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Verzweiflung nach Sterilisation

25. August 2009 um 12:34

Verzweiflung nach Sterilisation
ich bin 38und habe drei, kinder 19 jahre, 8 jahre und 8 wochen. vor einer woche habe ich mich sterilisieren lassen weil ich kein kind mehr möchte. von tag zu tag geht es mir schlechter. abgesehen von den psychosomatischen schmerzen leidet meine seele. ich bin total fertig und bereue es. meine lebensfreude ist weg und am liebsten wäre ich tot denn so wie ich mich jetzt fühle, so halte ich es nicht lange aus. ich heule den ganzen tag . ich weiß: selber schuld aber es war mir nicht bewußt wie man darunter leiden kann. ich bruache rat von betroffenen ,wie sie es verarbeitet haben.
l.g.

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25. August 2009 um 13:24

Bin keine Betroffene....
Ich weiß aber auch nicht, wie schnell sich hier eine Betroffene finden wird.
Vielleicht hilft es dir bis dahin, wenn du mehr erzählst. Ich nehme an, du hast sicherlich einige Gedanken, die immer wieder an die Oberfläche steigen und dich dann runterziehen, oder?

Was genau sind das für Gedanken?
Hattest du doch noch einen verborgenen Kinderwunsch oder assoziierst du etwas bestimmtes mit Fruchtbarkeit?

Du kannst natürlich auch auf Betroffene warten, aber wenn du einfach mal reden willst, sind hier bestimmt einige, die dir zuhören werden.

Ganz liebe Grüße
Ele

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25. August 2009 um 13:39

Das tut
mir leid dass es dir so schlecht geht!
Aber da ich lese dass dein jüngstes kind erst 8 wochen ist, kann es vl sein dass das auch eine Form von der Wochenbettdepression ist? Ich will dich weder beleidigen noch dir zu nahe treten, aber vl hilft es dir wenn zu mal zu jemandem (vl auch einem arzt) gehst und über deine gefühle redest!
Ich wünsche dir dass es dir bald wieder besser geht und du dich bald wohl in deiner haut fühlst!

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25. August 2009 um 13:55
In Antwort auf liva_11977900

Bin keine Betroffene....
Ich weiß aber auch nicht, wie schnell sich hier eine Betroffene finden wird.
Vielleicht hilft es dir bis dahin, wenn du mehr erzählst. Ich nehme an, du hast sicherlich einige Gedanken, die immer wieder an die Oberfläche steigen und dich dann runterziehen, oder?

Was genau sind das für Gedanken?
Hattest du doch noch einen verborgenen Kinderwunsch oder assoziierst du etwas bestimmtes mit Fruchtbarkeit?

Du kannst natürlich auch auf Betroffene warten, aber wenn du einfach mal reden willst, sind hier bestimmt einige, die dir zuhören werden.

Ganz liebe Grüße
Ele

Verzweiflung nach Sterilisation
hi ele, sicher hast du recht und es gibt so schnell keine betroffene. hm, wie soll ich meine gedanken beschreiben. für mich war klar, kinderplanung abgeschlossen. wenn es allerdings versehentlich passiert wäre, hätte ich es auch nicht abgetrieben. ja und da ich eine zyste hatte, die mir probleme gemacht hat, dachte ich, ist ein eingriff und dann lass ich es gleich machen. ich habe mit meinem partner darüber geredet und er fand diese idee gut. er hat gesagt, er könne so einen eingriff bei sich noch nicht machen lassen und würde es von mir auch nicht verlangen. ich habe mich aber nie mit der sterilisation wirklich anfreunden können. dann bekam ich aber sehr schnell diesen op termin und dachte, naja ist warscheinlich besser so. weil latexallergie und gesundheitlich auch keine pille. kurz vor der op fragte ich meinen partner (2 jahre zusammen) ob es die richtige entscheidung ist. er meinte ja. aber er hätte merken müssen das ich daran zerbreche. und jetzt ... ich glaube es wird nie wieder sex geben, der gedanke daran macht übelkeit. ich weiß nicht, aber ich könnte nicht ertragen beim sex, spaß zu haben. es ist ein unterschied wenn man keine kinder mehr will oder nicht mehr kann. ich schaue mein baby an und mir wird das ausmaß bewußt. ich weine schrecklich und habe gestern zur flasche gegriffen. wenn ich in den spiegel sehe, dann sehe ich keine frau mehr. mit ist, als ob ich die durchtrennten eileiter spüre. ich fühle mich verstümmelt. und wenn ich den mut hätte würde ich mir das leben nehmen. ich wurde nicht richtig über das ausmaß aufgeklärt und ich empfinde jetzt alles als so sinnlos. und weiß nicht weiter.

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25. August 2009 um 14:25
In Antwort auf denise_12773667

Verzweiflung nach Sterilisation
hi ele, sicher hast du recht und es gibt so schnell keine betroffene. hm, wie soll ich meine gedanken beschreiben. für mich war klar, kinderplanung abgeschlossen. wenn es allerdings versehentlich passiert wäre, hätte ich es auch nicht abgetrieben. ja und da ich eine zyste hatte, die mir probleme gemacht hat, dachte ich, ist ein eingriff und dann lass ich es gleich machen. ich habe mit meinem partner darüber geredet und er fand diese idee gut. er hat gesagt, er könne so einen eingriff bei sich noch nicht machen lassen und würde es von mir auch nicht verlangen. ich habe mich aber nie mit der sterilisation wirklich anfreunden können. dann bekam ich aber sehr schnell diesen op termin und dachte, naja ist warscheinlich besser so. weil latexallergie und gesundheitlich auch keine pille. kurz vor der op fragte ich meinen partner (2 jahre zusammen) ob es die richtige entscheidung ist. er meinte ja. aber er hätte merken müssen das ich daran zerbreche. und jetzt ... ich glaube es wird nie wieder sex geben, der gedanke daran macht übelkeit. ich weiß nicht, aber ich könnte nicht ertragen beim sex, spaß zu haben. es ist ein unterschied wenn man keine kinder mehr will oder nicht mehr kann. ich schaue mein baby an und mir wird das ausmaß bewußt. ich weine schrecklich und habe gestern zur flasche gegriffen. wenn ich in den spiegel sehe, dann sehe ich keine frau mehr. mit ist, als ob ich die durchtrennten eileiter spüre. ich fühle mich verstümmelt. und wenn ich den mut hätte würde ich mir das leben nehmen. ich wurde nicht richtig über das ausmaß aufgeklärt und ich empfinde jetzt alles als so sinnlos. und weiß nicht weiter.

Hmmm....
Also erst einmal: Du bist und bleibst eine Frau!
Es gibt ja auch Frauen, die nie fruchtbar waren und auch sie sind "echte Frauen"!

Ich glaube, die letzte Geburt spielt womöglich in dein Gefühlsleben noch sehr stark mit hinein und außerdem hattest du keine Zeit, vor der OP ein gutes Bauchgefühl zu entwickeln!
Du hast einen Eingriff vornehmen lassen, der dich nicht geheilt hat und von dessen Richtigkeit du nicht vollauf überzeugt warst!
Das Ende deiner Fruchtbarkeit und die letzte "Frucht" dieser, lagen zu nah beieinander und ich denke, dass dich das emotional zerreißt!

Ich glaube, es ist schwierig, da es auch ein wenig paradox ist, sich über das Baby zu freuen aber auch gleichzeitig froh zu sein, kein weiteres mehr zu bekommen. Es wirkt ja schon auf mich schwer vereinbar, und ich bin von der eigenen Familienplanung noch etwas entfernt!

Ich könnte dir jetzt sagen, dass deine Entscheidung vernünftig war und das - rational gesehen - vernünftigste, was du machen konntest. Aber: Das weißt du vermutlich selbst!

Ich glaube, du brauchst jemanden, der dir bei der Bewältigung des emotionalen Konfliktes hilft. Am Besten suchst du dir tatsächlich professionelle Hilfe!

Erst 9 Monate lang ein Kind unter dem Herzen zu tragen und danach das "ausschalten" zu lassen, was das Kind erst ermöglich hat nimmt dir womöglich die Chance, dich körperlich vollstöndig als Mutter zu fühlen.
Ich kann es nur andeuten, daher such dir bitte jemand, der die Fähigkeiten und Qualifikationen besitzt, es dir auch wirklich begreiflich zu machen: Das Problem befindet sich in deinem Kopf!
Du bist eine liebende Vollblutmutter, das liest man ja wirklich aus deinen Zeilen heraus! Und du hast aus vernünftigen Gründen den Eingriff vornehmen lassen. Du wirst irgendwann über diesen Eingriff womöglich glücklich sein!
Dein Baby hatte das Privileg, von euch gewollt zu sein! Du bist für dieses Baby mehr Mutter als manche weniger geliebten Kinder es je erfahren dürfen!
Und du bist eine Frau. Weil du schon immer eine warst und dich als solche wohl fühlst.

Ich hoffe aufrichtig, dass du aus dieser Krise schnell heraus kommst!
Wie gesagt: Ich verstehe deine Gefühle! Jemand, der mit dir diese Gefühle aufarbeiten kann, kann dir auch helfen, dein Körperbewusstsein als Frau wieder zu bekommen, denn das *muss nicht* unter der Sterilisation leiden.
Bitte behalte im Hinterkopf, dass es besser werden kann!

LG
Ele

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25. August 2009 um 14:52
In Antwort auf liva_11977900

Hmmm....
Also erst einmal: Du bist und bleibst eine Frau!
Es gibt ja auch Frauen, die nie fruchtbar waren und auch sie sind "echte Frauen"!

Ich glaube, die letzte Geburt spielt womöglich in dein Gefühlsleben noch sehr stark mit hinein und außerdem hattest du keine Zeit, vor der OP ein gutes Bauchgefühl zu entwickeln!
Du hast einen Eingriff vornehmen lassen, der dich nicht geheilt hat und von dessen Richtigkeit du nicht vollauf überzeugt warst!
Das Ende deiner Fruchtbarkeit und die letzte "Frucht" dieser, lagen zu nah beieinander und ich denke, dass dich das emotional zerreißt!

Ich glaube, es ist schwierig, da es auch ein wenig paradox ist, sich über das Baby zu freuen aber auch gleichzeitig froh zu sein, kein weiteres mehr zu bekommen. Es wirkt ja schon auf mich schwer vereinbar, und ich bin von der eigenen Familienplanung noch etwas entfernt!

Ich könnte dir jetzt sagen, dass deine Entscheidung vernünftig war und das - rational gesehen - vernünftigste, was du machen konntest. Aber: Das weißt du vermutlich selbst!

Ich glaube, du brauchst jemanden, der dir bei der Bewältigung des emotionalen Konfliktes hilft. Am Besten suchst du dir tatsächlich professionelle Hilfe!

Erst 9 Monate lang ein Kind unter dem Herzen zu tragen und danach das "ausschalten" zu lassen, was das Kind erst ermöglich hat nimmt dir womöglich die Chance, dich körperlich vollstöndig als Mutter zu fühlen.
Ich kann es nur andeuten, daher such dir bitte jemand, der die Fähigkeiten und Qualifikationen besitzt, es dir auch wirklich begreiflich zu machen: Das Problem befindet sich in deinem Kopf!
Du bist eine liebende Vollblutmutter, das liest man ja wirklich aus deinen Zeilen heraus! Und du hast aus vernünftigen Gründen den Eingriff vornehmen lassen. Du wirst irgendwann über diesen Eingriff womöglich glücklich sein!
Dein Baby hatte das Privileg, von euch gewollt zu sein! Du bist für dieses Baby mehr Mutter als manche weniger geliebten Kinder es je erfahren dürfen!
Und du bist eine Frau. Weil du schon immer eine warst und dich als solche wohl fühlst.

Ich hoffe aufrichtig, dass du aus dieser Krise schnell heraus kommst!
Wie gesagt: Ich verstehe deine Gefühle! Jemand, der mit dir diese Gefühle aufarbeiten kann, kann dir auch helfen, dein Körperbewusstsein als Frau wieder zu bekommen, denn das *muss nicht* unter der Sterilisation leiden.
Bitte behalte im Hinterkopf, dass es besser werden kann!

LG
Ele

Verzweiflung nach Sterilisation
mein gott, tun deine worte gut ,auch wenn mir die träünen übers gesicht kullern. und ja, ich liebe meine kinder und sicher weiß ich, das es irgendwie richtig war. der große geht bereits seinen weg und ist in ausbildung der kleine ist autist und wird sicher immer meine hilfe brauchen und mein töchterchen wird mich auch beanspruchen.ich hoffe ganz einfach das es mir irgendwann wieder besser geht denn so möchte ich nicht weiter leiden. ich mache zu hause alles mechanisch im moment, ohne nachzudenken und fühle mich so ohnmächtig. aber zum arzt möchte ich nicht. ich zeige nicht gerne das ich schwach bin. was soll er von mir denken? ich muß versuchen damit irgendwie klar zu kommen. aber schönreden nützt nichts, habe ich versucht. hab vielen dank für deine lieben aufbauenden worte.
l.g.

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25. August 2009 um 15:50
In Antwort auf denise_12773667

Verzweiflung nach Sterilisation
mein gott, tun deine worte gut ,auch wenn mir die träünen übers gesicht kullern. und ja, ich liebe meine kinder und sicher weiß ich, das es irgendwie richtig war. der große geht bereits seinen weg und ist in ausbildung der kleine ist autist und wird sicher immer meine hilfe brauchen und mein töchterchen wird mich auch beanspruchen.ich hoffe ganz einfach das es mir irgendwann wieder besser geht denn so möchte ich nicht weiter leiden. ich mache zu hause alles mechanisch im moment, ohne nachzudenken und fühle mich so ohnmächtig. aber zum arzt möchte ich nicht. ich zeige nicht gerne das ich schwach bin. was soll er von mir denken? ich muß versuchen damit irgendwie klar zu kommen. aber schönreden nützt nichts, habe ich versucht. hab vielen dank für deine lieben aufbauenden worte.
l.g.

...
Was soll der Arzt/Therapeut denn schon denken? Etwa, dass du auch nur ein Mensch bist?
Du darfst durchaus schwach sein, jeder ist mal schwach. Stärke zeigt man in der Bewältigung der Schwäche, aber Hilfe dafür anzunehmen, ist teilweise notwendig oder gehört gar zur Bewältigung selbst dazu!

In jedem Fall ist aber Reden wichtig. Redest du mit jemandem, der dir nahe steht? Dein Mann wäre natürlich eine Person, die dir helfen könnte.

Darüber hinaus klingt deine Krise schon ziemlich nach Depression. Die Ursache anzugehen, ist definitiv wichtig, aber du kannst auch auf physiologischem Weg etwas nachhelfen. Ohne Rezept bekommst du natürlich nur pflanzliche Stimmungsaufheller wie Johanniskraut-Kapseln. Die Sonne gibt es sogar umsonst! (Licht hilft vielen depressiven Menschen!)
So ziemlich jeder hat mal eine depressive Phase, aber wenn du dich selbst als stark siehst, wirst du diese sicherlich überwinden können! Wenn du das nicht durch ziehen an den eigenen Haaren schaffst: Auch nicht schlimm!

Der Blick in die Zukunft deiner Kinder scheint eine Resonanz in deinem Innersten auszulösen! Das ist gut!
Es werden noch viele spannende und schöne Dinge auf dich warten, die dir sicherlich auch zeigen werden, wie vollständig du auch nach dem Eingriff bist!
Die beiden Kleinen haben noch so viel von ihrer Mama zu lernen! Und der Älteste wird bald von dem Gelernten für sein eigenes Leben profitieren! Das wird schon eine aufregende aber auch schöne Zeit werden, die du auch genießen können solltest!

Ich wünsche dir ganz viel Kraft!

LG
Ele

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26. August 2009 um 12:49

Hallo
innerlich auf distanz gehen, und einen schlussstrich ziehen, zumindest hab ich es so mit einem damaligen, guten freund gemacht.

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