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Urteil bringt wenig Erleichterung ..

8. Mai 2016 um 10:22 Letzte Antwort: 11. Mai 2016 um 13:52

Hallo zusammen,

ich lese jetzt schon viele Jahre mit und habe mich nun entschlossen auch selbst einmal etwas mitzuteilen. Ich würde gern eure Meinung dazu hören.

Alles begann als ich in der Grundschule war, immer wieder kam mein Vater und am Anfang war es nur "streicheln" und für mich als Kind vollkommen okay. Nur dann steigerte sich das alles und über masturbieren, oralverkehr und versuchtes eindringen entwickelte sich das ganze zu einem Lebensabschnitt von knapp 3 oder 4 Jahren. Ich habe den ganzen unbewusst ein Ende gesetzt als ich einer Freundin davon erzählte, die ging zu Erwachsenen, die mich sofort in eine Beratungsstelle brachten und befragten. Ich war aber zu überrumpelt um etwas beizutragen. Meine Eltern wurden informiert, was mich nicht motiviert hat Angaben zu machen. Ich wollte ja eigentlich nicht, dass jmd was mitbekommt, da mein Glaube damals war, dass ich damit andere gefährde.
Danach war zwar kein Kontakt mehr zu meinem Vater. Meine Geschwister allerdings hatten recht engen Kontakt zu ihm. Das Thema wurde nicht mehr behandelt und blieb Jahre unangetastet. Bis zu dem Moment als eine ehemalige Freundin uns erzählte, dass er sie angefasst hat als sie kleiner war. Daraufhin haben wir nachgeforscht und viele andere gefunden. Daraufhin habe ich eine Anzeige erstattet; da ich mich in der Verantwortung sah etwas zu tun, weil ich ja damals geschwiegen hatte und somit quasi die Möglichkeit eröffnete.
Der Prozess hat viele zeigen gehört und oft wurde bezweifelt, ob ich mir das nicht nur aus Rache ausgedacht habe, weil meine Eltern sich getrennt haben als ich 12 war. Ich war zum Teil so erschüttert, wie man sowas denken kann.. Wer denkt sich denn sowas aus? Dann hätte ich ja Jahre später alle Freunde und Bekannten überzeugen müssen für mich zu lügen für Dinge die ewig her sind.
Nunja jedenfalls ist nun ein Urteil gefallen und es sind 4 Jahre geworden. Was zwar wundervoll ist; aber er wurde von 80% der Dinge "freigesprochen" weil es keine materiellen Beweise gab und er behauptete er hätte nichts getan und ich wäre einfach nur zickig.
Als das Urteil kam war er immer noch der Überzeugung er wäre unschuldig und besaß sogar den Hochmut zu sagen, dass er das damals bestimmt hätte beweisen können!
Ich weiß nicht warum, aber das Urteil verschafft mir noch keine Ruhe. Vielleicht auch weil er noch nicht sitzt, sondern erst noch die Revision durch muss. Aber dennoch hab ich das Gefühl, dass die einzige Sache auf die ich warte ist, dass er selbst nicht so hochnäsig ist und eingesteht etwas falsch gemacht zu haben. Aus welchen Gründen auch immer. Ich möchte nur eine Entschuldigung, die ehrlich vermittelt, dass ich einfach Pech hatte und nichts getan hab um das alles so kommen zu lassen. Ich weiß ja, dass ich das quasi nicht angefangen hab, aber dennoch macht mich der Gedanke fertig, dass er nicht bereit ist für sein eigenes Kind genug Eier in seiner Hose zu finden und dazu zu stehen, dass er ein Problem hat und vielen Menschen Leid zugefügt hat..

Naja das war dann mal mein Beitrag hier.. Sagt mir ruhig was ihr dazu denkt, ich weiß nicht mehr was ich dazu denken soll.

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11. Mai 2016 um 13:52

Frage:
wie alt bist du jetzt?

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