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Verliebt in jemanden mit Depressionen

11. Februar 2011 um 18:28 Letzte Antwort: 29. September 2013 um 17:49

Hallo zusammen,
ich würd mir gern mal Meinungen einholen von Menschen, die sich mit dem Thema Depressionen besser auskennen.

Ich versuche, mich kurz zu fassen...
Ich habe vor ca. 1 1/2 Monaten jemanden übers Internet kennengelernt. Wir haben uns nett geschrieben und irgendwann dann auch sehr häufig. Wir kommen aus derselben Stadt und ich hatte denenigen vorher schonmal gesehen. Der Kontakt besteht seitdem täglich, per sms email usw. Es lief alles recht gut und vielversprechend, wir haben uns dann auch irgendwann getroffen. Auch da war alles gut. vorher wusste ich schon, dass derjenige psychische probleme hat und bald zur kur fährt. bis dahin ok..
beim zweiten treffen haben wir uns auch geküsst und danach wurde es irgendwie schwierig..erst wollten wir uns schnell wiedersehen, dann auf einmal meinte er, er habe angst, sich zu verlieben, verlustängste, wenn er dann weg sit für max. 2 monate..würde mich aber trotzdem gern näher kennenlernen, auch wenn keine garantie da sei.
das treffen musste dann leider ausfallen und ab da hatte ich den eindruck, derjenige vermeidet es acuh eher..sagt zwar, er wolle mich sehen, hatte dann aber keine zeit etc. wir haben dann auch ein paar mal per mail darüber geredet..dabei kam immer nur heraus: ich habe interesse, will dich kennenlernen, aber angst vor der kur noch was anzufangen..weiß nciht, wie das wird usw.
es kam hinzu, dass derjenige wohl stärkere despressionen hatte als ich bisher dachte und er erzählte mir davon auch recht offen..
dann haben wir uns nochmal getroffen irgendwann und es war einfach nur super..ich dachte, alles ist klar..da ist was zwischen uns..und das ist auf jeden fall nicht einseitig!
allerdings ist danach alles anders geworden..derjenige hat sich zuückgezogen..meldet sich wesentlich weniger..meint aber immer, es gebe keinen bewussten grund..hätte viel vor vor der kur..auch darüber haben wir dann gesprochen udn ich habe ihm gesagt, dass ich mich ein wenig verliebt habe..er könne aber nicht sagen, ob das irgendwann mehr wird..plötzlich schien das so entschlossen, obwohl es vorher nie so war..es war immer nur von angst die rede..
was ich nicht verstehe: warum zieht man sich dann nicht ganz zurück wenn man weiß, es geht gerade nicht! ich hatte das mal vorgeschlagen (weiter vorher)..das wollte er überhaupt nciht..könne sich das nciht vorstellen etc.
nun, tut derjenige plötzlich so, als wäre das nie irgendwie mal mehr gewesen, als hätte nie was geknistert..meinte, er wolle mir nciht weh tun..distanziert sich!
keine ahnung, was ich nun machen soll..fährt in einer woche zur kur und der gedanke an diesen schwebezusatnd ist total schlimm..alles hat so gut angefangen udn ich kann nciht glauben, dass da von seiner seite "nur" ein bisschen interesse war..wie verhalten sich menschen mit depressionen in dieser hinsicht...wie ist das zu deuten und wie soll ich mich am besten verhalten?
keine ahnung, ob er nun was für mich empfindet und das einfach nicht zeigen kann oder woran ich bin!

ich bin dankbar für eure antworten!
liebe grüße m

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12. Februar 2011 um 9:56

Kann mich lilaclouds nur anschließen,
du mußt dich informieren. Schön finde ich, dass er so offen zu dir ist. Sei liebevoll informier dich. Und schau , wie es nach der Klinik aussieht. Wichtig finde ich, dass wenn ihr zusammen bleibt, dass du lernst, ihm nicht sein Leben abzunehmen, so nach dem Motto "ach der Arme" weil das hilft im nicht. Da die Mitte zu finden, das ist schwierig , aber wie gesagt, es kann sehr lohnenswert sein.
Gruß Melike

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12. Februar 2011 um 10:19
In Antwort auf melike13

Kann mich lilaclouds nur anschließen,
du mußt dich informieren. Schön finde ich, dass er so offen zu dir ist. Sei liebevoll informier dich. Und schau , wie es nach der Klinik aussieht. Wichtig finde ich, dass wenn ihr zusammen bleibt, dass du lernst, ihm nicht sein Leben abzunehmen, so nach dem Motto "ach der Arme" weil das hilft im nicht. Da die Mitte zu finden, das ist schwierig , aber wie gesagt, es kann sehr lohnenswert sein.
Gruß Melike

Danke und Nachtrag
Erstmal danke für eure Antworten. Ich bin bereits dabei mich zu inforomieren und stelle fest, dass es zumindest das Verstädnis für manche Verhaltensweisen erleichtert.
Das Problem ist nun aber, dass wir NICHT zusammen sind. Wir haben halt sehr viel Kontakt, nur immer wenn es enger wird, dann zieht er sich zurück. Wäre ich bereits die Partnerin an seiner Seite, dann wäre für ich sonnenklar, dass ich ihn unterstütze, so gut ich eben kann.
So weiß ich aber gar nicht, ob das in seinem Sinne ist..Ich habe halt keine Ahnung, wie ich mich verhalten soll!Es fällt mir nur schwer, das einfach abzuhaken, weil ich eben den Eindruck hatte, dass da schon was ist zwischen uns..Und nun ist er aber bald ne Weile weg und ich habe keine Ahnung, wie diese Zwit wird. Er meinte schon, dass er sich bestimmt mal melden werde, unser Kontakt aber wesentlich weniger wird..und ich solle darauf nicht warten!
Er kann unheimlich schlecht mit Erwartungen umgehen, die an ihn gestellt werden..Was mach ich denn nun? Ich habe mich tierisch verliebt und möchte ihm auch gern beistehen, aber ich kann nicht deuten, was sein Verhalten bedeutet?

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12. Februar 2011 um 17:09
In Antwort auf liesl_12572498

Danke und Nachtrag
Erstmal danke für eure Antworten. Ich bin bereits dabei mich zu inforomieren und stelle fest, dass es zumindest das Verstädnis für manche Verhaltensweisen erleichtert.
Das Problem ist nun aber, dass wir NICHT zusammen sind. Wir haben halt sehr viel Kontakt, nur immer wenn es enger wird, dann zieht er sich zurück. Wäre ich bereits die Partnerin an seiner Seite, dann wäre für ich sonnenklar, dass ich ihn unterstütze, so gut ich eben kann.
So weiß ich aber gar nicht, ob das in seinem Sinne ist..Ich habe halt keine Ahnung, wie ich mich verhalten soll!Es fällt mir nur schwer, das einfach abzuhaken, weil ich eben den Eindruck hatte, dass da schon was ist zwischen uns..Und nun ist er aber bald ne Weile weg und ich habe keine Ahnung, wie diese Zwit wird. Er meinte schon, dass er sich bestimmt mal melden werde, unser Kontakt aber wesentlich weniger wird..und ich solle darauf nicht warten!
Er kann unheimlich schlecht mit Erwartungen umgehen, die an ihn gestellt werden..Was mach ich denn nun? Ich habe mich tierisch verliebt und möchte ihm auch gern beistehen, aber ich kann nicht deuten, was sein Verhalten bedeutet?

Werde nicht zum Helfer,
denn das ist das Falsche. Sei einfach an seiner Seite und indem du dich informierst kannst du das eine oder andere besser verstehen und nimmst es dann nicht persönlich. Er ist wahrscheinlich im Moment einfach aus Angst nicht wirklich bindungsfähig. Wenn es zu eng wird und du Erwartungen hast, dann geht er. Aber nicht weil er dir Böses will, sondern nicht anders kann. Und das mußt du
verstehen, wenn du in dieser Freundschaft nicht leiden möchtest. Es gibt immer mehr Menschen mit Depressionen und es wird immer gut sein, wenn du dazu Infos hast.
Alles Gute
Gruß melike

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13. Februar 2011 um 14:30
In Antwort auf melike13

Werde nicht zum Helfer,
denn das ist das Falsche. Sei einfach an seiner Seite und indem du dich informierst kannst du das eine oder andere besser verstehen und nimmst es dann nicht persönlich. Er ist wahrscheinlich im Moment einfach aus Angst nicht wirklich bindungsfähig. Wenn es zu eng wird und du Erwartungen hast, dann geht er. Aber nicht weil er dir Böses will, sondern nicht anders kann. Und das mußt du
verstehen, wenn du in dieser Freundschaft nicht leiden möchtest. Es gibt immer mehr Menschen mit Depressionen und es wird immer gut sein, wenn du dazu Infos hast.
Alles Gute
Gruß melike

Danke..
..für eure ratschläge. das verständnis fällt mir auf jeden fall ein wenig leichter. jetzt hab ich allerdings das gefühl, das alles hätte ich so schon eher wissen müssen. im moment behandelt er mich, als wäre nie was gewesen. meldet sich kaum bis gar nciht mehr. vermutlich waren die "erwartungen", die ich gestellt habe, zu hoch. unter anderen umständen waren das keine großen..aber in diesem fall offensichtlich schon. ich wollte mich halt gerne treffen und habe ja auch meine "gefühle" offen gelegt. kann das der grund sein, warum er sich nun so krass zurückzieht? und kann ich nun noch igendwas machen, was die sache nicht noch verschlimmert? unter anderen umständen würde ich sagen: ok, er hat keine interesse mehr..aber man kan das vorher ja nicht einfach ausblenden?!wir hatten schon recht intensiven kontakt und nun so gut wie überhaupt nciht mehr und in einer woche ist er ja auch erstmal für eine ganze weile weg...

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18. Februar 2011 um 2:36

Es hat...
...schon so gute Antworten gegeben; bin mir daher nicht sicher, ob Du noch Tipps haben magst.

Im Folgenden ist von Depressionen die Rede, die länger als 6 Monate anhalten. Alles andere wäre "noch" bzw. "nur" eine "depressive Verstimmung". (So sagt es jedenfalls die Psychologie...) Nun denn:

Depressionen hängen oft mit Ängsten zusammen; man könnte sogar sagen, dass sich beides einander bedingen kann.

Der Betreffende zieht sich aus meiner Sicht nicht vor Dir zurück, sondern versucht sich durch diverse Vermeidungsstrategien vor Situationen und Lebensabschnitte zu schützen, in denen er "ohnehin zu versagen" glaubt oder die "ohnehin nichts werden".

Es ginge hier dann wohl um die sogenannte "negative Antizipation".

Ich bin mir ziemlich sicher, dass er (zur Zeit oder generell) nur über das Gefühl der Sicherheit zugänglich und "ansprechbar" ist.

Er weiß vermutlich sehr genau, dass die Gefühle eines anderen Menschen eine für ihn extrem unsichere Sache sind - also ein beängstigendes Risiko darstellen. Dies wird auch wohl der Grund dafür sein, dass er sich "noch nicht kräftig genug dafür fühlt", sich auf ein solches Risiko einzulassen.

Ihm seine Ängste nehmen zu wollen, wäre und ist definitiv der falsche Weg. Versichere ihm derzeit nichts, mache ihm nichts weis in Richtung "Ich werde immer bei Dir sein, bin immer für Dich da" usw. - denn an solche Dinge glaubt er vermutlich nicht (mehr). Sie schüren und bestärken im Gegenteil seine "Überzeugungen". Vielleicht auch dadurch, dass er solche "Versprechungen" als "zu früh" empfindet.

Dränge Dich nicht auf, aber bringe Dich ab und an in Erinnerung. Achte auf Deine eigenen emotionalen Grenzen und hab Geduld, so lange Du sie aufbringen möchtest.

Vergiss bei allem eines besser nicht: Sich seinen eigenen Depressionen/Ängsten zu stellen, ist eine sehr mühevolle und anstrengende "Arbeit". Sie steht einem 40Stunden-Job auf dem Bau in Nichts nach...

Alles Gute für Euch







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9. März 2011 um 9:27
In Antwort auf liesl_12572498

Danke..
..für eure ratschläge. das verständnis fällt mir auf jeden fall ein wenig leichter. jetzt hab ich allerdings das gefühl, das alles hätte ich so schon eher wissen müssen. im moment behandelt er mich, als wäre nie was gewesen. meldet sich kaum bis gar nciht mehr. vermutlich waren die "erwartungen", die ich gestellt habe, zu hoch. unter anderen umständen waren das keine großen..aber in diesem fall offensichtlich schon. ich wollte mich halt gerne treffen und habe ja auch meine "gefühle" offen gelegt. kann das der grund sein, warum er sich nun so krass zurückzieht? und kann ich nun noch igendwas machen, was die sache nicht noch verschlimmert? unter anderen umständen würde ich sagen: ok, er hat keine interesse mehr..aber man kan das vorher ja nicht einfach ausblenden?!wir hatten schon recht intensiven kontakt und nun so gut wie überhaupt nciht mehr und in einer woche ist er ja auch erstmal für eine ganze weile weg...

Hab geduld mit ihm
Ich selbst leide unter starken Depressionen.
Es ist sehr schwierig mit depressiven Menschen umzugehen.
Man traut sich auch nicht wirklich anderen Menschen mitzuteilen. Angst, nicht verstanden zu werden, enttäuscht zu werden, selber jemanden zu Entäuschen, Erwartungen nicht erfüllen zu können. Man zieht sich zurück und versucht alles mit sich selbst auszumachen. Und das funktioniert nicht. Manche Tage fühlt man sich als könnte man Bäume raus reissen. Und am nächsten Tag stellt man wieder alles in Frage und kämpft schlichtweg ums überleben. Es ist sehr schwierig sich in einer solchen Zeit eine neue Beziehung aufzubauen. Da fehlt einfach die Kraft dazu. Und durch die Depression zweifelt man an sehr vielen eigentlich selbstverständlichen Dingen. Ich find es aber klasse das du dich damit auseinander setzt.
Informiere dich einfach weiter über das Thema.
Sei für ihn da wenn er Kontakt zu dir sucht. Es gibt leider kein Patentrezept. Er brauch Zeit um sein Leben wieder richtig zu organisieren und seine Depressionen in Griff zu bekommen. Dann wird er auch für neues bereit sein.
Ich wünsche dir alles Gute.
Liebe Grüße

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11. April 2013 um 1:15

Wie weiter...??!
Hallo, ich befinde mich momentan in einer ähnlichen Situation und suche nach Rat. Dabei bin ich auf deine Geschichte gestossen... Nun würde es mich Wunder nehmen wie es noch ausgegangen ist mit euch? Und ob du mir allenfalls einen Tipp hättest was ich tun sollte?

Lieben Gruss

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11. April 2013 um 2:27

Hallo Romy!
Danke dir für eine rasche Antwort! Ich mache mir nämlich schon die ganze Zeit Gedanken was ich weiter tun soll, weil ich habe mich auch schon sehr verliebt da es so gut passt zwischen uns und möchte auf gar keinen Fall ihn aufgeben...

Da ich selbst schon eine Depression hatte, verstehe ich ihn auch sehr gut jedoch ist es wieder was anderes mal in der anderen Rolle zu sein...
So fürchte ich habe ich schon einen Fehler begangen indem ich alles mit uns klären wollte... In diesem Fall wollte er auch unbedingt den Kontakt behalten gar eine gute Freundschaft aufbauen aber für eine Beziehung fühlt er sich einfach nicht gewachsen im Moment. Da wir schon zusammen geschlafen haben und es sich auch sonst so echt angefühlt hat, konnte ich einfach nicht ja zu einer Freundschaft sagen und nahm selbst ein paar Tage Abstand und versuche nun langsam wieder auf ihn zuzugehen...

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11. April 2013 um 16:29

Hmmmmm...
Kann ich Dir nur teilweise Recht geben.

Auch aus eigener Erfahrung - aber "von der anderen Seite".

Manchmal ist Abstand wirklich die einzige Rettung.
Bei uns psychisch Kranken sind Wahrnehmung und Gefühle "krank", wenn ich das mal so platt sagen darf.
Alles was an Emotionen und Stress (auch positivem!) "oben drauf" kommt, ist das Äquivalent dazu, mit einem gebrochenen Bein zu laufen.
Manchmal müssen ein paar Tage "Bettruhe" sein.

ABER:
"Es ist nicht leicht mit Depressiven, weil man immer seine eigenen Gefühle hintenanstellen muß"
=> Vorsicht!!!

Generell bei Partnern, Freunden, Familienangehörigen mit psychischen Krankheiten - sei es Depression und / oder etwas anderes - Ihr habt ein Recht auf Eure Gefühle. Schon allein, weil es anders für Euch nicht geht.
Rücksicht ist nötig, in schweren Zeiten manchmal auch mehr davon - aber Maß halten dabei!
Wer immer nur Rücksicht nimmt, reibt sich auf und tut dem anderen sehr, sehr sehr viel weniger einen Gefallen damit, als er glaubt.

Ich weiss schon was Du meinst mit dem Zurückziehen und verschrecken, Depression verändert u.a. stark die Wahrnehmung und deren Bewertung bei den Betroffenen. Man läuft irgendwie mit einer dunklen Sonnenbrille durch die finstere Nacht. Etwas, was Du sagst, kann ganz anders ankommen, als Du es meinst. Aber hier ist informieren und aufeinander eingehen besser und wichtiger als bedingungslose und blinde Rücksicht.

Auch das mit dem Rückzug - will man aus einer Depression heraus, muss man Muster durchbrechen, nicht verstärken.

Davon abgesehen: eine Beziehung, wo einer von beiden über mehr als einen Monat (und so schnell ist eine Depression nur dann durch, wenn der Betreffende viel Übung und Kontrolle hat) sich "immer hinten anstellt" - kann keine glückliche Beziehung sein und bleiben.

Außerdem, wie gesagt: ich glaube ehrlich, der Effekt von "Rücksicht" und "hinten anstellen" ist kleiner, als allgemein angenommen wird. Es geht mehr darum, etwas auf die richtige Art zu tun, als viel zu tun.
Aber natürlich: ich bin kein Arzt, kein Psychologe, kein Psychotherapeut, kein sonstiger Psychosendompteur mit staatlich anerkanntem Heiligenschein - nur jemand, der selbst (zu) viel davon durch hat.

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29. September 2013 um 9:40

Hallo an alle
ich hab viel bei euch gelesen und denke auch gelernt...danke erst mal
mir geht es im moment auch so
ich lebe seit über zwei jahren in eine beziehung was nicht immer so leicht war weil er noch verheiratet ist.
wir leben jetzt schon eine ganze zeit zusammen haben viele pläne zb. wollen wir nächstes jahr heiraten.....
alles war ok bis er plötzlich raus musste zeit für sich brauchte ohne mir sagen zu können warum das alles, er meldet sich per sms aber sehen mag (kann) er mich nur selten weil ihm das zu sehr weh tut,er sagt mir ganz oft das er mich sehr liebt..... als wir uns nach ca einer woche getroffen haben sagte er mir jetzt das er denkt er hätte eine depression nur das würde sein verhalten erklären .....
das denke ich auch ich würde ihm so gern helfen, für ihn da sein weiß aber nicht genau ob es richtig ist

kann mir bitte jemand einen rat geben wie ich mich richtig verhalte ich will ihn nicht ganz verlieren

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29. September 2013 um 14:45
In Antwort auf debby_12933163

Hallo an alle
ich hab viel bei euch gelesen und denke auch gelernt...danke erst mal
mir geht es im moment auch so
ich lebe seit über zwei jahren in eine beziehung was nicht immer so leicht war weil er noch verheiratet ist.
wir leben jetzt schon eine ganze zeit zusammen haben viele pläne zb. wollen wir nächstes jahr heiraten.....
alles war ok bis er plötzlich raus musste zeit für sich brauchte ohne mir sagen zu können warum das alles, er meldet sich per sms aber sehen mag (kann) er mich nur selten weil ihm das zu sehr weh tut,er sagt mir ganz oft das er mich sehr liebt..... als wir uns nach ca einer woche getroffen haben sagte er mir jetzt das er denkt er hätte eine depression nur das würde sein verhalten erklären .....
das denke ich auch ich würde ihm so gern helfen, für ihn da sein weiß aber nicht genau ob es richtig ist

kann mir bitte jemand einen rat geben wie ich mich richtig verhalte ich will ihn nicht ganz verlieren

Hilf ihm dabei, sich zu informieren
wäre mein Rat.

Wenn es wirklich eine Depression ist, geht die aller Wahrscheinlichkeit nach nicht oder nach *sehr* langer Zeit "von alleine weg".
"Von alleine" rutscht man eher noch eine ganze Zeit tiefer rein, bevor man wieder heraus kommt.

Will man das vermeiden, muss man aktiv gegensteuern. Ob man das allein schafft, wenn man keine Erfahrungen damit hat - sicherlich möglich, aber unendlich schwer, gerade in einer Zeit, wo einem selbst jegliche Kraft fehlt.
Der erste Schritt wäre vielleicht ein Gespräch mit dem Hausarzt.
Ein Mensch mit osychischen Schmerzen hat in Sachen Ärzte & Co. die gleichen Rechte wie jemand mit gleichen körperlichen Schmerzen. Versuche ihm das zu erklären. Man hat da eine gewisse Scheu davor, weil wir ja ein bisschen darauf dressiert sind, dass man sich bei psych. Problemen "nur mal zusammenreissen" muss und das ja "nichts ernstes" ist - Falsch!
Er soll ganz genau das gleiche tun, was er tun würde, wenn ihm nicht die Seele weh täte, sondern der Arm.

Zumindest muss er sich informieren. Welche Symptome überhaupt dazu gehören (das ist längst nicht nur die "Traurigkeit", wie man vielleicht glaubt) und vor allem aber was dagegen getan werden kann und wie.

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29. September 2013 um 16:22
In Antwort auf an0N_1189750099z

Hilf ihm dabei, sich zu informieren
wäre mein Rat.

Wenn es wirklich eine Depression ist, geht die aller Wahrscheinlichkeit nach nicht oder nach *sehr* langer Zeit "von alleine weg".
"Von alleine" rutscht man eher noch eine ganze Zeit tiefer rein, bevor man wieder heraus kommt.

Will man das vermeiden, muss man aktiv gegensteuern. Ob man das allein schafft, wenn man keine Erfahrungen damit hat - sicherlich möglich, aber unendlich schwer, gerade in einer Zeit, wo einem selbst jegliche Kraft fehlt.
Der erste Schritt wäre vielleicht ein Gespräch mit dem Hausarzt.
Ein Mensch mit osychischen Schmerzen hat in Sachen Ärzte & Co. die gleichen Rechte wie jemand mit gleichen körperlichen Schmerzen. Versuche ihm das zu erklären. Man hat da eine gewisse Scheu davor, weil wir ja ein bisschen darauf dressiert sind, dass man sich bei psych. Problemen "nur mal zusammenreissen" muss und das ja "nichts ernstes" ist - Falsch!
Er soll ganz genau das gleiche tun, was er tun würde, wenn ihm nicht die Seele weh täte, sondern der Arm.

Zumindest muss er sich informieren. Welche Symptome überhaupt dazu gehören (das ist längst nicht nur die "Traurigkeit", wie man vielleicht glaubt) und vor allem aber was dagegen getan werden kann und wie.

Ich dank dir
ja das hat er morgen vor, er weiß das es nicht "normal" ist was da grad oder schon etwas länger mit ihm los ist.
Es ist auch nicht nur die traurigkeit es ist auch schlaflosigkeit eifersucht, mit dem hier und jetzt nicht so wirklich klar kommen und raus müssen,zweifel warum ich gerade ihn so sehr liebe usw, ich hab viel darüber gelesen und weiß das gehört alles auch mit dazu.
Ich möchte ihn nicht betütteln das wäre glaube ich auch falsch....es ist nicht so leicht das "richtige" zu tun wenn man so machtlos ist wie ich es im moment gerade in

gruß jole 53

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29. September 2013 um 17:49
In Antwort auf debby_12933163

Ich dank dir
ja das hat er morgen vor, er weiß das es nicht "normal" ist was da grad oder schon etwas länger mit ihm los ist.
Es ist auch nicht nur die traurigkeit es ist auch schlaflosigkeit eifersucht, mit dem hier und jetzt nicht so wirklich klar kommen und raus müssen,zweifel warum ich gerade ihn so sehr liebe usw, ich hab viel darüber gelesen und weiß das gehört alles auch mit dazu.
Ich möchte ihn nicht betütteln das wäre glaube ich auch falsch....es ist nicht so leicht das "richtige" zu tun wenn man so machtlos ist wie ich es im moment gerade in

gruß jole 53

"das Richtige"
... wann gibt es in unserem Leben "das Richtige" denn eigentlich?

Es ist nicht möglich niemals Fehler zu machen und oft genug gibt es auch gar keine "optimale Lösung". Nicht für ihn, nicht für Dich und schon gar nicht für Euch beide.
Es gibt nichts, was nicht auch Nachteile und / oder auf eine andere Art seinen Preis hat.
Was aber auch heisst: Es ist überhaupt nicht notwendig, immer das Beste zu machen. So lange man halbwegs aufpasst, wo man hingeht, schadet es nicht wirklich, wenn man nicht immer Ideallinie fährt. Das fühlt sich in diesem Moment nicht so an, aber es gibt tatsächlich wenige Fehler im Leben, die *wirklich* richtig übel sind - und auch davon macht man welche. Irgendwann.

Wenn Du kannst (und er das kann) - geh doch mit zum Termin, das wäre vielleicht für Euch beide sinnvoll.

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