Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Verlustangst - Auch bei der Psychologin

Letzte Nachricht: 1. Mai 2008 um 6:50
30.04.08 um 23:57

Hallo Zusammen

Ich habe ein ziemlich grosses Problem was Vertrauen anbelangt. Ich habe viele Personen "verloren", die mir sehr wichtig waren. Mein Bruder ist seit er 6 ist in einer Klinik wegen Zwangsneurose. Aber ich denke was mir am meisten zugesetzt hat, ist die Trennung meiner Eltern. Ich kann mich genau erinneren, wie ich an dem Abend als mein Vater wegfur auf dem Bett lag und mir schwor, dass ich mir meine "Trauer" nicht würde anmerken lassen. Von da an habe ich begonnen den Leuten mit einem Lächeln gegenüber zu treten, selbst wenn mir manchmal viel eher nach weinen zumute war. Zu Anfag war dieses Schauspiel bewusst, mittlerweile hat es sich derart automatisiert, dass ich teilweise das Gefühl habe mich selbst nicht mehr richtig zu können, meine wahre Identität irgendwo verloren zu haben.

Ich würde nicht sagen, dass ich unglücklich bin. Ich habe sehr viel Lebensfreude und Lebensziele, nur ist da immer die Suche nach einer älteren, erwachsenen Ansprechsperson zu der ich ein Vertrauensverhältnis über längere Dauer aufbauen kann. Ich denke dieser Wunsch gründet grössenteils auf der Trennung meiner Eltern und auch dass meine Mutter des öfteren angedroht hat sich das Leben zu nehmen. Ich habe kein richtiges Vertrauensverhältnis zu ihnen, auch wenn ich sie sehr liebe, doch dieser Zug ist definitiv abgefahren.

Nun habe ich über die Jahre immer wieder ältere Personen gefunden, mit denen ich zeitweilig ein Vertrauensverhältnis aufbauen konnte, welches dann aber aus manchmal mehr, manchmal weniger nachvollziehbaren Gründen immer wieder in die Brüche ging.

Viele Leute rieten mir zu einer Psychologin zu gehen, was ich auch des öfteren ausprobiert hatte. Ich hatte nie richtig zu einer den Draht finden können, doch seit gut einem Monat bin ich bei einer Frau zu der ich wirklich bereits ziemlich grosses Vertrauen habe, die mir sympathisch isch. Nur habe ich bereits jetzt Mühe ihr richtig zu vertrauen, weil ich solche Angst vor dem Augenblick habe, wenn auch sie wieder weg ist, wenn die Therapie irgendwann beendet sein wird.

Was ich mir wünschen würde, wäre zu Anfang sicher ein relativ regelmässiger Kontakt zu ihr um meine ganz Vergangenheit effizient aufarbeiten zu können. Doch damit ich dazu richtig Vertrauen fassen kann zu ihr, wäre es mir wichtig, auch nach offiziellem Therapieende den Kontakt nicht völlig abbrechen zu müssen. Mein Wunsch wäre, dass ich dann vielleicht einfach einmal pro Monat oder so mit ihr reden könnte. Ich wünsche mir einfach mal eine erwachsene, neutrale Ansprechsperon der ich vertraue und Du mich kennt und wichtig, die vorallem mal etwas längere Zeit in meinem Leben bleibt.

Nur traue ich mich das leider nicht so recht zu sagen, aus Angst vor ihrer Antwort. Ich habe endlich eine Person gefunden der ich vertraue, und ich möchte das auf keinen Fall kaputt machen.

Was würdet ihr mir raten?

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01.05.08 um 6:50

Es ist schwierig
Ich weiss nicht, ob ich es ihr sagen würde, zuerst dachte ich ja, dann evtl. nicht, dann wieder ja usw. Ich würde auf jeden fall erstmal in Therapie bleiben und vielleicht oder natürlich das Problem schildern, was ja eh Zutage tritt. Vielleicht kannst Du in der Therapie diese Person in Dir finden ?

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