Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Vergewaltigung oder nicht?

11. Januar um 10:53 Letzte Antwort: 8:06

Hallo! Ich hab diesen Text schon im Sex&Verhütung Forum gepostet aber ich denke im Nachhinein, dass die Frage eher hierher gehört. Das Thema beschäftigt mich schon sehr lange und ich glaube ich brauche einfach eine neutrale Meinung von Leuten die weder mich noch ihn sondern nur die Fakten kennen. Bitte nehmt euch die Zeit und lest euch den Text durch! Danke Ich bin Anfang 20 und mitten im Studium. Wie das so ist, hat man ja meistens eine Clique aus Kommilitonen, mit denen man viel Zeit verbringt. Unsere Clique ist aber mehr ein "elitärer" Kreis, in den man nur "aufgenommen" wird, wenn der "Anführer" (ich nenne ihn im weiteren Text R) einen für ausreichend interessant und intelligent hält. Man muss sich aber auch weiterhin ständig beweisen in irgendwelchen fachlichen oder philosophischen Diskussionen. Alle bewundern R und eifern ihm nach, weil er objektiv gesehen wahnsinnig schlau ist (studiert 4 Fächer gleichzeitig), zu jedem Thema etwas weiß und nebenbei so witzig und unterhaltsam ist, dass Kneipenabende oft eine One-Man-Comesyshow werden. Noch dazu sieht er auch sehr gut aus, weswegen ich und auch andere Mädels schon ein bisschen auf ihn standen. Das Problem ist, er nutzt seine Fähigkeiten auch dazu aus, Leute zu manipulieren, fertig zu machen, zu entwerten und lächerlich zu machen. An einem Tag gibt er uns das Gefühl, super tolle, intelligente, gutaussehende junge Studenten zu sein und am nächsten Tag sind wir die dümmsten und hässlichsten Menschen (und ich im Besonderen war immer "die kleine Schlampe" die er je gesehen hat. Da ich generell große Probleme mit meinem Selbstwertgefühl habe, machte mir das sehr zu schaffen, und genau das hat er gespürt und sich vor allem auf mich konzentriert was diese Spielchen betraf. Mit seinem Urteil stand und fiel leider auch die eigene Position in der Clique und einige Freunde wurden schon ausgeschlossen, weil er sie plötzlich nicht mehr leiden konnte (da reichte teilweise ein falscher Satz). Mit diesen Freunden konnte ich mich dann nur noch heimlich treffen, weil ich Angst hatte, die nächste zu sein, die aus diesem "elitären" Kreis fliegt. Mir ist bewusst wie verrückt das alles klingt und wie toxisch die Dynamik dieser Clique ist. Ich hatte aber auch so verdammt viel Spaß, wir haben die besten Partys gemacht, so viel zusammen unternommen, waren zusammen auf Hütten im Urlaub etc. Das ist nur der Hintergrund, jetzt komme ich zum eigentlichen Geschehen. R wusste, dass ich auf ihn stand, aber er ist nie darauf eingegangen, zumal er selber in einer Beziehung ist. Ich habe dann auch einen Freund gefunden, den ich wirklich sehr liebe, viel mehr als die Freunde vor ihm. Auch das wusste R. In dieser Zeit habe ich dann nicht mehr so viel gemacht mit der Clique und bin R's Fängen ein bisschen entglitten. Bis er zum Dozenten an unserer Uni ernannt und ich seiner Arbeitsgruppe zugeteilt wurde. Wir hatten wieder mehr Kontakt, allerdings muss er gespürt haben, dass ich distanzierter war und er mich mit seinen Manipulationen nicht mehr erreichen konnte. Dann irgendwann habe ich mich wieder öfter mit der Clique getroffen und eines Abends wollte er zum Film schauen vorbeikommen. Man kann mich naiv nennen, aber ich habe mit keiner Faser damit gerechnet, dass er in der Mitte des Filmes völlig zusammenhangslos, ohne jeden vorausgehenden Annäherungsversuch, meine Hand greift und in seine Hose steckt. Ich hab sie sofort zurückgezogen, ihm gesagt dass ich das nicht will und er hat das auch akzeptiert und ist gegangen. So weit so gut. Die nächsten Tage/Wochen hat er mich aber so dermaßen schlecht behandelt, mich wahlweise ignoriert (zB abends in der Bar jeden der Clique umarmt und mich ausgelassen) oder vor allen wegen irgendwelchen Kleinigkeiten fertig gemacht. Ich dachte es wäre meine Schuld, ich hätte etwas falsch gemacht, ich hätte falsche Signale gesendet. Und dann eines Abends, als wir alle auf einer Party waren und auch etwas angetrunken waren, habe ich es nicht mehr ausgehalten und zu die verdammten Worte "vielleicht habe ich es mir anders überlegt" gesagt. Hatte ich nicht, ich wollte einfach nur dass er aufhört, mich so zu behandeln. Aber das konnte er ja nicht wissen. Eine Woche später kurz vor einer wichtigen Prüfung habe ich ihn um Hilfe gebeten bei einigen Aufgaben. Er sagte, er würde gegen Spätabend vorbeikommen. Ich hatte ein mulmiges Gefühl, aber ich dachte, ich könne dann ja immer noch entscheiden, ob ich mit ihm schlafen wolle oder nicht. Um Mitternacht kam er, schloss meine Zimmertür ab (ich wohne in einer WG), löschte das Licht und hat mich ohne ein weiteres Wort auf mein Bett gestoßen. Dann sollte ich mich ausziehen und ich weiß noch wie ich mich einfach nicht bewegen konnte. Er hat mich dann ausgezogen und angefangen in mich einzudringen. Es tat wirklich höllisch weh und mir wurde klar, dass genau das seine Absicht war. Generell hat er sich die größte Mühe gegeben, mir psychisch und physisch weh zu tun. Näheres will ich da gar nicht schreiben. Meine Gedanken sind zwischen "du hast es provoziert", "du standest ja mal auf ihn", "er denkt du willst es", "jeder weiß dass du harten Sex magst", "du willst es", "was passiert hier gerade" und "bitte mach, dass er aufhört, es tut so weh" hin und her gesprungen. Ich habe nie direkt "Nein" gesagt, aber ich habe irgendwann geweint (seine Reaktion: stell dich nicht so an) und gesagt "ich kann nicht mehr". Ich habe auch nicht geschrien, obwohl meine Mitbewohner das mit Sicherheit gehört hätten, aber ich hatte das Gefühl, ich würde übertreiben, die Situation überbewerten und ihm, R, Unrecht tun. Nachdem er dann fertig war, hat er das Licht angemacht, sich auf die andere Seite des Zimmers gesetzt und mich beobachtet, wie ich versucht habe, irgendwie die Fassung zu bewahren. Dann hat er mir eröffnet, dass er Nacktbilder von meinem Handy geklaut hat, als ich wegen einer Prüfung mal keinen Code eingestellt hatte, aber ich hätte kein Recht mich da drüber aufzuregen, das sei ja lächerlich. Dann hat er das Licht wieder ausgemacht und nochmal von vorne angefangen. Irgendwann gegen 3 Uhr ist er dann gegangen und ich habe am nächsten Tag so getan als wäre nichts, als wäre das nur ganz normaler Sex gewesen. Ich habe mir auch lange eingeredet dass es so war, aber ich glaube, im Endeffekt habe ich mich einfach nicht getraut, mich gegen ihn zu stellen. Wir haben dann noch öfters miteinander geschlafen, es ist immer ähnlich brutal abgelaufen und ich dachte irgendwie, ich müsse das tun, ich hätte ihm ja diese Signale gesendet und dass ich mein Recht "Nein" zu sagen, verwirkt hätte. Und ein kleiner Teil von mir wollte es auch, weil ich endlich die "Anerkennung" von ihm hatte, der ich (wir alle) jahrelang hinterhergelaufen bin. An alle die diesen Text durchgelesen haben, wie bewertet ihr diese Situation? Was soll ich tun? Soll ich ihn bei der Uni-Leitung melden? Beweise habe ich keine.

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11. Januar um 12:03

Ich kann und will nicht beurteilen, ob es eine Vergewaltigung war. Sexuelle Gewalt ist es auf jeden Fall. 

Du brauchst ganz dringend professionelle therapeutische Hilfe, das habe ich schon  nach deinen "Ich binso häßlich" und "ich bin so minderwertig"-Threads gedacht. Du hast wirklich große Probleme und dieser narzisstische R. hat das erkannt und nutzt das gnadenlos aus. 

Ich kann diese Dynamik eurer Gruppe auch nicht verstehen, ich bin mir auch nicht sicher, ob alle anderen das genauso bewerten wie du, oder ob es nicht eher deine eigene Wahrnehmung ist, denn unter so vielen so intelligenten, tollen Studenten kann es doch kaum so etwas geben? Da muss es doch auch Menschen mit ein wenig emotionaler Intelligenz geben, die einen solchen Teufelskreis durchbrechen?

Die einzige Lösung ist, dass du dir Hilfe suchst, und die Beine in die Hand nimmst, sobald du spürst, dass etwas dir nicht gut tut. 

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11. Januar um 12:30
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Hallo! Ich hab diesen Text schon im Sex&Verhütung Forum gepostet aber ich denke im Nachhinein, dass die Frage eher hierher gehört. Das Thema beschäftigt mich schon sehr lange und ich glaube ich brauche einfach eine neutrale Meinung von Leuten die weder mich noch ihn sondern nur die Fakten kennen. Bitte nehmt euch die Zeit und lest euch den Text durch! Danke Ich bin Anfang 20 und mitten im Studium. Wie das so ist, hat man ja meistens eine Clique aus Kommilitonen, mit denen man viel Zeit verbringt. Unsere Clique ist aber mehr ein "elitärer" Kreis, in den man nur "aufgenommen" wird, wenn der "Anführer" (ich nenne ihn im weiteren Text R) einen für ausreichend interessant und intelligent hält. Man muss sich aber auch weiterhin ständig beweisen in irgendwelchen fachlichen oder philosophischen Diskussionen. Alle bewundern R und eifern ihm nach, weil er objektiv gesehen wahnsinnig schlau ist (studiert 4 Fächer gleichzeitig), zu jedem Thema etwas weiß und nebenbei so witzig und unterhaltsam ist, dass Kneipenabende oft eine One-Man-Comesyshow werden. Noch dazu sieht er auch sehr gut aus, weswegen ich und auch andere Mädels schon ein bisschen auf ihn standen. Das Problem ist, er nutzt seine Fähigkeiten auch dazu aus, Leute zu manipulieren, fertig zu machen, zu entwerten und lächerlich zu machen. An einem Tag gibt er uns das Gefühl, super tolle, intelligente, gutaussehende junge Studenten zu sein und am nächsten Tag sind wir die dümmsten und hässlichsten Menschen (und ich im Besonderen war immer "die kleine Schlampe" die er je gesehen hat. Da ich generell große Probleme mit meinem Selbstwertgefühl habe, machte mir das sehr zu schaffen, und genau das hat er gespürt und sich vor allem auf mich konzentriert was diese Spielchen betraf. Mit seinem Urteil stand und fiel leider auch die eigene Position in der Clique und einige Freunde wurden schon ausgeschlossen, weil er sie plötzlich nicht mehr leiden konnte (da reichte teilweise ein falscher Satz). Mit diesen Freunden konnte ich mich dann nur noch heimlich treffen, weil ich Angst hatte, die nächste zu sein, die aus diesem "elitären" Kreis fliegt. Mir ist bewusst wie verrückt das alles klingt und wie toxisch die Dynamik dieser Clique ist. Ich hatte aber auch so verdammt viel Spaß, wir haben die besten Partys gemacht, so viel zusammen unternommen, waren zusammen auf Hütten im Urlaub etc. Das ist nur der Hintergrund, jetzt komme ich zum eigentlichen Geschehen. R wusste, dass ich auf ihn stand, aber er ist nie darauf eingegangen, zumal er selber in einer Beziehung ist. Ich habe dann auch einen Freund gefunden, den ich wirklich sehr liebe, viel mehr als die Freunde vor ihm. Auch das wusste R. In dieser Zeit habe ich dann nicht mehr so viel gemacht mit der Clique und bin R's Fängen ein bisschen entglitten. Bis er zum Dozenten an unserer Uni ernannt und ich seiner Arbeitsgruppe zugeteilt wurde. Wir hatten wieder mehr Kontakt, allerdings muss er gespürt haben, dass ich distanzierter war und er mich mit seinen Manipulationen nicht mehr erreichen konnte. Dann irgendwann habe ich mich wieder öfter mit der Clique getroffen und eines Abends wollte er zum Film schauen vorbeikommen. Man kann mich naiv nennen, aber ich habe mit keiner Faser damit gerechnet, dass er in der Mitte des Filmes völlig zusammenhangslos, ohne jeden vorausgehenden Annäherungsversuch, meine Hand greift und in seine Hose steckt. Ich hab sie sofort zurückgezogen, ihm gesagt dass ich das nicht will und er hat das auch akzeptiert und ist gegangen. So weit so gut. Die nächsten Tage/Wochen hat er mich aber so dermaßen schlecht behandelt, mich wahlweise ignoriert (zB abends in der Bar jeden der Clique umarmt und mich ausgelassen) oder vor allen wegen irgendwelchen Kleinigkeiten fertig gemacht. Ich dachte es wäre meine Schuld, ich hätte etwas falsch gemacht, ich hätte falsche Signale gesendet. Und dann eines Abends, als wir alle auf einer Party waren und auch etwas angetrunken waren, habe ich es nicht mehr ausgehalten und zu die verdammten Worte "vielleicht habe ich es mir anders überlegt" gesagt. Hatte ich nicht, ich wollte einfach nur dass er aufhört, mich so zu behandeln. Aber das konnte er ja nicht wissen. Eine Woche später kurz vor einer wichtigen Prüfung habe ich ihn um Hilfe gebeten bei einigen Aufgaben. Er sagte, er würde gegen Spätabend vorbeikommen. Ich hatte ein mulmiges Gefühl, aber ich dachte, ich könne dann ja immer noch entscheiden, ob ich mit ihm schlafen wolle oder nicht. Um Mitternacht kam er, schloss meine Zimmertür ab (ich wohne in einer WG), löschte das Licht und hat mich ohne ein weiteres Wort auf mein Bett gestoßen. Dann sollte ich mich ausziehen und ich weiß noch wie ich mich einfach nicht bewegen konnte. Er hat mich dann ausgezogen und angefangen in mich einzudringen. Es tat wirklich höllisch weh und mir wurde klar, dass genau das seine Absicht war. Generell hat er sich die größte Mühe gegeben, mir psychisch und physisch weh zu tun. Näheres will ich da gar nicht schreiben. Meine Gedanken sind zwischen "du hast es provoziert", "du standest ja mal auf ihn", "er denkt du willst es", "jeder weiß dass du harten Sex magst", "du willst es", "was passiert hier gerade" und "bitte mach, dass er aufhört, es tut so weh" hin und her gesprungen. Ich habe nie direkt "Nein" gesagt, aber ich habe irgendwann geweint (seine Reaktion: stell dich nicht so an) und gesagt "ich kann nicht mehr". Ich habe auch nicht geschrien, obwohl meine Mitbewohner das mit Sicherheit gehört hätten, aber ich hatte das Gefühl, ich würde übertreiben, die Situation überbewerten und ihm, R, Unrecht tun. Nachdem er dann fertig war, hat er das Licht angemacht, sich auf die andere Seite des Zimmers gesetzt und mich beobachtet, wie ich versucht habe, irgendwie die Fassung zu bewahren. Dann hat er mir eröffnet, dass er Nacktbilder von meinem Handy geklaut hat, als ich wegen einer Prüfung mal keinen Code eingestellt hatte, aber ich hätte kein Recht mich da drüber aufzuregen, das sei ja lächerlich. Dann hat er das Licht wieder ausgemacht und nochmal von vorne angefangen. Irgendwann gegen 3 Uhr ist er dann gegangen und ich habe am nächsten Tag so getan als wäre nichts, als wäre das nur ganz normaler Sex gewesen. Ich habe mir auch lange eingeredet dass es so war, aber ich glaube, im Endeffekt habe ich mich einfach nicht getraut, mich gegen ihn zu stellen. Wir haben dann noch öfters miteinander geschlafen, es ist immer ähnlich brutal abgelaufen und ich dachte irgendwie, ich müsse das tun, ich hätte ihm ja diese Signale gesendet und dass ich mein Recht "Nein" zu sagen, verwirkt hätte. Und ein kleiner Teil von mir wollte es auch, weil ich endlich die "Anerkennung" von ihm hatte, der ich (wir alle) jahrelang hinterhergelaufen bin. An alle die diesen Text durchgelesen haben, wie bewertet ihr diese Situation? Was soll ich tun? Soll ich ihn bei der Uni-Leitung melden? Beweise habe ich keine.

Hier haben wir ein Alfatier. 

Du wolltest Anerkennung hast du nicht bekommen..... 

Gehst du zur Unileitung beweißt du nur das du immer noch nicht fähig bist selbständig Probleme zu lösen. 

Wo ist die gegen Manipulation.
Wo ist ein Klares nein 

Wo bist du ihm unterlegen. 

Was hält dich auf das zu klären. 
Du gibst dich selbst auf. 

Anerkennung gibt's für Klartext und zwar ihm gegen über. 

Du hast seinen Respekt verloren. 

Anerkennung redest du dir ein

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11. Januar um 12:32

PS : Manipuliert werden kann nur der der sich manipulieren lässt

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11. Januar um 13:15
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Hier haben wir ein Alfatier. 

Du wolltest Anerkennung hast du nicht bekommen..... 

Gehst du zur Unileitung beweißt du nur das du immer noch nicht fähig bist selbständig Probleme zu lösen. 

Wo ist die gegen Manipulation.
Wo ist ein Klares nein 

Wo bist du ihm unterlegen. 

Was hält dich auf das zu klären. 
Du gibst dich selbst auf. 

Anerkennung gibt's für Klartext und zwar ihm gegen über. 

Du hast seinen Respekt verloren. 

Anerkennung redest du dir ein

Deswegen habe ich Anerkennung auch in Anführungsstriche gesetzt. Natürlich ist das keine echte Anerkennung und natürlich hat er keinen Respekt vor mir oder vor meinen Gefühlen. Verloren hab ich den Respekt auch nicht, weil ich den nie hatte. 

Klartext ja, aber ich habe Angst davor. Davor wie er reagiert, ob er versucht mich zu diskreditieren oder schlimmeres. Er war nicht umsonst jahrelang in der Psychiatrie. 

Es ist natürlich einfach zu sagen als Außenstehender, dass man die Wahl hat sich manipulieren zu lassen. Wenn jemand intelligent genug ist und deine Schwachstellen kennt, ist man da so machtlos dagegen, selbst wenn man die Manipulation erkennt. Ich hoffe für dich, dass du nie einem Menschen wie ihm begegnest. 
 

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11. Januar um 13:45
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Ich kann und will nicht beurteilen, ob es eine Vergewaltigung war. Sexuelle Gewalt ist es auf jeden Fall. 

Du brauchst ganz dringend professionelle therapeutische Hilfe, das habe ich schon  nach deinen "Ich binso häßlich" und "ich bin so minderwertig"-Threads gedacht. Du hast wirklich große Probleme und dieser narzisstische R. hat das erkannt und nutzt das gnadenlos aus. 

Ich kann diese Dynamik eurer Gruppe auch nicht verstehen, ich bin mir auch nicht sicher, ob alle anderen das genauso bewerten wie du, oder ob es nicht eher deine eigene Wahrnehmung ist, denn unter so vielen so intelligenten, tollen Studenten kann es doch kaum so etwas geben? Da muss es doch auch Menschen mit ein wenig emotionaler Intelligenz geben, die einen solchen Teufelskreis durchbrechen?

Die einzige Lösung ist, dass du dir Hilfe suchst, und die Beine in die Hand nimmst, sobald du spürst, dass etwas dir nicht gut tut. 

Ja vermutlich brauch ich da wirklich Hilfe, professionelle Hilfe. Das Problem ist nur, dass jede/r dem ich von meinen Selbstwertprobleme erzähle, mit "waaaas? duuuu? du siehst doch gut aus, du wirkst total selbstbewusst" reagiert und ich dann noch mehr an mir zweifle. 

Nein, es ist nicht nur meine Wahrnehmung, es geht allen so, manche sind sich dessen auch noch gar nicht bewusst. Wenigstens merke ich, dass ich manipuliert werde. Emotinale Intelligenz kann man uns auch nicht absprechen, dafür sind unsere Studieninhalte zu komplex auf diesem Gebiet. Einen wie R trifft man nur einmal im Leben und dann muss man das Pech haben, in seinen Dunstkreis zu gelangen. Einer meiner Freunde ist extra umgezogen und hat seine neue Adresse nur ganz wenigen mitgeteilt, weil er Angst hatte, dass R eines Tages vor der Tür steht. Ich fand das damals so übertrieben und daneben, aber mittlerweile trau ich ihm wirklich alles zu. 

Ich war auch vor Jahren mal in einer toxischen Beziehung, wurde auch total manipuliert und gegaslighted und hab es aber geschafft mich dann zu trennen, nachdem ich mir dessen bewusst geworden war. Obwohl er noch ewig versucht hat mich wieder zurück zu bekommen, bin ich kein einziges Mal weich geworden. Und da war ich 16, also noch ein halbes Kind. R ist halt leider ein ganz anderes Level, der Endgegner um mal in der game Sprache zu bleiben. Und irgendwie habe ich das Bedürfnis, ihm das Handwerk zu legen, weil ich weiß dass es Mädchen vor mir gab (was man nicht so alles erfährt wenn man die richtigen Fragen stellt) und ich bin mir sicher es wird Mädchen nach mir geben weil Typen wie R hören nicht einfach auf mit dem was sie tun. Die testen kontinuierlich ihre Grenzen und gehen immer weiter, bis sie jemand stoppt.

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11. Januar um 14:29
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Deswegen habe ich Anerkennung auch in Anführungsstriche gesetzt. Natürlich ist das keine echte Anerkennung und natürlich hat er keinen Respekt vor mir oder vor meinen Gefühlen. Verloren hab ich den Respekt auch nicht, weil ich den nie hatte. 

Klartext ja, aber ich habe Angst davor. Davor wie er reagiert, ob er versucht mich zu diskreditieren oder schlimmeres. Er war nicht umsonst jahrelang in der Psychiatrie. 

Es ist natürlich einfach zu sagen als Außenstehender, dass man die Wahl hat sich manipulieren zu lassen. Wenn jemand intelligent genug ist und deine Schwachstellen kennt, ist man da so machtlos dagegen, selbst wenn man die Manipulation erkennt. Ich hoffe für dich, dass du nie einem Menschen wie ihm begegnest. 
 

Ich spiel das auf nem andren Niveau.

Glaub mir.... 


Wenn du mir zu gehört hast 
Kennst du seine Schwachstelle. 

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12. Januar um 11:53
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Hallo! Ich hab diesen Text schon im Sex&Verhütung Forum gepostet aber ich denke im Nachhinein, dass die Frage eher hierher gehört. Das Thema beschäftigt mich schon sehr lange und ich glaube ich brauche einfach eine neutrale Meinung von Leuten die weder mich noch ihn sondern nur die Fakten kennen. Bitte nehmt euch die Zeit und lest euch den Text durch! Danke Ich bin Anfang 20 und mitten im Studium. Wie das so ist, hat man ja meistens eine Clique aus Kommilitonen, mit denen man viel Zeit verbringt. Unsere Clique ist aber mehr ein "elitärer" Kreis, in den man nur "aufgenommen" wird, wenn der "Anführer" (ich nenne ihn im weiteren Text R) einen für ausreichend interessant und intelligent hält. Man muss sich aber auch weiterhin ständig beweisen in irgendwelchen fachlichen oder philosophischen Diskussionen. Alle bewundern R und eifern ihm nach, weil er objektiv gesehen wahnsinnig schlau ist (studiert 4 Fächer gleichzeitig), zu jedem Thema etwas weiß und nebenbei so witzig und unterhaltsam ist, dass Kneipenabende oft eine One-Man-Comesyshow werden. Noch dazu sieht er auch sehr gut aus, weswegen ich und auch andere Mädels schon ein bisschen auf ihn standen. Das Problem ist, er nutzt seine Fähigkeiten auch dazu aus, Leute zu manipulieren, fertig zu machen, zu entwerten und lächerlich zu machen. An einem Tag gibt er uns das Gefühl, super tolle, intelligente, gutaussehende junge Studenten zu sein und am nächsten Tag sind wir die dümmsten und hässlichsten Menschen (und ich im Besonderen war immer "die kleine Schlampe" die er je gesehen hat. Da ich generell große Probleme mit meinem Selbstwertgefühl habe, machte mir das sehr zu schaffen, und genau das hat er gespürt und sich vor allem auf mich konzentriert was diese Spielchen betraf. Mit seinem Urteil stand und fiel leider auch die eigene Position in der Clique und einige Freunde wurden schon ausgeschlossen, weil er sie plötzlich nicht mehr leiden konnte (da reichte teilweise ein falscher Satz). Mit diesen Freunden konnte ich mich dann nur noch heimlich treffen, weil ich Angst hatte, die nächste zu sein, die aus diesem "elitären" Kreis fliegt. Mir ist bewusst wie verrückt das alles klingt und wie toxisch die Dynamik dieser Clique ist. Ich hatte aber auch so verdammt viel Spaß, wir haben die besten Partys gemacht, so viel zusammen unternommen, waren zusammen auf Hütten im Urlaub etc. Das ist nur der Hintergrund, jetzt komme ich zum eigentlichen Geschehen. R wusste, dass ich auf ihn stand, aber er ist nie darauf eingegangen, zumal er selber in einer Beziehung ist. Ich habe dann auch einen Freund gefunden, den ich wirklich sehr liebe, viel mehr als die Freunde vor ihm. Auch das wusste R. In dieser Zeit habe ich dann nicht mehr so viel gemacht mit der Clique und bin R's Fängen ein bisschen entglitten. Bis er zum Dozenten an unserer Uni ernannt und ich seiner Arbeitsgruppe zugeteilt wurde. Wir hatten wieder mehr Kontakt, allerdings muss er gespürt haben, dass ich distanzierter war und er mich mit seinen Manipulationen nicht mehr erreichen konnte. Dann irgendwann habe ich mich wieder öfter mit der Clique getroffen und eines Abends wollte er zum Film schauen vorbeikommen. Man kann mich naiv nennen, aber ich habe mit keiner Faser damit gerechnet, dass er in der Mitte des Filmes völlig zusammenhangslos, ohne jeden vorausgehenden Annäherungsversuch, meine Hand greift und in seine Hose steckt. Ich hab sie sofort zurückgezogen, ihm gesagt dass ich das nicht will und er hat das auch akzeptiert und ist gegangen. So weit so gut. Die nächsten Tage/Wochen hat er mich aber so dermaßen schlecht behandelt, mich wahlweise ignoriert (zB abends in der Bar jeden der Clique umarmt und mich ausgelassen) oder vor allen wegen irgendwelchen Kleinigkeiten fertig gemacht. Ich dachte es wäre meine Schuld, ich hätte etwas falsch gemacht, ich hätte falsche Signale gesendet. Und dann eines Abends, als wir alle auf einer Party waren und auch etwas angetrunken waren, habe ich es nicht mehr ausgehalten und zu die verdammten Worte "vielleicht habe ich es mir anders überlegt" gesagt. Hatte ich nicht, ich wollte einfach nur dass er aufhört, mich so zu behandeln. Aber das konnte er ja nicht wissen. Eine Woche später kurz vor einer wichtigen Prüfung habe ich ihn um Hilfe gebeten bei einigen Aufgaben. Er sagte, er würde gegen Spätabend vorbeikommen. Ich hatte ein mulmiges Gefühl, aber ich dachte, ich könne dann ja immer noch entscheiden, ob ich mit ihm schlafen wolle oder nicht. Um Mitternacht kam er, schloss meine Zimmertür ab (ich wohne in einer WG), löschte das Licht und hat mich ohne ein weiteres Wort auf mein Bett gestoßen. Dann sollte ich mich ausziehen und ich weiß noch wie ich mich einfach nicht bewegen konnte. Er hat mich dann ausgezogen und angefangen in mich einzudringen. Es tat wirklich höllisch weh und mir wurde klar, dass genau das seine Absicht war. Generell hat er sich die größte Mühe gegeben, mir psychisch und physisch weh zu tun. Näheres will ich da gar nicht schreiben. Meine Gedanken sind zwischen "du hast es provoziert", "du standest ja mal auf ihn", "er denkt du willst es", "jeder weiß dass du harten Sex magst", "du willst es", "was passiert hier gerade" und "bitte mach, dass er aufhört, es tut so weh" hin und her gesprungen. Ich habe nie direkt "Nein" gesagt, aber ich habe irgendwann geweint (seine Reaktion: stell dich nicht so an) und gesagt "ich kann nicht mehr". Ich habe auch nicht geschrien, obwohl meine Mitbewohner das mit Sicherheit gehört hätten, aber ich hatte das Gefühl, ich würde übertreiben, die Situation überbewerten und ihm, R, Unrecht tun. Nachdem er dann fertig war, hat er das Licht angemacht, sich auf die andere Seite des Zimmers gesetzt und mich beobachtet, wie ich versucht habe, irgendwie die Fassung zu bewahren. Dann hat er mir eröffnet, dass er Nacktbilder von meinem Handy geklaut hat, als ich wegen einer Prüfung mal keinen Code eingestellt hatte, aber ich hätte kein Recht mich da drüber aufzuregen, das sei ja lächerlich. Dann hat er das Licht wieder ausgemacht und nochmal von vorne angefangen. Irgendwann gegen 3 Uhr ist er dann gegangen und ich habe am nächsten Tag so getan als wäre nichts, als wäre das nur ganz normaler Sex gewesen. Ich habe mir auch lange eingeredet dass es so war, aber ich glaube, im Endeffekt habe ich mich einfach nicht getraut, mich gegen ihn zu stellen. Wir haben dann noch öfters miteinander geschlafen, es ist immer ähnlich brutal abgelaufen und ich dachte irgendwie, ich müsse das tun, ich hätte ihm ja diese Signale gesendet und dass ich mein Recht "Nein" zu sagen, verwirkt hätte. Und ein kleiner Teil von mir wollte es auch, weil ich endlich die "Anerkennung" von ihm hatte, der ich (wir alle) jahrelang hinterhergelaufen bin. An alle die diesen Text durchgelesen haben, wie bewertet ihr diese Situation? Was soll ich tun? Soll ich ihn bei der Uni-Leitung melden? Beweise habe ich keine.

Es war keine Vergewaltigung.  Du hast dich angeboten. Regelrecht angeboten. Er hat dich davor schon als ....... bezeichnet.  Du hast keine Ehrfurcht vor dir selbst. Wie soll er sie dann haben? Habe lange überlegt ob ich hierzu was schreiben soll aber auch hier sieht man, dann ein Studium nicht unbedingt für intelligenz steht. Und bevor es losgeht: ich habe selbst BWL studiert. 

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12. Januar um 13:25

Manchmal ist es dann doch besser, einfach nichts zu schreiben. 

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12. Januar um 13:29
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Manchmal ist es dann doch besser, einfach nichts zu schreiben. 

Dann frag nicht in einem Forum nach Meinungen,  wenn du nicht offen und empfänglich bist. Hier ist niemand dafür da, dir Zuspruch zu geben. Hier wird sich neutral geäußert. 

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12. Januar um 13:29
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Manchmal ist es dann doch besser, einfach nichts zu schreiben. 

Dann frag nicht in einem Forum nach Meinungen,  wenn du nicht offen und empfänglich bist. Hier ist niemand dafür da, dir Zuspruch zu geben. Hier wird sich neutral geäußert. 

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12. Januar um 14:49
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Dann frag nicht in einem Forum nach Meinungen,  wenn du nicht offen und empfänglich bist. Hier ist niemand dafür da, dir Zuspruch zu geben. Hier wird sich neutral geäußert. 

Deine Meinung ist aber leider so undifferenziert und so von oben herab dass ich damit nichts anfangen kann und mich schlechter fühle als vorher. Ich möchte keinen Zuspruch, aber mir zu sagen ich hätte mich angeboten und mir zu unterstellen dass ich dumm bin, ist wirklich nicht das, was man jemandem schreiben sollte, der in so einer Situation ist. Im Übrigen hat Intelligenz nichts mit dem Selbstwertgefühl zu tun, das Selbstwertgefühl aber sehr wohl mit dem was passiert ist. Also macht das auch einfach nichtmal Sinn. Hinterfrag mal ob deine Auffassung nicht eventuell etwas überholt ist und eher den 90ern entspricht als unserer modernen Gesellschaft in der victim blaming absolut nichts zu suchen hat und nur dazu führt dass ganz ganz viele nicht mehr trauen etwas zu sagen.

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12. Januar um 16:09
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Deine Meinung ist aber leider so undifferenziert und so von oben herab dass ich damit nichts anfangen kann und mich schlechter fühle als vorher. Ich möchte keinen Zuspruch, aber mir zu sagen ich hätte mich angeboten und mir zu unterstellen dass ich dumm bin, ist wirklich nicht das, was man jemandem schreiben sollte, der in so einer Situation ist. Im Übrigen hat Intelligenz nichts mit dem Selbstwertgefühl zu tun, das Selbstwertgefühl aber sehr wohl mit dem was passiert ist. Also macht das auch einfach nichtmal Sinn. Hinterfrag mal ob deine Auffassung nicht eventuell etwas überholt ist und eher den 90ern entspricht als unserer modernen Gesellschaft in der victim blaming absolut nichts zu suchen hat und nur dazu führt dass ganz ganz viele nicht mehr trauen etwas zu sagen.

Wenn du zu ihm gehst und sagst 'ich habe es mir anders überlegt" und dann mit ihm ins Zimmer verschwindest, dann ist das anbieten, ob du das akzeptieren magst oder nicht. Dumm ist, dass du diesen Kreis der Personen als elitär bezeichnest und alle einen Idioten hinterher hechelt.  Das ist wirklich dumm. Aber das weißt ja auch du mittlerweile. Vielleicht solltest du einen Therapeuten aufsuchen und versuchst mal an deiner Einstellung zu arbeiten und etwas gerade rücken zu lassen. Selbstwert und Selbstliebe, Achtung und nein sagen sind Dinge, die du lernen musst anstatt hier im dich zu schlagen. 

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12. Januar um 16:09
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Deine Meinung ist aber leider so undifferenziert und so von oben herab dass ich damit nichts anfangen kann und mich schlechter fühle als vorher. Ich möchte keinen Zuspruch, aber mir zu sagen ich hätte mich angeboten und mir zu unterstellen dass ich dumm bin, ist wirklich nicht das, was man jemandem schreiben sollte, der in so einer Situation ist. Im Übrigen hat Intelligenz nichts mit dem Selbstwertgefühl zu tun, das Selbstwertgefühl aber sehr wohl mit dem was passiert ist. Also macht das auch einfach nichtmal Sinn. Hinterfrag mal ob deine Auffassung nicht eventuell etwas überholt ist und eher den 90ern entspricht als unserer modernen Gesellschaft in der victim blaming absolut nichts zu suchen hat und nur dazu führt dass ganz ganz viele nicht mehr trauen etwas zu sagen.

Wenn du zu ihm gehst und sagst 'ich habe es mir anders überlegt" und dann mit ihm ins Zimmer verschwindest, dann ist das anbieten, ob du das akzeptieren magst oder nicht. Dumm ist, dass du diesen Kreis der Personen als elitär bezeichnest und alle einen Idioten hinterher hechelt.  Das ist wirklich dumm. Aber das weißt ja auch du mittlerweile. Vielleicht solltest du einen Therapeuten aufsuchen und versuchst mal an deiner Einstellung zu arbeiten und etwas gerade rücken zu lassen. Selbstwert und Selbstliebe, Achtung und nein sagen sind Dinge, die du lernen musst anstatt hier im dich zu schlagen. 

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15. Januar um 19:10
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Wenn du zu ihm gehst und sagst 'ich habe es mir anders überlegt" und dann mit ihm ins Zimmer verschwindest, dann ist das anbieten, ob du das akzeptieren magst oder nicht. Dumm ist, dass du diesen Kreis der Personen als elitär bezeichnest und alle einen Idioten hinterher hechelt.  Das ist wirklich dumm. Aber das weißt ja auch du mittlerweile. Vielleicht solltest du einen Therapeuten aufsuchen und versuchst mal an deiner Einstellung zu arbeiten und etwas gerade rücken zu lassen. Selbstwert und Selbstliebe, Achtung und nein sagen sind Dinge, die du lernen musst anstatt hier im dich zu schlagen. 

Zwischen ich habs mir anders überlegt und unserem Lerntreffen lag fast 1 Woche. Dazwischen hatten wir uns mehrmals gesehen und er hat nicht mal im Ansatz irgendwas versucht, um mich rumzukriegen. Deswegen habe ich nicht mit der Situation gerechnet, wie sie dann eingetreten ist, und wie mir mittlerweile klar ist, war das genau seine Absicht. Elitär habe ich immer in Anführungszeichen gesetzt, erstens weil es natürlich nicht wirklich elitär ist, zweitens weil sich manche (wenige) hier aus irgendeinem Grund angegriffen fühlen. Dass es dumm ist, ihm hinterher zu rennen, weiß ich auch, aber das Problem ist ja, dass ich mich wie eine willenlose Marionette fühle, sobald er in der Nähe ist. Das kann man nicht mit irgendwelchen rationalen Tipps lösen. Aber der Tipp mit dem Therapeuten ist sicherlich richtig, das werde ich auf jeden Fall in Angriff nehmen. Tatsächlich ist von meinem Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl, das ich noch vor ein paar Jahren hatte, nichts mehr übrig und mittlerweile, nachdem ich mich tagelang jetzt mit dem Thema auseinandergesetzt habe, glaube ich, dass er genau das seit Jahren eingeleitet hat. 

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8:06
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Hallo! Ich hab diesen Text schon im Sex&Verhütung Forum gepostet aber ich denke im Nachhinein, dass die Frage eher hierher gehört. Das Thema beschäftigt mich schon sehr lange und ich glaube ich brauche einfach eine neutrale Meinung von Leuten die weder mich noch ihn sondern nur die Fakten kennen. Bitte nehmt euch die Zeit und lest euch den Text durch! Danke Ich bin Anfang 20 und mitten im Studium. Wie das so ist, hat man ja meistens eine Clique aus Kommilitonen, mit denen man viel Zeit verbringt. Unsere Clique ist aber mehr ein "elitärer" Kreis, in den man nur "aufgenommen" wird, wenn der "Anführer" (ich nenne ihn im weiteren Text R) einen für ausreichend interessant und intelligent hält. Man muss sich aber auch weiterhin ständig beweisen in irgendwelchen fachlichen oder philosophischen Diskussionen. Alle bewundern R und eifern ihm nach, weil er objektiv gesehen wahnsinnig schlau ist (studiert 4 Fächer gleichzeitig), zu jedem Thema etwas weiß und nebenbei so witzig und unterhaltsam ist, dass Kneipenabende oft eine One-Man-Comesyshow werden. Noch dazu sieht er auch sehr gut aus, weswegen ich und auch andere Mädels schon ein bisschen auf ihn standen. Das Problem ist, er nutzt seine Fähigkeiten auch dazu aus, Leute zu manipulieren, fertig zu machen, zu entwerten und lächerlich zu machen. An einem Tag gibt er uns das Gefühl, super tolle, intelligente, gutaussehende junge Studenten zu sein und am nächsten Tag sind wir die dümmsten und hässlichsten Menschen (und ich im Besonderen war immer "die kleine Schlampe" die er je gesehen hat. Da ich generell große Probleme mit meinem Selbstwertgefühl habe, machte mir das sehr zu schaffen, und genau das hat er gespürt und sich vor allem auf mich konzentriert was diese Spielchen betraf. Mit seinem Urteil stand und fiel leider auch die eigene Position in der Clique und einige Freunde wurden schon ausgeschlossen, weil er sie plötzlich nicht mehr leiden konnte (da reichte teilweise ein falscher Satz). Mit diesen Freunden konnte ich mich dann nur noch heimlich treffen, weil ich Angst hatte, die nächste zu sein, die aus diesem "elitären" Kreis fliegt. Mir ist bewusst wie verrückt das alles klingt und wie toxisch die Dynamik dieser Clique ist. Ich hatte aber auch so verdammt viel Spaß, wir haben die besten Partys gemacht, so viel zusammen unternommen, waren zusammen auf Hütten im Urlaub etc. Das ist nur der Hintergrund, jetzt komme ich zum eigentlichen Geschehen. R wusste, dass ich auf ihn stand, aber er ist nie darauf eingegangen, zumal er selber in einer Beziehung ist. Ich habe dann auch einen Freund gefunden, den ich wirklich sehr liebe, viel mehr als die Freunde vor ihm. Auch das wusste R. In dieser Zeit habe ich dann nicht mehr so viel gemacht mit der Clique und bin R's Fängen ein bisschen entglitten. Bis er zum Dozenten an unserer Uni ernannt und ich seiner Arbeitsgruppe zugeteilt wurde. Wir hatten wieder mehr Kontakt, allerdings muss er gespürt haben, dass ich distanzierter war und er mich mit seinen Manipulationen nicht mehr erreichen konnte. Dann irgendwann habe ich mich wieder öfter mit der Clique getroffen und eines Abends wollte er zum Film schauen vorbeikommen. Man kann mich naiv nennen, aber ich habe mit keiner Faser damit gerechnet, dass er in der Mitte des Filmes völlig zusammenhangslos, ohne jeden vorausgehenden Annäherungsversuch, meine Hand greift und in seine Hose steckt. Ich hab sie sofort zurückgezogen, ihm gesagt dass ich das nicht will und er hat das auch akzeptiert und ist gegangen. So weit so gut. Die nächsten Tage/Wochen hat er mich aber so dermaßen schlecht behandelt, mich wahlweise ignoriert (zB abends in der Bar jeden der Clique umarmt und mich ausgelassen) oder vor allen wegen irgendwelchen Kleinigkeiten fertig gemacht. Ich dachte es wäre meine Schuld, ich hätte etwas falsch gemacht, ich hätte falsche Signale gesendet. Und dann eines Abends, als wir alle auf einer Party waren und auch etwas angetrunken waren, habe ich es nicht mehr ausgehalten und zu die verdammten Worte "vielleicht habe ich es mir anders überlegt" gesagt. Hatte ich nicht, ich wollte einfach nur dass er aufhört, mich so zu behandeln. Aber das konnte er ja nicht wissen. Eine Woche später kurz vor einer wichtigen Prüfung habe ich ihn um Hilfe gebeten bei einigen Aufgaben. Er sagte, er würde gegen Spätabend vorbeikommen. Ich hatte ein mulmiges Gefühl, aber ich dachte, ich könne dann ja immer noch entscheiden, ob ich mit ihm schlafen wolle oder nicht. Um Mitternacht kam er, schloss meine Zimmertür ab (ich wohne in einer WG), löschte das Licht und hat mich ohne ein weiteres Wort auf mein Bett gestoßen. Dann sollte ich mich ausziehen und ich weiß noch wie ich mich einfach nicht bewegen konnte. Er hat mich dann ausgezogen und angefangen in mich einzudringen. Es tat wirklich höllisch weh und mir wurde klar, dass genau das seine Absicht war. Generell hat er sich die größte Mühe gegeben, mir psychisch und physisch weh zu tun. Näheres will ich da gar nicht schreiben. Meine Gedanken sind zwischen "du hast es provoziert", "du standest ja mal auf ihn", "er denkt du willst es", "jeder weiß dass du harten Sex magst", "du willst es", "was passiert hier gerade" und "bitte mach, dass er aufhört, es tut so weh" hin und her gesprungen. Ich habe nie direkt "Nein" gesagt, aber ich habe irgendwann geweint (seine Reaktion: stell dich nicht so an) und gesagt "ich kann nicht mehr". Ich habe auch nicht geschrien, obwohl meine Mitbewohner das mit Sicherheit gehört hätten, aber ich hatte das Gefühl, ich würde übertreiben, die Situation überbewerten und ihm, R, Unrecht tun. Nachdem er dann fertig war, hat er das Licht angemacht, sich auf die andere Seite des Zimmers gesetzt und mich beobachtet, wie ich versucht habe, irgendwie die Fassung zu bewahren. Dann hat er mir eröffnet, dass er Nacktbilder von meinem Handy geklaut hat, als ich wegen einer Prüfung mal keinen Code eingestellt hatte, aber ich hätte kein Recht mich da drüber aufzuregen, das sei ja lächerlich. Dann hat er das Licht wieder ausgemacht und nochmal von vorne angefangen. Irgendwann gegen 3 Uhr ist er dann gegangen und ich habe am nächsten Tag so getan als wäre nichts, als wäre das nur ganz normaler Sex gewesen. Ich habe mir auch lange eingeredet dass es so war, aber ich glaube, im Endeffekt habe ich mich einfach nicht getraut, mich gegen ihn zu stellen. Wir haben dann noch öfters miteinander geschlafen, es ist immer ähnlich brutal abgelaufen und ich dachte irgendwie, ich müsse das tun, ich hätte ihm ja diese Signale gesendet und dass ich mein Recht "Nein" zu sagen, verwirkt hätte. Und ein kleiner Teil von mir wollte es auch, weil ich endlich die "Anerkennung" von ihm hatte, der ich (wir alle) jahrelang hinterhergelaufen bin. An alle die diesen Text durchgelesen haben, wie bewertet ihr diese Situation? Was soll ich tun? Soll ich ihn bei der Uni-Leitung melden? Beweise habe ich keine.

Liebe anna_karenIna,

ich finde es sehr mutig, dass du deine Geschichte hier geschrieben hast und das ist schon einmal ein guter Schritt. Völlig unabhängig davon, wie der Sachverhalt strafrechtlich zu beurteilen wäre: Es ist alles andere als schön, was dir da passiert ist und es ist gut, dass du die Toxizität erkannt hast.

Meines Erachtens ist der Fall weniger etwas für die Unileitung als bereits für die Polizei und damit letztlich für die Staatsanwaltschaft. Wenn du Strafanzeige erstattest, wird der Sachverhalt einer rechtlichen Prüfung unterzogen. Ob der Geschlechtsverkehr als Vergewaltigung bewertet werden bezweifle ich zwar, weil bereits nach deiner Aussage nicht sicher ist, ob er deinen entgegenstehenden Willen sicher erkennen konnte. Allerdings gibt es da ja noch den Vorfall mit der Hand in der Hose, der als (ggf. sogar sexuelle) Nötigung beurteilt werden könnte. Im Übrigen ist allein schon deine Zeugenaussage ein Beweismittel. Natürlich ist es so, dass im Zweifel die Unschuldsvermutung gilt, sodass die Erfolgsaussichten für eine Bestrafung nicht groß sind. Ich finde es aber auch nicht unwichtig dafür, dass du dich nicht als durch ihn zum Objekt gemacht empfindest, sondern als jemand der handelt und das kannst du durch die Anzeige tun, selbst wenn das Verfahren letztlich eingestellt werden würde. Wichtig wäre nur, dass du eine etwaige Einstellung des Verfahrens nicht als Niederlage begreifst. In den Aussage-gegen-Aussage-Konstellationen ist es zwar nicht unmöglich, aber sehr schwierig eine Bestrafung zu erwirken. Trotzdem würde er allein schon bei einer Beschuldigtenvernehmung wohl realisieren, dass er da zu weit gegangen ist. Die Uni-Leitung würde ich hingegen lieber (noch) nicht beteiligen, sondern erst, wenn du feststellen solltest, dass er auch für andere Studentinnen zum Problem wird und ein Strafverfahren Aussicht auf Erfolg hat.

In jedem Fall kannst du dir aber auch bei einem Opferschutzverband hilfe holen, wie z.B. beim weißen Ring: https://weisser-ring.de/

LG Lovely0435

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