Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Vor drei Jahren und ich komme nicht zurecht!

Letzte Nachricht: 26. Februar 2009 um 23:08
16.02.09 um 1:28

Hallo! Vor drei Jahren verstarb meine Oma! Sie hat mir das Sprechen beigebracht, da meine Mutter gehörlos ist und mein Vater verstarb als ich zwei Jahre alt war!
Meine Oma hatte Anfang Juli eine OP! Am 20. Juli 2005 flog ich in die USA um meine Schwester zu besuchen! Am 27. Juli hatte sie ihren Schlaganfall! Und Anfang August 2005 kam ich wieder in Bremen an! Da habe ich die schreckliche Nachricht gehört! Ich habe mir solche Vorwürfe gemacht. Ich sei dran Schuld! Ich besuchte sie trotz Müdigkeit im Krankenhaus! Ich sah wie schlecht es ihr ging! Sie konnte nicht mehr sprechen, aber sie machte zum ersten Mal die Augen ganz auf! Ich habe sie nicht wieder erkannt! Mir kamen die Tränen! Ich habe ihr das Nicken und Kopfschüttel beigebracht! Dann musste ich die schrecklcihe Nachricht meiner Schwester überbringen, da sie in den USA als Au-pair lebte! Meine Schwester kam dann nach Bremen für eine Woche! Fast Ende August 2005 kam sie ins Pflegeheim! Ich besuchte sie jeden Tag, brach wegen meiner Oma die Schule (Höhere Handelsschule) ab! Ich durfte sie füttern und mit ihr ein einziges Mal spazieren gehen! Ende November 2005 (29.11.2005) bekam sie ein erneuten Schlaganfall! Nach 5 Tagen war sie wieder im Pflegeheim! Sie hat solche Schmerzen. sie hat immer drauf gezeigt und wenn ich fragte, ob sie Schmerzen hat, hat sie genickt! Sie wusste nicht, welchen Tag wir haben.
Am 22. Januar 2006 kam der Anruf aus dem Pflegeheim. Sie ist ins Krankenhaus gekommen. Das Krankenhaus rief mich auch an! Ich fuhr hin, obwohl ich gerade aufgestanden bin (14 Uhr). Ich war nämlich die Nacht am Zeitung austragen und kam deshalb erst um 6 Uhr ins Bett!
Ihr ging es so schlecht. Sie tat mir so leid. Als es abends war, musste ich mich verabschieden. Gab ihr einen Kuss und sagte ihr, dass ich sie lieb habe! Sie hat das erste Mal seit ihrem Schlaganfall gesprochenund sagte, dass sie mich auch lieb hat.
Ich konnte die folgende Nacht bis 4 Uhr nicht schlafen. genauso wie meine Mutter! Meine Mutter hatte starke Ohrenschmerzen!
Meine Mutter fuhr zur Arbeit genauso wie ihr Freund! Um 8:19 Uhr am 23.1.2006 kam der Anruf aus dem Krankenhaus! Sie ist in den frühen Morgenstd (3 Uhr) gestorben! Ich wusste nicht wie ich damit umgehen sollte. Weinte nur, habe zwei Wochen nichts gegessen. Nahm 5 kg ab! Diese Nachricht musste ich dann auch schweren Herzens meiner Schwester in den USA überbringen!
Am 24.2.2006 war die Beisetzung. Ich brach auf der Beisetzung zusammen. Sie war mein einziger Halt! Ich vermisse sie so sehr und ich mache mir immer noch schrecklich Vorwürfe.
Wenn ich mich mit meiner Schwester jetzt darüber unterhalte, sagt sie, dass sie nichts davon wissen möchte.
Ich habe nur ein Foto von meiner Oma!
Jetzt ist es drei Jahre her und ich trauere immer noch. Ich komme einfach nicht damit zu recht!
brauche ich Hilfe? Bin ich psychisch krank?

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26.02.09 um 11:28

Wie sieht deine Trauer aus?
Hallo, ich bin neu hier und habe meine Geschichte soeben eingestellt. Kannst sie ja mal lesen, wenn du Lust hast. Aber nun zu dir. Du bist nicht psychisch krank. Ich kann deine Trauer verstehen. Meine Trauer ist erst seit letztem Jahr und ich leide auch sehr darunter. Du musst dich nur beobachten, dass du nicht depressiv wirst und noch Tabletten nehmen musst. Ich würde dir empfehlen, mit deinem Hausarzt oder ein Arzt deines Vertrauens, darüber zu sprechen. Du musst genau erklären, wie dein Alltag so aussieht. Lebst du wieder oder ziehst du dich zurück. Wenn es dir persönlich hilft, mit einem Psychologen darüber zu sprechen, es gibt auch Frauen, dann solltest du das dem Hausarzt mitteilen. Psychologen können helfen, aber nur, wenn du bereit bist, zu reden. Das musst du entscheiden. Ich habe auch ein bewegtes Leben hintermir und werde auch dieses schaffen. Dein Kind gibt dir Kraft. Wenn du noch Fragen hast, dann melde dich nur...lg Manu

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26.02.09 um 23:08
In Antwort auf

Wie sieht deine Trauer aus?
Hallo, ich bin neu hier und habe meine Geschichte soeben eingestellt. Kannst sie ja mal lesen, wenn du Lust hast. Aber nun zu dir. Du bist nicht psychisch krank. Ich kann deine Trauer verstehen. Meine Trauer ist erst seit letztem Jahr und ich leide auch sehr darunter. Du musst dich nur beobachten, dass du nicht depressiv wirst und noch Tabletten nehmen musst. Ich würde dir empfehlen, mit deinem Hausarzt oder ein Arzt deines Vertrauens, darüber zu sprechen. Du musst genau erklären, wie dein Alltag so aussieht. Lebst du wieder oder ziehst du dich zurück. Wenn es dir persönlich hilft, mit einem Psychologen darüber zu sprechen, es gibt auch Frauen, dann solltest du das dem Hausarzt mitteilen. Psychologen können helfen, aber nur, wenn du bereit bist, zu reden. Das musst du entscheiden. Ich habe auch ein bewegtes Leben hintermir und werde auch dieses schaffen. Dein Kind gibt dir Kraft. Wenn du noch Fragen hast, dann melde dich nur...lg Manu

Ich weiß , es ist schwer einen Menschen herzugeben,
so banal das jetzt klingt. So ist das Leben. Menschen kommen und Menschen gehen und wir wünschen uns immer, dass es uns nicht betrifft. Es war das Schicksal deiner Oma zu gehen. Und du kannst nichts anderes machen, als dem zu zustimmen.Deine Oma hat ihr Leben gelebt, du durftest sie lange haben und sie hat dir noch das Geschenk gemacht, dass sie am Ende ihres Lebens nochmal zu dir sprechen durfte. Und nun lass sie bitte los. Du kannst dich hinsetzen, ihr nochmal alles sagen und schreiben, was du gerne möchtest. Oder du kannst alles nochmal in Form von Tagebuch schreiben. Du kannst auch in eine Trauergruppe gehen oder nachschauen bei www.verwitwet.de. Dort findest du Menschen, die dich verstehen, weil sie auch jemand hergeben mußten. Aber letztendlich geht es darum, diesen Tod zu aktzeptieren, denn er gehört zu jedem!!!! Leben dazu, unabänderlich, unausweichlich.
Versuche dankbar zu sein, für diese tolle Oma, die du haben durftest. Wir Menschen können dieses Ende nicht bestimmen.
Und das ist gut so.
Gruß Melike

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