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Vater tod, Mutter wird bald sterben

2. November 2008 um 14:56

Hallo, ich bin 23 Jahre alt. Mein Vater ist 1995 gestorben, kurz vor meinem 10. Geburtstag. Er ist einfach umgefallen, als wir im Urlaub waren. Damals war ich einfach zu klein um das alles zu verstehen und richtig zu verarbeiten. Es hat auch keiner mit mir richtig geredet oder gefragt ob ich Hilfe brauche bzw. kann ich mich nicht erinnern. Vor 4 Jahren erkrankte dann meine Mutter das erste Mal an Krebs. Damals hatte ich große Angst sie auch zu verlieren aber das verzog sich langsam, als es keine Grund dazu gab zu glauben das sie das nicht überleben würde. Damals hat aber das Verhältnis zu meine Muter sehr gelitten, da damals in der Pubertät und sowieso sehr schwierig war. Ich war trotz ihrer Krankheit einfach genervt von ihr. 2 Jahre später erkrankte sie dann erneut. Ich war natürlich schokiert und traurig aber dachte, dass schafft sie auch nochmal. Nur ging der Krebes diesmal nicht wieder weg und vor einem Jahr stellten sie das dann fest. Im Juli hat mir meine Mutter dann gesagt, dass sie bald sterben wird. Für mich brach die ganze Welt zusammen. Nach ein paar Tagen hatte ich mich dann wieder etwas gefangen und gedacht warum jetzt schon trauern wenn sie doch noch da ist. Nur jetzt 3 Monate später kann ich das alles einfach nicht mehr ertragen. Meine Mutter ist schon ein Pflegefall. Sie ist nur noch Haut und Knochen und kann nichts mehr bei sich behalten. Sie übergibt sich und kann auch nicht mehr alles so gut kontrollieren. Ich muss die ganze Zeit nur daran denken, wie es sein wird wenn der Tag kommt an dem sie sterben wird. Ich weiß nicht wie ich in meinem Alter schon ohne Eltern leben soll? Ich weiß das andere ihre Eltern schon viel früher verloren haben aber ich weiß einfach nicht wie ich das schaffen soll. Ich habe keine Geschwister die mir halt geben und genau nachvollziehen können wie es mir geht. Meine Familie sagt zwar immer ich soll mit ihnen reden aber ich kann einfach nicht reden. Ich breche sofor in Tränen aus, wenn mich jemand nach meiner Mutter fragt.
Hat vieleicht jemand ein ähnliches Schicksal erlebt oder will mir einfach ein paar Tipps geben, wie ich das alles bewältigen soll? Ich bin für jede Antwort dankbar!

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3. November 2008 um 9:28

Hallo Murphy188!
Gerade lese ich Deine verzweifelten Worte und möchte Dir gerne beistehen!
Du brauchst dringend einen Ort, wo Du Dich austauschen kannst und auch verstanden wirst!
Auch ich habe letzte Woche ein Familienmitglied mit zu Grabe begleitet... auch wenn es nicht meine Eltern betraf.
Aber auch das war sehr schmerzhaft für mich...
Wenn Du magst, möchte ich Dich sehr gerne einladen, in ein Forum zu kommen, wo Du verstanden wirst und Dich austauschen kannst!
Bitte erschrecke Dich nicht, das es ein "Depressionsforum" ist! Auch hier gibt es Menschen, denen es derzeitig um den (baldigen) Verlusst eines wertvollen Menschen geht!

die Adresse lautet wie folgt

http://www.forumprofi4.de/forum13389/

Ich freue mich schon, Dich dort anzutreffen!

Herzliche Grüße
Sommersprosse

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9. Dezember 2008 um 1:13

Mmhh..
Hallo,
erstmal finde ich das ganz tapfer von dir, dass du das so durchhälst.
es ist natürlich schlimm wenn man beide elternteile verliert egal wie alt man ist und gerade weil ich selbst auch erst 23 bin, weis ich genau, wie sehr man doch noch eine bezugsperson brauchst.
ich hatte dieses jahr im sommer auch etwas ähnliches erlebt, jemand der mir sehr nahe stand war schon seit monaten schwehr krank und eigentlich wusste man, dass es zu ende geht aber irgendwie stibrt ja doch immer die hoffnung zu letzt...sie quälte sich auch so rum und man konnte ihr nicht helfen....man würde ihnen dann so gerne die schmerzen nehmen aber das geht leider nicht.das wichtigste ist wirklich, das auch wenn es dir schwehr fällt, deiner mutter so viel beistand wie möglich gibst und sehr viel mitgefühl.
auch wenn es schwehr wird aber du wirst an dieser erfahrung wachsen und es wird dich stärker machen und dir den blick für das wesentliche im leben schärfen, bei mir war es zu mindestens so.ich hatte auch einfach diese erleichterung, als sie nicht mehr leiden musste das war ein trauriges aber schönes gefühl, dass sie nun keine schmerzen mehr hatte.
ich kann dir auch noch ein buch empfehlen,was mir auch sehr geholfen hat es heist: der wind ist meine mutter von bear heart, ein sehr schönes buch mit vielen wahrheiten über das leben.
ich wünsche dir und auch deiner mutter alles gute und du packst das ok?

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