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War es ein Plötzlicher Herztod? Bei einem 25-Jährigen?

18. Juni 2009 um 9:10 Letzte Antwort: 3. Januar 2014 um 15:47

Hallo, ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Ich habe am 25.05 meinen Freund (25 Jahre alt) verloren. Die Todesursache wissen die Ärzte nicht, aber ich wollte auch keine Autopsie, weil ich der Meinung bin, man soll die Toten in Ruhe lassen und nicht noch untersuchen, nur damit ich weiß, warum er gestorben ist.
Ich mache grade eine Ausbildung im Krankenhaus zur Kinderkrankenpflegerin, aber sowas was er hatte hab ich noch nicht gehört.

Mein Freund und ich waren an dem besagten Tag Möbelshoppen, er trug ein Paket und ich hatte ihn noch gefragt, ob ich ihm helfen solle. Er meinte nur "NEIN, so schwer ist es nicht" ich ging weiter. In der Wohnung angekommen setze er sich auf die Sofalehne und griff sich ans Herz und sagte "BIANCA; MEIN HERZ" Nicht einmal eine Sekunde später fiel er in sich zusammen. Ich rannte zu ihm und sah, dass er total blau angelaufen, keine Atmung und keinen Puls hatte. Ich schrie ihn an, er reagierte nicht. Ich rief einen Notarzt, gab dann einen Schmerzreiz, aber nicht einmal eine kleine Reagtion. Ich vermute er war komatös.
Daraufhin find ich mit der Reanimation an, er kam leicht zurück in die Welt, nahm mich aber nicht mehr wahr. Seine Augen gingen nur rechts und links aber fixieren konnten sie nichts mehr. Die Ärzte kamen, er war ins Kammerflimmern gerutscht, sie schockten ihn 3-4 mal und nun hatte er einen ganz ganz schwachen Herzschlag, der aber nur vorhanden war, wenn sie ihn reanimiert haben, sobald sie aufhörten ging der Sinusrhythmus weg. Er hatte nun auch riesige Pupillen und die Ärzte meinte das wäre eine schlechte Sache. ??? Ich weiß nicht warum, weiß es jemand???
Die Ärzte versuchte ihn noch 90 Minuten lang zu reanimieren, aber ohne Erfolg.

Jetzt sitze ich hier, weiß nicht warum grade er!? Ich bin fertig ohne Ende, bin in psychischer Behandlung, weil mir die Bilder nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Ich muss dazu sagen, mein Freund hatte eine Arhythmie, also Herzrhythmusstörungen und einen Mitralklappenprolaps, das heißt seine Mitralklappe im Herz schließte nicht richtig, aber die Ärzte meinten immer, das wäre alles nicht schlimm, es wäre ganz in Ordnung und er bräuchte sich keine Sorgen machen. Der Kardiologe verschrieb ihm Bisoprolol, ein Beta-Rezeptoren- Blocker, den er nur bei Bedarf nehmen sollte. Wieso? Ich habe gelesen, man muss die täglich nehmen! Lag es an den Medies, denn im Internet habe ich gelesen, man sollte die nicht bei Herzrhythmusstörungen nehmen. Wieso hat er dann dieses Medikament bekommen???

Bitte helft mir, ich möchte einfach wissen was es war.
Ich vermute es war ein Plötzlicher Herztod, was denkt ihr?

Danke schon im Vorraus
Liebe Grüße
Bianca

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22. Juni 2009 um 11:40


Oh man, das tut mir unendlich leid für dich. Ich wünsche dir ganz viel Kraft die schwere Zeit durchzustehen.

Ich habe aber auch mal eine Frage, bei mir wurde auch festgestellt wo ich 16 oder so war das meine eine Herzklappe nicht 100Prozentig schließt und der Arzt meinte das ist so minimal und nicht weiter schlimm, und Herzrythmusstörungen habe ich in den letzten Jahren auch bekommen, aber nur wenn ich merke das ich krank werde, ne Erkältung im Anmarsch ist und danach ist es wieder weg.
Muss ich auch so früh sterben??? Nee ehrlich, hab langsam Angst.

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22. Juni 2009 um 16:54
In Antwort auf an0N_1237868099z


Oh man, das tut mir unendlich leid für dich. Ich wünsche dir ganz viel Kraft die schwere Zeit durchzustehen.

Ich habe aber auch mal eine Frage, bei mir wurde auch festgestellt wo ich 16 oder so war das meine eine Herzklappe nicht 100Prozentig schließt und der Arzt meinte das ist so minimal und nicht weiter schlimm, und Herzrythmusstörungen habe ich in den letzten Jahren auch bekommen, aber nur wenn ich merke das ich krank werde, ne Erkältung im Anmarsch ist und danach ist es wieder weg.
Muss ich auch so früh sterben??? Nee ehrlich, hab langsam Angst.

Hallo Lawendel
also ganz ehrlich bei meinem Freund war es genau das gleiche. Es muss nicht sein, mein Freund hatte auch nur 40% lungenvolumen. Aber bitte tu mir den Gefallen, geh bitte zu den Kontrolluntersuchungen, auch wenn es dir gut geht. Mein Freund hat dies zwar auch gemacht, aber nehm es nicht auf die leichte Schulter. und noch was, die Ärzte haben mir nach seinem Tod gesagt, wenn es wirklich an den Rhythmusstörungen und der Klappe lag, dann wäre es sehr sehr selten das es vorkommt. Besonders er hatte es ja auch nur ganz leicht

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen die Angst nehmen
lg
Bianca

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7. Juli 2009 um 4:02

Mein Mann war 33 ...
Hallo Bianca,

als ich deinen Eintrag gelesen habe, hatte ich erst Gänsehaut und dann Tränen in den Augen ...

Vor ein wenig mehr als 2 Jahren erlitt mein Mann im Krankehaus einen plötzlichen Herztod - er hatte schon ein paar Jahre auch mit Herzrhytmusstörungen aufgrund seines Mitraklappenprolaps zu tun - mehrfache Intervalluntersuchungen - Kommentar der Ärzte "Sie sind ja noch jung, das stecken Sie schon weg!" Der Hausarzt übersah später die schriftliche Empfehlung eines Kardiologen meinen Mann auf Beta-Blocker und Herzinsuffizienzmedis einzustellen.
An jenem Tag vor 2 Jahren wurde mein Mann eingehend untersucht - die Kardiologen entschieden es medikamentös zu probieren und hofften das dadurch das Herz wieder in den Sinusrhytmus findet - zum Einnehmen ist er nicht mehr gekommen - womöglich hätte ihn der zuerst geplante Elektroschock besser geholfen ....

Diese Bilder die du im Kopf hast sind mir bzw. uns erspart geblieben. Ich sagte am Telephon noch "Ich liebe dich - Wir sind gleich bei dir" - als ich mit unseren Kindern im Krankehaus ankam empfing mich ein Arzt ...

Eine Schwester hat ihn blau angelaufen und leblos gefunden nachdem sie ein stöhnen hörte - 20 Minuten Reanimation - er lebt, aber mit schwersten Folgeschäden ...

Die Kardiologen erklärten mir ihre Untersuchungen ergaben, es war ein plötzlicher Herztod - kein Herzinfakt und auch kein Schlaganfall.

Heute hat er einen ICD (Kombination Defibrillator und Herzschrittmacher) und Medikamente (die ich ihm täglich verabreichen muß, sonst keine Wirkung) - dies alles beschützt nun sein zweites Leben! Ein sehr Hartes, aber er liebt seine Kinder sehr .... wir sind um jeden Tag dankbar ... irgendwann wird er vielleicht wieder mit uns sprechen können ...

Ich hoffe unser Erlebtes gibt dir Antworten - ich versuche, mir erst gar keine Fragen zu stellen - es anzunehmen wie es ist - bereits Geschehenes kann man nicht ändern ... leider ... das Einzige was mich begleitet ist, ich war in diesem Moment nicht bei ihm, er war allein ...

Gruß

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7. Juli 2009 um 4:27
In Antwort auf an0N_1237868099z


Oh man, das tut mir unendlich leid für dich. Ich wünsche dir ganz viel Kraft die schwere Zeit durchzustehen.

Ich habe aber auch mal eine Frage, bei mir wurde auch festgestellt wo ich 16 oder so war das meine eine Herzklappe nicht 100Prozentig schließt und der Arzt meinte das ist so minimal und nicht weiter schlimm, und Herzrythmusstörungen habe ich in den letzten Jahren auch bekommen, aber nur wenn ich merke das ich krank werde, ne Erkältung im Anmarsch ist und danach ist es wieder weg.
Muss ich auch so früh sterben??? Nee ehrlich, hab langsam Angst.

msg
Aus unserem Erlebten heraus, empfehle ich dir dringend wenn du Erkältungen hast dich auf jeden Fall ärztlich behandeln zu lassen - informiere dich über Endokarditisprophylaxe - ich möchte dir keine Angst machen, aber mit Herzmuskelentzündung ist nicht zu spaßen!
In neurologische Rehakliniken bestätigt man die These "Es ist nur eine seltene und nicht schlimme Tatsache wenn man an Herzrhytmusstörungen und Herzklappenfehlern leidet " nicht - haben immer öfter damit zu tun.
Plötzlicher Herztod ist keine Seltenheit - viele junge Menschen und auch Mensch die gesund und ausgeglichen lebten!

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6. August 2011 um 12:58

Hallo liebe bianca...
an erster stelle möchte ich dir mein tiefstes mitgefühl aussprechen ..

einen plötzlichen herztod zu erleiden hat heutzutage nichts mehr mit dem alter zu tun ..
ich werde ende diesen monats 22 jahre alt.. im april 2010 hatte ich einen plötzlichen herztod bedingt durch kammerflimmern .. war vorher nie in ärztlicher behandlung, hatte nie iwelchen beschwerden oder gesundheitlichen einschränkungen, desto unverhoffter ereilte mich der plötzliche herztod...
was du für symptome bei deinem freund beschreibst, wie erweiterte pupillen , blaue verfärbungen im gesicht .. das alles wurde mir im nachhinein von mir geschildert... genauso wie das "nach luft schnappen"...
meine mutti rief "damals" sofort den notarzt.. dieser schaffte es mein herz-kreislauf-system wieder in normalfunktion zu bringen mit hilfe eines difibrillators... ich kam ins UKB , lag ne woche im koma ... durch etlichen untersuchungen stellte sich ein mitralklappenprolaps raus , dieser aber mit sehr leichter mitralinsuffiziens.. für die ärzte bis heute unerklärlich wie es zu solch enormen auswirkungen kommen konnte .. im juni 2010 lies ich mir dann in der charité einen ICD implantieren, beta-blocker soll ich zusätzlich einnehmen...

ich musste ob ich wollte oder nicht in psychologischer behandlung , obwohl ich die sache sehr gut weggesteckt hatte.. ändern kann ich es nicht , man muss damit lernen zu leben .. ich hatte nur 2 möglichkeiten : entweder ich geb mich und mein junges leben auf .. oder ich mach was draus u akzeptiere es/mich so.. ich hab mich fürs letztere entschieden..

meine mama allerdings hat das ganze verständlicherweise bis heute nicht verkraftet u ist in psychologischer behandlung ... aber als familie steht man alles zusammen durch !



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16. August 2011 um 21:56

Liebe Bianca
Dein Verlust tut mir wirklich leid. Es ist traurig, weil er ja so jung war.
Mein Vater starb auch relativ jung mit 50 Jahren an einem Herzinfarkt. Das ist auch noch nicht lange her. Er war nie krank, ich verstehe auch nicht was da passiert ist. Mir hilft der Gedanke, daß er nicht leiden mußte. Es ging wie bei Deinem Freund sehr schnell. Es gibt Menschen, die sind lange krank, haben Schmerzen. Müssen sich lange mit dem eigenen Tod auseinandersetzen. Diese Angst ist Deinem Freund und meinem Vater erspart geblieben. Als ich das erkannte, ging es mir viel besser, und ich bin dankbar, daß mein Papa nicht leiden mußte.

Mit den Medikamenten kenne ich mich nicht aus, da kann ich Dir leider nicht helfen. Aber Du schreibst Du machst eine Ausbildung in einem Krankenhaus. Dort gibt es sicher Ärzte die Du fragen kannst. Vertrau Dich dem Arzt an.

Liebe Bianca, ich wünsche Dir alles Liebe und Gute. Sei gedrückt, Du bist nicht allein.

Starlight

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29. August 2011 um 21:45

Herztod
Hallo Bianca!!!

Erstmal mein Beilad. Ich weiss auch wie Du Dich fühlst.
Ich habe mein Freund Marco am Sonntag den 05.06 gegen 18Uhr 10 bei einen Spaziergang an einen plötzlichen Herztod von 5sek verloren. Ich denke, wenn es ein Herztod war bei dein Freund, würden dei Ärzte es wissen. Ein Familienmitglied von deinem Freund sollte bescheid wissen. Die Ärzte sind leider nicht befugt uns solche Diagnosen zu erzählen. Ich erzähl etwas von meinem Vorfall. An den gesgten Sonntag ging ich mit Marco spazieren, es war ein sehr heisser Tag. Wir liefen ins Kleinratal bei Ossmaritz (mein Wohnsitz). Er musste mal pieseln, nachdem er sich erleichtert hatte. Setzte er sich hin, ich war besorgt. Denn das kannte ich nicht von Ihm. Ich fragte was ist los. Er meinte, es wird gleich wieder. Darufhin kippte er nach hinten weg. Ich tächelte sein Wangen und fragte etwas lauter, Marco wo sind wir!!!Er beugte sich nach vorn und sagt mir, wo wir uns befanden. Danach kippte er mit
mit einem merkwürdigen Unterton nach hinten. Ich schrie um Hilfe, hatte auch kein Empfang. Nachdem ich Hilfe geholt hatte und reanimiert worden war. Kam Marco in die Klink. Es hiess am Sonntag akute Herzrhytmussstörung und es sehe nicht gut aus. Ich und seine Eltern besuchten ihn abwechseld zweimal täglich. Am Mittwoch sprach der Arzt zu mir und meinet er wird nichts mehr dazulernen. Ich ging Heim, seine Eltern kamen wenig später zu mir und sagten, die Diagnose ist plötzlicher Herztod von 5-6sek und er hat nichts gemerkt von alldem. Die Maschinen hielten ihn ja noch am Leben, es standen noch einige Tests aus. Am Donnerstag abend haben sie den Hirntod von Marko verkündet. Die ganze Hoffnungen verschwanden. Am Freitag morgen wurden die Geräte abgestellt. Wir konnten uns noch verabscchieden.
Es sterben jährlich 180-200.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Ich denke, Du solltest Dich mal mit seiner familie in Verbindung setzen.Es ist nur für dein Seelen frieden. nach dem zum Urteilen, könnte es ein plötzlicher Herztod gewesen sein. Er hatte ja was mit seinem Herzen und ein Voranzeichen gab es auch. Google mal Herztod, ich tat es. Sehe Dir ganz bewusst die Aufnahme von den Fussballer bei Google an. Mich hat es etwas beruhigt, denn die Rettung war vor Ort. Und dennoch ist er gestorben. Du wirst weinen!!! denn kalt lässt es Dich nicht.
Gehe zu Trauertreffs wo gelerntes Personal wie Notärzte und Feuerwehrleute dabei sind. die es ehrenamtlich machen. Schildere es Ihnen. Es wird darauf hinaus laufen, mit deiner Vermutung.

Sei lieb gegrüsst, heidi

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23. Dezember 2011 um 2:46

Steigert euch bloß nicht zu sehr da rein.
Ich habe fleißig mitgelesen und muss mich nun auch mal zu Wort meden, da ich es nicht mitansehen kann wie sich einige schon fast selbst aufgeben.

Meine Vorgeschichte fing im Maerz/April diesen Jahres an. Ich bin erst 23 Jahre Alt. Eigentlich vollkommen Gesund.

Ein heftiger Alkohol-Absturz. Filmriß etc. Irgendwann am naechsten Tag aufgestanden. Fuehlte mich wie immer nach einer Partynacht. Ich kam auch wieder relativ schnell in den Normalzustand.
Am Abend bin ich zu nem Freund gegangen. Ich habe eine Zigarette geraucht und dabei ein Bier getrunken. Ploetzlich wurde mir ganz komisch. Ich ging ins Zimmer zu meinem Kumpel zurueck und bekam dabei so heftiges und dermaßen starkes Herzrasen dass ich dachte ich wuerde Sterben. Ich geriet in Panik und Hyperventilierte. Ich fing an zu Weinen. Ich dachte wirklich dass ich draufgehen werde.
Mein Kumpel versuchte mich zu beruhigen. Er durchlebte einige Wochen zuvor genau das selbe. Er hatte gut reden. Ich kannte das zuvor noch nicht und schob dementsprechend Panik.
Er rief den Notarzt. Die haben mir eine Maske aufgesetzt und meinen Blutdruck gemessen. Mein Zustand stabilisierte sich nach na zeit etwas.
Entschuldigt die Groß- und Kleinschreibung. Ich bin gerade etwas Muede und nicht Motiviert genug auf die Groß- und Kleinschreibung zu achten
Naja jeden falls konnten sie nicht viel fuer mich tun. Ich fuehlte mich koerperlich dennoch sehr komisch. Anders als sonst.
Nun fing der Horror erst richtig an. Ich fuehlte mich Koerperlich komplett anders als sonst. Ich war nicht Herr ueber meinen Koerper. Ich konnte zwar meinen Korper komplett Steuern, blinzelln, essen, alles beeinflussen. Aber ich fuehlte mich als aussenstehender meines Koerpers. Ich nahm die Umgebung nicht richtig wahr. Ich fing an verschwommen zu sehen. Dies nennt sich "Depersonalisation"

http://de.wikipedia.org/wiki/Depersonalisation

Ich rannte von Arzt zu Arzt. Ich begann allmaehlich Hypochondrische Symptome aufzuweisen. So zumindest schien mir der Gesichtsausdruck meines Hausarztes den ich oft besucht habe.
Ich fing an bekloppt zu werden. Dieser zustand hielt ueber 2 Wochen an. Kurzzeitig habe ich darueber nachgedacht mir das Leben zu nehmen. Es ging einfach nicht mehr.
Mein Blut wurde Untersucht. Alles Wunderbar. Leber, Nieren etc. 1a. Leider wurde es jedoch nicht auf eine Alkoholvergiftung getestet. Dies fand erst der Neurologe raus. Er vermutete es zumindest, da ich ihm natuerlich die Vorgeschichte komplett erklaert habe.
EKG, Langzeit EKG, Belastungs EKG, Ultraschall des Herzens.

Beim Belastungs EKG kam ich bis Stufe 8. Ich haette zwar noch weiter machen koennen, jedoch wurden meine Beine langsam Muede.
Naja es wurden leichte Herzrhytmusstoerungen festgestellt. Mein hausarzt meint dass sich das im Normalbereich befinden wuerde und ich mir keinerlei sorgen machen muesste. Versuch das mal jemandem beizubringen der daran gedacht hat sich das Leben zu nehmen weil ihn genau die dinge so dermaßen belasten -_-

Es gab einige Tage an denen ich mich schlecht gefuehlt habe. Ein zwicken, pieken, was auch immer in der Herzgegend. Dies habe ich noch bis heute. Mal mehr mal weniger. Diese "Symptome" oder dieses Gefuehl hat eigentlich jeder Mensch. Das ist voellig normal. Einer nimmt es mehr wahr, der andere weniger.
Ich leider etwas mehr.
Mittlerweile lebe ich fast beschwerdefrei. Habe ab und zu leichte Kopfschmerzen, ein leichtes zwicken auf der linken Brustseite. Ich komme ganz gut zurecht damit. Habe einen geregelten Tagesablauf.

Ich muss jedoch dazu sagen dass eine Verhaltenstherapie mache. Diese fing ich jedoch schon vor diesem Zwischenfall an, da es um was anderes ging.
Mein Therapeut ist Spitze. Der beste den ich mir vorstellen konnte. Und das direkt beim ersten Therapeuten-Kennenlernen. 5min Fußweg von mir zu Hause. Das war mir auch sehr wichtig.

Ich habe vergessen zu erwaehnen dass ich bis voe 8 Wochen noch regelmaeßig Geraucht habe. Knapp 4 Jahre lang. Ich habe von einer auf die andere Sekunde damit aufgehoert.
Ist ein langzeitschaedigendes Genußmittel. Muss einfach nicht sein. Wenn man Probleme mit dem Herzen hat oder zumindest denkt dass damit etwas nicht in Ordnung sein koennte, sollte man wissen ob man einige Jahre Genußmittel zu sich nehmen moechte, oder ob man sehr lange, gesund und Gluecklich Leben moechte. Ich habe mich fuer die letztere Variante Entschieden.

Nun komme ich zu dem auf das ich eigentlich eingehen wollte.
Was ihr selbst fuer euer herz tun koennt ist folgendes:

Viel Ruhe, Kein Stress, Viel Schlaf, vorallem SPORT. Kein Alkohol, keine Zigaretten, Gesunde Ernaehung.

Das meiste wird Psychisch bedingt sein. Man steigert sich zu sehr in die Sache rein. Es wird schlimmer.
Sucht euch jemanden mit dem ihr Reden koennt. Einen Therapeuten etc.

Es muss nicht viel von allem sein. Ergaenzt diese Taetigkeiten einfach nur eurem bisherigen Tagesablauf.
Ihr habt nur dieses eine Leben leute.

Ich koennte noch ewig weiterschreiben. Die ganze Nacht.
Aber ich will euch keinen Roman zumuten.
Dies ist in etwa ein Großteil meines Lebens der mich dieses Jahr begleitet hat.

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19. Juni 2012 um 18:35
In Antwort auf anais_878512

Steigert euch bloß nicht zu sehr da rein.
Ich habe fleißig mitgelesen und muss mich nun auch mal zu Wort meden, da ich es nicht mitansehen kann wie sich einige schon fast selbst aufgeben.

Meine Vorgeschichte fing im Maerz/April diesen Jahres an. Ich bin erst 23 Jahre Alt. Eigentlich vollkommen Gesund.

Ein heftiger Alkohol-Absturz. Filmriß etc. Irgendwann am naechsten Tag aufgestanden. Fuehlte mich wie immer nach einer Partynacht. Ich kam auch wieder relativ schnell in den Normalzustand.
Am Abend bin ich zu nem Freund gegangen. Ich habe eine Zigarette geraucht und dabei ein Bier getrunken. Ploetzlich wurde mir ganz komisch. Ich ging ins Zimmer zu meinem Kumpel zurueck und bekam dabei so heftiges und dermaßen starkes Herzrasen dass ich dachte ich wuerde Sterben. Ich geriet in Panik und Hyperventilierte. Ich fing an zu Weinen. Ich dachte wirklich dass ich draufgehen werde.
Mein Kumpel versuchte mich zu beruhigen. Er durchlebte einige Wochen zuvor genau das selbe. Er hatte gut reden. Ich kannte das zuvor noch nicht und schob dementsprechend Panik.
Er rief den Notarzt. Die haben mir eine Maske aufgesetzt und meinen Blutdruck gemessen. Mein Zustand stabilisierte sich nach na zeit etwas.
Entschuldigt die Groß- und Kleinschreibung. Ich bin gerade etwas Muede und nicht Motiviert genug auf die Groß- und Kleinschreibung zu achten
Naja jeden falls konnten sie nicht viel fuer mich tun. Ich fuehlte mich koerperlich dennoch sehr komisch. Anders als sonst.
Nun fing der Horror erst richtig an. Ich fuehlte mich Koerperlich komplett anders als sonst. Ich war nicht Herr ueber meinen Koerper. Ich konnte zwar meinen Korper komplett Steuern, blinzelln, essen, alles beeinflussen. Aber ich fuehlte mich als aussenstehender meines Koerpers. Ich nahm die Umgebung nicht richtig wahr. Ich fing an verschwommen zu sehen. Dies nennt sich "Depersonalisation"

http://de.wikipedia.org/wiki/Depersonalisation

Ich rannte von Arzt zu Arzt. Ich begann allmaehlich Hypochondrische Symptome aufzuweisen. So zumindest schien mir der Gesichtsausdruck meines Hausarztes den ich oft besucht habe.
Ich fing an bekloppt zu werden. Dieser zustand hielt ueber 2 Wochen an. Kurzzeitig habe ich darueber nachgedacht mir das Leben zu nehmen. Es ging einfach nicht mehr.
Mein Blut wurde Untersucht. Alles Wunderbar. Leber, Nieren etc. 1a. Leider wurde es jedoch nicht auf eine Alkoholvergiftung getestet. Dies fand erst der Neurologe raus. Er vermutete es zumindest, da ich ihm natuerlich die Vorgeschichte komplett erklaert habe.
EKG, Langzeit EKG, Belastungs EKG, Ultraschall des Herzens.

Beim Belastungs EKG kam ich bis Stufe 8. Ich haette zwar noch weiter machen koennen, jedoch wurden meine Beine langsam Muede.
Naja es wurden leichte Herzrhytmusstoerungen festgestellt. Mein hausarzt meint dass sich das im Normalbereich befinden wuerde und ich mir keinerlei sorgen machen muesste. Versuch das mal jemandem beizubringen der daran gedacht hat sich das Leben zu nehmen weil ihn genau die dinge so dermaßen belasten -_-

Es gab einige Tage an denen ich mich schlecht gefuehlt habe. Ein zwicken, pieken, was auch immer in der Herzgegend. Dies habe ich noch bis heute. Mal mehr mal weniger. Diese "Symptome" oder dieses Gefuehl hat eigentlich jeder Mensch. Das ist voellig normal. Einer nimmt es mehr wahr, der andere weniger.
Ich leider etwas mehr.
Mittlerweile lebe ich fast beschwerdefrei. Habe ab und zu leichte Kopfschmerzen, ein leichtes zwicken auf der linken Brustseite. Ich komme ganz gut zurecht damit. Habe einen geregelten Tagesablauf.

Ich muss jedoch dazu sagen dass eine Verhaltenstherapie mache. Diese fing ich jedoch schon vor diesem Zwischenfall an, da es um was anderes ging.
Mein Therapeut ist Spitze. Der beste den ich mir vorstellen konnte. Und das direkt beim ersten Therapeuten-Kennenlernen. 5min Fußweg von mir zu Hause. Das war mir auch sehr wichtig.

Ich habe vergessen zu erwaehnen dass ich bis voe 8 Wochen noch regelmaeßig Geraucht habe. Knapp 4 Jahre lang. Ich habe von einer auf die andere Sekunde damit aufgehoert.
Ist ein langzeitschaedigendes Genußmittel. Muss einfach nicht sein. Wenn man Probleme mit dem Herzen hat oder zumindest denkt dass damit etwas nicht in Ordnung sein koennte, sollte man wissen ob man einige Jahre Genußmittel zu sich nehmen moechte, oder ob man sehr lange, gesund und Gluecklich Leben moechte. Ich habe mich fuer die letztere Variante Entschieden.

Nun komme ich zu dem auf das ich eigentlich eingehen wollte.
Was ihr selbst fuer euer herz tun koennt ist folgendes:

Viel Ruhe, Kein Stress, Viel Schlaf, vorallem SPORT. Kein Alkohol, keine Zigaretten, Gesunde Ernaehung.

Das meiste wird Psychisch bedingt sein. Man steigert sich zu sehr in die Sache rein. Es wird schlimmer.
Sucht euch jemanden mit dem ihr Reden koennt. Einen Therapeuten etc.

Es muss nicht viel von allem sein. Ergaenzt diese Taetigkeiten einfach nur eurem bisherigen Tagesablauf.
Ihr habt nur dieses eine Leben leute.

Ich koennte noch ewig weiterschreiben. Die ganze Nacht.
Aber ich will euch keinen Roman zumuten.
Dies ist in etwa ein Großteil meines Lebens der mich dieses Jahr begleitet hat.


ich weiss gar nicht , was dein text mit "nem plötzlichen herztod" zu tun hat ...

deine beschwerden hat fast jeder 4. ( traurig, aber wahr )

und tipps wie:

"Viel Ruhe, Kein Stress, Viel Schlaf, vorallem SPORT. Kein Alkohol, keine Zigaretten, Gesunde Ernaehung"

> sind so gut wie gar nicht realisierbar, wenn man mit beiden beinen im arbeitsleben steht , es sei denn man ist ein proband im schlaflabor..!

und genauso wie : vor allem sport..! unter anderem sterben viele hochleistungssportler an einem herzinfarkt.. !

ein plötzlicher herztod hat etwas mit einer herzschwäche , die meist schon angeboren ist , zu tun.

klar sollte man sachen wie drogen etc vermeiden...

und bei deiner vorgeschichte wunderts einen auch nicht , dass jetzt, wo du auf zigaretten etc verzichtest, sich auch dein gesundheitszustand bessert...

vorsorge ist besser als nachsorge!

trotzdem alles gute für dich!

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3. Januar 2014 um 15:47
In Antwort auf sharla_12726078


ich weiss gar nicht , was dein text mit "nem plötzlichen herztod" zu tun hat ...

deine beschwerden hat fast jeder 4. ( traurig, aber wahr )

und tipps wie:

"Viel Ruhe, Kein Stress, Viel Schlaf, vorallem SPORT. Kein Alkohol, keine Zigaretten, Gesunde Ernaehung"

> sind so gut wie gar nicht realisierbar, wenn man mit beiden beinen im arbeitsleben steht , es sei denn man ist ein proband im schlaflabor..!

und genauso wie : vor allem sport..! unter anderem sterben viele hochleistungssportler an einem herzinfarkt.. !

ein plötzlicher herztod hat etwas mit einer herzschwäche , die meist schon angeboren ist , zu tun.

klar sollte man sachen wie drogen etc vermeiden...

und bei deiner vorgeschichte wunderts einen auch nicht , dass jetzt, wo du auf zigaretten etc verzichtest, sich auch dein gesundheitszustand bessert...

vorsorge ist besser als nachsorge!

trotzdem alles gute für dich!

Achso.....
interessant, woher du diese tips hast, jedoch offensichtlich nicht von meinem statement zu diesem thema

diese beschwerden:*erweiterte pupillen , blaue verfärbungen im gesicht, nach luft schnappen* hat fast jeder ? auch sehr interessant...

und vorallem welche vorgeschichte? dazu hatte ich mich überhaut nicht geäußert, also kannst du dir auch keine meinung bilden

ich denke viel eher, dass dein text an dieser stelle so gar nichts zu suchen hat.

ich finds nur immer klasse, wenn jemand schlauer sein will, als jeder behandelnde arzt

und nur für dich als kleines update: stehe noch immer im guten Kontakt zu einigen, die meine erfahrung hier ebenfalls gelesen haben.. also so unnütz scheints nicht gewesen zu sein

LG

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