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Verlustangst mit akuten körperlichen Auswirkungen

23. April 2016 um 22:48

Hallo zusammen. Ich bin weiblich und 25 Jahre alt. Seit 4 Jahren kämpfe ich, wie ich nun seit ein paar Monaten weiß, mit massiver Verlustangst. Es fing an mit nem Vermieterstreit über Anwalt. Meine Symptome wurden damals ausgelöst sobald es um die Vermieterin ging. Eingegangener Anwaltsbrief, zufällige Begegnung. Symptome waren immer sofort akut: Gedankenkreisen was alles schlimmes passieren kann wenn sie vor Gericht mit ihren Lügen durch kommt usw.das schlimmste waren dann immer die körperlichen Beschwerden: sofort Herzrasen, Übelkeit, Husten mit Brechreiz, Schweißausbrüche, Durchfall, Erbrechen und Schüttelfrost. Oft bis in die Nacht durch und am nächsten früh noch. Bekam damals Trimipramin aber die benebelten noch extrem das ich die nur sehr sehr ungern genommen habe zumal ich ja im Arbeitsverhältnis stand und stehe.
Das besserte sich erst als mein Freund alle Briefe abgefangen hatte und alles für mich geklärt hat. Das Thema ist auch seit Dezember erledigt das Gerichtsurteil kam uns zu Gute damit kann ich nun anschließen.
Allerdings habe ich seit ca. einem Jahr extreme Verlustangst gegenüber meinen Hunden. Ich muss dazu sagen wir haben insgesamt 6 und ich liebe sie über alles wie meine Kinder. (Habe noch kein Kind)
Meine eine Hündin erlitt mit 5 Monaten im Februar 2015 einen anaphylaktischen Schock und kollabierte während der Fahrt zum TA im Auto. 5 Minuten später beim Tierarzt und sie wäre gestorben.
Seither reagiere ich auf jede Kleinigkeit massivst. Nicht täglich aber manchmal scheine ich extrem anfällig zu sein da muss mein Hund nur mal Durchfall haben oder brechen oder komisch zittern oder ich denke er hat Fieber oder sonstiges. Oftmals habe ich dann einen Zwang zu recherchieren was die Ursache der Symptome ist und fixieren mich unfreiwillig auf die schlimmsten meist tödlichen Krankheiten. Dann geht es wieder los mir wird schlecht, und ich bekomme sofort Durchfall und Schüttelfrost. Ich muss mich dann ganz extrem konzentrieren mich irgendwie von den Gedanken zu befreien und meist muss ich mich schlafen legen damit ich sie irgendwie los werde. Das ganze hatte ich zeitweise fast täglich und immer abends. Damals hab ich auch viele Energydrinks getrunken seit dem ich die weh lasse kommt es nur noch 1 max. 2 die Woche vor. Teilweise hab ich ein bisschen gelernt auf den ersten falschen Gedanken richtig zu reagieren sodass es nicht weiter geht aber eher unbewusst ich weiß nicht wie ich das manchmal hinkriege zu unterdrücken.
Es belastet mich sehr und auch meinen Partner auch unser Sexualleben ist seither sehr schwach (alle 6-8 Wochen Sex) das macht auch die Beziehung schwierig weil ich so früher nie eingeschränkt war.
Auch tägliche Zwängen verfolgen mich. Ich kontrolliere sämtliche abzuschließende Türen 3-5x bevor ich gehe weil es ja sein könnte ich habe vergessen abzuschließen und meine Hunde könnten ja während ich arbeite abhauen und überfahren werden oder sonst irgendwas schlimmes... Mittlerweile habe ich sogar eine Überwachungskamera im Hundezimmer wo ich live reinsxhalten kann...
Ich möchte auch gerne Hilfe von einem Psychologen weil ich das so nicht mehr lange packe mein ganzes Leben wird dadurch regiert und ich lebe nur noch dahin kann nichts mehr genießen...
Aber bei uns nehmen die Psychologen alle niemanden mehr auf und da ich vollzeit arbeite und auch noch ein Pferd habe wo ich täglich hin muss kann ich nicht weit weg fahren zum Psychologen.
Kennt jemand sowas eventuell auch im Bezug auf Tiere? Manchmal ist es bei mir auch im Bezug auf mein Pferd da aber zum Glück nicht so oft.

Ich hoffe ihr habt vielleicht ein paar Tips wie ich damit lernen kann umzugehen...

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