die Quoten werden akribisch verfolgt und ausgewertet. Nach Zielgruppe natürlich, denn je Zielgruppe verkauft sich die Werbung und Werbung - direkt oder versteckt bringt die $$$.
Das was in den Medien erscheint ist einfach dass, was sich verkaufen läßt. Wenn die Wahl steht zwischen philosophischen Theorien, Goethe und ähnlichem - und der Möglichkeit, sich daran zu erfreuen, dass man Deppen anguckenkann, die noch viel größere Idioten und Looser sind als man selbst, auf die man mit dem Finger zeigen kann und über die man mit anderen tratschen kann - Du glaubst doch nicht wirklich, dass goethe einen Menrheitssieg einfahren würde?
Das Programm machen die, die die Fernbedienungen in den Krallen haben.

Medien reflektieren mehr als sie *machen*. Vor 10 Jahren wäre es undenkbar gewesen, in den Nachrichten einen Satz zu hören wie "Merkel hat gestern..." Also da gehörten doch Titel und Anrede dazu? "Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel hat gestern..." - heute fast ausschließlich in ersterer Form, eine Anrede mit ihrem Doktortitel habe ich schon ewig nicht mehr gehört. "Frau" und "Bundeskanzlerin" ist auch selten. Machen die Nachrichten die Sprache? Ein Nachrichtensprecher, der das vor 10 Jahren gesagt hätte wäre nie wieder auf 100m an eine Kamera rangekommen. Heute würde die "korrekte" Anrede aus dem Rahmen fallen, weil sich die Sprache geändert hat (und die Denk- und Urteilsmuster dahinter) - und damit auch das "korrekte" Verhalten. Medien reflektieren das. Sie machen auch Meinungen, aber das halte ich für den kleineren Teil.

"Unterentwickelt" ist keine Wertung? Also Bitte...!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. August 2012 um 15:01

Danke für eure Antworten und Meinunge
Danke für eure vielen Antworten und Meinungen!!! mich interessiert das Thema auch ungemein und ich versuche viel darüber zu lesen oder anzusehen.

Ich bin ebenfalls der Meinung, dass es sich manche viel zu einfach machen in dem sie sich auf eine schlechte Kindheit oder schlechte Erfahrungen ausreden und dass als Rechtfertigung dafür herziehen, dass sie jemanden ausgeraubt oder gar getötet haben. Jeder ist für den Weg, den man im Leben einschlägt selbst verantwortlich, in dem man bestimmte Entscheidungen trifft oder auch nicht trifft.

Was den Fall Aliyev angeht, der hier angesprochenw wurde, habe ich davon gehört, war ja wirklich oft in den Medien. Ist ein gutes Beispiel dafür wie Wirtschaft und Politik und damit zusammenhängende Macht und Geld Menschen zu Morden, Geldwäsche und anderen Delikten treiben.Arg finde ich nur, dass solche Geschichten oft nicht aufgeklärt werden oder die Schuldigen vor Gericht kommen. So weit ich weiß kämpfen ja die Witwen der ermordeten Ex- Bankmanager immer noch dafür das endlich gerechtigkeit eintritt und die Schuldigen zur Verantwortung gezogen werden

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. August 2012 um 15:35
In Antwort auf aysel_12574955

Danke für eure Antworten und Meinunge
Danke für eure vielen Antworten und Meinungen!!! mich interessiert das Thema auch ungemein und ich versuche viel darüber zu lesen oder anzusehen.

Ich bin ebenfalls der Meinung, dass es sich manche viel zu einfach machen in dem sie sich auf eine schlechte Kindheit oder schlechte Erfahrungen ausreden und dass als Rechtfertigung dafür herziehen, dass sie jemanden ausgeraubt oder gar getötet haben. Jeder ist für den Weg, den man im Leben einschlägt selbst verantwortlich, in dem man bestimmte Entscheidungen trifft oder auch nicht trifft.

Was den Fall Aliyev angeht, der hier angesprochenw wurde, habe ich davon gehört, war ja wirklich oft in den Medien. Ist ein gutes Beispiel dafür wie Wirtschaft und Politik und damit zusammenhängende Macht und Geld Menschen zu Morden, Geldwäsche und anderen Delikten treiben.Arg finde ich nur, dass solche Geschichten oft nicht aufgeklärt werden oder die Schuldigen vor Gericht kommen. So weit ich weiß kämpfen ja die Witwen der ermordeten Ex- Bankmanager immer noch dafür das endlich gerechtigkeit eintritt und die Schuldigen zur Verantwortung gezogen werden

Hmmm
Du ziehst nicht in Betracht, dass sich jemand bewusst und aktiv für "das Böse" entscheiden kann, oder?

"... zu Delikten getrieben... ", "... herausreden..."

"Du sollst nicht töten" ist kein Gesetz an sich, es ist eine gesellschaftliche Konvention, die nicht auf einen Menschen an sich zutrifft. Auch nicht zwangsläufig auf einen, der keine schlimme Kindheit hatte, nicht "geistesgestört", nicht traumatisiert o.ä. ist.
Das liegt nicht in den Genen. Das ist im "Willkommen im Leben" - Paket nicht drin, es ist eine *Entscheidung*, die die meisten - aber eben nicht alle als richtig empfinden.

Jeder der im Supermarkt ein Steak kauft sieht geflissentlich darüber hinweg, was fühlenden Wesen dafür angetan wurde. Damit meine ich nicht mal, es zu töten sondern die ganze Massentierhaltung davor. Jeder der eine Creme kauft, kauft ein Produkt, was nach Recht und Gesetz an einem Tier getestet sein muss. Dem dafür teilweise die Haut abgezogen wurde, damit das Zeug auf das Fleisch geschmiert werden kann - man muss ja feststellen, ob das Produkt auf offene Wunden aufgetragen werden kann.

Ist es da nicht gewaltig scheinheilig, so ein Getöse um Mord an einem Menschen zu machen? Was hat das bitte mit Gerechtigkeit zu tun?
Ich habe 5 Jahre in einem Tierheim gearbeitet. Möchtest Du hören, wie "Gerechtigkeit" da durchgesetzt wird?

Natürlich, das ist nicht so oft "in den Medien", denn das will keiner wirklich wissen.
Es streben in einem Jahr mehr Menschen an Eselstritten als bei Flugzeugabstürzen, aber weinende Witwen bei ihrer verzweifelten Suche nach Gerechtigkeit machen nunmal mehr her im TV.

Was ist es denn, was ein Menschenleben so unsagbar heilig macht? Außerhalb dessen, worauf wir täglich geprägt werden? Was ist es, was einen Mord an einem Menschen zu einem so großen Tabu macht? Zu "dem Bösen"?

Was macht es zu einem Tabu, einen anderen Menschen zu manilpulieren - natürlich nur, wenn man sich nicht überzeugen kann, dass man demjenigen damit "hilft"?

Was ist denn falsch an egoistischem oder egozentrischem Verhalten?

Wieso sollte es bei jedem gesunden und klar denkendem Menschen, Ziel sein, "zu helfen"?

Zur Erklärung: ich habe bis ich so 25 war, alles auch so gesehen, in dem Moralbegriff, der dem üblichen entspricht. Danach tauchten diese Fragen auf und die so klar geglaubten Antworten waren wie ein Schatten, den man immer in den Augenwinkeln sieht, der sich aber ausflöst, je genauer man hinschaut.
Bin ich ein Freak? Ja, definitiv. Dennoch: Warum sollte "der Mensch" per se nach dem streben, was Du als "das Gute" / "das Richtige" empfindest?

Wir Menschen sind nicht so. Wir möchten das nur fürchterlich gern sehen, wenn wir in den Spiegel blicken. Aber wie dick sind dabei die Gläser der rosa Brille?

Ja, *einige* sind wirklich so. Einige.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. August 2012 um 20:55
In Antwort auf avarrassterne

Hmmm
Du ziehst nicht in Betracht, dass sich jemand bewusst und aktiv für "das Böse" entscheiden kann, oder?

"... zu Delikten getrieben... ", "... herausreden..."

"Du sollst nicht töten" ist kein Gesetz an sich, es ist eine gesellschaftliche Konvention, die nicht auf einen Menschen an sich zutrifft. Auch nicht zwangsläufig auf einen, der keine schlimme Kindheit hatte, nicht "geistesgestört", nicht traumatisiert o.ä. ist.
Das liegt nicht in den Genen. Das ist im "Willkommen im Leben" - Paket nicht drin, es ist eine *Entscheidung*, die die meisten - aber eben nicht alle als richtig empfinden.

Jeder der im Supermarkt ein Steak kauft sieht geflissentlich darüber hinweg, was fühlenden Wesen dafür angetan wurde. Damit meine ich nicht mal, es zu töten sondern die ganze Massentierhaltung davor. Jeder der eine Creme kauft, kauft ein Produkt, was nach Recht und Gesetz an einem Tier getestet sein muss. Dem dafür teilweise die Haut abgezogen wurde, damit das Zeug auf das Fleisch geschmiert werden kann - man muss ja feststellen, ob das Produkt auf offene Wunden aufgetragen werden kann.

Ist es da nicht gewaltig scheinheilig, so ein Getöse um Mord an einem Menschen zu machen? Was hat das bitte mit Gerechtigkeit zu tun?
Ich habe 5 Jahre in einem Tierheim gearbeitet. Möchtest Du hören, wie "Gerechtigkeit" da durchgesetzt wird?

Natürlich, das ist nicht so oft "in den Medien", denn das will keiner wirklich wissen.
Es streben in einem Jahr mehr Menschen an Eselstritten als bei Flugzeugabstürzen, aber weinende Witwen bei ihrer verzweifelten Suche nach Gerechtigkeit machen nunmal mehr her im TV.

Was ist es denn, was ein Menschenleben so unsagbar heilig macht? Außerhalb dessen, worauf wir täglich geprägt werden? Was ist es, was einen Mord an einem Menschen zu einem so großen Tabu macht? Zu "dem Bösen"?

Was macht es zu einem Tabu, einen anderen Menschen zu manilpulieren - natürlich nur, wenn man sich nicht überzeugen kann, dass man demjenigen damit "hilft"?

Was ist denn falsch an egoistischem oder egozentrischem Verhalten?

Wieso sollte es bei jedem gesunden und klar denkendem Menschen, Ziel sein, "zu helfen"?

Zur Erklärung: ich habe bis ich so 25 war, alles auch so gesehen, in dem Moralbegriff, der dem üblichen entspricht. Danach tauchten diese Fragen auf und die so klar geglaubten Antworten waren wie ein Schatten, den man immer in den Augenwinkeln sieht, der sich aber ausflöst, je genauer man hinschaut.
Bin ich ein Freak? Ja, definitiv. Dennoch: Warum sollte "der Mensch" per se nach dem streben, was Du als "das Gute" / "das Richtige" empfindest?

Wir Menschen sind nicht so. Wir möchten das nur fürchterlich gern sehen, wenn wir in den Spiegel blicken. Aber wie dick sind dabei die Gläser der rosa Brille?

Ja, *einige* sind wirklich so. Einige.

Sehr schöner Beitrag
...und mal wieder von avarrassterne, du schreibst immer so schön.

Ich stelle mal folgendes in den Raum.
Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.

Habe die universelle Form genommen, weil die anderen zu spezifisch und bei weitem nicht so geläufig sind.
Warum habe ich das rausgesucht. Ich fand die Frage von avarrassterne richtig. Es gibt Menschen die Handeln einfach böse. Warum, weil diese Menschen eine andere Wertvorstellung haben. Und warum habe ich jetzt den kategorische Imperativ genommen. Nach den Anschlägen von Stockholm hatten wir auf der Arbeit eine sehr interessante Diskussion über das Thema und zufällig kam auch das Sprichwort: Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem anderen zu was ja sehr abstrakt betrachtet den kategorischen Imperativ beschreibt.
Nur Menschen die sich für das "Böse" entschieden haben auch damit rechnen das ihnen auch Böses wieder fährt. Es ist ja auch meistens so. Und wenn jetzt einer der Meinung ist das nach seiner Moral Gewalt legitim ist so ist er sich auch bewusst, das die Gewalt zu ihm zurückkommt.
So genug von philosophischen Geschwaffel.

Und avarrassterne nein ich finde nicht, das du ein Freak bist. Du bist nur jemand der hinter die Gesellschaft blickt. Ich würde behaupten du hast die "rote Pille" genommen (Matrix ) .
Die Matrix 2.0 ist das Wertesystem in dem wir seit Jahrhunderten Leben. Es ist uns so in unsere Köpfe reingehämmert worden, und in unser Fleisch und Blut übergegangen das wir vor "Gutmenschdenken" die brutale Realität nicht mehr sehen.
Das Problem wir können nicht ausbrechen. Das einzige was wir können versuchen in dieser Welt zu überleben.

Binäre Grüße Ira

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

1. August 2012 um 22:52

Hm ?
"Der Mensch soll Gutes tun, weil keiner in einer Welt leben, will in der jeder nur sich der Nächste ist und man nur von denen respektiert wird, die man dominiert, indem man ihnen Zuckerbrot und Peitsche gibt. Die Menschen wollen Liebe und sie wollen Liebe geben." Zitat Rose.

Sei mir nicht böse Rose, aber sieh dich doch mal in der heutigen Welt um. Wir leben in einer Ellenbogengesellschaft. Und jeder ist sich selbst der Nächste. Kein Mensch ist wirklich gut. Das ist utopisch. Würdest du aus Nächstenliebe ein Stellenangebot ablehnen weil es ein anderer viel dringender braucht. Würdest du dein ganzes Gehalt spenden für irgendwelche guten Zwecke und selbst auf dem untersten Lebensniveau leben wollen.

Oder mal größer gedacht. Der Kapitalismus ist nicht gut, aber von Nöten, damit wir schön zu Hause sitzen können es warm haben, ein Bett um schlafen(dessen Decken wahrscheinlich von kleinen Kinderhänden in Südostasien gestickt worden sind).

Ich bin mir der Sache bewusst und verleugne es nicht. Ich weiß es, aber leider bin ich in dieser verkappten Gesellschaft gefangen. Das einzige was ich machen kann ist, Fairtrade Produkte kaufen, Ökostrom haben, ein Ehrenamt haben etc.
Und trotzdem ist das alles nur "Opium fürs Volk" damit man meint man tut was gutes.

Ich fühle mich trotzdem nicht besser. Diese Gesellschaft ist scheinheilig und daran wird sich nichts ändern.

Grüße Ira

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

2. August 2012 um 18:54
In Antwort auf sander_12363409

Hm ?
"Der Mensch soll Gutes tun, weil keiner in einer Welt leben, will in der jeder nur sich der Nächste ist und man nur von denen respektiert wird, die man dominiert, indem man ihnen Zuckerbrot und Peitsche gibt. Die Menschen wollen Liebe und sie wollen Liebe geben." Zitat Rose.

Sei mir nicht böse Rose, aber sieh dich doch mal in der heutigen Welt um. Wir leben in einer Ellenbogengesellschaft. Und jeder ist sich selbst der Nächste. Kein Mensch ist wirklich gut. Das ist utopisch. Würdest du aus Nächstenliebe ein Stellenangebot ablehnen weil es ein anderer viel dringender braucht. Würdest du dein ganzes Gehalt spenden für irgendwelche guten Zwecke und selbst auf dem untersten Lebensniveau leben wollen.

Oder mal größer gedacht. Der Kapitalismus ist nicht gut, aber von Nöten, damit wir schön zu Hause sitzen können es warm haben, ein Bett um schlafen(dessen Decken wahrscheinlich von kleinen Kinderhänden in Südostasien gestickt worden sind).

Ich bin mir der Sache bewusst und verleugne es nicht. Ich weiß es, aber leider bin ich in dieser verkappten Gesellschaft gefangen. Das einzige was ich machen kann ist, Fairtrade Produkte kaufen, Ökostrom haben, ein Ehrenamt haben etc.
Und trotzdem ist das alles nur "Opium fürs Volk" damit man meint man tut was gutes.

Ich fühle mich trotzdem nicht besser. Diese Gesellschaft ist scheinheilig und daran wird sich nichts ändern.

Grüße Ira


Dieser Beitrag könnte von mir sein! Sehr gut!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. August 2012 um 10:20

Einmal vom entgegengesetzten Standpunkt betrachtet
Zentrales Thema der "Psychologie heute" im August ist Altruismus - der Antagonist dessen, was Du vermutlich als "Böses" siehst.

Meine Meinung zu dem Thema kommt zwar nur im Editorial in einem Satz vor (nein, ich bin sicher kein Darwinist... ), die Artikel habe ich trotzdem mit Interesse gelesen und sie haben mir sehr bei der Differenzierung geholfen, was "die Gegenseite" angeht.

Als Gegenpol vielleicht auch zu diesem Thema interessant.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. August 2012 um 10:46

Im Gegenteil
ich lebe egozentrisch. Die Menschen, die mir mehr wert sind als ich selbst, sind zu jeder Zeit an einer Hand abzählbar. Die meisten empfinden mich zumindest arrogant, manchmal narzistisch.

Ich umgebe mich mit Menschen, die meiner Weltansicht widersprechen, ich suche das was hinterfragt, Impulse gibt, den Verstand wetzt, das gibt es nicht bei einem Fanclub.

Aber das Leben eines unbekannten Menschen ist mir nicht mehr wert als das einer unbekannten Katze. Für mich zählt nicht "meine Spezies" sondern "empfindendes Wesen".
Ich betrachte es weder als Ziel noch als meine Aufgabe anderen zu helfen - was nicht heißt, dass ich es nicht tue. Ich sehe nur kein generelles Ideal darin.

Ich lebe nicht moral-frei, aber ich lebe nach meiner Moral. Nicht nach der der Christen oder Muslime oder postmodernen Händler oder Gutmenschen oder sonstwem. Wenn ich einem Menschen helfe, dann weil mir das Thema am Herzen liegt oder mich der Mensch interessiert. Weil es das Belohnungssystem im Hirn aktiviert und manchmal sicher auch, weil man wunderbar vermeiden kann, versehentlich in einen Spiegel zu sehen, wenn man gerade gloreiche Heldentaten vollbringt und "leider keine Zeit" für sows hat. Sehr egoistische Motive.

Ich habe am Rande bemerkt etwas hinterfragt, natürlich provozierend, dennoch - hinterfragt. Nicht meine Meinung als einzig richtig hingestellt.
Diese Welt funktioniert, weil es diese Dualität gibt. Die wird immer sein und immer bleiben. Nur wenn es Menschen gibt, die anders denken, werten und handeln als ich, wird es funktionieren. und nur wenn es Menschen gibt, die anders denken, werten und handeln als Du.

Btw - was hat das mit Selbstverletzung zu tun? Die war ungemein dramatischer, als ich noch "gut" sein wollte - Wenn Konditionierung und Empfinden nicht übereinstimmen, dann gibt es Probleme. Nicht wenn man etwas anders empfindet als die Mehrheit und andere Werte verfolgt als die Mehrheit.

Nichts davon aber ich selbst erfunden. Es gibt Größen in Philosophie und Psychologie, mit denen ich mich nie vergleichen würde und Du Dich nicht vergleichen kannst, die solche Meinungen vertreten. Würdest Du es bei denen für wert befinden, Dich damit auseinander zu setzen, wenn das "Selbstverletzung, geringes Selbstwertgefühl, schlimmes Leben" - Klischee nicht verfügbar ist? Oder bist Du der Meinung, dass Du von diesen Menschen einfach nur nicht weißt, dass die auch einfach ein so geringes Selbstwertgefühl haben, aber ganz sicher ist das der Fall? Wie Nietzsche sind viele davon recht solide narzisstisch. Natürlich kann man zu seinen Theorien sehr verschiedene Meinungen haben. Aber es herrscht kein Zweifel daran, dass er einen sehr überragenden Vertreter "unserer (überlegenen) Spezies" repräsentiert, oder doch?

Oder sagt Deine Theorie, dass Narzissten sich eigentlich nur nicht trauen, zuzugeben, dass sie unsicher und schüchtern sind? Also ehrlich, Deine "Erklärung" ist ein wenig experimentell.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. August 2012 um 12:36

Der Mensch ist ein Indivuduum
Wir denken nicht alle gleich, wir fühlen nicht alle gleich.
Wir fürchten nicht alle das gleiche, unsere Hoffnungen sind nicht alle die gleichen.

Ich will Dir nicht zeigen, dass "unsere Gesellschaft Makel hat". Es geht mir darum, dass es per Definition kein "Makel" ist.

Die Definition von "Normal" ist doch "der überwiegenden Mehrheit entsprechend".

Also kann etwas, was jeden einzelnen Tag überall um uns herum ist, kein "Makel" sein.
Es ist nicht "passiert", wenn man so denkt, diese Menschen sind eben so. Es hat uns nicht ein Mysterium dazu "gemacht".

Wir sollen nicht "einfach nur überleben" - wir sollten ein Leben führen, dass wir genießen. Egal was eine jeweilige einzelne Person jetzt genießt und sucht.

Ich möchte niemandem "austreiben gut zu sein" (interessante Formulierung!) - sondern ich finde, dass Neid, Haß, Gier, Maßlosigkeit, Agression & Co. kein "Makel", keine "Krankheit", nichts "Falsches" sind, was irgendwie herbeigeführt wurde.
Es ist ebenso *normal* für ein menschliches Wesen wie Liebe, Hilfe, Mitgefühl.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. August 2012 um 22:30
In Antwort auf avarrassterne

Der Mensch ist ein Indivuduum
Wir denken nicht alle gleich, wir fühlen nicht alle gleich.
Wir fürchten nicht alle das gleiche, unsere Hoffnungen sind nicht alle die gleichen.

Ich will Dir nicht zeigen, dass "unsere Gesellschaft Makel hat". Es geht mir darum, dass es per Definition kein "Makel" ist.

Die Definition von "Normal" ist doch "der überwiegenden Mehrheit entsprechend".

Also kann etwas, was jeden einzelnen Tag überall um uns herum ist, kein "Makel" sein.
Es ist nicht "passiert", wenn man so denkt, diese Menschen sind eben so. Es hat uns nicht ein Mysterium dazu "gemacht".

Wir sollen nicht "einfach nur überleben" - wir sollten ein Leben führen, dass wir genießen. Egal was eine jeweilige einzelne Person jetzt genießt und sucht.

Ich möchte niemandem "austreiben gut zu sein" (interessante Formulierung!) - sondern ich finde, dass Neid, Haß, Gier, Maßlosigkeit, Agression & Co. kein "Makel", keine "Krankheit", nichts "Falsches" sind, was irgendwie herbeigeführt wurde.
Es ist ebenso *normal* für ein menschliches Wesen wie Liebe, Hilfe, Mitgefühl.

Sehe ich ähnlich irgendwie
Die Quintessenz ist ja das, das Gute und das Böse in uns vorhanden sind.

Ein kleines Beispiel. Für meine Familie, Freund und Freund also quasi mein Rudel werde ich auch selbst zum Raubtier.
Ich hatte denn Fall, das die Ex meines Mennes ihm ein Kind anhängen wollte. Ich war natürlich geschockt von der Situation und unsere Beziehung hat darunter sehr gelitten. Mein Menne zog sich immer mehr zurück.Es artet in Psychoterror von ihrer Seite aus. Unser Beziehung stand kurz vor dem scheitern. Und daraufhin habe ich beschlossen zu kämpfen. Ich habe mich mit den Anwälten meines "Familienclans" kurzgeschlossen. Daraufhin habe ich ihr gedroht, sie solle das lassen sonst Anzeige und das ich den Vaterschaftstest auch mal eben aus eigener Tasche bezahlen würde.
Ich weiß jetzt das mein Menne kein Vater ist, ich weiß aber auch das diese Frau absolut mittellos ist. Hartz 4 Empfänger, psychisch krank etc. Ich habe MIR und meinem Menne gutes getan, aber diese Frau noch kaputter gemacht.
Und glaub mir ich würde es wieder tun. Um meine Familie und Freunde zu schützen.
Auf der anderen Seite habe ich durch meinen Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr auch schon das ein oder andere Leben gerettet.
Und jetzt sag mir bin ich gut oder böse. Es ist halt schwer zu beurteilen.
Ich find mich gut so wie ich bin und wenn der Tag des jüngsten Gerichts vor der Tür steht werde ich für meine Sünden Stolz und Zorn in die Hölle gehen ^^

LG Fia

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. August 2012 um 0:30

Subjektiv
Weil Leute von dem überzeugt sind was sie tuen, was für dich normal ist für andere nicht mehr so normal. "Böse sein" ist subjektiv.
Manche denken, es ist ok zu töten, andere sind der Überzeugung, dass sie, um ihr ziel zu erreichen, ein paar unschöne, doch nötige schritte tun müssen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook

Das könnte dir auch gefallen