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Verlustangst....Angst vor der Zukunft

24. Mai 2015 um 0:25

Hallo liebe User,

ich stecke in einer Zwickmühle und sehe gerade keine Lösung.
Mein zukünftiger Ehemann (Hochzeit in Kürze) bekam den Hof nach versterben seiner Oma vom Vater überschrieben. Ein Schmuckstück aber auch eine Ruine die von Grund auf neu aufgebaut werden muss. Alle Hoffnung setzt man in uns als "Übernehmer", damit das Schmuckstück nicht verfällt. Weiterhin ist es der Lebenstraum meines Zukünftigen. Mir war bewusst, dass es diesen Mann nur mit diesem Hof gibt und habe die Entscheidung getroffen es auch zu meiner Zukunft zu machen.
Jetzt habe ich zurzeit noch eine Wohnung in der Nähe, da sich der Hof im Umbau befindet.
Da ich einen anstrengenden Job habe, lege ich in meiner Freizeit sehr großen Wert auf Rückzug und Privatsphäre. Gern auch den ganzen Tag im Schlafanzug, wenn ich Lust darauf habe.
Dem Grundstück fehlt das Einfahrtstor und da es ja schon immer so war, kommen die Nachbarn, Schwiegereltern oder Besuche des Vaters (er könnte ja gerade bei uns sein) wann sie wollen. Ob wir nun gerade auf dem Hof sitzen und uns angeregt unterhalten, ich nun im Schlafanzug meinen Kaffee genieße oder wir essen. Es ist egal. Man setzt sich dazu, weil es ja früher bei der Oma so war. Und dann kommt die Krone. Die Schwiegermutter und Tanten laden sich Gäste ein, fahren mit einer Selbstverständlichkeit auf den Hof und breiten ihren Kaffeetisch aus. Eine Absprache erfolgte im Voraus nicht. " Ach wie schade...man hat ja damit gerechnet das wir nicht da sind, daher auch nicht mehr Kuchen eingeplant."
Die Hochzeit steht vor der Tür und ich würde am liebsten einfach weglaufen. Der Hof ist wunderschön und ich stehe zu den Lebensträumen meines Zukünftigen, kann aber mit dieser "Freizügigkeit" die in dieser Nachbarschaft herrscht nicht umgehen. Mein Mann kennt es nun nicht anders und glaubt wenn wir jetzt ein Zaun bauen, würden wir uns abschirmen.
Ich weiß wie wichtig ihm die Nachbarschaft und das gute Verhältnis ist, ich habe aber riesig Angst, dass ich nicht lernen kann damit umzugehen und irgendwann unglücklich das Weite suche.
So sehr ich meinen Mann liebe und mein restliches Leben mit ihm verbringen möchte, realistisch betrachtet würde ich mein gesamtes Einkommen und Erspartes zwar in ein traumhaftes "Eigenheim" aber auch in eine Ungewissheit investieren.
Wie betrachtet ihr das von außen.
Wäre Euch sehr dankbar für Eure Meinung.
Lieben Gruß

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26. Mai 2015 um 20:09

Hallo,
Ich kann dich schon verstehen. Ich bin ein Mensch, der auch Rückzug braucht, und von demher kann ich deine Problematik sehr gut verstehen.
Es hört sch ja jetzt auch so, als hättest du mit deinem Verlobten gesprochen - das er es ganz anders gewöhnt ist, macht es natürlich schwieriger, aber könnt ihr denn keinen Kompromiss finden?
Es soll schließlich auch dein Zuhause werden, du sollst dich genauso wohl fühlen, und es bringt nichts, dir selbst etwas aufzuzwingen und dich zwanghaft an einen Umstand zu "gewöhnen", der dir eigentlich eher Kummer oder Stress bereitet.
Was sagt dein Verlobter zum auftauchen seiner Mutter und Tante, außer "das war schon immer so?". Empfindet er es als super, nervt es ihn an einigen Tagen vielleicht schon ein wenig?
Vielleicht könnt ihr zusammen eine Lösung finden, mit der ihr beide euch wohl fühlt und anfreunden könnt, denn es ist wichtig das du auch deine Privatsphäre haben kannst, wenn dir danach beliebt.

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