Forum / Psychologie & Persönlichkeit / Trauer - Verlust einer geliebten Person

Vater und Mutter innerhalb von 2 Jahren verloren!

13. Januar 2009 um 19:55 Letzte Antwort: 16. Februar 2009 um 22:07

Hallo an alle,
ich habe vor einem Jahr ganz plötzlich meine geliebte mutter verloren,und vor 3Monaten meinen vater (auch ganz unerwartet).
ich weiss gar nicht was ich machen soll! bin total traurig. ich kann das ganze gar nicht verarbeiten. ich nehme es gar nicht so richtig war,nur wenn ich briefe von den behörden von meinem vater bzw mutter zum bearbeiten kriege, kommt mir alles hoch! ich fange sofort an zu weinen und realiesiere es. ansonsten bin ich ganz normal,so wie ich bin. die meisten meiner freunde wundern sich das ich mit der ganzen sache so gut umgehen kann,aber sie wissen gar nicht wie es mir eigentlich innerlich geht. ich blocke sonst das thema sofort ab. ausserdem habe ich mich seit den vorfällen total verändert,meine einstellung zum leben,meine ziele usw... ist das normal?
ausserdem bin ich gegenüber meinem freund,mit dem ich über 3 jahre zusammen bin,total distanziert,ich lasse überhaupt keine gefühle zu. ich weiss nicht ob es mit den 2 vorfällen zu tun hat oder habe ich mich mit der zeit geändert habe. ich brauche dringend euren rat....

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16. Februar 2009 um 22:07

Gefühle
Hallo,

ich möchte dir mein tiefes Mitgefühl aussprechen.

Ich kann gut nachfühlen wie es dir momentan geht.
Es ist ganz normal, dass du die Ereignisse manchmal gar nicht richtig realisierst.

Ich habe meine Mama vor 11 Monaten plötzlich verloren und auch ich kann es manchmal gar nicht richtig glauben.
Teilweise fühle ich mich als wäre sie momentan im Urlaub.
Aber dann wird man von der Realität wieder eingeholt und fällt in ein tiefes Loch.

Andere Menschen merken es gar nicht, wie man sich fühlt.
Aber das können nur solche verstehen, die das gleiche mitgemacht haben. Und das wünsche ich niemandem.

Meine Freunde haben sich auch oft gewundert wie toll ich das verarbeite. Sie wussten nicht wie es mir, besonders am Abend, geht.
Bis ich es meinen engsten Freunden erzählt habe.
Und es hat sie interessiert.
Sie haben sich nur nicht getraut mich zu fragen.

Vielleicht solltest du mit deinen Freunden auch mal darüber reden. Denn irgendwann verliert jeder einmal einen Menschen den man liebt.
Freunden kann man erzählen wie man sich fühlt.

Deine Einstellung zum Leben hat sich geändert!
Meine auch! Ich genieße das Leben mit meiner Familie viel intensiver als vorher. Ich mache es mir jeden Tag bewußt, wie schnell alles vorbei sein kann.
Seit dem Tod meiner Mama sind mir Sachen wichtig, die ich vorher für selbverständlich gehalten habe.

Ich bin mit meinen Kindern nicht ganz so streng, wenn einmal was in der Schule nicht so klappt.
Sie sind gesund!! Das Wichtigste auf der Welt!

Dass du dich von deinem Freund distanziert hast, tut mir leid.
Versuche mal mit ihm über deine Gefühle zu sprechen.
Wie es in dir aussieht.
Ich glaube du blockst nur ab und lässt keine Gefühle zu, weil du Angst hast nochmal einen liebgewonnenen Menschen zu verlieren.
Und wenn man den Menschen nicht liebt, ist es auch nicht so schlimm ihn zu verlieren.
Ich meine damit nicht unbedingt den Verlußt durch dn Tod, sondern man kann ja auch eine Beziehung verlieren.

Du hast schlimmes durchgemacht, es braucht viel Zeit und viel Verständnis.
Ich wünsche dir viel Kraft und wenn du jemanden zum Reden brauchst, oder nur zum Zuhören, bin ich da für dich.

Viele Grüße

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