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Verhaltenstherapie. Welche Schritte sind zu tun?

25. April 2010 um 14:59 Letzte Antwort: 26. Mai 2010 um 22:35

Hallo,

ich habe mich dazu entschlossen eine Verhaltenstherapie zu machen, um bestimmte Probleme in den Griff zu bekommen, die mich einfach immer wieder belasten bzw. mir das Leben schwerer machen.

Mir ist nicht ganz klar, wie die genaue Vorgehensweise ist.

1. Ein Gespräch beim Hausarzt, der einem, wenn er es für notwendig hält eine Überweisung gibt, die ich beim Therapeuten vorlege? Wird da schon irgendwas diagnostiziert oder ist da in der Regel kein Gespräch und ich bekomme gleich einen Wisch?

oder

2. Gespräch beim Hausarzt, danach mit der Überweisung zum Neurologen, der eine Diagnose über das "Krankheitsbild" macht und dann zum Therapeuten?

oder

3. Gleich Termin beim Neurologen oder braucht man den bei einer Verhaltenstherapie gar nicht, weil der nur diagnostiziert und Medis verschreibt?

Oder ist es ganz anders?

Wenn ich ein Termin bei einem Therapeuten machen will stellt der vorab am Telefon schon einige Fragen oder wird das alles bei der ersten Sitzung geklärt?

Ich hoffe ihr könnt mir Auskunft geben.

Danke schonmal.

Gruß
Johanna

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29. April 2010 um 11:14

Hi
bevor du zum Hausarzt gehst, solltest du schon vorab einen Termin beim Therapeuten machen. Die haben oftmals Wartezeiten von über einem halben Jahr und so eine Überweisung vom Hausarzt ist nur für das jeweilige Quartal gültig.

Nicht jeder Therapeut bietet auch eine Verhaltenstherapie an, also am besten schon mal am Telefon erkundigen.

Am Telefon wird normalweise nicht so viel geklärt, da gehen ja meistens die Helferinen dran und die haben nun mal nicht die Erfahrungen mit den Krankheitsbildern wie die eigentliche Therapeutin. Sie fragen vielleicht mal kurz was man so für Beschwerden hat um einfach zu sehen ob man bei denen richtig wäre.

Das erste Gespräch läuft meistens so ab, dass der Therapeut nach Geschwister, Eltern und Freunde usw. fragt. Also er verschafft sich erst mal ein Bild vom sozialen Umfeld des Patienten und guckt auch wie man reagiert wenn man über bestimmte Dinge erzählt. Die eigentliche Arbeit beginnt dann meistens nach der 2-3 Sitzung.
Eine anfangs gern gestellte Frage ist auch "magst du dich selbst, findest du dich hübsch" sie mag zwar einfach klingen, aber bei mir führte sie damals zum Zusammenbruch.

Achja, falls du Kassenpatientin bist, solltest du dich vorher auch informieren ob der gewünschte Therapeut von der Kasse gezahlt wird!

Wünsche dir viel Glück

LG
Tonja

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26. Mai 2010 um 22:35

Hi
Kann mich dem anderen Beitrag im wesentlichen anschließen. Einen Neurologen brauchst Du für die reine VT nicht. Ob der Hausarzt eine genauere Begründung will hängt wahrscheinlich vom Arzt ab. Meine Ärztin wollte zumindest grob wissen, warum ich eine Therapie will. War aber kein Problem, die Überweisung zu kriegen.

Ich würd an Deiner Stelle auch versuchen, bei mind. zwei Therapeuten einen Termin zu bekommen, da es sehr wichtig ist, dass die Chemie zwischen Dir und dem Psychologen stimmt. Ohne ein grundlegendes Vertrauen bringt die Therapie nicht viel; kann gut sein, dass Du erst ein wenig suchen musst.

Am Telefon wird normalerweise nicht auf Details eingegangen, es reicht, wenn Du einfach die VT ansprichst.

Du hast dann 5 sogenannte probatorische Sitzungen. Die gehören noch nicht zur eigentlichen Therapie, sondern sind eine Art Kennenlernen und Antesten, ob du mit dem Psychologen klarkommst. Diese 5 hast Du bei JEDEM Therapeuten. Spätestens nach diesen 5 wird gemeinsam entschieden, welche Therapie gemacht werden soll und in welchem Umfang (das variiert von 25 bis 400 h...). Dann stellt der Therapeut den Antrag bei der KK.

Alles Gute!

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