Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Vergealtigung-Therapie?

Letzte Nachricht: 31. März 2011 um 20:08
M
minty_12506367
26.03.11 um 20:42

Hallo,
wurde vor 14 Jahren, also mit 13 vergewaltigt.
Verarbeitet habe ich es nie und werde es auch nie.
Aber ich führe inzwschen ein normales Leben ohne
Suizidversuche, ohne Drogen, ohne mich selbst zu verletzen, etc. .
Bis heute bin denke ich jedes Mal wenn ich mit meinem Mann schlafe, an das was passiert ist.
Er weiß grob davon, und ich will auch nicht das er mehr weiß.
Ich glaube es ist schwer, als Partner zu verstehen, dass es nie ein Ende hat. Das man absolut kein sexuelles Verlangen hat.

Ich frage mich immer wieder, wie soll eine Thearpie helfen?
Der Punkt, an dem ich anders darüber denke, sehe ich nicht durch eine Thearpie?

Was sind eure Erfahrungen mit einer Therapie?
Was hat euch dort geholfen?
Habt ihr ein wahres Bedürfnis nach Sex oder ist es Gefälligkeit
und den Partner nicht zu kränken?

Wenn ich das alles so lese, macht mich das traurig aber gibt mir auch das gute Gefühl nicht alleine zu sein.

Umso mehr, ärgere ich über eine Person, die aus Rache, Wut und Neid meinen Mann wegen Vergewaltigung angezeigt hat.
Und trotz keiner Beweise, mein Mann deshalb verurteilt wurde obwohl er der Liebste Mensch der Welt ist und sich nur für sein erstes Kind eingesetzt hat und alle Widersprüche ignoriert und schön geredet wurden
Damit macht es wahren Opfern so schwer...

Der Kampf geht weiter.

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M
minty_12506367
26.03.11 um 22:02

Danke..
Ich danke Dir Anja.
Seitdem ich meinen Mann kennengelernt habe, verlief alles super. ich habe es meinem Mann erst gesagt, weil
mich die Anzeige durch seine Exfrau sehr aus der Bahn geworfen hat. Die Verurteilung um so mehr. Ich habe es ihm bewußt von Anfang an unfairer Weise verschwiegen.
Er hatte mich nie bedrängt und mir nie Vorwürfe gemacht wieso
wir keinen Sex oder meinerseits so versteiften Sex hatten.
Ich habe gedacht, wieso etwas erwähnen, was auch soviel in
vorherigen Beziehungen kaputtgemacht hat oder auf kein Verständnis traf. Ich bekomme im Mai mein drittes Kind.
Das funktioniert nur, wenn man eine intakte Beziehung hat.
Es grault einem vor der Geburt, doch komischerweise, so schmerzhaft es auch sein mag, man vergißt es weil
einem etwas schönes für den Schmerz beschert wird.
Ich bin froh, dass ich lange nicht mehr magersüchtig bin,
mir nicht selbst wehtue, mich versuche mich selbst umzubringen oder mir durch Drogen das Vergessen zu erhoffen. In der Schwangerschaft machen es mir die Hormone besonders schwer. Jegliche Berührung erinnert mich daran, dass ich mal ein Kind war und eins gefühlt habe.
Ganz anders als wir Erwachsene empfinden. Ich fühle, den Ekel, als wär ich ein Kind. Als Erwachsener scheint man
ein anderes Empfinden zu haben, Ein Kind gezwungen ein riesigen Berg voller Ekel und Schmerz zu überqueren.
Das schmerzt gewaltig. Seit der Anzeige durch die Ex und die Verurteilung ist schon serhr viel Zeit vergangen. Das Berufungsverfahren läuft, doch man denkt, es tut sich nichts.
Dieses keine Ende in Sicht, macht einen wahnsinnig.
Mich frißt es auf jeden Tag an etwas zu denken, was ich für mich mehr oder weniger abgelegt habe. Inzwischen ist es wieder mein purer Albtraum.
Ich habe Angst davor, alles zu verlieren und an meiner Vergangenheit zu zerbrechen. Ich fühl mich sogar schon schelcht, dass ich meinen Mann bestärkt habe sich für sein Kind einzusetzen wobei es auch um sex. Nötigung und Körperverletzung ging. Ich dachte mir, bei ist es zu spät.
Das Kind kann sich nicht selbst helfen. Ich hatte diese Hilfe nicht. Aberich hätte auch nicht gedacht, dass sich keiner dafür interessiert. Stattdessen dartf ich zusehen, wie wir am Stock gehen, ich innerlich zerbreche, und das umsonst.

Ich finde der erste Schritt zum Thearpeuten ist der Härteste.Darf ich fragen wielange Dein Mißbrauch? schon her ist und wie alt Du bist? Manchmal wünschete ich mir einen Hammer auf den Kopdf der gewisse Erinnerungen löscht um ein unbeschwertes Lebn zu führen.

Lg
Mary

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freyde_11848930
26.03.11 um 22:19

Mir hat eine therapie geholfen
ich war auf grund von angst und panikattacken(resultat von einer vergewaltigung) in psychologischer behandlung.rückblickend kann ich sagen es hat mein leben positiv verändert. es kostet eine menge kraft dies aufzuarbeiten aber nachher fühlt mich sich leichter. wie von einer last befreit. ich kann es nur empfehlen

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minty_12506367
26.03.11 um 22:46
In Antwort auf freyde_11848930

Mir hat eine therapie geholfen
ich war auf grund von angst und panikattacken(resultat von einer vergewaltigung) in psychologischer behandlung.rückblickend kann ich sagen es hat mein leben positiv verändert. es kostet eine menge kraft dies aufzuarbeiten aber nachher fühlt mich sich leichter. wie von einer last befreit. ich kann es nur empfehlen

Hallo Mia
das ist wirklich schön.
Inwieweit fühlst Du Dich davon befreit?
Es ist doch immernoch ein großer Teil deines Lebens.
Mit dem Du besser umgehen kannst?
lG

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freyde_11848930
27.03.11 um 11:45
In Antwort auf minty_12506367

Hallo Mia
das ist wirklich schön.
Inwieweit fühlst Du Dich davon befreit?
Es ist doch immernoch ein großer Teil deines Lebens.
Mit dem Du besser umgehen kannst?
lG

Guten morgen marry,

ja es ist ein teil meines lebens, aber dieser teil gehört der vergangenheit an. es ist nicht so, dass ich es ausblenden kann, aber es bestimmt nicht mehr mein leben. man kann sich die befreiung so vorstellen. vor der therapie trug ich einen großen rucksack mit mir rum, in diesem schweren rucksack steckte eine vergewaltigung und alles was dazu gehört ( demütigung, hilflosigkeit, ängste usw). nach der therapie habe ich diesen rucksack abgelegt. ich fühlte mich befreit, leichter. es ist kein spaziergang sich einem wildfremden menschen anzuvertrauen und jedes detail zu erzählen, aber es tut unendlich gut wenn es geschafft ist.

ich denke, du solltest dir nicht den kopf darüber zerbrechen wie eine therapie wirkt. ich würde dir wirklich raten es auszuprobieren. verlieren kannst du nichts. schlimmer kann es nicht werden nur besser. heute kann ich sagen, sex macht mir wieder spaß.

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minty_12506367
27.03.11 um 13:00

Hallo
Es ist gut ermutigt zu werden. Habe mich aufgrund der Belastungssituation schon im Herbst an eine Psychologin gewandt. Jedoch mehr, weil alles zu dem Zeitpunkt so belastend war. Durch mein ganzes Chaos in mir, hattte sich in einem Moment wo ich Gedanken war, meine kleine Tochter mit heißem Kaffee verbrüht, dass sie ins Krankenhaud mußte. Danach habe ich gemerkt, es ist Zeit erstmal an die wichtigen Dinge zu denken.
Meine Kinder die ich habe, mein Kind das im Bauch ist und dazu noch arbeiten. Habe geglaubt ich könnte alles mit mit ausmachen und alles andere erstmal auf Eis legen.
Einfacher gesagt als getan. dieses Aufgeschiebe von einem Haufen voller Bauklötze sie wegsortiert werden müßten sind ohne Psychologen momentan echt nicht möglich. Hätte halt auch nicht gedacht, dass mich das mit meinem Mann u,a. drum und dran so aus der Bahn wirft. Hemmungen mit fremden darüber zu reden habe ich auch nicht.
Will danach nicht noch nachdenklicher sein als jetzt.
macht es denn einen großen Unterschied zu einem normalen Psychologen oder einem Traumapsychologen zu gehen?
Es ist an der Altlasten Altlasten sein zu lassen.

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freyde_11848930
27.03.11 um 13:26
In Antwort auf minty_12506367

Hallo
Es ist gut ermutigt zu werden. Habe mich aufgrund der Belastungssituation schon im Herbst an eine Psychologin gewandt. Jedoch mehr, weil alles zu dem Zeitpunkt so belastend war. Durch mein ganzes Chaos in mir, hattte sich in einem Moment wo ich Gedanken war, meine kleine Tochter mit heißem Kaffee verbrüht, dass sie ins Krankenhaud mußte. Danach habe ich gemerkt, es ist Zeit erstmal an die wichtigen Dinge zu denken.
Meine Kinder die ich habe, mein Kind das im Bauch ist und dazu noch arbeiten. Habe geglaubt ich könnte alles mit mit ausmachen und alles andere erstmal auf Eis legen.
Einfacher gesagt als getan. dieses Aufgeschiebe von einem Haufen voller Bauklötze sie wegsortiert werden müßten sind ohne Psychologen momentan echt nicht möglich. Hätte halt auch nicht gedacht, dass mich das mit meinem Mann u,a. drum und dran so aus der Bahn wirft. Hemmungen mit fremden darüber zu reden habe ich auch nicht.
Will danach nicht noch nachdenklicher sein als jetzt.
macht es denn einen großen Unterschied zu einem normalen Psychologen oder einem Traumapsychologen zu gehen?
Es ist an der Altlasten Altlasten sein zu lassen.

Hmm
gute frage. mit den unterschieden kenn ich mich nicht so aus. aber ich denke, man ist als therapeutin schon dazu qualifiziert auch traumata zu behandeln, deshalb halte ich normale therapeuten für genau so qualifiziert.

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minty_12506367
28.03.11 um 21:10

@sternennacht2
Hallo,
so habe ich das auch nicht gemeint.
Natürlich verspüren Erwachsene das auch.
Aber als Kind ist es gewiss härter weil Du ja noch kein
eigenes jegliches sexuelles Empfinden verspürst.l
Ob es einen Unterschied macht, keine Ahnung.
Fühlt sich aber jetzt in meiner Schwangerschaft alles
ekliker an als eklig.
ich weiß auch nicht wie es ist, wenn man Sex mal schön fand
und dann vergewaltigt wurde.
Das werden wir, die es als Kind erlebt haben, nie herausfinden.
ich danke Dir!

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minty_12506367
31.03.11 um 10:22

...
Das ist richtig. Schlimm ist egal, wann, wo und wie.
Und da wir uns alle unterscheiden, sit es für jeden unterschiedlich. Ich hatte zum Besipiel nie Panikattacken.
Angst habe ich nur im Dunkeln nweil ich so gut wie nachtblind bin, und wenn was raschelt bekomme ich Angst und Herzrasen obwohl ich immer in Begleitung eines abschreckenden Hundes bin. Ich hasse öffetliche Verkehrsmittel weil ich das Gefühl habe, permanent angeglotzt zu werden. Und ich kann leider so mies zu meinem Mann sein,...liegt aber auch an meinen hormonbedingten Stimmungsschwankungen. Auf jedenfall, danke ich euch und werde mich an einen Traumathearpeuten wenden. Darüber habe ich vorher nicht nachgedacht. Ich hoffe, wir werden bald alle ein befreites
Leben führen!

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minty_12506367
31.03.11 um 20:08

...
Das werde ich.
Werde aber erst nach der Geburt die Thearpie anfangen.
auf ein befreites Leben

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