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Versagensängste und das Verarbeiten eigener Fehler

24. April 2012 um 19:53

Hallo allerseits,

wenn ich mich hier so durchs Forum lese, bin ich gleichzeitig beunruhigt und doch beruhigt, wie viele Menschen mit psychischen Problemen zu kämpfen haben... Vielleicht kennt ja jemand mein Problem und kann mir weiterhelfen...

Ich habe bereits seit meiner Kindheit massive Versagensängste und setze mich stetig selbst unter Druck alles eigenständig und perfekt schaffen zu müssen. Dass das nicht geht dürfte wohl jedem klar sein. Natürlich bleibt das nicht ohne Folgen. Atemnot, Colitis Ulcerosa und seit kurzem soagr Panikattacken signalisieren mir deutlich, dass es so nicht weiter gehen kann. Im privaten Bereich geleingt es mir langsam einigermaßen den Stresslevel auf einem unbedenklichen Maß zu halten. Im Job allerdings überhaupt nicht. Durch den steten Drang zum Erfolg, habe ich mir eine wirklich gute Position mit viel Verantwortung erarbeitet, obwohl ich noch nicht mal 30 bin. Ich weiß, dass die Erwartungen die ich an mich stelle weit über dem liegen, was meine Arbeitgeber erwarten und trotzdem gelingt es mir nicht, sie herunter zu schrauben. Am Wochenende kam es nun wie es kommen musste, durch den massoiven Stress den ich mir wegen einer bevorstehenden Veranstaltung machte, unterlief mir ein gravierender Fehler. Dieser nagt nun bereits seit 3 Tagen an mir (obwohl eigentlich alles geklärt ist) und zog nun heute durch die mentale Belastung einen weiteren nach sich (Termin verpasst)...

Ich denke schon, dass ich es irgendwie schaffen kann, meine Erwartungen herabzusetzen, hat ja privat auch geklappt, aber ich habe beim besten Willen keine Ahnung, wie ich lernen kann meine eigenen Fehler zu verarbeiten, ohne gleich das nächste Magengeschwür zu züchten oder in die Depression abzurutschen...

Habt jemand 'nen guten Tipp für mich? Psychotherapie hab ich durchaus schon in Erwägung gezogen, aber selbst wenn ich morgen die Überweisung hätte bekäme ich bei uns frühestens in 'nem halben Jahr 'nen Termin...

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25. April 2012 um 9:59

Hallo,
ich denke, du bist auf einem guten Weg, denn einerseits bist du sehr reflektiert, was dein Handeln und Denken angeht und andererseits hast du ja schon selbst Besserungen geschafft!

Ich empfehle dir, den Termin beim Therapeuten zu machen. Denn entweder du schaffst es in der Zwischenzeit allein - dann sagst du den Termin einfach wieder ab oder du bist in nem halben Jahr noch nicht zufrieden mit der Situation, sodass du die professionelle Hilfe durchaus in Anspruch nehmen kannst.

Leider kann ich aus deinen Schilderungen noch nicht genau erkennen, was deinen Job so stressig macht bzw. was du alles tust, sodass es zu viel wird.
Was genau hast du im Privaten verändert? Könntest du das teilweise auf den Job übertragen? Hängt der Stress eventuell auch damit zusammen, dass du alles allein machen willst (Kontrolle behalten), obwohl du Mitarbeiter hättest, an die du Arbeit abgeben könntest?

Viele Grüße, Phenyce

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26. April 2012 um 9:12

Was soll
diese unnütze Werbung hier?

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29. April 2012 um 23:04
In Antwort auf jagoda_12327952

Hallo,
ich denke, du bist auf einem guten Weg, denn einerseits bist du sehr reflektiert, was dein Handeln und Denken angeht und andererseits hast du ja schon selbst Besserungen geschafft!

Ich empfehle dir, den Termin beim Therapeuten zu machen. Denn entweder du schaffst es in der Zwischenzeit allein - dann sagst du den Termin einfach wieder ab oder du bist in nem halben Jahr noch nicht zufrieden mit der Situation, sodass du die professionelle Hilfe durchaus in Anspruch nehmen kannst.

Leider kann ich aus deinen Schilderungen noch nicht genau erkennen, was deinen Job so stressig macht bzw. was du alles tust, sodass es zu viel wird.
Was genau hast du im Privaten verändert? Könntest du das teilweise auf den Job übertragen? Hängt der Stress eventuell auch damit zusammen, dass du alles allein machen willst (Kontrolle behalten), obwohl du Mitarbeiter hättest, an die du Arbeit abgeben könntest?

Viele Grüße, Phenyce

...
Hallo,

komisch, ich dachte ich hätte schon geantwortet, war wohl ein Übertragungsfehler... Ja, das Kontrollthema ist bei mir sehr vorherrschend und es fällt mir sehr schwer davon loszukommen. Im privaten Bereich habe ich angefangen meine Ansprüche herabzusetzen, das fällt mir im Job aber unheimlich schwer, da ja immer unterschwellig sie Angst da ist, den Job zu verlieren wenn man versagt...

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30. April 2012 um 15:40
In Antwort auf braith_12115370

...
Hallo,

komisch, ich dachte ich hätte schon geantwortet, war wohl ein Übertragungsfehler... Ja, das Kontrollthema ist bei mir sehr vorherrschend und es fällt mir sehr schwer davon loszukommen. Im privaten Bereich habe ich angefangen meine Ansprüche herabzusetzen, das fällt mir im Job aber unheimlich schwer, da ja immer unterschwellig sie Angst da ist, den Job zu verlieren wenn man versagt...

Hallo,
versuche es in kleinen Schritten.
Überlege mal eine Sache, die nicht ganz so wichtig ist und die du dann doch mal abgeben könntest. Überlege dir auch konkret, welche negativen Konsequenzen du erwartest, falls diese Sache nicht zufriedenstellend laufen würde.
Warte ab, wie es läuft. Wenn es gut läuft, umso besser. Wenn es Probleme gibt, schau, ob deine erwarteten Konsequenzen eintreten oder nicht. Falls es nicht so schlimm bei deinen Vorgesetzten ankommt, wie du dachtest, dann kannst du doch eher mal die Gefahr eingehen, diese Dinge anderen Mitarbeitern zu geben, oder?

Also wichtig ist, dass du in kleinen Schritten anfängst und nach und nach könntest du dir immer mehr Entlastung schaffen.
Probier es mal aus!

Viel Erfolg, Phenyce

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