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Wäre über ein paar Meinungen dankbar!

14. Januar 2015 um 0:22

Hey ihr Lieben,

seit ca. einem Jahr mache ich mittlerweile eine Verhaltenstherapie.
Ich bin oft ängstlich, habe wenig bis kaum Selbstbewusstsein, habe aggressive stimmungsschwankungen.. wurde in mehreren Schulen gemobbt und hatte nicht so rosige Familienverhältnisse. .
Jedenfalls habe ich vor Beginn der Therapie viel rumtelefoniert und mich für die "erstbeste" Therapeutin entschieden. Sie hört mir immer zu, lässt mich erzählen, versucht mir Tipps zu geben, aber diagnostiziert nichts, bzw bleibt nicht für lange Zeit bei einem Thema.
Bspw. hat sie ziemlich zu Beginn eine soziale Phobie bei mir festgestellt und mir daraufhin ein Buch empfohlen. Ich habe es mir geholt, aber bei weiteren Terminen haben wir gar nicht mehr darüber gesprochen, sondern zb über meine Beziehung und meine Launen die ich leider an meinem Freund auslasse ..
Zudem (liegt auch aber nicht nur an meinen unregelmäßigen Arbeitszeiten) liegen manchmal wochen zwischen den einzelnen Terminen. Ich habe dadurch auch das Gefühl, nicht richtig "warm" werden zu können. Ich fühle mich zwar meist gut nach den Terminen, aber kann nicht wirklich sagen ob es mir was bringt.

Es ist vielleicht dumm und nicht verständlich, aber ich traue mich auch nicht was zu sagen, bzw weiß auch nicht wie.

Und dann ist da noch eine Sache .. meine Therapeutin hat mich auch ziemlich früh gefragt, ob ich schonmal Kontakt zu Drogen hatte. Ich habe diese Frage verneint und gelogen .. Vor mittlerweile 5-6 Jahren, habe ich über einen längeren Zeitraum täglich und oft Marihuana konsumiert. Ich habe irgendwann nur noch unangenehmes Herzrasen, extreme Schläfrigkeit, Geistesabwesenheit und Zitteranfälle davon bekommen und aufgehört. Mittlerweile denke ich auch, dass meine ängstliche und unsichere Art vielleicht auch davon kommen könnte ..
Aber da die Therapie jetzt schon ein Jahr läuft, habe ich auch Hemmungen, wahrscheinlich aus Angst vor irgendwelchen Konsequenzen, plötzlich mit der Wahrheit rauszurücken.

Das klingt jetzt wahrscheinlich alles chaotisch und nicht nachvollziehbar, aber vielleicht könnt ihr mir einfach mal eure Meinungen dalassen, würde mich sehr freuen!

Lg
shiningsun

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14. Januar 2015 um 2:26

Sag was
Deine Therapeutin sollte die Person sein, der du alles erzählst. Auch das, was du niemand anderem sagen würdest. Wenn du dieses Vertrauen nicht hast, dann solltest du dich fragen, ob diese Therapeutin die Richtige für dich ist. Wenn du nun schon ein Jahr in Behandlung bist und es gefühlt nicht weitergeht, dann sprich mit ihr darüber. Sage dir, was dir nicht passt. Vielleicht ist die Verhaltenstherapie auch nichts für dich oder die ambulante Behandlung überhaupt?
Meine Therapeutin hat, nachdem ich meine Bedenken geäußert habe, zum Beispiel angefangen, mich jede Sitzung einen Fragebogen ausfüllen zu lassen, damit wir sehen, in welche Richtung sich alles bewegt.
Bei der Verhaltenstherapie ist deine Motivation nötig, damit du deine Übungen machst und dass du immer mitarbeitest. Wenn du Zweifel hast, ist es damit natürlich schwieriger. Ich drücke dir sehr die Daumen!!

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14. Januar 2015 um 14:23
In Antwort auf vanillemilchjunkie

Sag was
Deine Therapeutin sollte die Person sein, der du alles erzählst. Auch das, was du niemand anderem sagen würdest. Wenn du dieses Vertrauen nicht hast, dann solltest du dich fragen, ob diese Therapeutin die Richtige für dich ist. Wenn du nun schon ein Jahr in Behandlung bist und es gefühlt nicht weitergeht, dann sprich mit ihr darüber. Sage dir, was dir nicht passt. Vielleicht ist die Verhaltenstherapie auch nichts für dich oder die ambulante Behandlung überhaupt?
Meine Therapeutin hat, nachdem ich meine Bedenken geäußert habe, zum Beispiel angefangen, mich jede Sitzung einen Fragebogen ausfüllen zu lassen, damit wir sehen, in welche Richtung sich alles bewegt.
Bei der Verhaltenstherapie ist deine Motivation nötig, damit du deine Übungen machst und dass du immer mitarbeitest. Wenn du Zweifel hast, ist es damit natürlich schwieriger. Ich drücke dir sehr die Daumen!!

Danke!
hey, ich danke dir erstmal für deine liebe Antwort.
Du hast vollkommen recht mit dem was du sagst.
Ich weiß einfach nur nicht wie ich das ganze umsetzen soll, bzw wie ich anfangen soll.
Bei der letzten Sitzung (mittlerweile ungefähr einen monat her) haben wir zb gegen Ende über meinen Vater gesprochen. Es hat mir gut getan über ihn zu reden, aber er ist ein sehr sensibles Thema für mich und ich bin direkt in Tränen ausgebrochen.
Sie hat dann ziemlich abrupt gesagt, dass wir jetzt leider Schluss machen müssen. Ich kann es ja verstehen, aber ich hätte das Thema gerne noch weiter vertieft .. Am 20. ist unser nächster Termin, und ich weiß jetzt schon ganz genau, dass sie nicht von sich selbst aus darauf eingehen wird was beim letzten Mal besprochen wurde, sondern wieder fragt wie es mir geht und wir automatisch über andere Dinge reden. Kein fließender Übergang.

Ich kann ja zb auch nicht einfach sagen "ach übrigens, ich habe Ihnen die ganze Zeit was verschwiegen und außerdem bin ich eigentlich seit dem ganzen Jahr gar nicht richtig zufrieden mit der Therapie"
Ich weiß, ich mache es mir selber schwer, aber es ist nunmal wirklich nicht einfach fürs mich.
lg

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15. Januar 2015 um 12:45
In Antwort auf galina_12320964

Danke!
hey, ich danke dir erstmal für deine liebe Antwort.
Du hast vollkommen recht mit dem was du sagst.
Ich weiß einfach nur nicht wie ich das ganze umsetzen soll, bzw wie ich anfangen soll.
Bei der letzten Sitzung (mittlerweile ungefähr einen monat her) haben wir zb gegen Ende über meinen Vater gesprochen. Es hat mir gut getan über ihn zu reden, aber er ist ein sehr sensibles Thema für mich und ich bin direkt in Tränen ausgebrochen.
Sie hat dann ziemlich abrupt gesagt, dass wir jetzt leider Schluss machen müssen. Ich kann es ja verstehen, aber ich hätte das Thema gerne noch weiter vertieft .. Am 20. ist unser nächster Termin, und ich weiß jetzt schon ganz genau, dass sie nicht von sich selbst aus darauf eingehen wird was beim letzten Mal besprochen wurde, sondern wieder fragt wie es mir geht und wir automatisch über andere Dinge reden. Kein fließender Übergang.

Ich kann ja zb auch nicht einfach sagen "ach übrigens, ich habe Ihnen die ganze Zeit was verschwiegen und außerdem bin ich eigentlich seit dem ganzen Jahr gar nicht richtig zufrieden mit der Therapie"
Ich weiß, ich mache es mir selber schwer, aber es ist nunmal wirklich nicht einfach fürs mich.
lg

Schwer ist es
Ich drücke dir echt die Daumen, dass du es schaffst. Es ist schwer, einen neuen Weg einzuschlagen (merke ich gerade auch, ich habe mich mit sehr viel Hilfe durchgerungen, die ambulante Therapie zu unterbrechen und eine stationäre Therapie zu machen). Du machst das alles so toll, du hast eine effektive Therapie verdient!

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15. Januar 2015 um 22:59
In Antwort auf vanillemilchjunkie

Schwer ist es
Ich drücke dir echt die Daumen, dass du es schaffst. Es ist schwer, einen neuen Weg einzuschlagen (merke ich gerade auch, ich habe mich mit sehr viel Hilfe durchgerungen, die ambulante Therapie zu unterbrechen und eine stationäre Therapie zu machen). Du machst das alles so toll, du hast eine effektive Therapie verdient!

Wir schaffen das!
ich danke dir und wünsche dir auch ganz viel Kraft, wir machen das schon. Wir können uns gerne auch so mal austauschen wenn du magst!

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