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Verwirklicht ihr eure Träume?

21. Juli um 15:39 Letzte Antwort: 28. Juli um 14:50

Hallo zusammen,

ich habe schon seit ich klein bin den Wunsch, in einer Tierarztpraxis zu arbeiten. Mittlerweile bin ich 25 und habe eine abgeschlossene Ausbildung als Bürokauffrau und arbeite seit der Ausbildung im Büro. 

Ich mache meinen Job gerne und verdiene damit auch gut Geld, merke aber, dass es mich immer unglücklicher macht, nur an meinen Traum zu denken und ihn nicht zu verwirklichen. Das führt auch dazu, dass mich meine Arbeit immer mehr langweilt, obwohl sie mir ja eigentlich gefällt und auch im Privatleben werde ich unausgeglichener. 

Jetzt meine Frage an euch:
Was habt ihr diesbezüglich für eine Einstellung? Gibt es hier Menschen, die alles hingeworfen haben und ihren Traum gelebt haben, neu angefangen haben und jetzt froh darüber sind? Oder gibt es hier mehr Menschen die daran gescheitert sind und doch lieber ihrer sicheren Arbeit nachgehen?

ich freue mich auf eure Erfahrungen!

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21. Juli um 16:36

Ich habe drei  Berufsausbildungen (Studium, Ausbildung, die mit den Firmen der Eltern zusammenhängt, Hobby, das ich zum Beruf gemacht habe), mittlerweile sogar vier, wobei zwei (Studium und darauf aufbauender Universitätslehrgang) aus verwandten Gebieten stammen und die eine auf die andere aufbaut. Dann habe ich noch ein Interessensgebiet, von dem ich mich auch immer wieder frage, ob ich auf diesem auch einmal zu arbeiten versuchen sollte. Aber ich glaube, das werde ich lassen, weil es finanziell nicht rentabel wäre, vermute ich.  

Also, ja, ich habe es getan. Einen Job habe ich selbst aufgegeben, weil er mich nicht erfüllt hat (Geschäft der Eltern). Im anderen Beruf konnte ich finanziell nicht ausreichend Fuß fassen (Hobby, das zum Beruf gemacht wurde, wird aber immer eine Begeisterung bleiben). Nun arbeite ich auf dem Gebiet meiner Studienausbildung, allerdings mehr auf jenem der nachgelegten Ausbildung, die mir erhebliche Vorteile einbringt. Davor war mein Studiengebiet mehr Nebenjob gewesen, während ich hauptberuflich mein Hobby unterrichtete. Ich bin derzeit beruflich sehr glücklich, weil ich im In- und Ausland arbeiten kann und in sehr unterschiedliche Richtungen gehen kann, war es aber auch im anderen Job, den ich aus finanziellen Gründen aufgeben musste. Obwohl ich deiner Definition zufolge in einem Beruf gescheitert bin, weil ich es nicht schaffte, dauerhaft davon leben zu können, bereue ich nichts, weil alles interessant und lehrreich war, weil die Arbeit, solange es funktionierte sehr viel Spaß machte, weil man an jeder Arbeitsstelle und in jedem Beruf etwas lernt und weil die unterschiedlichen Berufsbilder mir so viele Facetten des Lebens eröffnet haben. Man lernt durch unterschiedliche berufliche Erfahrungen so viel über sich, andere, übers Leben. Ich schließe auch nicht aus, dass ich mich beruflich noch einmal verändere. 

Bedenke aber, dass in einer Tierarztpraxis vermutlich auch am Abend und am Wochenende arbeiten müsstest. Mir würde das nichts ausmachen, aber wenn man einen Bürojob gewohnt ist, schätzt man vielleicht seine geregelten Arbeitszeiten. 

Wenn du das Ganze berufsbegleitend verwirklichen kannst oder genug Ersparnisse hast, um eine Ausbildung nachzulegen, so würde ich dir auf jedenfall zum Erfahrungs- und Lernzuwachs raten. Oft ergibt das eine das andere und es tun sich ganz neue Türen und Perspektiven auf, von denen man nie erfahren hätte, wenn man den ersten Schritt nicht gewagt hätte. 

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21. Juli um 21:10

Warum bist du nicht gleich in diesen Bereich gegangen, sondern in einem Büro gelandet?

Vielleicht gibt dir die Antwort auf diese Frage, auch die Antwort auf deine aktuelle!?

 

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21. Juli um 22:29
In Antwort auf bissfest

Ich habe drei  Berufsausbildungen (Studium, Ausbildung, die mit den Firmen der Eltern zusammenhängt, Hobby, das ich zum Beruf gemacht habe), mittlerweile sogar vier, wobei zwei (Studium und darauf aufbauender Universitätslehrgang) aus verwandten Gebieten stammen und die eine auf die andere aufbaut. Dann habe ich noch ein Interessensgebiet, von dem ich mich auch immer wieder frage, ob ich auf diesem auch einmal zu arbeiten versuchen sollte. Aber ich glaube, das werde ich lassen, weil es finanziell nicht rentabel wäre, vermute ich.  

Also, ja, ich habe es getan. Einen Job habe ich selbst aufgegeben, weil er mich nicht erfüllt hat (Geschäft der Eltern). Im anderen Beruf konnte ich finanziell nicht ausreichend Fuß fassen (Hobby, das zum Beruf gemacht wurde, wird aber immer eine Begeisterung bleiben). Nun arbeite ich auf dem Gebiet meiner Studienausbildung, allerdings mehr auf jenem der nachgelegten Ausbildung, die mir erhebliche Vorteile einbringt. Davor war mein Studiengebiet mehr Nebenjob gewesen, während ich hauptberuflich mein Hobby unterrichtete. Ich bin derzeit beruflich sehr glücklich, weil ich im In- und Ausland arbeiten kann und in sehr unterschiedliche Richtungen gehen kann, war es aber auch im anderen Job, den ich aus finanziellen Gründen aufgeben musste. Obwohl ich deiner Definition zufolge in einem Beruf gescheitert bin, weil ich es nicht schaffte, dauerhaft davon leben zu können, bereue ich nichts, weil alles interessant und lehrreich war, weil die Arbeit, solange es funktionierte sehr viel Spaß machte, weil man an jeder Arbeitsstelle und in jedem Beruf etwas lernt und weil die unterschiedlichen Berufsbilder mir so viele Facetten des Lebens eröffnet haben. Man lernt durch unterschiedliche berufliche Erfahrungen so viel über sich, andere, übers Leben. Ich schließe auch nicht aus, dass ich mich beruflich noch einmal verändere. 

Bedenke aber, dass in einer Tierarztpraxis vermutlich auch am Abend und am Wochenende arbeiten müsstest. Mir würde das nichts ausmachen, aber wenn man einen Bürojob gewohnt ist, schätzt man vielleicht seine geregelten Arbeitszeiten. 

Wenn du das Ganze berufsbegleitend verwirklichen kannst oder genug Ersparnisse hast, um eine Ausbildung nachzulegen, so würde ich dir auf jedenfall zum Erfahrungs- und Lernzuwachs raten. Oft ergibt das eine das andere und es tun sich ganz neue Türen und Perspektiven auf, von denen man nie erfahren hätte, wenn man den ersten Schritt nicht gewagt hätte. 

Vielen Dank für deine Antwort! Das ist so wunderschön zu hören und freut mich wirklich sehr für dich! 

Die Arbeitszeiten würden mich nicht stören. 

Ich bin jetzt noch motivierter!

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21. Juli um 22:32
In Antwort auf schnuckweidev

Warum bist du nicht gleich in diesen Bereich gegangen, sondern in einem Büro gelandet?

Vielleicht gibt dir die Antwort auf diese Frage, auch die Antwort auf deine aktuelle!?

 

Ich habe mich damals schon in der Oberschule angemeldet, um zu studieren. Dann meinten Eltern und allgemein die Familie "mach doch eine Ausbildung, dann verdienst du Geld und hast was sicheres" und hab mich dann beworben und war dann letztendlich dort. 

Ausbilding abbrechen war nicht, da es sich nicht gut macht. 

Der Zug mit einem Studium ist leider abgefahren. Aber der Traum, mit Tieren zu arbeiten ist geblieben. 

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22. Juli um 7:44
In Antwort auf frenchy

Hallo zusammen,

ich habe schon seit ich klein bin den Wunsch, in einer Tierarztpraxis zu arbeiten. Mittlerweile bin ich 25 und habe eine abgeschlossene Ausbildung als Bürokauffrau und arbeite seit der Ausbildung im Büro. 

Ich mache meinen Job gerne und verdiene damit auch gut Geld, merke aber, dass es mich immer unglücklicher macht, nur an meinen Traum zu denken und ihn nicht zu verwirklichen. Das führt auch dazu, dass mich meine Arbeit immer mehr langweilt, obwohl sie mir ja eigentlich gefällt und auch im Privatleben werde ich unausgeglichener. 

Jetzt meine Frage an euch:
Was habt ihr diesbezüglich für eine Einstellung? Gibt es hier Menschen, die alles hingeworfen haben und ihren Traum gelebt haben, neu angefangen haben und jetzt froh darüber sind? Oder gibt es hier mehr Menschen die daran gescheitert sind und doch lieber ihrer sicheren Arbeit nachgehen?

ich freue mich auf eure Erfahrungen!

früher oft - ging auch manchmal gut

heute - kommt sehr darauf an. Mal eben "alles hinwerfen" geht nun mal nicht mehr, wenn man Familie und Verantwortung für andere hat.

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27. Juli um 8:53
In Antwort auf frenchy

Hallo zusammen,

ich habe schon seit ich klein bin den Wunsch, in einer Tierarztpraxis zu arbeiten. Mittlerweile bin ich 25 und habe eine abgeschlossene Ausbildung als Bürokauffrau und arbeite seit der Ausbildung im Büro. 

Ich mache meinen Job gerne und verdiene damit auch gut Geld, merke aber, dass es mich immer unglücklicher macht, nur an meinen Traum zu denken und ihn nicht zu verwirklichen. Das führt auch dazu, dass mich meine Arbeit immer mehr langweilt, obwohl sie mir ja eigentlich gefällt und auch im Privatleben werde ich unausgeglichener. 

Jetzt meine Frage an euch:
Was habt ihr diesbezüglich für eine Einstellung? Gibt es hier Menschen, die alles hingeworfen haben und ihren Traum gelebt haben, neu angefangen haben und jetzt froh darüber sind? Oder gibt es hier mehr Menschen die daran gescheitert sind und doch lieber ihrer sicheren Arbeit nachgehen?

ich freue mich auf eure Erfahrungen!

Hallo,

mein Traum zeigte sich erst relativ spät. Es gab einen ganz großen Umbruch in meinem Leben und mir war klar, jetzt oder nie. So bin ich im Prinzip bei Null gestartet. Dieser Weg war nicht einfach, weil ich keinerlei Vorkenntnisse besaß und mich Stück für Stück annähern musst. Bereut habe ich bisher nichts, ich fühle mich motiviert, glücklich und zufrieden, und ich sehr gespannt, wohin die Reise gehen wird, denn ich bin noch nicht am Ende angekommen. 

Mach es! 

LG Sis

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28. Juli um 14:50
In Antwort auf frenchy

Hallo zusammen,

ich habe schon seit ich klein bin den Wunsch, in einer Tierarztpraxis zu arbeiten. Mittlerweile bin ich 25 und habe eine abgeschlossene Ausbildung als Bürokauffrau und arbeite seit der Ausbildung im Büro. 

Ich mache meinen Job gerne und verdiene damit auch gut Geld, merke aber, dass es mich immer unglücklicher macht, nur an meinen Traum zu denken und ihn nicht zu verwirklichen. Das führt auch dazu, dass mich meine Arbeit immer mehr langweilt, obwohl sie mir ja eigentlich gefällt und auch im Privatleben werde ich unausgeglichener. 

Jetzt meine Frage an euch:
Was habt ihr diesbezüglich für eine Einstellung? Gibt es hier Menschen, die alles hingeworfen haben und ihren Traum gelebt haben, neu angefangen haben und jetzt froh darüber sind? Oder gibt es hier mehr Menschen die daran gescheitert sind und doch lieber ihrer sicheren Arbeit nachgehen?

ich freue mich auf eure Erfahrungen!

Hallo,
das ist ein Thema, das wahrscheinlich viele Menschen betrifft. Auf der einen Seite haben wir das Bedürfnis nach Sicherheit, auf der anderen Seite eben auch das Bedürfnis nach "Stimulanz", also Freude - in diesem Fall an der Arbeit. Wovon ich persönlich abraten würde ist es, alles hinzuwerfen, um deinen Traum zu erfüllen. Ich empfehle immer mehrere Schritte:
erstens solltest du dir klar darüber sein, was du wirklich willst (das scheinst du zu wissen).
Zweitens solltest du überlegen, wo du momentan stehst bzw. was du benötigst, um deinen Traum zu erfüllen (Bestandsaufnahme).
Und drittens ist es wichtig, dir dann Ziele zu setzen und den Weg dorthin zu planen. 
Ich bin gerade dabei, genau zu diesem Thema ein paar Videos zu drehen. Ein erstes habe ich schon erstellt. Wenn du willst, lade ich dich herzlich dazu ein, mal reinzuschauen (ich hoffe, es ist ok, wenn ich den link hier poste). Ich wünsche dir jedenfalls ganz viel Erfolg und die richtigen Entscheidungen auf deinem weiteren Weg. 

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