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Vergewaltigung(?) und neue beziehung

6. September 2010 um 15:04

ich hab ein problem, von dem ich nicht weiß, wie ich es in den griff kriegen soll. ich wurde dreieinhalb monaten vergewaltigt. denke ich. - das klingt absurd, schätze ich, aber ich trau mir gar nicht mehr zu, ein vernünftiges urteil zu fällen.

ich war "damals" feiern gewesen und hatte dort einen mann kennengelernt den ich dann auch mit zu mir nach hause nahm. nach kurzer zeit merkte ich allerdings, dass ich einen fehler gemacht hatte: ich kann nicht sagen, was genau es an ihm war, aber auf einmal fand ihn überhaupt nicht mehr toll. nein, irgendwas stieß mich geradezu ab an ihm. ich unterbrach das rumfummeln das bis dahin gelaufen war und sagte ihm, dass ich nicht mehr könne. dem war (abgesehen davon, dass ich auch nicht mehr wollte) auch so: ich hatte wirklich sehr lange, sehr hart gefeiert und drogen genommen die mich halt bis dahin immernoch wach gehalten hatten. aber jetzt brach ich körperlich auf einmal geradezu ein: in kürzerster zeit verließ mich mein letztes bisschen kraft und ich konnte mich kaum noch bewegen. ich war schon dabei wegzutreten, da nahm ich auf einmal wahr wie er sagte: "ich will dich jetzt ******!" und drang in mich ein. ich wehrte mich nicht. ich konnte nicht. ich war völlig verwirrt und schlichtweg zu schwach. das alles ging nicht länger als 30 sekunden denn da war mir dann so schlecht vor ekel geworden, dass ich mich übergeben musste. er ließ ab von mir und ich konnte nur noch schluchzen. und er? er nahm mich in den arm! ich hab das da irgendwie alles gar nicht mehr kapiert und das in-den-arm-nehmen auch noch geschehen lassen. erst tage später hab ich überhaupt mal (mehr oder weniger) kapiert, was da überhaupt passiert war - und gleich wieder verdrängt.

ich weiß nicht., ob man überhaupt von vergewaltigung sprechen kann. ich hab ihn mitgenommen und mich nicht gewehrt. ich hab mich auch noch von ihm trösten lassen. ich fühl mich wie eine lügnerin, wenn ich sage, dass ich vergewaltigt wurde.

aber mir geht es schlecht seitdem. bis vor einem monat hatte ich angst vor allem und jedem, hab mich von allem komplett überfordert gefühlt. das lässt momentan etwas nach. ich hab angst vor fremden männern. wenn ich ausgehe, spreche ich nicht mehr mit unbekannten männern. mich ekelt es, wenn sie mich angucken. ich will nicht von ihnen angesprochen werden, egal ob ich sie ansonsten attraktiv gefunden hätte oder nicht. nicht immer ist das ganz extrem - aber oft. ich weiß gar nicht mehr, wer ich bin. ich fühl mich so klein und minderwertig. so war ich sonst nie.

und das macht mir noch mehr zu schaffen, seitdem ich einen neuen freund hab. ich kenn ihn seit zwei monaten. ich hab ihn im club kennengelernt, es lief schon in der ersten nacht was und von tag zu tag find ich ihn wunderbarer. ich hab keine angst vor ihm, von beginn an hatte ich das nicht; ich hab keine ahnung, warum. aber ich fühl mich wahnsinnig wohl mit ihm.

das lässt all das geschriebene unglaubwürdig erscheinen, nicht? ich kapiers selbst nicht wie das mit IHM auf einmal anders sein konnte. aber nun - natürlich bin ich froh darüber.

ich hab ihm von der sache erzählt. allerdings nur, DASS es passiert ist. (und ich fühle mich dabei eben wie eine lügnerin. vielleicht bin ichs ja auch einfach.) aber irgendwas musste ich sagen, denn: wenn ich mit ihm schlafe (was in der regel "reibungslos" abläuft) passiert es mitunter, dass ich auf einmal panik bekomme. ich bin mir gar nicht sicher, ob panik das richtige wort ist. es ist immer dann, wenn ich das gefühl habe, dass der sex nicht mehr "persönlich" ist. wenn es zu wild wird zum beispiel. alles, wobei ich das gefühl hab, er konzentriert sich nicht 100% auf mich. das passiert sehr schnell bei mir aber es kommt nicht oft dazu weil er wahnsinnig vorsichtig in bezug darauf ist. wenn es passiert, dann bin ich auf einmal wie versteinert. ich kann nicht mehr sprechen. es GEHT einfach nicht. ich will, aber es geht nicht, ich fange an zu hyperventilieren. und kann nicht mehr richtig denken. ich kann nicht mal sagen, wie lange das dann geht, alles verschwimmt.

mein freund nimmt mich dann in den arm, wartet und versucht mich, indem er mich anspricht, da rauszuholen. aber es geht in dem moment nicht. wenn es vorbei ist, fühle ich mch noch schlechter. weil ich denke, dass ich eine lügnerin bin und nicht das recht habe, ihn zu belasten. und angst hab, dass ich ihn dadurch verliere. und mich schäme.

er sagt, dass er wissen will, was da passiert ist. aber erst wenn ich es sagen kann. und dass ich entscheiden muss, wann der richtige zeitpunkt dazu ist. und ich will ihm alles erzählen aber ich trau mich nicht. ich will unsere gerade beginnende beziehung nicht damit belasten. ich weiß nicht, wie ich ihm gegenüber alles aussprechen soll. aber wenn ichs nicht tue, steht etwas unausgesprochen da, was ja irgendwie dann halt doch immerwieder hochkommt. jetzt auf einmal ist es auch passiert als wir nur im bett lagen und wir beide kurz vorm einschlafen waren, ohne sex also. sex "einfach" weglassen, wirds also auch nicht bringen.

ich weiß gar nicht mehr weiter.

kann mir jemand einen rat geben?

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7. September 2010 um 21:09

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ich würds ihm erzählen, eine wirklich gute Beziehung hälst das aus. Und so wie du ihn beschreibst, scheint er sich wirklcih dafür zu interessieren, dir helfen zu wollen.
Ich hab ähnliche Probleme... die sich bessern. Und mir hat es jedesmal geholfen, wenn ich meinem Freund bei einem Angstzustand erzählt habe, was los ist. Und die Probleme fingen auch sehr bald an, unsere gerade anlaufende Beziehung hat es nicht nur verkraftet.... ich denke es hat sie bestärkt. Da auf diese Weise unendliches Vertrauen wachsen konnte.
Das gibt einem langsam das Gefühl, nicht alleine da zustehen, es führt einem genau die Probleme vor Augen und meinen Freund beruhigt es auch, zu wissen was los ist.

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