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Unternehmer braucht Hilfe – was denken die Mitarbeiterinnen?

6. Juli 2017 um 13:09 Letzte Antwort: 9. Juli 2017 um 8:14

Seit knapp 3 Jahren habe ich ein Unternehmen und mittlerweile 7 Mitarbeiterinnen. Es läuft wirklich sehr gut, die Damen sind sehr zufrieden weil ich ein sehr gutes Gehalt zahle, die Arbeit ihnen Spaß macht und sich wirklich jeder absolut reinhängt und auch auf eigene Faust Überstunden macht. In der Größe wo wir jetzt sind, kann ich mich nicht mehr um das Tagesgeschäft kümmern, sondern beschränke mich nur noch auf die Weiterentwicklung, neue Ideen umsetzten usw.
 
Jetzt kommt aber mein Problem: jedes Mal wenn ich aus dem Büro (zum Termin, Aufgaben usw.) gehe habe ich für mich das Problem, dass ich denken, dass die Mitarbeiter jetzt von mir denken, der Chef arbeitet nichts und die Mitarbeiter arbeiten, damit mir es gutgeht. Ich denke immer; die Mitarbeiterinnen denken, wenn ich nicht im Büro bin mache ich nichts und sie verdienen mein Geld. Dann habe ich Angst, dass sie unzufrieden werden und vielleicht irgendwann kündigen bzw. ihre Arbeit nicht mehr gut machen.

Eigentlich weiß ich, dass diese Angst eigentlich total unbegründet ist, wahrscheinlich sind sie froh, wenn der Chef nicht da ist, aber wie schaffe ich das für mich auch wirklich zu verstehen. Ich habe in den letzten 3 Jahren fast keinen Tag Urlaub gehabt, da ich dann wieder dieses Problem auftritt…

Kann mir hier vielleicht jemand seinen Erfahrungen sagen bzw. helfen? Ich hoffe ich konnte mein Kopf-Problem erklären 😊
 

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6. Juli 2017 um 16:20
In Antwort auf mikka_11862444

Seit knapp 3 Jahren habe ich ein Unternehmen und mittlerweile 7 Mitarbeiterinnen. Es läuft wirklich sehr gut, die Damen sind sehr zufrieden weil ich ein sehr gutes Gehalt zahle, die Arbeit ihnen Spaß macht und sich wirklich jeder absolut reinhängt und auch auf eigene Faust Überstunden macht. In der Größe wo wir jetzt sind, kann ich mich nicht mehr um das Tagesgeschäft kümmern, sondern beschränke mich nur noch auf die Weiterentwicklung, neue Ideen umsetzten usw.
 
Jetzt kommt aber mein Problem: jedes Mal wenn ich aus dem Büro (zum Termin, Aufgaben usw.) gehe habe ich für mich das Problem, dass ich denken, dass die Mitarbeiter jetzt von mir denken, der Chef arbeitet nichts und die Mitarbeiter arbeiten, damit mir es gutgeht. Ich denke immer; die Mitarbeiterinnen denken, wenn ich nicht im Büro bin mache ich nichts und sie verdienen mein Geld. Dann habe ich Angst, dass sie unzufrieden werden und vielleicht irgendwann kündigen bzw. ihre Arbeit nicht mehr gut machen.

Eigentlich weiß ich, dass diese Angst eigentlich total unbegründet ist, wahrscheinlich sind sie froh, wenn der Chef nicht da ist, aber wie schaffe ich das für mich auch wirklich zu verstehen. Ich habe in den letzten 3 Jahren fast keinen Tag Urlaub gehabt, da ich dann wieder dieses Problem auftritt…

Kann mir hier vielleicht jemand seinen Erfahrungen sagen bzw. helfen? Ich hoffe ich konnte mein Kopf-Problem erklären 😊
 

und warum sollten sie so etwas denken, Deiner Meinung nach?

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8. Juli 2017 um 19:04
In Antwort auf mikka_11862444

Seit knapp 3 Jahren habe ich ein Unternehmen und mittlerweile 7 Mitarbeiterinnen. Es läuft wirklich sehr gut, die Damen sind sehr zufrieden weil ich ein sehr gutes Gehalt zahle, die Arbeit ihnen Spaß macht und sich wirklich jeder absolut reinhängt und auch auf eigene Faust Überstunden macht. In der Größe wo wir jetzt sind, kann ich mich nicht mehr um das Tagesgeschäft kümmern, sondern beschränke mich nur noch auf die Weiterentwicklung, neue Ideen umsetzten usw.
 
Jetzt kommt aber mein Problem: jedes Mal wenn ich aus dem Büro (zum Termin, Aufgaben usw.) gehe habe ich für mich das Problem, dass ich denken, dass die Mitarbeiter jetzt von mir denken, der Chef arbeitet nichts und die Mitarbeiter arbeiten, damit mir es gutgeht. Ich denke immer; die Mitarbeiterinnen denken, wenn ich nicht im Büro bin mache ich nichts und sie verdienen mein Geld. Dann habe ich Angst, dass sie unzufrieden werden und vielleicht irgendwann kündigen bzw. ihre Arbeit nicht mehr gut machen.

Eigentlich weiß ich, dass diese Angst eigentlich total unbegründet ist, wahrscheinlich sind sie froh, wenn der Chef nicht da ist, aber wie schaffe ich das für mich auch wirklich zu verstehen. Ich habe in den letzten 3 Jahren fast keinen Tag Urlaub gehabt, da ich dann wieder dieses Problem auftritt…

Kann mir hier vielleicht jemand seinen Erfahrungen sagen bzw. helfen? Ich hoffe ich konnte mein Kopf-Problem erklären 😊
 

Ganz einfach, schaffe Transparenz.
gerade Du im KMU-Bereich hast dazu die besten Voraussetzungen. Wenn Du so ein gutes Team hast, wie ich da herauslese.
Wenn du nun also beispielsweise ein "Meeting" mit deinen Angestellten machst, dich erst einmal für ihren Einsatz bedankst und dann zum Beispiel dezent diese Ängste ansprichst, macht dich das nicht kleiner, sonder immens Grösser.
Deine Aufgabe als Chef ist es in diesem Team nämlich nicht, ständig präsent zu sein sondern dafür zu sorgen, dass deine Angestellten auch weiterhin Arbeit haben.
Denn alle nettigkeit ist gut und schön, nutzt aber bei leerer Kasse nur begrenzt, denn dann kanst ja keinen Lohn bezahlen.
Wenn du das nämlich richtig aufzeigst, werden alle weiterhin Einsatz zeigen, denn man lebt ja von- mit und somit durcheinander, das nennt sich Symbiose.
Und wenn dann doch eine Einzelne anfängt Rumzuquaken, bitte sie zum gespräch und frage nach dem Grund der Unzufriedenheit.
Ist es "Anlasslos" und hat nur den zweck, zwietracht zu sähen weisst du hoffentlich auch dann was zu tun ist.
Gerade im KMU-Bereich sind die alten, klassischen "Führungs(un)lehren" nämlich völlig deplaziert.
Ihr sitzt alle im selben Boot und solange jeder sich dessen bewusst ist läuft der Laden.
Ansonsten empfehle ich dir Sun Tzus Kunst des Krieges als Lektüre. Machen dier Topmanager übrigens auch, die sind bloss zu sehr von sich eingenommen und zu borniert um das gelesene auch umzusetzen.

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9. Juli 2017 um 8:14

Ich hatte einen Job, wo die Chefin sich tatsächlich viel Freizeit genommen hat und so gut wie gar nicht persönlich vorbeigeschaut hat, weil sie permanent im Urlaub war oder sonst das Leben gefeiert hat.
Natürlich haben wir ab und zu Witze darüber gemacht, aber wir haben immer unser Gehalt bekommen und uns gegenseitig und die Arbeit sehr gemocht. Darum hatte das eigentlich überhaupt keinen Einfluss auf unsere Arbeitsmoral.

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