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Vergangenheit belastet Leben

10. Mai 2010 um 14:04

Hallo ihr!

Probleme und Situationen aus der Vergangenheit beeinflussen mein Leben und meine Einstellungen.

Naja

Alles begann in meiner Kindheit. Meine beste Freundin zu der Zeit wohnte nicht weit weg von mir. Wir waren echt super Freundinnen! Sie respektierte mich so wie ich war. Später dann wohnte ein anderes Mädchen auch in der Nähe und die zwei schlossen sich zusammen. Sie schlossen mich aus, beschimpften mich und lachten mich aus.

In der Volks- und Hauptschule war ich IMMER die Außenseiterin. Keiner mochte mich. Ich wurde gemobbt bis zum Geht-nicht-mehr, nur weil ich ruhiger und zurückhaltender war als die anderen. Die Lehrer wussten wohl davon, aber konnten auch nicht viel unternehmen. Das ging 8 lange Jahre so. Dann kam ich in eine berufsbildende höhere Schule. Am Anfang war ich auch Außenseiterin, aber mit der Zeit akzeptierten mich die anderen. Ich befreundete mich mit zwei anderen Mädchen. Am Anfang verstanden wir uns echt gut und unternahmen auch viel. In der 3. oder 4. Klasse schlossen sie sich zusammen und mobbten mich wahnsinnig. Es gab eine Zeit, in der ich am Morgen aufgestanden bin und Angst hatte in die Schule zu gehen.

Mit mir selber hatte bzw. habe ich auch Probleme. Seit meinem 10. Lebensjahr kratze und drücke ich in meinem Gesicht, früher noch an meinen Armen und Beinen. Jetzt hat das ein wenig abgenommen. Ich war auch schon öfters in therapeutischer Behandlung, aber nur für kurze Zeit.

Meine Mutter war immer die Strengste von meinen Eltern. Ich habe mich nie getraut mit ihr über meine Probleme zu reden. Da konnte ich mit meinem Vater besser reden. Sie hat mir auch immer eingeredet, dass ich, so wie ich aussehe (in meinem Gesicht) nie einen Freund finden werde.

Das hat mich auch sehr belastet. Ich hatte bis zu meinem 19. Lebensjahr keine Beziehung mit einem Mann und war auch noch Jungfrau. Ich wünschte mir so sehr einen Freund, der mich in seine Arme nimmt und mich tröstet. Vor 2 Jahren 4 Monaten und 12 Tagen habe ich nun so einen Menschen gefunden. Ich bin sehr glücklich mit ihm und seit Jänner wohne ich mit ihm zusammen in einer Wohnung.

Seit gestern hat mein Freund einen neuen Job. Bei diesem Job muss er Schichtarbeit machen. Diese Woche hat er Nachtschicht. Es ist sehr schwer, sich daran zu gewöhnen, aber ich denke, dass wird schon gehen mit der Zeit. Er verdient pro Monat 1.600,- netto. Ich arbeite seit 6 Wochen in einer neuen Firma und verdiene pro Monat 1.000,- brutto. Das macht mir ein wenig zu schaffen.

Am 17.12.2009 starb mein Großvater. Es war für meine Familie und mich wahnsinnig schwer damit umzugehen, so kurz vor Weihnachten. Wir alle haben es noch nicht wirklich realisiert und es ist wie in einem Traum.

Ich bin nicht zufrieden mit meinem Leben und diese ganzen Situationen belasten mein Leben bis heute. Ich finde mich nicht attraktiv, habe wenig Selbstbewusstsein und gehe sehr unsicher und naiv durch's Leben.

Soll ich eine Psychotherapie machen?

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10. Mai 2010 um 16:30

Vergangenheit
Hallo,

oh je, kann dich echt gut verstehen! Ich habe eine 1 Jährige Therapie hinter mit. 3 Monate stationär, 5 Monate Teilstationär und den Rest ambulant. Dort habe ich auch unter anderem gelernt, dass die Vergangenheit die Gegenwart deshalb so sehr belastet, weil man damals (meistens als Kind) Verhaltensweisen entwickelt hat, die der damaligen Situation angepasst waren und wahrscheinlich auch das Leben geretten haben. Tja und jetzt als Erwachsene muss man neue Verhaltensweisen entwickeln - dem jetztigen Leben entsprechend. Das ist sehr schwer und ohne Hilfe eigentlich nicht so arg möglich. Deshalb würde ich dir schon ganz arg eine Therapie empfehlen. Du hast schon einiges geschafft - Hast einen Freund, einen Job. 1000 Euro gehen noch ich habe 700 Euro gekriegt für den ganzen Tag! Jetzt kämpfe weiter! Ich wünsche Dir alles Gute und viel Glück! PS: Krankenkasse hat Listen von Psychiotherapien!

LG

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13. Mai 2010 um 12:52


Hallo!

Mir gehts ziemlich ähnlich... Ich war immer ein Moppelchen, noch dazu ziemlich schüchtern. Ich hab nie dazugehört.... Bin in der AHS ziemlich gequält worden (man wollte mich anzünden, hat mich mit Turnschuhen verprügelt...), hab dan an eine BHS gewechselt, wo nur Jungs waren, da wars dann besser... Hab zwar nie dazugehört, aber sie haben mich in Ruh gelassen...

Ich war dann immer ziemlich unglücklich, hab eigentlich keine Freunde und war ziemlich einsam... Mittlerweile hab ich (seit 2 Jahren) einen Freund, den ich über alles liebe, und der mich liebt. Ich geh arbeiten, hab einen sicheren Job. Ich bin glücklich, auch wenn ich nicht das Leben lebe, wie viele Frauen in meinem Alter. Viele verstehen das auch nicht, ich hab halt keine Mädelsabende und so (möchte ich auch gar nicht, ich vertrau Frauen nicht wirklich, bin ja nur von Mädels gequält worden...)

Ich an deiner Stelle würde, wenn du wirklich nicht mehr aussiehst eine Therapie machen. Quäl dich nicht unnötig mit einer belastenden Situation. Ein guter Therapeut hilft dir, dein leben etwas distanzierter zu sehen, das Schöne zu erkennen, und das Negative abzuschließen.

Ich wünsch dir alles Gute! Mausele

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