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Verarbeiten durch Alpträume

22. November 2019 um 1:35 Letzte Antwort: 27. November 2019 um 23:19

Hallo liebe Träumer, 

ich möchte gerne mit jemandem über Träume sprechen und was man ihnen alles verarbeiten kann.... oder auch nicht. Im Internet gibt es viel zu lesen und immer wieder kleine Artikel wo man sich stückweise wieder findet, aber Nie etwas wo ich mich zu 100 % drin gesehen habe. Ich lese immer wieder was über „hochsensibel“ etc ...aber bin ich das wirklich ?Ich träume sehr sehr viel und auch sehr intensiv. Meistens kann ich mich lange an meine Träume erinnern und das ist phasenweise auch einfach nur anstrengend. Ich wache aus und bin total erschöpft und frage mich wie man so viele komplexe Geschichten in eine Nacht packen kann.  Alle meine Freunde finden es witzig, wenn ich mal wieder von meinen Abenteuern Detail genau berichten kann und nicht selten kommt dabei eine im
Halbschlaf enstandene Sprachmemo raus, die von meinem Traum erzählt. Ich komme mir vor als wäre ich die einzige in meinem Umkreis die so viel träumt. Die lustigen und skurillen Träume erzähle ich meistens aber die, die mich wirklich belasten, behalte ich meistens für mich. Es sind immer die gleichen Personen die mich nicht abschalten lassen im Traum. Vor ein paar Jahren hat mich meine erste große Liebe mit meiner damaligen längsten und engsten Freundin betrogen und ich habe zu dieser Zeit echt gelitten. Es war eine sehr emotionale Zeit aus der ich keinen Ausweg wusste. Irgendwann habe ich es dann geschafft mich von meinen zu trennen! Denn beide wollten weiterhin meine Freundin/ mein Partner sein. Zwei Menschen die mir das Universum bedeutet haben zu verlieren, hat viel in mir ausgelöst. Seit dem verarbeite ich viel davon in meinen Träumen. Verständlich... aber auch Jahre und eine neue Beziehung später lässt es mich nicht los. Ich träume fast täglich intensiv von meinen damaligen Ängsten immer und immer wieder in allen möglichen Varianten. Manchmal bin ich mit ihr wieder befreundet (Die beiden sind inzwischen sogar ein Paar, was noch schlimmer macht seit dem). Ich empfinde für beide abwechselnd so viel Liebe und erinnere mich an Details. Dann manchmal bandel ich wieder mit meinem Ex an und freue mich über die Rache, dann gebe ich beiden wieder einen Korb. Dazu muss ich sagen, das meine Freundin und schon in der schulzeit eine Art Hassliebe Konkurrenz gepflegt haben. Jeder kennt doch sie one person die einen fasziniert, die man hasst und liebt zugleich. Alle möglichen Szenarien lassen mich jede Nacht Höllen Qualen  durchleben, wodurch ich das Thema nicht abharken kann. Immer wenn ich denke: jetzt ist es vorbei. Kommt 1 Monat später ein neuer Traum der mich hinterfragen lässt, ob ich meinen Ex noch liebe oder ob ich ihn nur gewinnen will, oder was auch immer.  Meine neue Behiehung leidet auch darunter. Ich versuche meinen Neuen Partner das so wenig wie möglich spüren zu lassen und er weiß auch von meinen Vertrauensängsten und der Geschichte aber nach gut 1,5 Jahren Beziehung versuche ich diese Gedanken eher zu verstecken, weil ich mir auch einfach blöd vorkomme. Ich weiß das klingt nicht nach einem schlimmen Trauma wie andere es haben mit Gewalt oder ähnlichem, aber es macht mich fertig und ich befinde mich in dieser Dauerschleife und möchte doch lieber von anderen Dingen träumen. Ich könnte die Geschichte jetzt noch ewig Komplex weiterspinnen, aber ich kann mir jetzt schon kaum vorstellen, dass jemand so einen langen Text liest. Falls doch, bedanke ich mich schobmal im Voraus. Gibt es jemanden der ein ähnliches Problem hatte ? Wie seit ihr diese Art von „Alpträumen“ losgeworden? Durch das träumen verarbeitet man Dinge.... ok.... aber ich habe das Gefühl ich vearbeite jede Nacht aufs neue und es hört nicht auf. Niemals.  
Liebe grüsse und Danke! ​

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24. November 2019 um 0:57

Also ich kenne mich sehr gut mit Träumen aus, komme  aber aus der "paranormalen" Ecke, das ist dann manchen wiederum zu viel des guten
. Z.b. kann ich innerhalb von Träumen manchmal aufwachen, und sie selbst steuern oder mal tacheles dazu sagen in Form eines luziden oder Klartraums. Denn du ist ja dabei nicht wirklich aktiv in dem Traum, sondern verfolgst es eher. Die Handlung die da passiert, ist nicht mehr als ein Film. Du solltest dich daher davon bewusst entfremden.

Ich weiß nicht,ob dieser Weg etwas bringt für dich. Aber es könnte sein, dass ein für dich selbststeuernder Traum eine angenehme Wendung bringen könntest, weil du dann einfach mal gezielt was anderes machen kannst, was dir spaß macht.

Jetzt aber natürlich die Frage,ob das Kernthema immer noch ist, dass du mit beiden nicht abschließen kannst. Denn Träume sind nun mal Schäume und im endeffekt kann dir nach so einem intensiven Traum auch der gedanke kommen, okay schon wieder diese dämlichen träume , ich denk gar nicht darüber nach.
Versuch dann vielleicht am Tag dich dazu zu zwingen nicht mehr über diese Träume nachzudenken, damit du verstärkt zum Abschluss bei diesem Thema kommst, dann könnte es vielleicht seltener vorkommen. Du darfst dir nicht so viel druck dazu aufbauen, denn das belastet dich nur umsomehr.


 

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24. November 2019 um 1:04
Beste Antwort

Da fällt mir noch was passendes ein. Ich hatte nämlich auch mal ein Trauma zu verarbeiten, da ging es u ein anderes Thema (im Prinzip Schuldgefühle) Na jedenfalls wurde das häufiger in Träumen verarbeitet und zu der hochzeit dieses Traumas war ich echt sauerund sehr furchtsam, dass wieder diese Sache hochkommt.
Irgendwann hatte ich das thema verarbeitet und dakam nix mehr zu, bis vor kurzem Monate späterwieder so ein kleiner Traum vorkam. Ich erinnerte mich und dachte mir, oh gott nicht schon wieder das.
Aber ich hatte mit dem thema schon abgeschlossen, es gab für mich nicht viel mehr viel darüber nachzudenken. Also hab ich es wieder abgetan. Und das wars...
Das ist der Trick dabei, seh es einfach inzwischen als harmlos an, es sollte dir egal sein. Du hast neue Leute , und je egaler dir das ganze wird, desto leichter kannst du mit dem Thema abschließen.

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27. November 2019 um 23:19
In Antwort auf dawnclaude

Da fällt mir noch was passendes ein. Ich hatte nämlich auch mal ein Trauma zu verarbeiten, da ging es u ein anderes Thema (im Prinzip Schuldgefühle) Na jedenfalls wurde das häufiger in Träumen verarbeitet und zu der hochzeit dieses Traumas war ich echt sauerund sehr furchtsam, dass wieder diese Sache hochkommt.
Irgendwann hatte ich das thema verarbeitet und dakam nix mehr zu, bis vor kurzem Monate späterwieder so ein kleiner Traum vorkam. Ich erinnerte mich und dachte mir, oh gott nicht schon wieder das.
Aber ich hatte mit dem thema schon abgeschlossen, es gab für mich nicht viel mehr viel darüber nachzudenken. Also hab ich es wieder abgetan. Und das wars...
Das ist der Trick dabei, seh es einfach inzwischen als harmlos an, es sollte dir egal sein. Du hast neue Leute , und je egaler dir das ganze wird, desto leichter kannst du mit dem Thema abschließen.

Hey dawnclaude, Vielen Dank für Deine Antwort!  
Ich glaube viele Menschen haben mal so eine Phase in Ihrem Leben. Für die meisten geht sie früher oder später von alleine vorbei. Was mich beunruhigt hat, ist der lange Zeitraum indem ich mich schon mit so einem bescheuerten Thema befasse. Aber du hast recht, ich kann selber entscheiden wie viel Gewichtung ich meinen Träumen am nächsten Morgen schenke. Ich träume sehr oft luzig und kann träume auch teilweise lenken. Dadurch werden sie noch intensiver. Was nicht unbedingt von Vorteil ist. Ich denke, ich trage Konfrontationen bewusst auch in meinen Träumen aus, weil mein Ärger noch nicht ausdiskutiert ist. Ich werde versuchen morgens nicht mehr so viel darüber nachzudenken und mich abzulenken. Wie lange hast du denn an deinem Trauma genagt ?  

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