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Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Verzwickte Situation

Letzte Nachricht: 6. Dezember 2011 um 2:03
A
angela_12753614
08.10.11 um 17:34

Also, wo fang ich an?
Kann leider mit niemanden darüber sprechen somit versuche ich es mit niederschreiben und hoffe auf viele Meinungen dazu:
Folgendes:
Mein Vater hat im Feb. diesen Jahres sein Leben beendet - er war in den letzten Jahren seines Leben sehr krank - lies sich nicht wirklich helfen und beendete sein Leben ohne jede Vorankündigung. Uns alle (meine Mama, meine Schwester und mich), traf es echt heftig. Wir hatten eine sehr schwierige Zeit. Meine Mama litt am meisten unter diesen Umständen, sowie um den elterlichen Bauernhof wieder in Schwung zu bekommen, ohne Papas Hilfe. Wir hatten alle Hände voll zu tun sie wieder auf die Beine zu kriegen und in den Alltag zu integrieren. Es war ein harter und steiniger Weg auf dem ich sie voll und ganz unterstützte. Mir blieb auch manchmal der Atem weg aber ich war immer stark und da für sie. Ich kündigte meinen Beruf und stieg voll in die Arbeit am Hof ein.
Im Sommer wurde sie 50 und ab da ging es ihr Gott sei Dank wieder besser. Sie lachte wieder und wir unternahmen viel gemeinsam mit meinen Kindern und ihrer besten Freundin. Es schien wieder schön für uns zu werden.
Doch von heute auf morgen veränderte sie sich. Sie hörte mir nicht mehr richtig zu, war mit ihren Gedanken immer ganz woanders als wo sie sein sollte, die Arbeit wurde auch größtenteils von mir und meinen GG erledigt, sie interessierte sich weniger für meine Kinder,... Ihr Handy war ihr ständiger Begleiter, es läutete andauernd worauf sie einfach zum telefonieren verschwand uns sie bekam viele SMS, wo sie mich dann immer so komisch ansah. Normalerweise erzählten wir uns immer alles und jetzt plötzlich waren da diese Heimlichkeiten und dieses komische Verhalten ihrerseits. Ich habe es dann bemerkt dass sie sich verliebt hat und auch schnell erkannt wer dahinter steckt. Es war wie ein Schlag ins Gesicht als ich sie damit konfrontierte und sie dann so vorsichtiger, hinter der Hand damit "auspackte". Ihr beste Freundin war mit ihrem Latein und Verständnis auch schon am Ende und vertraute mir ein paar pikante Sachen an da sie ebenfalls mit diesem heimlichen Getue überfordert war.
Fakt ist, dass sich meine Mutter ein Techtel-Mechtel mit dem Lebensgefährten einer guten Freundin angefangen hat. Und all dies passiert hinter dem Rücken dieser Freundin. Sie telefonieren heimlich, d.h. sie geht immer in ein anderes Zimmer zum telefonieren, sie treffen sich heimlich wenn , entweder bei uns (wohnen am selben Grundstück) oder bei ihm wenn A, seine Lebensgefährtin nicht zu Hause ist. Da ich aber ein super freundschaftliches Verhältnis zu A und B habe, und diese oft bei uns sind um uns beim Arbeiten zu helfen, habe ich ein richtiges Problem damit. Einerseits kann ich A nicht mehr in die Augen sehen wenn ich sie treffe und andererseits will ich meiner Mutter nicht in den Rücken fallen. Ich fühle mich so fies A gegenüber.
Was soll ich machen? Ich habe meiner Mama gesagt dass ich alles Glück dieser Welt gönne aber diese Lügerei nicht, ich finde es einfach das Letzte was sie da gerade abzieht.

Danke fürs Aussuddern, bin um Meinungen und Tipps dankbar.

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C
calla_12344668
09.10.11 um 1:06

Schwierig!
Hallo!
Ich kann deine Situation verstehen. Du stehst voll zwischen den Stühlen und musst dich zwischen zwei Personen 'entscheiden'.. Ich würde noch einmal mit deiner Mutter reden, ihr klar machen in welcher Situation du gerade bist! Wenn der Lebensgefährte der Freundin es mit deiner Mutter 'ernst' meint, wird er es seiner Frau eh irgendwann sagen müssen. Deine Mutter sollte mit ihm reden. Wenn er es seiner Frau nicht sagen will, meint er es nicht ernst genug, als dass es das wert wäre, dass die Freundschaft zwischen deiner Mutter und ihrer Freundin kaputt geht!
Freundschaft geht über Männer! Ich meine, sie zerstört ja auch ein Stück weit die Ehe ihrer Freundin, auch wenn sie nichts für ihre Gefühle kann. Aber wenn er es nicht mit deiner Mutter ernst meint, sollte sie sich für ihre Freundin entscheiden. Denn die besagte Freundin sollte, egal wie deine Mutter fühlt oder denkt, wissen dass ihr Mann sie betrügt.
Hört sich alles recht einfach an, aber es wird wohl noch kompliziert!
Ich finde es super, dass ihr alle so zusammen haltet und diese schwere Zeit zusammen meistert!
Ich drücke dir die Daumen dass ihr das weiterhin packt und dass du weiter so viel Kraft aufbringen kannst!
Liebe Grüße..

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H
haggai_12463972
06.12.11 um 2:03

Ich kanns schon verstehen, es lag ja nahe.
Wenn nun noch entweder der Tröster oder besser deine Mutter noch mit seiner guten Frau sprechen würde, um herauszufinden, ob sie damit einverstanden wäre, daß er von nun an beiden Trost spenden könnte, dann würde das freie Entscheidungen mögich machen. Vielleicht hat ja die Lebensgefährtin Verständnis für deine arme Mutter (wäre doch nicht schlecht).

Gibt es eine gesellschaftlich akzeptable Umgangsweise damit? Nein. Es sei denn, es handele sich um Muslime. Nach einer Wartezeit von einem Jahr, solange soll sich die Witwe Zeit zum Abschied nehmen, dann könnte der Mann seiner ersten Frau entweder Bescheid sagen, daß er eine zweite Frau genommen hat und ihr damit die Möglichkeit geben, sich von ihm zu trennen, wenn sie das nicht will - wofür sie ihm aber das Brautgeld zurückgeben müßte. Oder die erste Ehefrau bittet ihren Mann, nun auch der Versorger der zweiten Frau zu werden (was ihr Einverständnis bedeutet), ihr ein Brautgeld zahlen und sie als zweite Frau (jedoch mit eigener Wohnung, - das wäre ja bei euch wohl kein Problem) nehmen - auch das ist in solchen Fällen durchaus gängige Praxis. Das wäre im Ganzen besser als dieses Verschieben einer absehbar nur trostlosen Situation, die letztlich mehr Unglück schaffen wird als zu beseitigen.

Es hat gute Gründe, warum der Koran offenbart wurde. Man muß nur das Richige daraus machen.

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