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Unruhe und Angstzustände

8. März 2012 um 12:36 Letzte Antwort: 4. Mai 2012 um 14:12

Hallo zusammen,

ich wollte mal um Rat fragen, weil es mir in letzter Zeit nicht gut geht, aber ich glaube noch nicht so schlecht, dass ich damit zum Arzt rennen will.

Es fing an mit der Prüfungsvorbereitung im ersten Semester. Ich habe ein super Abi gemacht, aber jetzt im Studium plagen mich seit relativ kurzer Zeit (Anfang Januar) Unruhezustände, die wirklich kaum auszuhalten sind. Ich bin sogar deshalb eine Nacht im Krankenhaus gelandet, wegen sehr hohem Blutdruck und Puls plus Schmerzen in der Brust. Nachts habe ich hyperventilliert.

Teilweise bin ich jetzt innerlich mega unruhig/zittrig, aber nach außen antriebslos und auf der anderen Seite rastlos. Als die ersten Prüfungen vorbei waren, ging es mir wieder gut. Jetzt jedoch bereite ich mich wieder auf die noch ausstehenden Prüfungen vor und die Unruhe ist wieder da. Die letzten 2 Tage sogar mit Durchfall und Übelkeit. Ich mache mir komische Gedanken über den Tod und, wer weiß, ob ich nicht durch Krankheit oder einen Unfall schon bald sterbe. Ich habe Zukunfstängste. Das kommt, aber das geht auch wieder, wenn ich es mir ausrede. Und jetzt gerade, muss ich heulen, obwohl ich keine dieser Gedanken habe.
Und dann erzähle ich meinem Freund davon und denke heimlich, was ist, wenn er mich jetzt für verrückt hält und damit nicht klar kommt?


Ich will endlich diese Unruhe und verrückten Gedanken los werden
Lese grad das Buch übers Glück vom Dr. Hirschhausen, es ist unterhaltsam und schön, wenn man es liest, aber am nächsten Tag kann ich wieder so unruhig sein.

Liebe Grüße,
Yakkul

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9. März 2012 um 10:13

Hallo,
also du hast ja scheinbar gut im Gefühl, in welchen Situationen deine Ängste auftreten. Also immer, wenn es um Prüfungen geht, die dein zukünftiges Leben mitentscheiden. Ist dir bewusst, dass diese körperlichen Reaktionen (hoher Puls, Übelkeit) damit zusammenhängen?
Wichtig ist, dass du dich nicht den Prüfungssituationen entziehst. Im besten Fall wird es von Prüfung zu Prüfung besser, denn du merkst, dass du diese Situationen meistern kannst. Falls deine Ängste aber überhand nehmen und deine Leistungen stark negativ beeinflussen, solltest du psychologische Hilfe in Anspruch nehmen.
Also wenn es in 6 Monaten nicht besser geworden ist, mach einen Termin bei einem Psychotherapeuten aus!

Viele Grüße, Phenyce

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18. März 2012 um 22:40


Du scheinst ja auch genau meine Altersklasse zu sein!

Ja, ich habe mir gesagt, dass sich etwas ändern muss, als diese Unruhe-Welle ein 2. mal über mich kam (also nachdem ich den Beitrag hier verfasst habe). Ich habe Seiten zum Thema Glück aufgesucht und lese sie stückweise, versuche die Tipps umzusetzen. Ich lese derzeit auch Glück kommt selten allein vom Eckart von Hirschhausen, find den total super Sehe den auch im Fernsehen unheimlich gern - so eine fröhliche und positive Ausstrahlung! Bin auch angemeldet auf der Seite glueck-kommt-selten-allein.de und mache das Programm mit.
Ich denke, das hilft mir schon ganz schön.

Letztens hatte ich wieder so eine Unruhe und dachte, gleich kommt wieder der Durchfall! Es kam daher, dass ich 2 tage nicht gelernt hab (Beziehungsstress) und dann ein schlechtes gewissen hatte. aber ich habe mir gesagt, ich lerne kurz für mein Gewissen und dann ist gut. Hat geklappt

Komisch ist nur, dass ich jetzt 2 mal mit meiner Mutter bisschen shoppen war und bei beiden malen nach ziemlich kurzer Zeit so ein Unruhegefühl wieder verspürt habe und einmal echt dachte, jetzt bekommst du WIRKLICH Durchfall. Aber daheim hatte es sich wieder gelegt...ich frage mich nur, dass so besonders an dieser Situation war, dass ich unruhig wurde.


liebe Grüße und dir auch alles Gute!

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19. März 2012 um 10:25

...
hay!
also wenn dir der therapeut zu fruh erscheint wurde ich dir ans herz legen entspanungstechniken auszuprobieren.entspannung nach jakobs wäre da ein stichwort für den anfang.aber es gibt unendlich viele andere methoden die auch leicht einzusetzen sind.die wohl leichteste ist einfach seine atemzüge zu zählen wenn man die anspanung merkt.dabei einfach spüren wie die luft in und aus dein körper kommt.
womit ich aber auch viele ander aus meinem umfeld gute ehfahrung haben sind bachblüten.wirken homöopathisch und man kann sie je nach psychichen belangen zusamenstellen,was aber etwa rumbrobieren bedarf.für deine panik attacken würde ich dir die notfallstropfen empfehlen,diese erzielen sehr schnell eine spurbare besserung.
es gibt also noch ne menge schritte die vor einem therapeuten möglich sind und naja wenn du keine ehrfahrung mit so etwas hast kann ich versuchen bei bedarf ne menge input dafür bieten.

lieben gruss

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6. April 2012 um 15:48
In Antwort auf jagoda_12327952

Hallo,
also du hast ja scheinbar gut im Gefühl, in welchen Situationen deine Ängste auftreten. Also immer, wenn es um Prüfungen geht, die dein zukünftiges Leben mitentscheiden. Ist dir bewusst, dass diese körperlichen Reaktionen (hoher Puls, Übelkeit) damit zusammenhängen?
Wichtig ist, dass du dich nicht den Prüfungssituationen entziehst. Im besten Fall wird es von Prüfung zu Prüfung besser, denn du merkst, dass du diese Situationen meistern kannst. Falls deine Ängste aber überhand nehmen und deine Leistungen stark negativ beeinflussen, solltest du psychologische Hilfe in Anspruch nehmen.
Also wenn es in 6 Monaten nicht besser geworden ist, mach einen Termin bei einem Psychotherapeuten aus!

Viele Grüße, Phenyce

Ein kleiner Rückblick
Die Prüfungen habe ich jetzt alle durch und sie sind alle super gelaufen. Fast alle mit einer 1 vor dem Komma!
Nur ist meine Unruhe trotzdem nicht wirklich verschwunden. Also es sind nicht mehr so starke Unruhezustände, aber ich merke die Unsicherheit. Ich frage mich, ob ich im nächsten Semester schon während der Vorlesungen in Unruhe verfalle. Ob mich diese Ängste einschrenken werden etc.

Heute z.B. sind meine Eltern nachts nach Polen zu meinen Großeltern gefahren. Ich wache heute auf und bin irgendwie unruhig, aber ich weiß nicht so recht, warum. Fühle mich einsam, weiß kaum, was ich mit mir anfangen soll.
Aber es ist so gering, dass mir das Lesen und Schreiben darüber schon hilft, um mich davon abzulenken. Schön ist es aber trotzdem nicht...

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8. April 2012 um 22:35

Möchte keinen neuen Thread eröffnen
aber mich beschäftigt jetzt doch wieder meine Angst.
Und zwar bin ich (nicht zum ersten mal) mehrere Tage alleine zu Hause. Auch der Hund ist weg (eigentlich, damit ich nicht ständig mti ihm raus muss, aber eigentlich wäre mir das jetzt doch ganz lieb!).

Ich habe Angst, alleine zu sein. Und zwar, wenn ich weiß, dass ich alleine bin und es auch heute, morgen, übermorgen... sein werde. Tagsüber habe ich so ein beklemmendes und einsames, irgendwie unsicheres Gefühl. Abends kommt dann noch die Angst vor der dunklen Wohnung dazu...Ich möchte nicht, dass Ängste so eine große Rolle in meinem Leben spielen! Was soll ich denn am besten dagegen tun? Ich kann ja nicht ständig bei meinem Freund schlafen oder er bei mir...


Lg, Yakkul

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15. April 2012 um 17:43

Hey
Also mein Freund steht eigentlich zu mir, wenn es mir schlecht geht deshalb. Aber ich glaube auch, dass er es nicht ganz versteht, was mit mir los ist. Ich erzähle es ihm auch nicht immer, weil ich nicht möchte, dass er mich für "verrückt" hält. Aber ich glaube nicht, dass er sich jemals darüber lustig machen würde.
Ich versuche mir selbst zu helfen und selbst "stark" zu sein, anstatt mich immer an jemand anderes zu hängen, damit es mir besser geht. Aber ich weiß, dass ich in der Not IMMER zu ihm kommen kann.

Lg

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4. Mai 2012 um 14:12

Hallo
also ich glaube, von einer richtigen Angsterkrankung ist noch nicht zu sprechen (meine Mutter hat wirklich eine).

Ich hatte letztens wieder wegen einer sehr banalen Sache Unruhezustände und leichte Schmerzen in der Brust. Ich nehme jetzt seit dem über den Tag verteilt Baldrian, auch wenn es mir vermeintlich gut geht.

Meiner Hausärztin (eigentlich eher "ersatzärztin", weil ich nicht viel von ihr halte) habe ich davon erzählt. Dass diese Zustände alle 2-3 Wochen wieder kommen und mittlerweile nicht nur mit Prüfungen zusammenhängen. Sie meinte, sie würde an meiner Stelle keine Medikamente nehmen, sondern ich solle es mit Psychotherapie versuchen. Ich habe ihr erzählt, dass eine psychologische Beratung kostenlos an unserer Uni angeboten wird. Sie meinte, das wäre eine gute Sache.
Aber ich traue mich irgendwie nicht dort anzurufen. Vor allem, wenn so eine Unruhe-Welle wieder vorbei ist, denke ich mir, ich schaffe das schon ganz alleine und vielleicht ist das eh nur so ne Phase... Aber wenn es keine Phase ist und womöglich noch schlimmer wird, wäre es natürlich blöd, wenn ich mir keine Hilfe holen würde.

Ich bin vielleicht auch ein bisschen gehemmt von meinem Freund. Er ist zwar in der Not für mich da, versteht das Problem aber absolut nicht. Stattdessen nennt er mich sogar manchmal "Psychofreundin".
Ich schäme mich einfach dafür, so labil zu sein, aber ich habe das gefühl, dass ich es mir mit einer Psychotherapie bestätige

Liebe Grüße

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