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Verzweifelt

3. April 2016 um 11:59 Letzte Antwort: 4. April 2016 um 12:05

Hallo liebe Leute.
Ich weiß nicht mehr weiter. Leide seit 8 Jahren unter Angststörungen gepaart mit Depressionen. Mehrere Therapien. Zuletzt seit 7,5 Jahren citalopram. Zwischenzeitlich Besserung. Seit Weihnachten 2015 in ein tiefes Loch gefallen und erneut in Therapie Umstellung auf venlafaxin 262,5mg. Meine Therapeutin sagt bei mir liegt eine komplexe belastungssörung vor und dissoziative Störungen und schwere Depressionen. Habe immer wieder Suizidgedanken die mich nicht mehr los lassen. Teilweise drangen diese sich einfach auf. Würde ein Klinikaufenthalt eventuell erstmal mehr helfen? Wer hat Erfahrungen?

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4. April 2016 um 12:05

Auf einen Versuch kommt es an
Wenn du so drin hängst, ist eine Klinik vielleicht wirklich nicht falsch. Ich war letztes Jahr und bin seitdem deutlich stabiler. Außerdem kann in einer Klinik die Medikation noch einmal kritisch geprüft werden und du kannst komplett neu eingestellt werden.

Im ersten Moment ist eine Klinik echt gruselig, du wirst andere kennenlernen, denen es genauso mies geht wie dir (dieser Spiegel ist echt krass) und du wirst mit einem sehr starren Tagesablauf und Regeln konfrontiert. Dafür gibt dir die Gemeinschaft und auch dieser Tagesablauf Halt. Du wirst in Therapien neue Beschäftigungsmöglichkeiten kennen lernen und kannst viel über dich und deine Krankheit lernen. Das hilft, damit umzugehen. Ich kann es wirklich nur empfehlen. Gut ist es übrigens, wenn dein Umfeld auch dahinter steht und dich ermutigt, weiter zu machen, selbst wenn du aufgeben willst. Ich habe da hin und wieder einen ziemlichen Tritt gebraucht. Im Endeffekt bin ich froh, dass ich diesen Schritt gegangen bin, auch wenn es schwierig war.

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