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Vergewaltigt mit 15, Fehlgeburt, Depression

27. März 2016 um 18:25

Hallo,
ich wurde vor knapp 3 Jahren mit 15 vergewaltigt, was ich aber lange zeit mir nicht eingestehen wollte.
Ich hatte viel getrunken, mehr als je zuvor und ich vertrug auch nicht viel.
Ich fühlte mich leicht, frei und wollte was erleben.
Ursprünglich wollten meine Freundinnen und ich damals auf eine sogenannte Haus-Party, doch bevor wir ankamen, hatte die Polizei diese schon aufgelöst und alle Jugendlichen in den Park geschickt.
Dort lernte ich "ihn" (18) dann kennen, er war lieb zu mir, hat sich um mich gekümmert und ich vertraute ihm.
Er gab mir was zu trinken, eine Mische mit Orangensaft und ich trank sie.
Danach wollte er mit mir "alleine" sein und ging mit mir weg von den anderen.
Ich dachte mir zuerst nichts dabei.
Ich habe die Gefahr viel zu spät erkannt und als es passierte, fiel ich einen Schockzustand. Ich konnte mich nicht bewegen, nicht wehren und auch nicht weglaufen( hatte damals einen Bänderriss und eine Krücke).
Ich habe lediglich in meinem Kopf geschrien, doch es konnte natürlich keiner hören. Er lies mich liegen und ich brauchte meine zeit bis ich "erwachte" und aufstehen konnte. Bis heute weiß ich nicht, wie ich dann wieder zu meinen Freundinnen gekommen bin. Ich habe schon während es passierte, begonnen es zu verdrängen.
Es passte nicht in meine Welt, also war es für mich nie passiert...
Ich konnte mich lange Zeit weder an Schmerzen noch an Wunden erinnern.
Bei der Polizei oder beim Arzt war ich nicht, denn es wusste ja keiner, nicht mal ich richtig.
Doch ich bekam meine Tage nicht, ich war schwanger.
Auch damit konnte ich nicht umgehen.
In der Zeit danach war ich sehr verwirrt, weil ich nicht wusste was passiert war und ich eigentlich auch gar nicht wissen wollte was passiert war. Ich war so überfordert mit der Situation.
Ich verlor das kleine Wesen nach 8 Wochen, es ging von selbst. Ich lies es nicht wegmachen, aber ich verhielt mich auch nicht wie eine Schwangere bzw. schonte mich nicht ( naives ich von damals:" gab ja kein Grund dazu.")
Meine ganzen Erinnerungen an die Nacht kamen erst als ich vor einem halben Jahr mit einer Trauma-Therapie begonnen habe.
Denn die verdrängten Erlebnisse schlichen sich erst nach zwei Jahren in Form von Albträumen und Panikattacken in mein Leben.

Meine Vergewaltigung habe so gut wie es eben geht verarbeitet und auch akzeptiert, nur mit den Folgen komme ich momentan nicht klar.
Die Schwangerschaft ist das Problem, sicherlich war mein Baby damals kleiner wie ein Gummibärchen als ich es verlor, doch heute liebe ich es und vermisse es unglaublich.
Damals hatte ich eine kleine Babymütze gekauft und bewahre sie normalerweise zusammen mit dem Schwangerschaftstest und den anderen kleinen Dingen in einer Schachtel auf. Unmittelbar nach der Fehlgeburt habe ich nicht getrauert, nicht geweint. Ich war leer, nicht fähig Gefühle zu zeigen.
Heute spüre ich diese Trauer in vollster Größe und versuche diesen Trauerprozess nachzuholen.
Überraschend für mich sind diese unglaublichen Schmerzen. Ich hätte nicht gedacht, dass der Verlust eines Babys so weh tun würde für das ich, als es in mir war, keine Liebe empfand.
Ich habe oft Schuldgefühle, denn es kann sein, das mein damaliges Verhalten während der Schwangerschaft der Grund für den Verlust war.
Hätte ich es damals nicht verloren, würde es im April zwei Jahre alt werden. Die Vorstellung, dass meine kleine Tochter auf mich wartet, wenn ich nach Hause komme lässt mich nicht mehr los.
Ich wünsche mir so sehr es in den Armen zu halten, dass ich die kleine Mütze meiner Lieblingspuppe aus Kindertagen aufgesetzt, sie in einer Babydecke eingewickelt( wirkt dann wie ein echtes Baby) und sie dann in meinen Armen wiege. Das tut ziemlich gut, aber tut auch ziemlich weh.
Dieses Verhalten macht mir Angst, denn es könnte der Anfang von irgend so einem Psychoding sein.
Ich weine viel, habe Angst vor der Zukunft und möchte einfach nur frei sein.
Nächsten Monat schreibe ich meine Abiprüfungen und kann mir daher diesen Trauerprozess eigentlich jetzt nicht leisten, doch verdrängen möchte ich auch nicht mehr.
Vielleicht haben einige von euch etwas ähnliches erlebt und Tipps, wie man damit umgeben kann oder wie es sich besser anfühlt.
Ich brauche wirklich Hilfe, weil das ganze ziemlich viel Energie verbraucht.

Schon vielen Dank im Voraus für eure Antworten

LG, Mona-Mari

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28. März 2016 um 14:14

Was soll das???
Ich habe hier Hilfe gesucht, ich habe mir nette Antworten gewünscht. Warum müsst ihr dann eure Auseinandersetzung hier unter meinem Thema klären, dass hat doch alles gar nichts damit zu tun.

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