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Vor 5 Jahren..

1. Dezember um 15:32

Vor 5 Jahren starb mein Großvater ganz plötzlich. Es war wie aus dem Nichts. Seitdem befinde ich mich in einem Teufelskreis mit Ängsten, Sehnsucht, Hass, Depressionen und ohne Selbstwertgefühl.
Es war ein stetiges Auf und Ab in meinem Leben. Ich sah in allem keinen Sinn mehr und habe mich gefragt, was ich hier noch soll. Es gab gute Tage und dann wieder die qualvollen Tagen und Nächte, die mich nicht schliefen ließen. Ich fühlte mich mit allem so alleine gelassen. War köperlich sowohl als auch mental einfach fertig.
Der Kontakt zu anderen Menschen unerträglich - erst Recht der Kontakt mit Liebe und Sensibilität. Mich erklären zu müssen, warum ich so drauf bin, wie ich bin, fiel mir unedlich schwer. Ich konnte keinen lieben. Denn ich fragte mich, wie kann man einen Menschen lieben, wenn man sich nicht selbst (ein bisschen) lieben konnte?
Und dann, wenn ich dachte, dass alles wieder besser wurde, war alles wieder eine Katastrophe. Ich wollte alleine sein, aber gleichzeitig auch unter Menschen, um nicht komplett in meinem Selbstmitleid zu versinken.
Vor einem Jahr und zehn Monate lernte ich jemanden kennen, der mch so akzeptierte wie ich bin, der mich in allem was ich tat unterstützte. Ich fühlte mich zum ersten Mal geliebt. Ich hatte Angst, dass ich dies wieder kaputt machen könnte, aber er ließ nicht locker und bis jetzt führen wir eine glückliche Beziehung. Er gibt mir den Halt den ich am meisten von meinen Eltern gebraucht hätte..
Ich will nicht viel erklären müssen und nicht ständig mit Fragen konfrontriert werden wie: Was hast du denn? Warum geht es dir denn so schlecht? Kannst du uns bitte sagen, was los mit dir ist? - Die Wahrheit ist, dass ich das nicht kann. Ich kann nicht sagen, warum ich so traurig bin und das macht mich so unfassbar verrückt. Ich will einfach leben. Ich will wieder das glückliche Mädchen von früher werden. Ich will einfach wieder Glück empfinden können und mich nicht hinterfragen, ob das Leben noch einen Sinn hat. Ich will/möchte, dass das wieder wird. Ich möchte nicht, dass mein Leben sich so weiter ab spielen wird. Ich kann das einfach nicht mehr...

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1. Dezember um 17:26

hast du noch die Essstörung?

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1. Dezember um 20:36
In Antwort auf ashmita02

Vor 5 Jahren starb mein Großvater ganz plötzlich. Es war wie aus dem Nichts. Seitdem befinde ich mich in einem Teufelskreis mit Ängsten, Sehnsucht, Hass, Depressionen und ohne Selbstwertgefühl.
Es war ein stetiges Auf und Ab in meinem Leben. Ich sah in allem keinen Sinn mehr und habe mich gefragt, was ich hier noch soll. Es gab gute Tage und dann wieder die qualvollen Tagen und Nächte, die mich nicht schliefen ließen. Ich fühlte mich mit allem so alleine gelassen. War köperlich sowohl als auch mental einfach fertig.
Der Kontakt zu anderen Menschen unerträglich - erst Recht der Kontakt mit Liebe und Sensibilität. Mich erklären zu müssen, warum ich so drauf bin, wie ich bin, fiel mir unedlich schwer. Ich konnte keinen lieben. Denn ich fragte mich, wie kann man einen Menschen lieben, wenn man sich nicht selbst (ein bisschen) lieben konnte?
Und dann, wenn ich dachte, dass alles wieder besser wurde, war alles wieder eine Katastrophe. Ich wollte alleine sein, aber gleichzeitig auch unter Menschen, um nicht komplett in meinem Selbstmitleid zu versinken.
Vor einem Jahr und zehn Monate lernte ich jemanden kennen, der mch so akzeptierte wie ich bin, der mich in allem was ich tat unterstützte. Ich fühlte mich zum ersten Mal geliebt. Ich hatte Angst, dass ich dies wieder kaputt machen könnte, aber er ließ nicht locker und bis jetzt führen wir eine glückliche Beziehung. Er gibt mir den Halt den ich am meisten von meinen Eltern gebraucht hätte..
Ich will nicht viel erklären müssen und nicht ständig mit Fragen konfrontriert werden wie: Was hast du denn? Warum geht es dir denn so schlecht? Kannst du uns bitte sagen, was los mit dir ist? - Die Wahrheit ist, dass ich das nicht kann. Ich kann nicht sagen, warum ich so traurig bin und das macht mich so unfassbar verrückt.  Ich will einfach leben. Ich will wieder das glückliche Mädchen von früher werden. Ich will einfach wieder Glück empfinden können und mich nicht hinterfragen, ob das Leben noch einen Sinn hat. Ich will/möchte, dass das wieder wird. Ich möchte nicht, dass mein Leben sich so weiter ab spielen wird. Ich kann das einfach nicht mehr...

Warst Du in Behandlung ? Falls nicht, würde ich Dir dazu raten. In Deiner Kindheit ist ja offenbar einiges nicht so gut gelaufen, und das wirkt sich bis heute aus.

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2. Dezember um 14:19

Depressionen sind heute sehr gut behandelbar, und man sollte diese nicht ewig verschleppen.

War denn generell der Trauerfall der Auslöser, weil du deinem Opa sehr nahe standest oder war es eher das Gefühl und die Angst vor der eigenen Endlichkeit?

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2. Dezember um 22:30

Versuch dich selber nicht unter Druck zu setzen, auch so ein Trauerprozess von einem geliebten Menschen kann Jahre dauern. Gibt es etwas was du total gerne machst? Backen, malen, Konzerte etc. ? Nimm dir eine Auszeit. Vielleicht schaffst du es ja dich deinem Partner anzuvertrauen, er scheint ein sehr toller Kerl zu sein, der dir ganz viel Kraft gibt. Ihr könntet gemeinsam zu einem Therapeuten gehen, dann bist du nicht alleine. Ich wünsche dir ganz viel Kraft!

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