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Verzweifelt

1. Februar 2016 um 22:22 Letzte Antwort: 5. Februar 2016 um 10:19

Hei..

Kennt Ihr das Gefühl nicht mehr Leben zu wollen ? total am Ende zu sein, keine Lust mehr hat auf gar nichts ? Dann helft mir bitte!

Ich wollte mir das Leben nehmen, aber im Grunde genommen möchte ich Leben aber ich habe einfach keine Kraft mehr..
Ich weine so oft, ich schlafe nachts nicht mehr, habe Angst vor der Zukunft, Angst meine Familie enttäuschen zu können..
Ich kann einfach nicht abschalten; seit ich in einer geschlossenen Einrichtung war, ist für mich nichts mehr normal..

Kann mir vielleicht jemand ein Tipp geben wie ich weitermachen soll oder überhaupt noch weitermach soll ??....

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3. Februar 2016 um 7:46

Sprich bitte mit einem Arzt
und zwar schnell. Erkläre deine Situation. Er wird dir helfen, eine Entscheidung zu treffen, was du als nächstes tun kannst.

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3. Februar 2016 um 14:38

Weshalb verzweifelt?
Hi,

zu aller erst: "Kann mir vielleicht jemand ein Tipp geben wie ich weitermachen soll oder überhaupt noch weitermach soll ??...."

Da ich bisher überhaupt keinen Grund erkennen kann, weshalb du nicht mehr weiter machen solltest, lautet die Antwort: Ja, mach natürlich weiter!

Darf man fragen, wie lange es dir schon so geht?
Wie lange hast du schon diese Gedanken?
Was hat dich deiner Meinung nach dazu gebracht, so etwas zu denken?
Was ist passiert?
Weshalb bist du in die geschlossene Einrichtung gekommen?

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3. Februar 2016 um 18:41
In Antwort auf glynis_12114058

Weshalb verzweifelt?
Hi,

zu aller erst: "Kann mir vielleicht jemand ein Tipp geben wie ich weitermachen soll oder überhaupt noch weitermach soll ??...."

Da ich bisher überhaupt keinen Grund erkennen kann, weshalb du nicht mehr weiter machen solltest, lautet die Antwort: Ja, mach natürlich weiter!

Darf man fragen, wie lange es dir schon so geht?
Wie lange hast du schon diese Gedanken?
Was hat dich deiner Meinung nach dazu gebracht, so etwas zu denken?
Was ist passiert?
Weshalb bist du in die geschlossene Einrichtung gekommen?

Verzweifelt
Es geht mir schon eine weile so...mehr als 4 Jahre.
Selbstmord war und ist immer ein Thema für mich.
Eigentlich will ich ja weiterleben, aber es gibt so viele Rückschläge für mich, meine Familie ist das totale Chaos meine Eltern haben sich vor kurzem räumlich getrennt was mir eigentich recht ist aber trotzdem bin ich nicht Glücklich damit..
Mein Bruder ist das totale perfekte Kind im Gegensatz zu mir, was immer er tut wie er es macht ist es super und das kotzt mich einfach nur noch an!!!!!!!

Ich habe schon zwei Ausbildungen abgebrochen wegen Mobbing.. Immer bin ich nicht gut genug egal was ich tue oder mache.. Bei meiner zweiten Ausbildung war ich einfach am Ende meiner kräfte und nerven und hatte mich entschlossen mein Leben zu nehmen, aber habe es dann doch nicht gemacht / geschafft und bin dadurch in eine geschlossene Einrichtung geraten.

Und ich habe keine kraft zur Zeit einfach für nichts Kraft ich bin Arbeitslos ich habe einfach keine aussicht auf gar nichts... deshalb weiss ich nicht ob ich weitermachen soll

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3. Februar 2016 um 19:31
In Antwort auf axelle_12926152

Sprich bitte mit einem Arzt
und zwar schnell. Erkläre deine Situation. Er wird dir helfen, eine Entscheidung zu treffen, was du als nächstes tun kannst.

Verzweifelt
Ich bin ja zurzeit in psychologischer-Behandlung, klar kann ich da alles besprechen meine Sorgen wie Gedanken..
Alles was Sie sagen ist ich soll einfach mir Zeit nehmen und abwarten; aber ich will nicht mehr warten aus was ?? ich weiss alles kommt in Ordnung, aber wie lange geht das noch so weiter einfach da sitzen und nichts tun ich will das nicht mehr, verstehst du ?

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3. Februar 2016 um 22:12
In Antwort auf earl_12066418

Verzweifelt
Ich bin ja zurzeit in psychologischer-Behandlung, klar kann ich da alles besprechen meine Sorgen wie Gedanken..
Alles was Sie sagen ist ich soll einfach mir Zeit nehmen und abwarten; aber ich will nicht mehr warten aus was ?? ich weiss alles kommt in Ordnung, aber wie lange geht das noch so weiter einfach da sitzen und nichts tun ich will das nicht mehr, verstehst du ?

Verzweifelt
Es ist richtig, dass du Zeit brauchst. Niemand kann den Schalter im Hirn von jetzt auf gleich umlegen, so dass plötzlich alles gut ist. Das ist einfach nicht machbar, so schön es vielleicht auch wäre. Und deshalb haben die Ärzte auch Recht damit, dass du Zeit brauchst, bis sich etwas verändert.

Das was du geschildert hast, ist wirklich nicht schön. Wie alt bist du denn, wenn man fragen darf?
So wie es klingt, liegt der Fehler nicht an dir liebe lolalife1. Es ist vermutlich die Art und Weise, wie dich deine Familie und dein Umfeld behandelt hat, was dich an diesen Punkt gebracht hat.

Bleib bei deiner Therapie. Vielleicht wäre ein statioänerer Aufenthalt außerhalb deines Umfelds gut. So eine Art "Kur", um da mal eine Zeit lang raus zu kommen. Sprich mal deinen Therapeuten auf eine stationäre Kur an und mach ihm klar, wie es um dich steht. Sag ihm offen, dass du genau diese Gedanken hast und etwas tun möchtest.

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4. Februar 2016 um 11:13

Weitermachen
Ist der Schlüssel zum Erfolg.

Ich habe auch solche Gedanken wie du beschrieben hast.

Evtl hilft es dir kleine Ziele für die Zukunft zu setzten. Bei mir ist das zB so, wenn ich etwas vornehme und es dann nicht schaffe, zieht das nur weiter runter. Deswegen das große Ziel in kleinere Teile zerlegen und die abschließen

Wenn es wirklich nicht mehr gehen sollte, dann geh bitte zum Arzt und dann bekommst du sicher tabletten damit du wieder ruhig schlafen und vor allem abschalten kannst.

Lolalife, du schaffst das ok?
Take my Energy

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4. Februar 2016 um 13:46
In Antwort auf earl_12066418

Verzweifelt
Ich bin ja zurzeit in psychologischer-Behandlung, klar kann ich da alles besprechen meine Sorgen wie Gedanken..
Alles was Sie sagen ist ich soll einfach mir Zeit nehmen und abwarten; aber ich will nicht mehr warten aus was ?? ich weiss alles kommt in Ordnung, aber wie lange geht das noch so weiter einfach da sitzen und nichts tun ich will das nicht mehr, verstehst du ?

Geduld
ist leider sehr wichtig bei psychischen Problemen.

Hast du deinen Aufenthalt in der geschlossenen Einrichtung mit deinem Psychologen thematisiert im Bezug auf dein Selbstbild? Das Verarbeiten und Loslassen ist immens wichtig, wenn du vorwärts kommen willst.

Vielleicht wäre es ja für dich auch gut, noch einmal bewusst die Entscheidung zu einem stationären Aufenthalt zu treffen und dir bewusst diese Auszeit aus dem Alltag zu gönnen.

Ich habe übrigens bei meinem stationären Aufenthalt (akut, eine schreckliche Erfahrung, die ich noch mühsam verarbeite, die mir aber auch sehr viel gegeben hat und deshalb auch eine sehr gute Erfahrung war) grundlegende Dinge in meinem Leben geändert. Unter anderem habe ich es geschafft, mich mit Hilfe der Therapeuten von meinem alten Leben zu lösen und umzuziehen. Dabei habe ich beruflich einen Einschnitt hingenommen und im Anschluss an den Klinikaufenthalt noch eine lange Krankschreibung erhalten, sodass ich erst einmal im Haushalt klar gekommen bin, mir sogar Freizeitbeschäftigungen zugelegt habe. Erst dann bin ich weiter gegangen.

Zur Geduld noch: versuche zu sehen, wie lange du in die Erkrankung reingerutscht bist. Das hat bestimmt auch lange gedauert. Gib dir mindestens die doppelte Zeit, um dich zu erholen. (Vergleich Beinbruch: eine sehr kurze Zeit, um ihn zu bekommen, aber da würdest du ja auch nicht zwei Minuten nach Diagnose und Gips wieder rumrennen wollen).

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5. Februar 2016 um 1:15
In Antwort auf sommer_12764947

Weitermachen
Ist der Schlüssel zum Erfolg.

Ich habe auch solche Gedanken wie du beschrieben hast.

Evtl hilft es dir kleine Ziele für die Zukunft zu setzten. Bei mir ist das zB so, wenn ich etwas vornehme und es dann nicht schaffe, zieht das nur weiter runter. Deswegen das große Ziel in kleinere Teile zerlegen und die abschließen

Wenn es wirklich nicht mehr gehen sollte, dann geh bitte zum Arzt und dann bekommst du sicher tabletten damit du wieder ruhig schlafen und vor allem abschalten kannst.

Lolalife, du schaffst das ok?
Take my Energy

Verzweifelt
Danke das echt nett von Dir.
Ich versuche schon meine Ziele die ich habe Stück für Stück zu erreichen, aber ich kann diese eine Gefühl nicht erklären das mich sehr nachdenklich stimmt und die Angst dann gross ist das ich es nicht schaffen könnte, verstehst du ?

Ich habe Schlaftabletten nur die machen einer bestimmten Einnahmezeit abhängig so das ich dann nicht mehr ohne kann und das ist auch nicht die Lösung auf ewig..

Ich versuche es, Sebastian! Danke!!

Kann ich Dich fragen da du selber mal solche Gedanken hattest..
Wie hast du weitergemacht, oder besser gesagt was hat Dir die Kraft gegeben weiterzumachen ?
Oder wie gehst du mit solchen Gedanken um ?

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5. Februar 2016 um 1:28
In Antwort auf axelle_12926152

Geduld
ist leider sehr wichtig bei psychischen Problemen.

Hast du deinen Aufenthalt in der geschlossenen Einrichtung mit deinem Psychologen thematisiert im Bezug auf dein Selbstbild? Das Verarbeiten und Loslassen ist immens wichtig, wenn du vorwärts kommen willst.

Vielleicht wäre es ja für dich auch gut, noch einmal bewusst die Entscheidung zu einem stationären Aufenthalt zu treffen und dir bewusst diese Auszeit aus dem Alltag zu gönnen.

Ich habe übrigens bei meinem stationären Aufenthalt (akut, eine schreckliche Erfahrung, die ich noch mühsam verarbeite, die mir aber auch sehr viel gegeben hat und deshalb auch eine sehr gute Erfahrung war) grundlegende Dinge in meinem Leben geändert. Unter anderem habe ich es geschafft, mich mit Hilfe der Therapeuten von meinem alten Leben zu lösen und umzuziehen. Dabei habe ich beruflich einen Einschnitt hingenommen und im Anschluss an den Klinikaufenthalt noch eine lange Krankschreibung erhalten, sodass ich erst einmal im Haushalt klar gekommen bin, mir sogar Freizeitbeschäftigungen zugelegt habe. Erst dann bin ich weiter gegangen.

Zur Geduld noch: versuche zu sehen, wie lange du in die Erkrankung reingerutscht bist. Das hat bestimmt auch lange gedauert. Gib dir mindestens die doppelte Zeit, um dich zu erholen. (Vergleich Beinbruch: eine sehr kurze Zeit, um ihn zu bekommen, aber da würdest du ja auch nicht zwei Minuten nach Diagnose und Gips wieder rumrennen wollen).

Geduld
Durch meinen Selbstmordversuch musste ich dann in diese Einrichtung..
Aber ich muss ganz ehrlich ich bon froh bin ich da raus!! Das war die schlimmste Zeit meines Lebens, ich kann nicht mehr in diese Einrichtung zurück. (will es auch nicht mehr)
Was ich mit meiner Therapeutin besprochen habe ist in eine Tagesklinik zu gehen, da könnte ich Arbeiten habe alles was ich brauche auch Therapeuten und Ärzte, Und ich kann dann auch nach Hause am Abend..
Das klingt ja super, aber trotzdem habe ich Angst und ich weiss nicht warum

Daanke!!

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5. Februar 2016 um 1:36
In Antwort auf glynis_12114058

Verzweifelt
Es ist richtig, dass du Zeit brauchst. Niemand kann den Schalter im Hirn von jetzt auf gleich umlegen, so dass plötzlich alles gut ist. Das ist einfach nicht machbar, so schön es vielleicht auch wäre. Und deshalb haben die Ärzte auch Recht damit, dass du Zeit brauchst, bis sich etwas verändert.

Das was du geschildert hast, ist wirklich nicht schön. Wie alt bist du denn, wenn man fragen darf?
So wie es klingt, liegt der Fehler nicht an dir liebe lolalife1. Es ist vermutlich die Art und Weise, wie dich deine Familie und dein Umfeld behandelt hat, was dich an diesen Punkt gebracht hat.

Bleib bei deiner Therapie. Vielleicht wäre ein statioänerer Aufenthalt außerhalb deines Umfelds gut. So eine Art "Kur", um da mal eine Zeit lang raus zu kommen. Sprich mal deinen Therapeuten auf eine stationäre Kur an und mach ihm klar, wie es um dich steht. Sag ihm offen, dass du genau diese Gedanken hast und etwas tun möchtest.

Geduld
Ich hatte es nicht immer einfach mit meiner Familie ...
Egal, es ist einfach dadurch sehr viel vertrauen zu Ihen verloren gegangen und es ist für mich einfach sehr schwer Ihnen alles das zu erklären was in diesen Jahren in mir vorgegangen ist.. Klar Liebe ich Sie, es ist meine Familie trotz alledem kann ich Ihnen nicht alles verzeihen was geschehen ist... Sie machen sich sehr viele Vorwürfe (warum haben wir das nicht bemerkt), ich kann Ihnen nicht einmal sagen das stimmt nicht weil es einfach dazu beigetragen hat was alles geschehen ist in den letzten Jahren!!

Ich war für eine kurze Zeit ausgezogen zu meinem Freund, klar konnte ich Abstand nehmen von Ihnen. Und trotzdem ist es keine lösung

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5. Februar 2016 um 8:08
In Antwort auf earl_12066418

Geduld
Durch meinen Selbstmordversuch musste ich dann in diese Einrichtung..
Aber ich muss ganz ehrlich ich bon froh bin ich da raus!! Das war die schlimmste Zeit meines Lebens, ich kann nicht mehr in diese Einrichtung zurück. (will es auch nicht mehr)
Was ich mit meiner Therapeutin besprochen habe ist in eine Tagesklinik zu gehen, da könnte ich Arbeiten habe alles was ich brauche auch Therapeuten und Ärzte, Und ich kann dann auch nach Hause am Abend..
Das klingt ja super, aber trotzdem habe ich Angst und ich weiss nicht warum

Daanke!!

Tagesklinik
Das ist eine großartige Idee!
Nimm das Angebot an. Wenn du dich gar nicht wohl fühlst, kannst du jederzeit noch abbrechen, aber es ist ein Versuch. Außerdem ist es in einer Gruppe mit Menschen, die ähnlich fühlen, viel schöner
Da bist du nicht alleine als Außenseiter unter "normalen", sondern ihr bestimmt, was normal ist. Das tut unendlich gut!

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5. Februar 2016 um 10:19
In Antwort auf earl_12066418

Verzweifelt
Danke das echt nett von Dir.
Ich versuche schon meine Ziele die ich habe Stück für Stück zu erreichen, aber ich kann diese eine Gefühl nicht erklären das mich sehr nachdenklich stimmt und die Angst dann gross ist das ich es nicht schaffen könnte, verstehst du ?

Ich habe Schlaftabletten nur die machen einer bestimmten Einnahmezeit abhängig so das ich dann nicht mehr ohne kann und das ist auch nicht die Lösung auf ewig..

Ich versuche es, Sebastian! Danke!!

Kann ich Dich fragen da du selber mal solche Gedanken hattest..
Wie hast du weitergemacht, oder besser gesagt was hat Dir die Kraft gegeben weiterzumachen ?
Oder wie gehst du mit solchen Gedanken um ?

Lolalife
Ja klar darfst du das fragen, hehe.

Zuerstmal wegen deinen Gefühlen bzgl der Ziele. War/ist komischerweise auch ähnlich bei mir. Du brauchst wieder Selbstvertrauen. Ich denke dann fühlst du dich auch besser und das mindert vll das Gefühl. Ich hab zB mit Sport angefangen, das powert einen zwar aus aber nach ner Zeit fühlt man sich viel wohler.

Und wegen schlaftabletten, ja das stimmt natürlich, ich bin eig jemand der tabletten hasst^^ aber ich denke schon, dass die im Moment sinnvoll sind.

Wie ich weiter gemacht habe bzw was mir die Kraft gegeben hat? Das waren glaube ich ein Mix aus mehreren Dingen, einmal Musik, ich kann das nur schwer beschreiben, aber seit ich diese Gedanken habe "verliebe" ich mich immer in bestimmte Songs, in denen ich Teile von meinem Leben erkenne oder die über solche Gefühle viel aussagen. Der Andere Punkt hatte mit jemand sehr nettes zu tun, zu der ich den Kontakt abgebrochen habe um mich zu schützen.

Naja und wie ich mit den Gedanken umgehe? Liege manchmal Tagelang im Bett und höre Musik über das Wochenende^^. Ich versuche sie so gut es geht zu verdrängen, aber wenn sie da sind brauch ich musik um sie zu vergessen :P

Ich hoffe das hilft dir ein wenig, auch wenn es sehr auf mich bezogen war^^

Glaub mir, es ist es nicht Wert sich das Leben zu nehmen. Ich nehme mal an du bist noch jung und auch wenn du das öfters hörst: "Das Leben hat noch so viel zu bieten"

Lg
Sebastian

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