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Warum möchte ich, dass andere auf mich stehen?

4. Dezember 2016 um 18:35 Letzte Antwort: 13. Dezember 2016 um 22:51

Ich hatte schon häufig solche Situationen, in denen ich mit meinen Gedanken einfach total im Konflikt war. Nämlich rede ich mir dann ein "Der steht bestimmt auf dich", obwohl ich mit dieser Person teilweise GAR NICHTS zu tun habe. Und das sieht dann in meinem Kopf immer so aus:
Der steht locker auf dich. > Nein, der kennt mich doch gar nicht? > Doch bestimmt, guck mal wie er dich anschaut. > Das hat doch nichts zu sagen??? Bist du eigentlich völlig bescheuert?
Und ich bild mir dann echt immer ein, dass diese Person mein Verehrer ist oder zumindest Interesse an mir hat, obwohl ich logisch gesehen niemals so eine Aussage treffen würde.
Das merkwürdige daran ist, dass ich dann meist selbst nichts von der Person möchte. Und man könnte zwar denken, dass diese Personen wirklich irgendwelche Anzeichen machen, ABER NEIN. Ich bild mir das wirklich ohne jeglichen Grund ein. Das war dann auch schon einige Male so, dass die Person eine Freundin hatte oder ich durch jemanden wusste, in wen sie wirklich verliebt sind...
Hab' ich irgendeine psychische Störung oder wie soll ich mir das erklären können?
 

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4. Dezember 2016 um 19:19

Psychische Störung ist wahrscheinlich etwas hoch gegriffen. Klingt für mich eher danach, als würde dir ein bisschen die Aufmerksamkeit fehlen und wenn man sich einbilden kann, dass jemand auf einen steht, schmeichelt das dem Ego halt.

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5. Dezember 2016 um 1:36

Hast Du einen Freund? Bist Du in einer festen Beziehung?

LG.,

lib

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5. Dezember 2016 um 19:30
In Antwort auf lightinblack

Hast Du einen Freund? Bist Du in einer festen Beziehung?

LG.,

lib

War ich vor kurzem... Das mit dem "Der steht bestimmt auf dich" war vor der Beziehung sehr häufig und wird wahrscheinlich jetzt wieder auftreten...

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5. Dezember 2016 um 19:33

Ich würde eigentlich sagen, ich HATTE Minderwertigkeitskomplexe... Jedenfalls dachte ich, ich wär sie bereits los. Ich weiß auch nicht...
Es war auf jeden Fall vorher schlimmer. Ich hielt mich für total hässlich und habe mich für jede Scheiße gehasst und mir für jeden kleinsten Fehler Vorwürfe gemacht. Momentan kann ich sagen, dass ich durchschnittlich aussehe und dass ich mir Fehler vergeben kann. Trotzdem würde ich sagen, dass die Schwelle zum Selbsthass nicht sehr groß ist.
Ich versuche ja schon alles daran zu setzen, mich selbst zu akzeptieren. Aber wenn dann etwas "Größeres" passiert, konzentriere ich wieder den Hass auf mich.

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5. Dezember 2016 um 21:32

Eigentlich bin ich ja schon immer näher dran an der Selbstakzeptanz, aber ich habe in letzter Zeit viele Freunde verloren und gebe mir natürlich die Schuld dafür. Und außerdem hasse ich mich dafür, dass ich nicht in der Lage dazu bin, mich mit neuen Leuten anzufreunden und generell Gespräche mit Bekannten zu führen.

Es ist halt immer so, dass ich für 'ne Zeit mit meinem Leben und mir selbst klar komme, aber wenn dann wieder irgendetwas passiert, kommt der ganze Selbsthass zurück.

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13. Dezember 2016 um 22:51

Das kenne ich sehr gut. Ist bei mir auch immer wieder so. Es sind immer Höhen und Tiefen.

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