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Vom Leben betrogen

1. Oktober 2013 um 9:07

Hallo...

Ich weiß, mein Titel klingt für so manchen blöd, aber genau so empfinde ich es.
Ich bin mir meiner Schuld an Vielem bewusst, weiß um die Fehler die ich gemacht habe, die wohl größtenteils dafür verantwortlich sind, wie mein Leben nun ist und dennoch, wenn ich zurückgehe in Gedanken, bleibt die Erkenntnis, das bereits viel schief gelaufen ist, als ich noch gar nicht in der Lage war, alleine Fehler zu machen...
Das bereits seit frühester Kindheit an, alles für mich schwer war und z.T. gemacht wurde und sich dieser Faden immer weiter durch mein Leben gezogen hat.

Ich habe das Gefühl, von Anfang an nur die steinigen Wege vor die Nase gesetzt bekommen zu haben und ich nie in der Lage war, diese zu umgehen sondern ständig nur zu stolpern und zu fallen.

Nie war und ist jemand da, der mich stützt, hält, mal die Hand reicht...mich aufbaut wenn ich wieder mal gestolpert oder gefallen bin...

Ich habe mich immer allein durchgekämpft...bin allein aufgestanden...weitergegangen. Immer das für mich scheinbar nie zu erreichende Ziel vor Augen, dass irgendwann mal ein ruhigerer, steinloser Weg auftaucht...
Aber dieser kommt einfach nicht!

Egal was ich mache, ich habe das Gefühl, es stellt sich im Nachhinein IMMER als ein Fehler heraus.

Ich sehe die Menschen, egal ob Fremde oder Bekannte und denke mir, -meine Güte, DAS worüber ihr jammert, dafür würd ich soviel geben, dass NUR DAS meine Probleme wären...

Ich habe kein Selbstmitleid...ich bin wütend...wütend über mich selbst, wütend mein Leben, wütend darüber, dass ich mit 35 Jahren wütend über mich und mein Leben bin...

Ich habe immer versucht so schnell wie möglich mit den Dingen abzuschließen, die schief gelaufen sind...weil ich nie jemanden hatte, der mir geholfen hätte mich ihnen zu stellen und auseinander zu setzen...hatte dadurch das vieles zu schnell hintereinander oder auf einmal auftrat, auch nie die Zeit ins Reine zu kommen und nun, wo ich dachte, es läuft mal etwas besser, etwas ruhiger, erdrücken mich plötzlich so viele Gefühle, so viel Traurigkeit und eben das Gefühl, immer alles falsch gemacht zu haben...

Ich fühle mich betrogen...von meiner Familie die nie für mich da war...von meinen Freunden die ich nie hatte, von meinem ganzen Leben, weil es mir keine Pause gönnt...

Warum ich das alles hier schreibe?
Weil ich sonst niemanden habe dem ich das sagen könnte...weil es einfach mal raus muss...weil ich einfach will, dass es jemand weiß das es mir so geht...und weil es nun mal um ein winziges Stück leichter ist auf mir...

Danke fürs lesen

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1. Oktober 2013 um 16:03

Wäre hilfreich
wenn du sagen würdest, was eigentlich genau geschehen ist, welches problem du da genau hast... oder erwartest du nur, dass jemand den text liest und keine kommentare schreibt?

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3. Oktober 2013 um 11:23
In Antwort auf prinzesschen05

Wäre hilfreich
wenn du sagen würdest, was eigentlich genau geschehen ist, welches problem du da genau hast... oder erwartest du nur, dass jemand den text liest und keine kommentare schreibt?

Erst einmal
ein Danke an Ulrike für die lieben Worte, auch wenn mich ein "du Arme" mehr gefreut hätte aber das bin ich selbst Schuld, hab noch keine genaueren Angaben über mich gemacht.

Zu der Frage, was genau geschehen ist...wüsste ich das auch gerne...

Mein leibl. Vater hat meine verlassen als ich 8 Mon alt war, nie wieder Kontakt, ich kenn ihn nicht. Stiefvater bekam ich mit 3, hat mich nur so lange geliebt, bis Bruder Nr1 Kam, da war ich 6, als dann Bruder Nr 2 kam, da war ich 8, war ich abgeschrieben, war als die "Große" Schuld an allem, was die Kleinen machten, bekam von Papa den Hintern versohlt. Mama sagte nichts, dem Frieden Willen her. Nicht nur meine Brüder (die ich dennoch über alles liebe, sie konnten nichts dafür) wurden bevorzugt, auch wenn Freundinnen von mir da waren, waren ganz klar DIE die Nr 1 bei meiner Ma, so fing mal alles an...

Hab mich also schon recht früh allein zurechtfinden müssen. Bin schnell meine eigenen Wege gegangen, interessierte sich ausser Oma und Opa (die aber über 100km weit weg wohnten) eh niemand für mich.

Als Teenager mit 13/14 war ich neben der Schule nur noch unterwegs tagsüber, kümmerte niemanden.
Mit 15 im Familienurlaub wurde ich mit einer dortigen Freundin von einem 21 jährigen Berufssoldaten abgefüllt und nennen wir "unfreiwillig" entjungfert. Die Behördengänge die nötig waren weil die dortige Polizei es verlangte wurden gemacht, dann nach Hause und nie wieder ein Wort drüber verloren. Peinliche Geschichte halt...
Ich wurde damit allein gelassen.

Mit 16, also 1 Jahr später lernte ich meinen ersten festen Freund kennen. 6 Jahre älter, Alk und Drogenprobleme (er nicht Ich!), also super Umgang für ein angeschlagenes Mädel, aber er kümmerte sich zumindest um mich.
Wurde schwanger, wurde zur Abtreibung gedrängt. Von allen. Freund, Eltern, seine Mutter, allen. Bekam meine Tochter 2 Monate vor meinem 17. Geburtstag.
Meiner Mama war das alles zuviel mit mir, gab die Verantwortung ans Jugendamt ab.
Nach langen Diskussionen durfte ich mit dem Baby und dem Freund in eine eigene Wohnung. 50 km von meiner Familie weg, dafür nahe bei seiner, wo mich jeder verurteilte und hasste.
Beziehung hielt noch 2 Jahre, dann warf ich ihn raus. Er wurde gewalttätig.
Mit 19 zog ich mit Kind zurück in meine Heimatstadt. Kind war dann die NR 1 bei meiner Familie. Ich das schwarze Schaf.

Hab mich auf eine überaus DUMME Affäre eingelassen, bin schwanger geworden...ja ich weiß es selbst, Kommentare dazu unnötig...
Da ich die Einstellung habe, dass Kinder nicht gefragt werden ob sie gezeugt werden wollen oder nicht und sie nichts dafür können, bekam ich auch dieses Baby.
Affäre wollte vom 1. Tag nichts davon wissen, war direkt nach der Geburt bei einer anderen und ich stand da mit 2 kleinen Kindern und ohne wirklichen Rückhalt. Selbst Schuld, klar.

1 Jahr später ging ich eine "echte" Beziehung ein, er nahm den Kleinen als seinen an, die Große nahm ihn Ersatzpapa an (sie hatte aber Kontakt zu ihrem leibl).
Es folgte das erste Wunschkind.
Die Beziehung hielt 9 Jahre, in denen ich 2x Betrogen wurde, live erleben durfte, wie jemand zum Trinker wird, mich quasi nur zum Einkaufen und Kinder zum KiGa/Schule bringen/abholen raus ließ und mich während der Beziehung und noch nach der Trennung regelrecht terrorisiert hat.

Mein jetziger Lebensgefährte hat mir damals (da waren wir nur befreundet), den Mut zur Trennung gegeben, war der erste Mensch, der mir den Rücken stärkte.

Ich wollte weg von allem, meine 3 Kinder sollten endlich mal ein ruhiges, NORMALES Leben erleben können, also hab ich Deutschland hinter mir gelassen und zog nach Österreich zu meinem jetzigen LG.
Das war die erste vernünftige Entscheidung die je gtroffen habe und ich bereue sie keine Sekunde.
Meine beiden Jüngsten sind von 4er auf 1-2er Schüler gestiegen, ich arbeite, liege keinem Staat mehr auf der Tasche.

Aber ich bin unglücklich...ich habe hier niemanden. Meine Familie erwartet, da ICH diejenige bin, die gegangen ist, das ICH diejenige zu sein habe die sich meldet und Kontakt hält...von allein kommt da nichts...
Wir sind nun 3 Jahre hier...es ist schon so weit, das dies Jahr zum ersten mal nicht einmal mehr ein Geburtstagsgruß an meinen jüngsten kam...keine SMS, kein Anruf, nichts...

Ich bin wütend und unglücklich zugleich...
Meine geliebten Großeltern sind im selben Jahr nach meinem herzug gestorben, sie waren die einzigen die mir das Gefühl von Familie gegeben haben...warum ist meine Familie so? Warum durfte ich nie eine Familie haben wie andere sie haben? Warum habe ich keine Mama mit der ich alles bereden kann was mir auf der Seele liegt...?
Als ich das vor Jahren mal versuchte, per 4 Seiten langen Brief den unter weinen geschrieben habe (mein jüngerer Bruder der damals noch bei Ihr lebte und ihr den Brief dann gab), erzählte mir 2 Tage später, sie habe gelesen, gelacht und den Brief in die Tonne geschmissen...als wir dann telefonierten, fragte sie mich was ich ihr denn da für einen Scheiss geschrieben habe...

Sie ist Trinkerin, hat die Ehe mit meinem Stiefvater nicht ertragen, der nun seit 5 Jahren halbseitig gelähmt nach einem Schlaganfall in einem Heim lebt.

Meine Große, nun Volljährig, lebt seit ihrem 18. wieder in Deutschland. Auch sie hat bislang noch nichts auf die Reihe gekriegt, wofür sie verständlicherweise mir die indirekt die Verantwortung für zusteckt. Sie hat mir vieles nicht verzeihen können...verkorkste Kindheit usw...und sie hat ja auch Recht...

Sie fehlt mir so sehr...
Eine Mama fehlt mir so sehr...die mich einfach mal in den Arm nimmt...

Ich bin von allem weg gegangen...lebe jetzt 1000km weit weg in einer neuen Heimat, die auch wirklich Heimat geworden ist.
Aber ja, ich bin einsam...und fühl mich alleine...

Denn auch wenn mein LG ein echter Schatz ist, der alles für mich und meine Bande tut, so hat auch er seine Macken mit denen es schwer für mich ist, umzugehen...

Er ist kein Redner...Probleme werden weggeschwiegen. Und er ist der Ansicht, dass er mich vor meiner Vergangenheit den Narben schützen kann, indem wir nicht darüber nicht sprechen...Aus den Augen aus den Ohren, aus dem Sinn...ist gut gemeint, aber das klappt nicht...
Er sagte mir mal, ihn würde das selbst alles so weh tun wenn er das hört, das es ihn direkt mit runterzieht...also schweige ich wenns mir schlecht geht...
Alles was vor meinem Herzug war, exestiert also quasi gar nicht mehr...nicht offiziell...inoffiziell leide ich wie ein Hund...für mich allein...
Ich bin durch meinen LG in eine Familie gerutscht, die seit Jahren angewöhnt hat, nur dann sich zu treffen und zu sehen, wenn Feiertage sind und ansonsten jeder sein eigenes Leben lebt und sich nicht in das der Familienmitglieder reindrängt...
Freunde hab ich auch nach 3 Jahren keine...keine Zeit...Vollzeit im Einzelhandel mit Arbeitszeiten (8:00-18:45) die keinen Raum für Freundschaften lassen, denn an den 2 freien Tagen pro Woche bin ich froh, zuhause zu sein.

Nun kennt ihr mei Leben besser und detaillierter als so Mensch in meinem Leben...


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4. Oktober 2013 um 11:56
In Antwort auf xtiffx

Erst einmal
ein Danke an Ulrike für die lieben Worte, auch wenn mich ein "du Arme" mehr gefreut hätte aber das bin ich selbst Schuld, hab noch keine genaueren Angaben über mich gemacht.

Zu der Frage, was genau geschehen ist...wüsste ich das auch gerne...

Mein leibl. Vater hat meine verlassen als ich 8 Mon alt war, nie wieder Kontakt, ich kenn ihn nicht. Stiefvater bekam ich mit 3, hat mich nur so lange geliebt, bis Bruder Nr1 Kam, da war ich 6, als dann Bruder Nr 2 kam, da war ich 8, war ich abgeschrieben, war als die "Große" Schuld an allem, was die Kleinen machten, bekam von Papa den Hintern versohlt. Mama sagte nichts, dem Frieden Willen her. Nicht nur meine Brüder (die ich dennoch über alles liebe, sie konnten nichts dafür) wurden bevorzugt, auch wenn Freundinnen von mir da waren, waren ganz klar DIE die Nr 1 bei meiner Ma, so fing mal alles an...

Hab mich also schon recht früh allein zurechtfinden müssen. Bin schnell meine eigenen Wege gegangen, interessierte sich ausser Oma und Opa (die aber über 100km weit weg wohnten) eh niemand für mich.

Als Teenager mit 13/14 war ich neben der Schule nur noch unterwegs tagsüber, kümmerte niemanden.
Mit 15 im Familienurlaub wurde ich mit einer dortigen Freundin von einem 21 jährigen Berufssoldaten abgefüllt und nennen wir "unfreiwillig" entjungfert. Die Behördengänge die nötig waren weil die dortige Polizei es verlangte wurden gemacht, dann nach Hause und nie wieder ein Wort drüber verloren. Peinliche Geschichte halt...
Ich wurde damit allein gelassen.

Mit 16, also 1 Jahr später lernte ich meinen ersten festen Freund kennen. 6 Jahre älter, Alk und Drogenprobleme (er nicht Ich!), also super Umgang für ein angeschlagenes Mädel, aber er kümmerte sich zumindest um mich.
Wurde schwanger, wurde zur Abtreibung gedrängt. Von allen. Freund, Eltern, seine Mutter, allen. Bekam meine Tochter 2 Monate vor meinem 17. Geburtstag.
Meiner Mama war das alles zuviel mit mir, gab die Verantwortung ans Jugendamt ab.
Nach langen Diskussionen durfte ich mit dem Baby und dem Freund in eine eigene Wohnung. 50 km von meiner Familie weg, dafür nahe bei seiner, wo mich jeder verurteilte und hasste.
Beziehung hielt noch 2 Jahre, dann warf ich ihn raus. Er wurde gewalttätig.
Mit 19 zog ich mit Kind zurück in meine Heimatstadt. Kind war dann die NR 1 bei meiner Familie. Ich das schwarze Schaf.

Hab mich auf eine überaus DUMME Affäre eingelassen, bin schwanger geworden...ja ich weiß es selbst, Kommentare dazu unnötig...
Da ich die Einstellung habe, dass Kinder nicht gefragt werden ob sie gezeugt werden wollen oder nicht und sie nichts dafür können, bekam ich auch dieses Baby.
Affäre wollte vom 1. Tag nichts davon wissen, war direkt nach der Geburt bei einer anderen und ich stand da mit 2 kleinen Kindern und ohne wirklichen Rückhalt. Selbst Schuld, klar.

1 Jahr später ging ich eine "echte" Beziehung ein, er nahm den Kleinen als seinen an, die Große nahm ihn Ersatzpapa an (sie hatte aber Kontakt zu ihrem leibl).
Es folgte das erste Wunschkind.
Die Beziehung hielt 9 Jahre, in denen ich 2x Betrogen wurde, live erleben durfte, wie jemand zum Trinker wird, mich quasi nur zum Einkaufen und Kinder zum KiGa/Schule bringen/abholen raus ließ und mich während der Beziehung und noch nach der Trennung regelrecht terrorisiert hat.

Mein jetziger Lebensgefährte hat mir damals (da waren wir nur befreundet), den Mut zur Trennung gegeben, war der erste Mensch, der mir den Rücken stärkte.

Ich wollte weg von allem, meine 3 Kinder sollten endlich mal ein ruhiges, NORMALES Leben erleben können, also hab ich Deutschland hinter mir gelassen und zog nach Österreich zu meinem jetzigen LG.
Das war die erste vernünftige Entscheidung die je gtroffen habe und ich bereue sie keine Sekunde.
Meine beiden Jüngsten sind von 4er auf 1-2er Schüler gestiegen, ich arbeite, liege keinem Staat mehr auf der Tasche.

Aber ich bin unglücklich...ich habe hier niemanden. Meine Familie erwartet, da ICH diejenige bin, die gegangen ist, das ICH diejenige zu sein habe die sich meldet und Kontakt hält...von allein kommt da nichts...
Wir sind nun 3 Jahre hier...es ist schon so weit, das dies Jahr zum ersten mal nicht einmal mehr ein Geburtstagsgruß an meinen jüngsten kam...keine SMS, kein Anruf, nichts...

Ich bin wütend und unglücklich zugleich...
Meine geliebten Großeltern sind im selben Jahr nach meinem herzug gestorben, sie waren die einzigen die mir das Gefühl von Familie gegeben haben...warum ist meine Familie so? Warum durfte ich nie eine Familie haben wie andere sie haben? Warum habe ich keine Mama mit der ich alles bereden kann was mir auf der Seele liegt...?
Als ich das vor Jahren mal versuchte, per 4 Seiten langen Brief den unter weinen geschrieben habe (mein jüngerer Bruder der damals noch bei Ihr lebte und ihr den Brief dann gab), erzählte mir 2 Tage später, sie habe gelesen, gelacht und den Brief in die Tonne geschmissen...als wir dann telefonierten, fragte sie mich was ich ihr denn da für einen Scheiss geschrieben habe...

Sie ist Trinkerin, hat die Ehe mit meinem Stiefvater nicht ertragen, der nun seit 5 Jahren halbseitig gelähmt nach einem Schlaganfall in einem Heim lebt.

Meine Große, nun Volljährig, lebt seit ihrem 18. wieder in Deutschland. Auch sie hat bislang noch nichts auf die Reihe gekriegt, wofür sie verständlicherweise mir die indirekt die Verantwortung für zusteckt. Sie hat mir vieles nicht verzeihen können...verkorkste Kindheit usw...und sie hat ja auch Recht...

Sie fehlt mir so sehr...
Eine Mama fehlt mir so sehr...die mich einfach mal in den Arm nimmt...

Ich bin von allem weg gegangen...lebe jetzt 1000km weit weg in einer neuen Heimat, die auch wirklich Heimat geworden ist.
Aber ja, ich bin einsam...und fühl mich alleine...

Denn auch wenn mein LG ein echter Schatz ist, der alles für mich und meine Bande tut, so hat auch er seine Macken mit denen es schwer für mich ist, umzugehen...

Er ist kein Redner...Probleme werden weggeschwiegen. Und er ist der Ansicht, dass er mich vor meiner Vergangenheit den Narben schützen kann, indem wir nicht darüber nicht sprechen...Aus den Augen aus den Ohren, aus dem Sinn...ist gut gemeint, aber das klappt nicht...
Er sagte mir mal, ihn würde das selbst alles so weh tun wenn er das hört, das es ihn direkt mit runterzieht...also schweige ich wenns mir schlecht geht...
Alles was vor meinem Herzug war, exestiert also quasi gar nicht mehr...nicht offiziell...inoffiziell leide ich wie ein Hund...für mich allein...
Ich bin durch meinen LG in eine Familie gerutscht, die seit Jahren angewöhnt hat, nur dann sich zu treffen und zu sehen, wenn Feiertage sind und ansonsten jeder sein eigenes Leben lebt und sich nicht in das der Familienmitglieder reindrängt...
Freunde hab ich auch nach 3 Jahren keine...keine Zeit...Vollzeit im Einzelhandel mit Arbeitszeiten (8:00-18:45) die keinen Raum für Freundschaften lassen, denn an den 2 freien Tagen pro Woche bin ich froh, zuhause zu sein.

Nun kennt ihr mei Leben besser und detaillierter als so Mensch in meinem Leben...



was mit dir passiert ist, tut mir sehr leid, aber es lässt sich nicht mehr ändern. trotzdem kannst du jetzt immer noch das beste aus deinem leben machen. schau, du hast 3 gesunde kinder in die welt gesetzt, du hast einen lieben mann gefunden, du hast einen job. viele menschen haben das nicht, manche frauen können nie in ihrem leben erfahren, wie es ist, wenn man mutter wird... du durftest dieses glück 3mal erleben und wer weiß, vl. bekommst du ja mit deinem lg noch ein baby. auch wenn damals die umstände nicht immer für dich gepasst haben, es passiert alles immer aus irgendeinem grund, den wir nur nicht kennen.

du sagt, du arbeitest vollzeit und kannst deshalb keine freunde finden, aber warum denn? um 7 ists doch noch nicht zu spät, noch auf einen kaffee zu gehen und zu quatschen? in deinem betrieb arbeiten doch wahrscheinlich auch noch andere frauen, sprich einfach mal eine an, unterhalt dich mal mit ihnen und nach ein paar unterhaltungen kannst du ja fragen, ob ihr mal zusammen was trinken geht. das schaffst du schon! und dann wirst du wie von selber freunde finden.

deine mutter liebt dich sicher trotzdem, aber vielleicht ist sie ein schwacher mensch und alkohol macht menschen sowieso kaputt, auch wenn sie eigentlich ein gutes herz haben.

sieh nicht alles so finster. denk über die schönen sachen nach, die du hast und denk dran, was du in deinem leben alles gemeistert hast. sei für die schönen sachen dankbar und du wirst sehen, dass alles dann noch schöner wird. deine vergangenheit kannst du nicht mehr ändern, aber deine zukunft schon! du packst das! sicher war es nicht immer einfach, aber du hast es trotz allem geschafft. mit deiner tochter kannst du dich ja vl. mal treffen und ein klärendes gespräch mit ihr führen, sie ist alt genug, dass sie dein leben dann vl. besser verstehen kann.

viel glück und alles gute lg wenn du einfach wen zum reden brauchst, kannst auch pn schreiben. ich denke, wir haben alle mal schwierige situationen, aber das wichtige ist, dass wir das beste draus machen und ich denke das hast du

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4. Oktober 2013 um 13:24

Shit happenz...
... Menschen, deren Leben immer schön gerade aus auf der asphaltierten Strasse verlief, beneide ich unglaublich.

Ich bin über Jahre selbst immer wieder mit jedem Strohhalm, den ich fand, neu abgesoffen. Beruflich, in Beziehungen, dort, wo ich glaubte, mal "zu Hause" sein zu können, ... Im Nachhinein gab es dafür schon Gründe - aber zu der Zeit hätte ich die nicht finden können. Müssig, sich irgendwelchen "hätte" / "wäre" / "könnte" - Geschichten zu widmen, man kann die Vergangenheit nicht ändern und die Entscheidungen der Vergangenheit mit dem Wissen der Gegenwart zu beurteilen, ist m.E. dumm.
Auch heute noch muss ich um so vieles, was den "normalen" Menschen so selbstverständlich, simpel und keinen Gedanken wert ist, noch kämpfen, teilweise wirklich arg. Immer aufpassen, immer steuern, nicht einfach mal laufen lassen. Und manchmal habe ich es einfach nur noch sooooooooooooooooooooooooooo satt.
Oft genug war es nur noch blanke Sturheit, die mich wieder aufstehen und weiter kämpfen liess. Oder Verzweiflung selbst und die Tatsache, dass man irgendwann sogar gegen den Zusammenbruch der eigenen Welt abgestumpft ist.

Aber das ist nun einmal mein Leben. Da kann ich das Schicksal verfluchen wie ich will, ich habe das oder keines.

Es hat aus mir das gemacht, was ich bin - und es ist an mir, dafür zu sorgen, dass da keine verbitterte olle Schachtel daraus wird. Hätte ich die asphaltierte Strasse gehabt, wäre ich jetzt jemand anders - das wäre sicherlich leichter gewesen, aber ich wäre auch wo anders gelandet. Nun, ich mag mich schon und ich will niemand anders sein

Es ist müssig, mir zu wünschen, ich hätte die asphaltierte Strasse gehabt statt die vereisten Bergziegenpfade immer am Abgrund entlang. Aber ich habe nie den Glauben daran verloren, dass ich vieles nicht ändern kann - aber nie machtlos und ausgeliefert bin - sonst wäre ich wirklich verloren gewesen.

Ich habe schon seit längerer Zeit jemanden an meiner Seite. Aber bevor mein Mann und ich uns gefunden haben, war ich auch allein - aber das ist etwas, was für mich weniger zählt. Ich habe eher grosse Schwierigkeiten, mit jemandem über meine Probleme zu reden, die auch nur auszusprechen, bevor ich sie für mich selbst gelöst / geordnet / sortiert habe. Hilfe annehmen ist auch nicht eben meine Stärke. Aber es hat wenige Situationen gegeben, wo Hilfe überhaupt möglich gewesen wäre.

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4. Oktober 2013 um 16:51


@morrisbax finde ich schön, was du der te da schreibst, aber lies einmal weiter unten... sie hat schon beschrieben, was konkret schief gelaufen ist...

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4. Oktober 2013 um 19:06

Könnte ...
... evtl. auch auf eine Depression hindeuten. Bist Du in therapeutischer Behandlung? Wenn nicht, würde ich es Dir wärmstens empfehlen.

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4. Oktober 2013 um 21:27


ah ja. Du hast zwar nicht alles gelesen, aber wie viele von 5 Beiträgen vor Dir, um zu sehen wie "die Allgemeinheit" antwortet?

Btw.: Du hast mich total neugierig gemacht.
Ich gestehe, ich habe damals, als ich Job und Wohnung verlor, die positive Seite gar nicht entdecken können. Bei meinen Krankheitsschüben, als ich mir die Haut in Fetzen gerissen habe, um meine Schmerzen zu betäuben, habe ich die auch nicht gefunden. Als ich eine 15 jährige Freundschaft zerstört habe, weil ich meinen Wahrnehmunsstörungen aufgesessen bin - ich hab die gar nicht gesehen.
Das hat sich auch alles gar nicht so angefühlt, als wäre es nicht so schlimm.
Sag mir doch - was habe ich falsch gemacht?

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4. Oktober 2013 um 22:19

Aha
Du fühlst Deine Methoden in Frage stellt, wenn ich 3 Beispiele aus 38 Jahren meines Lebens bringe, wo ich nicht finden konnte, dass alles nicht so schlimm ist und seine guten Seiten hat?

Btw. ist Selbstverletzung eine Folge eines Problems, nicht das Problem, das sollte Dir doch eigentlich klar sein, wenn Du von "Deinen Methoden" in diesem Kontext sprichst. Das eigentliche Problem kennst Du also gar nicht. Aber um darüber zu urteilen reicht es, ja?
Okay, das erklärt vieles.

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5. Oktober 2013 um 17:26

Warum ...
... erklärst Du mir die ganze Zeit, dass ich das nicht tun muss?
Ich habe doch selbst geschrieben, dass ich das (wie andere Drogen auch) genutzt habe, um mich zu betäuben.
Das muss niemand machen, natürlich nicht. Kein Mensch *muss* sich betäuben. Ich WOLLTE mich betäuben.

Es war natürlich immer eine bewusste Entscheidung, selbst zu der Zeit, als ich noch keine Ahnung hatte, wie ich die Gefühle, die den Wunsch danach auslösen kontrollieren kann und keinen anderen Ausweg kannte, war es eine bewusste Entscheidung, das zu tun.

Ich habe nie etwas anders behauptet. Wäre unnötig gewesen, mich noch 2x darauf hinzuweisen

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8. Oktober 2013 um 11:29

Lieben Dank
...es sind einige liebe Worte hier gefallen, das tut gut

Es stimmt,...man verfällt gerne in dieses Muster, nur noch das Negative an allem zu sehen und das eine Medallie immer 2 Seiten hat, übersieht man leicht.

Mir ist durchaus bewusst, dass dass ich in gewisser Weise stolz auf mich sein kann...ich habe alle Situationen durchkämpft, ohne Selbstmordgedanken (was mich eh wundert) und ohne Alkohol, Drogen oder diversen Medikamenten zu verfallen. Hätte ich eines davon je versucht, bin ich fast sicher, ich wäre an der betäubenden Wirkung auf Dauer hängen geblieben...kam aber nie in Frage, so tief fallen wollte ich mich persönlich nie sehen...

Ich denke auch nicht, dass ich kurz vor einer ernsten Depression stehe...mir macht einfach diese Berg und Talfahrt zu schaffen...ich möchte einfach nur mal erreichen, auf einem graden Weg zu bleiben, ohne ständig das Gefühl zu haben wieder um irgendetwas kämpfen zu müssen.

Ich habe allein in den letzten 3 Jahren mehr für mich und meine Kinder erreicht, als in meinem ganzen Leben davor und darüber freue ich mich sehrwohl! Kann es nur nicht genießen, weil WIEDER ständig Dinge auftauchen, die an meinen Nerven zerren...

Ich habe den alten Kampfgeist verloren und bekomme ihn einfach nicht zurück...ich liege oft Abends im Bett und beschließe mit festem Willen, am nächsten Tag mit anderem Denken an gewisses ran zu gehen...kaum morgens aufgewacht, befinde ich mich wieder in dem "nutzt ja eh nichts" Modus und das wars dann...

Ich weiß das ich mich selbst an den meisten Dingen hindere, bekomme aber einfach die Motivation nicht mehr hin, auf Dauer auch motiviert zu bleiben, weil diesbezüglich einfach keine erreichbaren Ziele vorhanden sind...



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