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Warum kann ich nicht einfach glücklich sein mit dem was ich habe ?

6. März 2015 um 15:27 Letzte Antwort: 21. März 2015 um 9:37

Hallo ihr lieben,
wie ihr schon oben gelesen habt habe ich irgendwie das Gefühl nie wirklich glücklich zu sein. Zu mir. Ich bin 25 Jahre, Solo und studiere in einer naheliegenden Stadt. Ich habe 2008 mein Abitur gemacht und für mich war immer klaR. Ich will Lehrerin werden. Nichts anderes kann ich mir beruflich vorstellen. Ich arbeite viel mit Kindern und Jugendlichen und liebe diese Arbeit! Als ich meine Abi gemacht habe War ich sehr selbstbewusst und habe gedacht mit steht die Welt offen. Ich habe mich auf das was da gekommen ist wirklich gefreut. Doch dann bin ich in die Realität zurückgekommen. Meine Eltern sind getrennt seit ich 10 bin. Mein Vater hat nie unterhalt gezahlt. Meine Mutter bekommt Hartz IV. Als ich mit dem Studium begonnen habe musste ich meine Vater verklagen. Da War ich dann die böse in der Familie. Ich habe seit ich 13 bis n ohnehin keinen Kontakt mehr zu ihm. Es hat 8 Monate gedauert bis ich überhaupt Bafög bekommen habe. Als das dann soweit war hat das Arbeitsamt mich in die bedarfsgemeinschaft eingerechnet. Ich habe 414 Bafög bekommen und musste meiner Mutter 220 geben. Zum leben blieb da neben uni kosten und Semesterbeitrag eigentlich nichts. Ich bin dann nebenbei arbeiten gegangen. Mittlerweile 20h die Woche. Ich bekomme kein Bafög mehr, kein kindergeld, muss mich selber versichern und gebe meiner Mutter das entsprechende Geld plus Kindergeld. Oft gehe ich noch einkaufen weil wir sonst nichts zu essen im Kühlschrank hätten. Wie zb. Heute. Mittlerweile habe ich noch einen Kredit am laufen, mit Bafög und nrw Kredit für die studiengebuhren dann der 3. Im Sommer musste ich mein Studium aus finanziellen Gründen fast abbrechen. Das Studieren an sich macht mir gar keinen Spaß mehr. Ich habe momentan akute angst es nicht zu schaffen weil es da eine Klausur gibt die ich einfach nicht bestehe , das Problem: mein Studiengang läuft bald aus. Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich hab noch nicht das Ergebnis aber lerne jetzt schon für die Nachklausur. Ich habe schlaflose Nächte und schlafe schon lange nicht mehr durch. Morgens komme ich dann kaum aus dem bett. Ich bin nur noch frustriert und die viele Arbeit das lernen und die uni. Wenn ich dann mal was für mich tue wie zb. Ins Musical gehen gibt's noch Vorwürfe von meiner Oma und meinem Onkel für die nur Studenten Menschen sind und der Rest wie 2. Klasse behandelt wirD. So nach dem Motto gebe nicht zu viel Geld aus. Ich habe das Gefühl am Stock zu gehen und mich über nichts freuen zu können.
Hinzu kommt das mir einfach jemand fehlt bei dem ich mich mal ausheulen kann , ein Partner. Ich habe tatsächlich jemanden kennengelernt der aber weit wegwohnt. Das sind Dinge die kotzen mich nur noch an. Die Mails mit ihm sind toll aber alles darum herum ist kacke.
Hat jemand Tips wie ich aus diesem Sumpf rauskomme.

So macht das leben echt keinen Spaß.

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6. März 2015 um 18:31

Hallo Loveburns,
deine Frage lautet "Warum kann ich nicht glücklich sein mit dem was ich habe". Und nun lies dir noch einmal deinen Text dazu durch.
Ich lese dort grundsätzlich nur negative Aspekte deines Lebens heraus. Zweifelsohne machst du gerade eine schwierige Zeit durch, es scheint sehr viel auf einmal auf die einzuprasseln. Ich habe selber ein Lehramtstudium aufgenommen und schließlich abgebrochen. Es kommt wahrscheinlich auf das jeweilige Modell an, aber ich hätte beispielsweise einen Nebenjob mit 20 Stunden pro Woche nicht mehr einbinden können. Was das angeht ziehe ich auf jeden Fall den Hut vor dir.

Zu deiner Familie: Mir scheint, als würdest du dich noch zu sehr von deiner Familie beeinflussen lassen. Bewusst oder unbewusst. Hast du schon mal darüber nachgedacht, auszuziehen? WG-Zimmer gibt es doch schon sehr günstig und dann kann deine Mutter beispielsweise das Kindergeld auch nicht mehr einbehalten. Vielleicht bekommst du dann sogar wieder BaFöG wenn du nicht mehr zu Hause wohnst. Ich glaube, das würde dir sehr gut tun im Moment.
Ich möchte dir auf jeden Fall raten, eine Rückzugsmöglichkeit für dich zu finden. Dann prasseln auch nicht mehr so viele Dinge auf dich ein und du kannst dir wieder die Frage stellen, was du überhaupt möchtest.

Ich habe das Studium damals als sehr kräftezehrend empfunden. Nicht unbedingt intellektuell aber psychisch. Und in der Zeit habe ich mich auch sehr oft allein gefühlt, obwohl ich viele Leute kennen gelernt habe. Ob es jetzt der richtige Weg ist, nach einem Freund zu suchen, wage ich zu bezweifeln. Natürlich vermisst man so einige Sachen an einer Beziehung, dennoch scheinst du mir so sehr aufgewühlt, dass es eine frische Beziehung eher belasten könnte. Finde für dich erst einmal wieder eine klare Linie und geh deinen eigenen Weg. Lass dich nicht zu sehr beeinflussen. Hör auf dein Herz. Und achte ab und zu auch einmal auf die positiven Seiten deines Lebens

Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

Liebe Grüße
Kietzemaze
https://entfessledeinleben.wordpress.c om/

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6. März 2015 um 21:24

...
ja der Text sollte eigentlich ein wenig ausführlicher sein, aber ich habe ihn per Handy gepostet
Na ich denke mir halt, es gibt Leute die haben kein Dach übern Kopf, hungern oder kämpfen krankheitsbedingt um ihr Leben und da kommen mir meine Probleme so nichtig vor. Und manchmal auch blamabel. Ausziehen kommt eher nicht in Frage, weil ich mitten in Examen bin und wo mich das Land danch hinschickt weis ich nicht. Endlich sagt mal jemand dass das Studium nicht soooooooooooooooooo easy ist , danke . Ich will mich gar nicht von meiner Familie beeinflussen lassen. Aber die üben so viel druck aus das ist schon unnormal und wenn man dann mal wiederworte gibt ist man das böse ,,Kind" oder eher nichte bzw. enkelkind. Na und das mit der Partnerschaft, da hast du recht aber ob man sich verliebt oder nicht das liegt ja nicht in der eigenen Hand, und es ist nurmal passiert und das stellt sich als relativ kompliziert dar. Na und das ich 20h die Woche arbeiten gehe, ich habe keine andere Wahl aber es bringt mich sehr an meine Belastungsgrenze. Schon sehr sehr lange. Bis Januar war ich relativ relaxt aber seit die klausuren prüfungen und alles das sind und ich mein examen verschieben musste stehe ich wieder ziemlich unter strom

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6. März 2015 um 22:07
In Antwort auf lorens_12924814

...
ja der Text sollte eigentlich ein wenig ausführlicher sein, aber ich habe ihn per Handy gepostet
Na ich denke mir halt, es gibt Leute die haben kein Dach übern Kopf, hungern oder kämpfen krankheitsbedingt um ihr Leben und da kommen mir meine Probleme so nichtig vor. Und manchmal auch blamabel. Ausziehen kommt eher nicht in Frage, weil ich mitten in Examen bin und wo mich das Land danch hinschickt weis ich nicht. Endlich sagt mal jemand dass das Studium nicht soooooooooooooooooo easy ist , danke . Ich will mich gar nicht von meiner Familie beeinflussen lassen. Aber die üben so viel druck aus das ist schon unnormal und wenn man dann mal wiederworte gibt ist man das böse ,,Kind" oder eher nichte bzw. enkelkind. Na und das mit der Partnerschaft, da hast du recht aber ob man sich verliebt oder nicht das liegt ja nicht in der eigenen Hand, und es ist nurmal passiert und das stellt sich als relativ kompliziert dar. Na und das ich 20h die Woche arbeiten gehe, ich habe keine andere Wahl aber es bringt mich sehr an meine Belastungsgrenze. Schon sehr sehr lange. Bis Januar war ich relativ relaxt aber seit die klausuren prüfungen und alles das sind und ich mein examen verschieben musste stehe ich wieder ziemlich unter strom

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Mir haben auch immer alle gesagt, das Studium wäre die geilste Zeit im ganzen Leben. Deswegen gibt es vermutlich auch so viele Abbrecher Es hat gute Seiten aber ich fand es psychisch sehr anstrengend. Ich habe mich immer total alleine gefühlt obwohl man so viele Menschen kennen lernt. Das Umfeld ändert sich ja mit jedem Semester. Das hatte eher was von Zweckgemeinschaft...
Dir vor Augen zu halten, dass andere Menschen hungern oder Krebs haben oder was auch immer, ist auch ein guter Weg, sich selbst und seine Probleme nicht allzu wichtig zu nehmen. Das ist ein guter Anfang.
Glaubst du, du wirst nach den Klausuren wieder entspannter?
Ich nehme an das Studium etwas zu strecken wird finanziell nicht drin sein, sonst wäre das ja auch eine Variante.

Liebe Grüße

Kietzemaze

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6. März 2015 um 22:23

Strecken geht leider nicht
... wenn ich könnte würde ich das Studium strecken, denn wenn man es genau nimmt und ich vorsichtig mit dem Geld umgehe, geht es bei der ganzen Arbeit finanziell sogar einigermaßen. Das Problem ist, dass der Studiengang ausläuft und Strecken rein zeitlich nicht möglich ist. Das setzt einen zusätzlich unter Druck. Die schönste Zeit im Leben... das ich nicht lache. Ich studiere nur noch weil ich diesen Beruf so sehr liebe, sonst hätte ich schon vor mindestens drei Jahren alles hingeschmissen. Na und es gibt ja wirklich diese Aspekte anderer Menschen. Im Sommer gab es drei Todesfälle im Freundeskreis und in solchen Momenten komme ich mir irgendwie ,,schmutzig" vor, weil ich denke dass meine ,,Probleme" im Gegenzug dazu nichts sind. Ich weis dass ich Auszeiten brauche. Das ist momentan nicht möglich. Im Dezember bin ich für ein paar Tage weggefahren und habe Freunde getroffen. Das war sehr toll. Im April werde ich 2 Tage wegfahren und Freunde treffen. Ich habe die Hoffnung zur Ruhe zu kommen. Das sind Momente wo ich sage einfach mal weg von Arbeit, Familie und Uni ... nur leider gibt es diese Momente zur Zeit sehr selten und ich habe das Gefühl, den Berg den man stemmen muss wird immer größer anstatt kleiner ...

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21. März 2015 um 8:42
In Antwort auf lorens_12924814

Strecken geht leider nicht
... wenn ich könnte würde ich das Studium strecken, denn wenn man es genau nimmt und ich vorsichtig mit dem Geld umgehe, geht es bei der ganzen Arbeit finanziell sogar einigermaßen. Das Problem ist, dass der Studiengang ausläuft und Strecken rein zeitlich nicht möglich ist. Das setzt einen zusätzlich unter Druck. Die schönste Zeit im Leben... das ich nicht lache. Ich studiere nur noch weil ich diesen Beruf so sehr liebe, sonst hätte ich schon vor mindestens drei Jahren alles hingeschmissen. Na und es gibt ja wirklich diese Aspekte anderer Menschen. Im Sommer gab es drei Todesfälle im Freundeskreis und in solchen Momenten komme ich mir irgendwie ,,schmutzig" vor, weil ich denke dass meine ,,Probleme" im Gegenzug dazu nichts sind. Ich weis dass ich Auszeiten brauche. Das ist momentan nicht möglich. Im Dezember bin ich für ein paar Tage weggefahren und habe Freunde getroffen. Das war sehr toll. Im April werde ich 2 Tage wegfahren und Freunde treffen. Ich habe die Hoffnung zur Ruhe zu kommen. Das sind Momente wo ich sage einfach mal weg von Arbeit, Familie und Uni ... nur leider gibt es diese Momente zur Zeit sehr selten und ich habe das Gefühl, den Berg den man stemmen muss wird immer größer anstatt kleiner ...

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Ich glaube, du siehst gerade einen riesen Berg Arbeit und Stress vor dir, der dich einschüchtert. Mach alles nacheinander und versuche dabei nicht perfekt zu sein. Hast du schon vom Paretoprinzip gehört? Das besagt, dass du mit 20 % deiner investierten Kraft, 80 % des Ergebnisses erreichst. Für die restlichen 20 % deines Ergebnisses brauchst du allerdings noch 80 % deiner Kraft. Ich glaube da ist etwas Wahres dran. Lass dich nicht überrollen.

Und zu dem schmutzig fühlen: wenn du solche Dinge wie todesfälle oder Ähnliches mitbekommst, solltest du dich wegen deiner eigenen Probleme nicht schmutzig fühlen, sondern eher dankbar dafür sein, dass du wie in diesem Fall noch am Leben bist. Und es sollte dir vor Augen führen, dass das, was du jetzt gerade durch machst, dich nicht umbringen wird. Der Erdball wird sich weiter drehen und die Uhr weiter ticken. Es kommen andere Zeiten.
Ich habe einmal in einem Buch von Eckhart Tolle gelesen, dass jemand (ich glaube es war ein Mönch) immer ein Armband bei sich hatte auf dem geschrieben stand: "Es geht vorbei". Und das ist leider nur allzu wahr...

Das schaffst du!

Liebe Grüße

kietzemaze

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21. März 2015 um 9:24

...
Ja villeicht hast du recht. Ich habe manchmal das Gefühl wenn eine Sache gergelt ist ist die andere um so schwieriger zu lösen. Ich werde aber weiter kämpfen ! Danke

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21. März 2015 um 9:37
In Antwort auf lorens_12924814

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Ja villeicht hast du recht. Ich habe manchmal das Gefühl wenn eine Sache gergelt ist ist die andere um so schwieriger zu lösen. Ich werde aber weiter kämpfen ! Danke

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Es gibt doch einiges im Leben, wo man sagt "Hätte ich gewusst, was da auf mich zukommt, hätte ich es nicht gemacht". Aber hinterher kann man stolz auf sich sein, wenn man es doch gemeistert hat

Bitte bitte, ich hoffe das hat dir die nötige Motivation gegeben.

LG

Kietzemaze

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Frühere Diskussionen
Hilfe! Sehr starke Unruhezustände
Von: tameka_12118980
neu
|
20. März 2015 um 18:19
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