Anzeige

Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Verzweiflung - Ich weiß nicht mehr weiter!

Letzte Nachricht: 8. Oktober 2014 um 13:40
R
rasha_12713195
27.09.14 um 18:56

Mein Leben, ist ein einziges durcheinander...ich bin eher die Person, die versucht Stark zu sein und die mit ihren Problemen allein klar kommen will...ich hab mich hier angemeldet, weil ich gehofft hab, mich hier anonyme zu versuchen...meine ganze Emotionale-scheiße rauszulassen...

Ich hoffe so sehr, dass sich das jemand durch liest, ich bin komplett überfordert mit meiner Lebenssituation. Das wird ein ganz schön langer Text, denn ich hab Jahrelang, Probleme in mich hinein gefressen und vieles verschwiegen.

Das alles hat schon sehr früh angefangen. Ich finde keinen Halt, nicht bei meiner Familie, nicht bei meinen Freunden, ich klammere mich an mich selbst und hoffe, dass mich das Leben nicht mit sich reißt. Es gab eine Zeit da war noch nicht mal das möglich.

Ok von Anfang:
Ich hab in meiner Kindheit, ein Trauma erlitten, was mich zum Teil immer noch verfolgt. Meine Eltern, haben zwei Kinder am plötzlichen Kindstod verloren und ich war nach meinem verstorbenen Bruder Sebastian, ein Kind nach dem sie sich lange gesehnt haben. Meine Eltern hatten große Angst um mich, aber ich durfte Leben, ich war ein Lebensfrohes und Gesundes Kind. Mein Moto als Kind war es um die Wette zulächeln und Abenteuer zu erleben. Meine Eltern erzählen mir noch heute, dass ich alle um mich herum mit meiner Lebensfreude anstecken konnte. Doch ich wurde sehr Krank und dann zerbrach meine Fröhliche Welt. Meine Eltern, waren hilflos und ich konnte die Leute um mich herum nicht mehr begeistern. Ich, war Müde, schwach, hatte Angst davor zu Sterben. Mein ganzes Umfeld hatte sich von hier auf jetzt verändert. Meine Eltern, haben mit mir mit gelitten, sie waren nicht in der Lage mich Aufzubauen, mir halt zu geben. Schon als Kind versuchte ich mich zu beherrschen, versuchte, so wie ich eigentlich bin zu funktionieren, wollte nicht Schwach sein. Ich bekam Medikamente und irgendwann, begannen meine Eltern mich zu einer Therapie zu schicken. Doch auch das konnte mir keinen Halt geben. Mir wurde immer wieder vor Augen gehalten, wie Zerbrechlich ich doch bin und wie Krank. Bis ich es iwann selbst glaubte. Ich war Kaputt...nicht in der Lage mich und andere Glücklich zu machen. Es dauerte lange, bis es allmählich wieder den Berg aufging, dass meiste hatte ich mir selbst zu verdanken. Doch das alles ging nicht ohne Spuren an mir vorbei. Ich bekam, während der Krankheit, eine Psychische Reaktion. Und diese Psychosomatik hielt Jahre an. Ich aß kaum, redete kaum, hatte Angst und Zwangsstörungen. Die Leute in meiner Grundschule Mobbten mich, dafür, selbst meine Lehrerin. Ich war Gesund und doch Krank. Meine Konzentrationsfähigkeit nahm ab, dass lernen viel mir schwer. Sie lachten mich aus, ich entwickelte LRS und meine Noten wurden von gut zur schlecht. Ich hab mich bis heute noch nicht richtig davon erholen können. Ich erinnere mich noch ganz genau, bekomm diese Vergangenheit nicht mehr aus meinem Kopf, sie ist ein Teil von mir. Ich war mein eigenes Rettungsboot. Ich hatte es mir zu verdanken, dass ich mich zu dem Entwickelt habe was ich heute bin.

Problem 2: Ich lebe auch heute noch an dem Ort, lebe immer noch in einer Familie die Trauert, denn wer kann einem Halt geben, wenn man ihn selbst nicht findet. Das Umfeld hier zieht mich runter, doch ich konnte meine Familie auch nie im Stich lassen. Meine Mutter hatte letztes Jahr Krebs und alle verfielen wieder in einen größeren Trauer-sog, mein Bruder ist Süchtig und macht reichlich Ärger. Meine Schwester hat Depressionen und die älteste in der Familie hat es geschafft, weg zu kommen. Naja und ich, die dauer Emotional-verkrüppelte, mit einem schlechten Immunsystem, weiß nicht mehr was sie tun soll. Zusammen sind wir sechs Familienmitglieder, jeder mit seinem Päckchen, auf den Schultern und alle Leiden sie innerlich und von außen, ist alles Primaballerina. Wunderbar oder? -_- Wenn ihr Meint ich sollte versuchen mit ihnen zu reden, dann muss ich euch leider sagen, dass ist vergebliche Liebesmühe. Meine Eltern, sind beide Berufstätig und viel weg, die bezeichnen unsere Probleme als "Luxusprobleme", ja klar, es gibt Leute die haben kein Dach über den Kopf, haben kein Essen, aber sie wissen was ihnen fehlt, sie wissen, was sie tun müssen, um das zu bekommen was sie brauchen...aber bei Psychischen-Problemen, wenn man nicht mehr weiß was man tun soll, wenn man sich von innen zerstört? Für mich sind es keine "Luxusprobleme" mehr, wenn man die Situation nicht mehr klären kann. Wenn zu lange Gefühle und Probleme gut geredet wurden, obwohl man etwas änder hätte können.

Problem 3: Bei all dem Scheiß, musste ich auch noch jemanden Kennenlernen, in den ich mich verliebte? Ca. 3 Jahre ist es her, dass ich D. in Frankreich kennengelernte, wir verstanden uns gut, aber hatten nicht genügend Zeit um uns kennen zu lernen. Es war nicht besonders viel Zeit die wir dort Teilten, aber bei mir hatte es dermaßen, gefunkt, wie als wäre ich von einem Blitzschlag getroffen worden. Ich bin ihm die meiste Zeit ausm weg gegangen weil, ich bei keinem anderen Jungen in den ich verliebt war, solche Magnetischen-Gefühle hatte. Ja iwie kitschig, bäah! Wir schrieben miteinander und es fühlte sich gut an, ich war von ihm Fasziniert und anders rum, er war bemüht, den Kontakt aufrecht zu erhalten, weil er ca. 400 km von hier weg wohnt. Ich war begeistert, dass ich nicht viel tun musste, damit er mich mochte. Anfangs waren wir nur Freunde, ich konnte mir nicht eingestehen, dass da mehr war. Wir waren für einander da und wir konnten, über alles Mögliche reden. Das ging eine Lange Zeit gut, bis wir mehr wollten als nur Freundschaft. Aus ich mag dich, wird ich lieb dich, aus ich lieb dich, wird ich liebe dich...das alles hatte sich sehr langsam entwickelt, aber es war wunderschön...wenn da nur die Entfernung nicht gewesen wäre. Wir beide haben eine schwierige Familienkonstellation. In seiner Familie sind sie zu Acht und, zwei seiner Geschwister sind noch sehr klein, die Jüngste ist jetzt ca. 2 Jahre, glaub ich. Sie haben kaum Geld und da sein Vater arbeiten ist, muss er die Vaterrolle übernehmen, dazu noch Schule. Zusätzlich, sind seine Eltern die strengsten die ich kenne und sie haben oft Streit. Wir haben uns einmal nur 4 mal im Jahr gesehen, und davon, waren zwei nur kurze Wochenenden. Ich hab es bis heute noch nicht verstanden, wie das Funktioniert hat, aber iwann wurd es immer schwieriger, sich zu sehen und er hörte auf sich zu bemühen, weil er es nicht mehr schaffte, mit all dem. wir bekamen einen Komischen Kontakt und, weil wir uns wichtig waren, wechselte ich ihn ab und bemühte mich um ihn, dass klappte anfangs auch ganz gut, aber, dann schafften wir es beide nicht mehr fingen an zu zweifeln und redeten kaum noch, aber es verletzte uns beide. Ich bekam es nicht übers Herz ihm zu sagen, dass ich es nicht mehr schaffe, ich versuchte noch lange, denn Kontakt aufrecht zu erhalten, doch wir fühlten uns beide unwohl, dabei, bis er mir sagte, dass er mich noch lieben würde aber, es nicht mehr aushielt. ich war tot unglücklich, kämpfte, darum obwohl, ich wusste, dass es für uns beide schmerzhaft ist, aber er war bis jetzt die erste Person, die mir Halt gegeben hatte und es zeriss mich innerlich sehr, dass es nicht Funktionierte. Anfangs war es sehr hart für mich, aber dann nach längerer Zeit, konnte ich mich wieder an mich selbst klammern und ich brauchte ihn nicht mehr...blöd gelaufen, denn mein Kämpfen von vorher hatte sich gelohnt, David, wollte mich sehen und wir fanden recht schnell wieder zueinander. Wir versuchten uns öfter zu sehen, auch wenn es unsere Lebensverhältnisse nicht so gut zu ließen. Wir waren uns näher als zu vor und erlebten letzten Sommer beide unser erstes mal. Ich fühle mich so stark, wenn ich bei ihm bin. Ich kann dann ohne meine Probleme sein, ich kann ich sein. Ich kann mich lieben, wenn ich bei ihm bin. hört sich scheiße an aber:" Ich kann ohne ihn, aber ich will nicht ohne ihn" Das war ein riesen Unterschied zur meiner ersten Beziehung. Mit dem Jungen hab ich überhaupt keinen Kontakt mehr, unsere Kommunikation war sehr bedürftig, obwohl er mich noch öfters sehen wollte. Das, war in meinen Augen eig. keine richtige Beziehung, gewesen...wie im Kindergarten, war das. Naja auf jeden Fall, war es mir mit dieser viel Ernster, obwohl es unmöglich schien. Nach den Sommerferien mussten wir wieder zurück in ein Leben, wo der andere eig. keinen Platz hat. Alles fing wieder von vorne an, wir bemühten uns: erst er, dann ich, dann niete. Ich kämpfte wieder um ihn und hörte, dann wieder auf, als ich wieder halt bei mir fand, ich wäre sonst kaputt gegangen. Ich bot ihn, sogar, einmal an, ob wir uns mal sehen wollen, denn, ich hoffte, dass wir Freunde bleiben, würden, eine Beziehung hatte ich nicht gewollt, aber ich suchte verzweifelt nach einem Halt. Er war sich nicht sicher ob er das wolle, er meinte er habe keine schlechten Erinnerungen an unsere Zeit, ihn würde es runter ziehen. Ich schrieb ihm ein letztes Mal, zu Silvester, "frohes neues"...

Problem 4:ich zog für ein halbes Jahr in den Odenwald, weil nichts mehr ging, ich musste halt suchen, denn zu dem Zeitpunkt kam alles zusammen, meine Mutter hatte Krebs. Ich musste viel Aufgeben: meine Hobbys, ein Teil meiner Freunde, die Person die ich liebte, die Schule. Ich hatte einen Punkt erreicht an dem ich nicht mehr Konnte. Zum Glück hatte ich einen guten Real-schul-Abschluss in meiner Tasche. Die Zeit war die Schlimmste im meinem ganzen Leben...die ganze Zeit hing ich nur in der Luft und war nicht fähig zu weinen und überhaupt etwas sinnvolles zu tun, ich hatte viel mitgemacht aber ich schloss meine Gefühle weg...ich vergrub mich und ein Hauch von nichts sah in den Spiegel und wollte nicht mehr da sein. Meiner Mutter ging es immer schlechter und meine Schwester, war mit ihren Depressionen in Frankreich um Abstand von all dem zu bekommen, sie hatte ihr Medizinstudium abbrechen müssen, sie schaffte es nicht mehr und wollte nur noch weg. Iwan hatte ich es auch geschafft! endlich! Ich war weg! Ich konnte, diesem scheiß entfliehen und mir tat es sehr gut weg zu sein. ich tankte Energie und fand wieder halt bei mir selbst, ich kannte es ja nicht anders und bin von Natur aus ein Mensch, der sehr lange brauch um sich jemanden anzuvertrauen, oder überhaupt, wegen diesem scheiß. Das ist mein Päckchen, ich wollte niemanden, runterziehen und wollte stark sein.

Es kam mir so vor als wüsste D., ganz genau, wann ich ihn nicht mehr brauchte. Am ersten Tag bei meiner Au-pair Familie (privater-Basis, Odenwald) sehr spät nachts summt mein Handy und ich bekam eine Nachricht von D: "tut mir leid das ich Silvester (der Tag an dem ich ihn getroffen hätte) nicht konnte, hoffe du hattest aber einen schönen Start." wir kamen wieder in Kontakt, anfangs war es sehr komisch, aber auch schön iwie.
Ein halbes Jahr später nach dem wir getrennt waren sahen, wir uns wieder, als er mich zu seinem 18 einlud. Er wollte, eine Beziehung, die ich ihm nicht geben konnte. Ich wollte, nicht mehr, dass wir uns im Kreis drehen. Er war Enttäuscht und konnte es anfangs nicht verstehen. Wir schliefen trotzdem miteinander und behandelten uns so als wären wir zusammen. Doch wir bezeichneten uns als beste Freunde und nicht als Paar. Ich redete lange mit ihm darüber bis er es, dann in der Distanz verstand und erst mal, sehr auf Abstand ging, als der Kontakt wieder schwierig wurde.

Problem 5: Ich hab seid heute, noch mit meinem Umfeld zu Kämpfen, manchmal denke ich, ich bin einfach zu nett, ich könnte mal sagen was Sache ist, mich aufregen wütend sein, nicht versuchen Perfekt zu funktionieren, denn sowas fällt mir verdammt schwer. Oft, versuche ich drum rum zu reden, wenn mir jemand helfen möchte. ich stoße Menschen weg, die mir zu nahe kommen, das ist ein immer wieder kehrender Teufelskreis. Ich fühle mich Einsam, weil ich, es nicht auf die Reihe bekomme, normale Freundschaften zu pflegen. Ich hab meine Freunde, weg gestoßen, war Schwach und ich hasse es wenn die Leute mich so mitbekommen. Das ist ätzend. Niemand will einen defekten Menschen. Alle Wollens einfach und wenn ich versuche mich ihnen anzuvertrauen, ist es gleich ein Grund Abstand von mir zu nehmen, weil sie , dass von mir nicht kennen. Das erste was die Leute sehen: ich bin zart und zerbrechlich. Ich bin froh, dass ich Leute kenne, auf, die ich mich verlassen kann, auch wenn es nicht viele sind.

Heute fühle ich mich wohler als, davor, aber auch nur aus dem Grund, weil ich mich nie Aufgegeben habe, ich hab, mir halt gegeben und hab versucht Stark zu sein. Ich fühle mich fit und schaue in den Spiegel und finde mich schön. Versuche den Leuten meine lang versteckte sunshine Seite zu zeigen (Freunde, die ich weggestoßen hatte). Früher habe ich mich selbst fertig gemacht und heute kann ich ein klein wenig stolz auf mich sein, weil ich das alles doch iwie gepackt hab. Die Probleme sind noch da, aber ich habe mich verändert. Ich versuche locker damit umzugehen. Es ist eben so wie es ist. Ich versuche so schnell wie möglich weg zu kommen, damit es mir gut gehen kann. Ich habe mit D. noch Kontakt, ich bin noch total verknallt o.O...wir wollen was an der Situation ändern, sind aber zurzeit undefiniert...geht halt im mom nicht. wir wollen uns beide den Freiraum geben den wir für unser Leben brauchen und wollen den Kontakt bis jetzt noch nicht aufgebenvllt funktioniert es oder auch nicht,...er wird immer ein Platz in meinem Herzen haben auch, wenn er nicht mehr da ist. Ich könnte ihn loslassen, weil er mir wirklich wichtig ist und ich das Beste für ihn und mich möchte.

Ich muss mein Leben auf die Reihe kriegen...ich bin gerad dabei mein Fach-Abi zumachen und arbeite in nem Betrieb...Das alles macht mich im mom total durcheinander...Ich bekomm in meinem Umfeld nichts auf die Reihe...ich kann nur Außenwerts gut lernen und abschalten...ich zieh mich immer mehr zurück...
Es fällt mir schwer, anderen zu sagen was ich fühle...Hilfe!!! ich könnte noch viel mehr Emotionelle verwirrte Lebensscheiße schreiben, aber, ich hab mich erst mal Gefühlsmäßig ausgekotzt! Ich hab das alles einfach aus meinem Herzen geschrieben und hoffe, einfach, dass es jmd. gibt, der mir helfen kann. Im mom beschäftigt mich, dass alles so sehr, ich suche immer noch nach halt, denn ich hoffentlich bald finde. ich komm hier nicht raus, am liebsten würde ich einfach zu D. aber da mein Leben eh Nudelsalat ist, weiß gerad gar nicht was richtig ist -_-

Mehr lesen

Anzeige
L
lubna_11970338
08.10.14 um 13:40

Tja
"Funktionieren" Sollte nicht das maß sein.
Ich habe kaum Freunde, und Ich bin mal gut und mal schlecht drauf. Regle aber meißt meine Dinge selbst. Das ist das wahre Leben und nicht das scheinbare optium das man uns aufnötigt.

Man wollen, aber nicht erwarten. Und wenn dir alles zuviel ist, warum machst du dann nen Job und nebenher noch dein Abi? Das wird einem leicht zuviel.
Zieh aus, vielleicht zu D. oder wo anders hin, such dir nen einfachen Job und komm zur Ruhe. Dann kannst du immer noch weiter schauen wenn du willst.

Gefällt mir

Kannst du deine Antwort nicht finden?

Anzeige