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Verguckt in den Therapeuten

3. Oktober 2019 um 2:01 Letzte Antwort: 6. Oktober 2019 um 18:03

Ich weiß gar nicht, wie ich es schreiben soll, es klingt ganz bescheuert. Ich habe mich irgendwie in meinen Therapeuten verguckt, was ja auch vielleicht nicht außergewöhnlich ist ... Ich meine, einer Person der man alles anvertraut sich nahe zu fühlen, ist nichts Außergewöhnliches. Nur habe ich seid einiger Zeit, das Gefühl da ist mehr ... nicht nur von meiner Seite. Immer wenn wir einen Termin haben, schreibt er mit und schaut immer wieder auf und schmunzelt. Letztens habe ich ihn gefragt, wie sein Wochenende war, und er meinte, er musste an mich denken und war plötzlich ganz verlegen, als ich ihn frage, wie das kommt. Manchmal sagt er so Sachen wie "ich bin mir sicher, ihnen fällt etwas Kluges ein, wie sollte es anders sein" ... aber vielleicht ist das auch normal und er will mich aufbauen? Ich habe mittlerweile das Gefühl, ich brauche keine Therapie mehr. In zwei Wochen fängt mein neuer Job an, dann können wir zeitlich keine Termine mehr vereinbaren. Ich würde ihn so gerne weiterhin sehen. Privat. Geht das? Wie kann ich das fragen? Ich habe ihn bereits einstmals gefragt ob wir etwas trinken gehen, darauf meinte er, er kann nicht mit seinen Patienten ausgehen und hofft, dass ich das verstehe, und hat sich für das Angebot bedankt. Vielleicht interpretiere ich auch etwas hinein. Ich kenne ihn ja kaum. Er mich dagegen viel besser. Was denkt ihr und wie soll ich ihn fragen? Was soll ich tun?

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3. Oktober 2019 um 14:09

Das ist tatsächlich nur eine Phase deinerseits, die geht vorbei. Das du denkst du seist verliebt kommt daher, weil er dir zuhört, dich bestärkt, dir zeigt das du okay so bist wie du bist. Das passiert fast jedem Patienten in einer Therapie, ist ein bekanntes Phänomen.

Das er sich Notizen macht ist normal, gehört zu einer Therapie dazu und er ist auch nur ein Mensch und kann sich bei der Fülle der Patienten nicht alles merken. Mein Therapeut und ich haben auch öfter gelacht, gehört dazu, gibt ja eben auch witzige Momente. Er hat mir auch mal Musik geschickt, weil wir uns mal darüber unterhielten und ja auch er erzählte mal etwas von seinem Privatleben. Er möchte dich ja zum reden animieren, von dir und deinem Leben zu erzählen. Und gegen ein kleines Pläuschen ist ja auch nichts einzuwenden.

Er hat kein Interesse an einem privaten Treffen, da bin ich mir sehr sicher.

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3. Oktober 2019 um 21:51

dann hake mal nach, ich bin ja bald nicht mehr ihr patient.

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4. Oktober 2019 um 0:45
In Antwort auf lilou143

Ich weiß gar nicht, wie ich es schreiben soll, es klingt ganz bescheuert. Ich habe mich irgendwie in meinen Therapeuten verguckt, was ja auch vielleicht nicht außergewöhnlich ist ... Ich meine, einer Person der man alles anvertraut sich nahe zu fühlen, ist nichts Außergewöhnliches. Nur habe ich seid einiger Zeit, das Gefühl da ist mehr ... nicht nur von meiner Seite. Immer wenn wir einen Termin haben, schreibt er mit und schaut immer wieder auf und schmunzelt. Letztens habe ich ihn gefragt, wie sein Wochenende war, und er meinte, er musste an mich denken und war plötzlich ganz verlegen, als ich ihn frage, wie das kommt. Manchmal sagt er so Sachen wie "ich bin mir sicher, ihnen fällt etwas Kluges ein, wie sollte es anders sein" ... aber vielleicht ist das auch normal und er will mich aufbauen? Ich habe mittlerweile das Gefühl, ich brauche keine Therapie mehr. In zwei Wochen fängt mein neuer Job an, dann können wir zeitlich keine Termine mehr vereinbaren. Ich würde ihn so gerne weiterhin sehen. Privat. Geht das? Wie kann ich das fragen? Ich habe ihn bereits einstmals gefragt ob wir etwas trinken gehen, darauf meinte er, er kann nicht mit seinen Patienten ausgehen und hofft, dass ich das verstehe, und hat sich für das Angebot bedankt. Vielleicht interpretiere ich auch etwas hinein. Ich kenne ihn ja kaum. Er mich dagegen viel besser. Was denkt ihr und wie soll ich ihn fragen? Was soll ich tun?

Während der Therapie ist das für ihn praktisch ein Kunstfehler. Kannst also nochmal einen Versuch starten, wenn die Therapie vorbei ist

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6. Oktober 2019 um 18:03

So lange du bei ihm in Therapie bist, solltest du nicht versuchen ihm näher zu kommen. Damit bringst du ihn in eine doofe Situation. Er wäre gezwungen deine Annäherungsversuche zurückzuweisen, auch wenn er das eigentlich nicht tun möchte. Oder er würde gegen moralische Prinzipien verstoßen und sich ggf sogar strafbar machen, was sogar Berufsverbot für ihn zur Folge haben könnte. 

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