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Vergessen.

22. Januar 2014 um 2:15

Hallo,
ich weiß nicht wirklich mit wem ich darüber reden soll und was ich machen soll.
Daher schreibe ich mir hier das mal vom Herzen, vielleicht liest das ja mal jemand und kann mir helfen.
Ich bin junge Studentin und sozusagen frisch ausgezogen.
Seit etwa 4 Jahren habe ich starke Schlafstörungen (je nach Phase 0-5 Stunden Schlaf), ritze mich unregelmäßig und bin laut einigen Indikatoren schwer depressiv.
Ich vergesse alles, was länger her ist, als etwa ein Jahr, gleich ob positive oder negative Erinnerungen.
Einige meiner Geschwister machen eine Therapie, da sie offenbar mit ihrer Kindheit nicht klar kommen und infolgedessen depressiv wurden, eventuell stammt daher auch meine Depression.
Ich fühle mich oft einsam und seltsam leer und sehe langsam nur noch den Ausweg entweder eine Therapie zu machen, vor deren Ergebnis ich sehr große Angst habe, oder mir das Leben zu nehmen.
Für beides bin ich jedoch zu feige.
Im Leben sehe ich mittlerweile nur noch wenig Sinn, da ich ja ohnehin alles relativ bald wieder vergesse, was das ganze witzlos macht.
Zudem besteht mein Leben nur aus Problemen, Druck und Selbstzweifeln, sodass ich einfach keine Kraft mehr habe, weiterzumachen.
Allerdings weiß ich nicht wirklich wie ich den anderen Weg einschlagen soll, weil ich niemanden anderen mit meinen Problemen belasten will und durch meinen Tod traumatisieren, schließlich muss mich jemand finden bzw ich erstmal eine geeignete Methode finden.
Gibt es hier einen ähnlichen Fall, der damit klar gekommen ist oder mich irgendwie beraten kann?
Ich bin vollkommen überfordert und weiß nicht, was ich tun soll.

Entschuldigt die lange Nachricht,
LG nevermore123

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22. Januar 2014 um 12:34

Lass dir helfen
Hi, so einige von den Dingen, die du angesprochen hast, kann ich nachvollziehen.

Ich bin 24, selber Student und leide auch seit dem Abitur an Schlafstörungen. Im Laufe der Studiums habe ich mich immer mehr zurückgezogen und bestehe mittlerweile nur noch aus Selbstzweifeln, Existenzangst, Motivationslosigkeit etc. Die Liste könnte ich jetzt weiterführen, aber das hilft dir wenig.

Die Tatsache, dass du erkannt hast, dass es dir schlecht geht, ist in meinen Augen schon mal ein wichtiger Punkt. Ich habe das leider jahrelang nicht mitbekommen oder unterbewusst ignoriert.

Ich kann dir nur empfehlen dich irgendjemandem zu öffnen und deine Probleme anzusprechen. Denn von alleine werden sie sich vermutlich nicht lösen. Nachdem ich erkannt hatte, dass ich ziemlich im Eimer bin, habe ich versucht meine Probleme selber zu lösen und bin dabei mehrfach auf die Schnauze geflogen. Im Endeffekt hat sich nichts geändert und ich habe nur unnötig Lebenszeit weggeschmissen. Also fass deinen Mut zusammen und rede mit einem Arzt. Ich weiß, dass das schwer ist. Das ist aber leider der einzige Tip, den ich dir geben kann. Nicht denken, handeln. Denken war für mich immer nur eine elende Abwärtsspirale, die meine Lage verschlechtert hat. Lass dir helfen.

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