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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Wäre es richtig??

Letzte Nachricht: 7. Februar 2013 um 16:14
A
an0N_1212721199z
08.08.12 um 13:58

Hallo, ich beschäftige mich seit 20 Jahren mit dem Thema und bin echt froh diese Forum hier gefunden zu haben. Ich habe mit 13 Jahren meine ersten sexuellen Erfahrungen um haaresbreite nicht überlebt...habe fast alles versucht es aufzuarbeiten, zu verdrängen oder mich selbst zu therapieren. Allein die Albträume bleiben, fast jede Nacht. Soweit bin ich mittlerweile drüber weg....und es war bei Gott kein leichter Weg....ich habe ein gesundes Sexualleben, Spass am Sex, Kinder. Seit einem halben Jahr allerdings habe ich einen Freund, der es wohl gemerkt hat und der nachfragt. Er macht sich so seine eigenen Gedanken wenn ich Nachts aufschrecke oder versuche mich im Traum zu wehren. Er weckt mich dann oft auf...versucht mich zu beruhigen, einfach bei mir zu sein. Er ist komischerweise der erste dem auffällt( oder der durch gezielte Fragen, die mich manchmal schon aus dem Konzept bringen) rausbekommen hat, das ich etwas ziemlich übles erlebt habe. Er will natürlich wissen was es ist. Er sagt immer das er weiss das es ne Menge Vertrauen braucht, das er warten würde bis ich soweit bin.....aber das er es schon wissen möchte. Ich habe aber noch nie darüber geredet und ich weiss nicht ob ich es kann. Ich habe Angst das ich ihn damit "vergraule" andererseits will ich ihm auch zeigen das ich ihm vertraue. Was soll ich tun? Ich will nicht das er mich hinterher mit anderen Augen sieht mich anders behandelt und ich will ihn auf keinen Fall verlieren.

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S
saffie_12753076
08.08.12 um 17:43

Wenn du ihm vertraust
wäre es bestimmt richtig. Ich denke, die Grundvoraussetzung ist, dass DU dir sicher bist, dass du ihm genug vertraust, und ER sich sicher ist, dass er das auch wirklich wissen will. Es gibt vermutlich nix Schlimmeres, als hinterher gesagt zu bekommen "Ach weißt du, SO genau wollte ich es dann doch nicht wissen". Aber wenn ihr beide der Meinung seid, dass ihr darüber reden wollt, was sollte euch denn dann im Weg stehen?

Außerdem kannst du ihm ja sagen, was du hier geschrieben hast. Dass du ihn dadurch nicht verlieren willst und dass du nicht deswegen wie ein rohes Ei behandelt werden willst. Du sagst, dass du nicht weißt, ob du überhaupt drüber reden kannst, weil du es noch nie gemacht hast. Sag deinem Freund doch einfach, dass du es ihm gerne erzählen würdest, aber nicht sicher bist, ob du es auch durchhältst. Und wenn du merkst, dass du es nicht packst, dann brich das Gespräch ab und sag, dass es noch nicht geht.

Egal was man Schlimmes erlebt hat, wenn man es jemandem erzählt, merkt man einfach, dass es sich richtig anfühlt. Ich bin zwar "nur" ein Mobbing-Opfer, aber mir hat es gut getan, ins kalte Wasser zu hüpfen und es einfach mal jemandem zu erzählen. Das kann ein super-gute Form der Therapie sein.

Ich wünsch dir und deinem Freund auf eurem gemeinsamen Weg alles Gute und hoffentlich viel Glück und Verständnis miteinander.

Ganz liebe Grüße,
Lynn

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A
an0N_1212721199z
09.08.12 um 20:16

DANKE
für die Antwort. Ich habe mich jetzt hier seit 3 Tagen durch das Forum gewühlt...übrigends auch das erste mal das ich mich traue in dieser Art und Weise mit dem Erlebten umzugehen. Ich bin ehrlich gesagt beeindruckt mit welcher Intensität die Moderatoren hier versuchen zu helfen, zu lindern, Rat und Trost zu schaffen. Und das alles vor dem Hintergrund das da ja auch noch das eigene Leben ist das man bewältigen will und muss und das bestimmt auch oft "zurücksteckt". Das verdient meine vollste Hochachtung, alle die hier Rat suchen können froh sein euch gefunden zu haben, denn es ist schon um einiges leichter hier einen Einstieg für die Aufarbeitung zu finden als gleich jemandem persönlich von Angesicht zu Angesicht gegenüber sitzen zu müssen und sich zu äussern. Ich für meinen Teil wäre froh gewesen wenn es so etwas vor 20 Jahren auch schon gegeben hätte, das hätte mir möglicherweise einiges erspart. Macht weiter so.

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O
otto_12123868
11.08.12 um 1:04

Ich finde eine gesunde Beziehung mit Zukunftschancen
braucht maximale Ehrlichkeit, wenn es dir also zu schmerzlich ist darüber zu sprechen sag es ihn so. Wenn er dich liebt und vertraut, respektiert er es. Und liebst du ihn du ihn und vertraust du ihn? dann solltest du mit ihm darüber reden bzw. wenn du behaupten kannst du liebst und vertraust ihn ^^

Langfristig hätte ich an deiner eher Angst gehabt, ob dein unerklärbares Verhalten ihn nicht zu sehr besorgt oder dir nicht alles anzuvertrauen , bei vergewaltigungen und ähnliches muss und will man ja auch nicht die details wissen z.b. nur evtl. wer es war .bzw. wie man zum täter stand,wie lang die Dauer war(einmal oder über jahre hinweg) und mehr nicht, damit man selber abschätzen kann was dem partner gut tut und nicht, wobei man vielleicht helfen kann oder sogar muss.
Ausserdem, mal als Laie spekuliert, kann man es 100% ausschließen das du im unterbewusstsein ANgst vo ihn haben könntest und dann deswegen so unruhig schläfst. Vielleicht gibtz was, was dich an ihn an dein Trauma erinnert oder irgendwas anderes in deiner Umwelt seit ihr zusammen seid - würde erklären warum bisher noch kein Partner darauf einging. Ich hab vollstes VErständnius dafür dass es dir schwer fällt, aber einen liebenden Partner den man vertraut, sollte man sich zumindest grob irgendwie öffnen können, und wensn nur die Worte sind, Vergewaltigung als Kind - bitte ncith mehr nachhaken. oder ähnlich jenachdem was halt passierte^^

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A
an0N_1212721199z
03.02.13 um 16:52

Ich weiß nicht wie???
hallo....also es ist jetzt mittlerweile ein halbes Jahr her das ich euch geschrieben habe. Es ging darum das ich nicht wusste ob ich meinem Partner von der Vergewaltigung erzählen sollte oder lieber nicht. Sicher ich bin auch zu dem Schluss gekommen das es allein schon fürs Vertrauensverhältniss zueinander besser wäre, das ich keine Angst mehr haben muss Flashbacks verbergen zu müssen oder zu erklären.....das er einfach Bescheid weiß. Aber da fängt mein Problem an. Ich schaffe es einfach nicht....ich weiss nicht wie ich anfangen soll. Ich habe einfach wahnsinnige Angst davor.....mittlerweile nehmen die Albträume und die Flashs wieder zu weil ich mich nur noch damit beschäftige wie ichs sagen soll....was ich sagen soll. Mein Gott das kann doch nicht wirklich so schwer sein oder?
Ich weiss das ich generell vielleicht langsam mal damit anfangen sollte darüber zu reden, andere schaffen es auch und es hilft ihnen. Nur warum krieg ich das nicht auf die Reihe???

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N
nuala_879653
03.02.13 um 17:45
In Antwort auf an0N_1212721199z

Ich weiß nicht wie???
hallo....also es ist jetzt mittlerweile ein halbes Jahr her das ich euch geschrieben habe. Es ging darum das ich nicht wusste ob ich meinem Partner von der Vergewaltigung erzählen sollte oder lieber nicht. Sicher ich bin auch zu dem Schluss gekommen das es allein schon fürs Vertrauensverhältniss zueinander besser wäre, das ich keine Angst mehr haben muss Flashbacks verbergen zu müssen oder zu erklären.....das er einfach Bescheid weiß. Aber da fängt mein Problem an. Ich schaffe es einfach nicht....ich weiss nicht wie ich anfangen soll. Ich habe einfach wahnsinnige Angst davor.....mittlerweile nehmen die Albträume und die Flashs wieder zu weil ich mich nur noch damit beschäftige wie ichs sagen soll....was ich sagen soll. Mein Gott das kann doch nicht wirklich so schwer sein oder?
Ich weiss das ich generell vielleicht langsam mal damit anfangen sollte darüber zu reden, andere schaffen es auch und es hilft ihnen. Nur warum krieg ich das nicht auf die Reihe???

Hallo
Es ist auch sehr schwer darüber zu reden, vor allem mit demjenigen den man liebt.
Hast du denn, ausser hier im Forum, mal mit jemanden darüber geredet? Eine gute Freundin vielleicht?

Nachdem ich mich einmal überwunden hatte fiel es mir etwas leichter. Ich habe ihr aber vieles nicht von Angesicht zu Angesicht sagen können, dafür habe ich Briefe geschrieben. Vielleicht ist das eine Möglichkeit es deinem Freund anzuvertrauen?

Ich habe eine Therapie gemacht, die mir auch dabei geholfen hat mich meinem jetzigen Partner anzuvertrauen. Ich habe aber nicht alles bis ins Detail erzählt, bis heute nicht. Das ist auch gut so. Er weiß genug um mich zu verstehen und zu unterstützen.

Wünsche dir viel Glück! Du schaffst das!

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T
tawny_12722777
05.02.13 um 7:57

Du
musst für dich entscheiden was er wissen soll und was nicht. Wenn du möchtest das er alles genau weißt dann erzähl es ihm....
Wenn du möchtest, das er nur Bruch stücke erfährt ist es auch in Ordnung!
Also hör in dich hinein und frage dich was soll er wissen, was darf er wissen und was ist absolut tabu für dich!

Vielleicht hilft es dir bei deiner Entscheidung. Manchmal ist es wirklich einfacher es schriftlich zu machen, genau das zuschreiben was er wissen soll sowie deine wünsche und Anforderung an ihm zb. das er nicht nachfragt, das er es so akzeptiert, das er dich in den Arm nimmt etc.
Du bestimmst allein was er wissen darf und wie.
Lg Steffi

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A
an0N_1212721199z
06.02.13 um 17:39
In Antwort auf nuala_879653

Hallo
Es ist auch sehr schwer darüber zu reden, vor allem mit demjenigen den man liebt.
Hast du denn, ausser hier im Forum, mal mit jemanden darüber geredet? Eine gute Freundin vielleicht?

Nachdem ich mich einmal überwunden hatte fiel es mir etwas leichter. Ich habe ihr aber vieles nicht von Angesicht zu Angesicht sagen können, dafür habe ich Briefe geschrieben. Vielleicht ist das eine Möglichkeit es deinem Freund anzuvertrauen?

Ich habe eine Therapie gemacht, die mir auch dabei geholfen hat mich meinem jetzigen Partner anzuvertrauen. Ich habe aber nicht alles bis ins Detail erzählt, bis heute nicht. Das ist auch gut so. Er weiß genug um mich zu verstehen und zu unterstützen.

Wünsche dir viel Glück! Du schaffst das!

Wo fange ich an?
Eben das ist mein Problem.... ich habe noch nie(ausser hier im Forum) mit jemandem darüber geredet....es ist doch so das man die Familie damit hoffnungslos überlastet....und die Freundschaften die man hat meist auf einer anderen Basis funktionieren. Dem Freund alles zu erzählen obwohl er es zweifelsohne wissen möchte würde mich überfordern und ihn vielleicht auch. Aber ich will mich auch nicht pausenlos damit beschäftigen was ich ja tue....ich versuche mich in bestimmten Situationen "normal" zu verhalten damit nichts auffällt das kostet wahnsinnig viel Kraft....andererseits will ich nicht ständig darüber nachdenken wie ich`s ihm beibiege. Eine Therapie nach 20 Jahren??? bringt das noch was?? und wie läuft sowas eigentlich ab? Ich hätte wahrscheinlich schon Panik wenn ich in so einen Raum gehen würde....

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T
tawny_12722777
06.02.13 um 21:24
In Antwort auf an0N_1212721199z

Wo fange ich an?
Eben das ist mein Problem.... ich habe noch nie(ausser hier im Forum) mit jemandem darüber geredet....es ist doch so das man die Familie damit hoffnungslos überlastet....und die Freundschaften die man hat meist auf einer anderen Basis funktionieren. Dem Freund alles zu erzählen obwohl er es zweifelsohne wissen möchte würde mich überfordern und ihn vielleicht auch. Aber ich will mich auch nicht pausenlos damit beschäftigen was ich ja tue....ich versuche mich in bestimmten Situationen "normal" zu verhalten damit nichts auffällt das kostet wahnsinnig viel Kraft....andererseits will ich nicht ständig darüber nachdenken wie ich`s ihm beibiege. Eine Therapie nach 20 Jahren??? bringt das noch was?? und wie läuft sowas eigentlich ab? Ich hätte wahrscheinlich schon Panik wenn ich in so einen Raum gehen würde....

Therapie
bringt immer etwas wenn man es will. die Schnelligkeit der Therapie bestimmst du, aber so wie das sehe, wird es dich immer wieder einholen und immer wieder beschäftigen. In einer Therapie lernst du wie du mit diesen Erinnerungen etc umgehst, wie du die Vorboten kennen lernst. Du lernst das das Geschehene ein Teil deiner Geschichte ist, aber du lernst auch, das du das Geschehene bestimmst und nicht das Geschehende dich...

Es kann wirklich nur besser werden und so ein Therapieraum ist nichts schlimmes, wie soll ich das erklären, meistens ist es ein Wohnzimmer, mit Schreibtisch, Bücherregal, Blumen, Stühle und Tische oder Sessel und Sofa.... Eher was harmonisches, heimisches!

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N
nuala_879653
07.02.13 um 16:14
In Antwort auf an0N_1212721199z

Wo fange ich an?
Eben das ist mein Problem.... ich habe noch nie(ausser hier im Forum) mit jemandem darüber geredet....es ist doch so das man die Familie damit hoffnungslos überlastet....und die Freundschaften die man hat meist auf einer anderen Basis funktionieren. Dem Freund alles zu erzählen obwohl er es zweifelsohne wissen möchte würde mich überfordern und ihn vielleicht auch. Aber ich will mich auch nicht pausenlos damit beschäftigen was ich ja tue....ich versuche mich in bestimmten Situationen "normal" zu verhalten damit nichts auffällt das kostet wahnsinnig viel Kraft....andererseits will ich nicht ständig darüber nachdenken wie ich`s ihm beibiege. Eine Therapie nach 20 Jahren??? bringt das noch was?? und wie läuft sowas eigentlich ab? Ich hätte wahrscheinlich schon Panik wenn ich in so einen Raum gehen würde....

Das ist nicht wirklich leicht,
vor allem wenn du dich noch niemandem persönlich geöffnet
hast. Da ist es schwer dir einen konkreten Ratschlag zu geben...Ich bin immernoch dafür keine Details preiszugeben, denn ich denke auch dass es euch beide überfordern würde. Bei uns war es auch so dass mein Mann gerne alles gewußt hätte, aber zu seinem eigenen Schutz und letztendlich auch für unsere Beziehung, habe ich dem nicht nachgegeben. Ich musste es aber tun, denn mich zu verstellen, vor allem bei Intimitäten, wäre auf Dauer nicht möglich gewesen.

Ich habe es direkt am Beginn unserer Beziehung getan, habe einen entspannten Moment gewählt. Leicht ist es nicht gewesen, es war ein Gespräch mit ganz vielen Pausen. Im Vorfeld hatte ich aber bereits meine beste Freundin persönlich eingeweiht, so hatte ich die Sätze schon mal formuliert. Ich habe im Rahmen meiner Therapie auch vieles in ein Tagebuch nieder geschrieben, das hat mir auch geholfen. Du musst deinen Weg finden, aber wenn dich Schweigen zu sehr belastet solltest du nicht mehr so lange warten. Denn je länger du wartest desto schwerer wird es auch.

Die Therapie habe ich zwei Monate nachdem es passiert ist angefangen, und nutze meine wirklich tolle Therapeutin bis heute. Auch da muss man keine Details preisgeben oder sich direkt am Anfang komplett öffnen. Es gab auch ein Kennenlerngespräch und das ist auch wichtig, denn die Chemie muss auch stimmen. Ich halte es nie zu spät für eine Therapie. Der Raum in dem wir die Therapiestunden abhalten ist eher wie ein Wohnzimmer, also nicht beängstigend. Die Therapeutin hat mir damals meine Frauenärztin vermittelt, aber auch der Weiße Ring kann einem bei der Suche helfen. Denk mal darüber nach

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