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Unglück als Mutter..

1. Dezember 2017 um 16:39

Hallo ihr lieben,

Ich muss meine Gedanken irgendwie mal los werden und würde mir gerne ein paar Meinungen dazu einholen.
Ich bin 20 Jahre alt und Mutter eines fast 2 jährigen Mädchens.
Mir wurde von Monat zu Monat immer mehr klar, dass ich viel zu jung Mutter geworden bin.
Nicht weil ich nicht mit ihr zurechtkomme oder überfordert bin, das ist nicht der Fall, sondern weil ich nichts mehr vom Leben habe. Zu all dem muss ich sagen, dass ich psychisch krank bin und seit einigen Jahren unter Depressionen und Borderline leide. Ich war deshalb auch schon in Behandlung und nehme seit Jahren Medikamente. Meine kleine war auch nicht geplant sondern durch einen nicht geglückten Pillenwechsel (trotz Versicherung des Arztes) entstanden. Alle sagen mir immer wie toll ich das mache obwohl ich so jung bin, aber hinter der Fassade sieht es komplett anders aus. Mir geht es wirklich dreckig. Seit der Geburt habe ich fast alle Kontakte verloren und komme im Leben nicht mehr voran. Mein Partner und Vater der kleinen arbeitet den ganzen Tag und ist unglaublich erfolgreich in seinem Beruf. Ich höre jeden Tag von ihm oder anderen wie toll ihr Leben ist und was sie für tolle Dinge erleben. Und was ist mit mir? Ich starre jeden Tag auf Geschirr, Windeln und Einkäufe.. Listen mit dingen die erledigt werden müssen und übrig bleibt null Lebensfreude. Mir fällt die Decke so auf den Kopf. Alles was ich gerne machen würde, woran ich Freude hätte ist nicht mehr möglich, da ich Mutter bin. Ich habe leider niemanden, der mal auf sie aufpassen könnte.
Unter diesen Zuständen meiner Krankheit und der Tatsache, dass absolut keine Zeit mehr übrig bleibt leidet die Beziehung zu meinem Partner immens. Ich habe panische Angst, dass er mich bald verlassen wird wenn das so weiter geht, da mit mir absolut nichts mehr anzufangen ist.
Ich bin wirklich am verzweifeln. So habe ich mir mein Leben nicht vorgestellt und werde von Tag zu Tag unglücklicher, trauriger und wütender. Jeden Abend, wenn sie im Bett ist und ich wieder einsam und alleine in der Wohnung hocke heul ich mir die Augen raus und gehe früh ins Bett um diese Gefühle nicht mehr spüren zu müssen und einen weiteren Tag endlich zu ende bringen zu können. könnte ich noch einmal entscheiden hätte ich sie definitiv nicht bekommen. Ich weiß das klingt grausam und solche Gedanken dürfte eine Mutter nicht haben, jedoch ist es nunmal so.
Versteht mich nicht falsch ich liebe meine Tochter über alles und gehe sehr liebevoll und verantwortungsbewusst mit ihr um. Jedoch zerreisst es mich innerlich in dieser Situation gefangen zu sein. Ich will dieses Leben nicht und gehe daran kaputt. Das einzige was mich noch am Leben hält ist das Pflichtgefühl für sie da sein zu müssen.
Bitte entschuldigt den doch etwas langen und vermutlich auch wirren Text. Ich habe leider niemanden mit dem ich über diese Gefühle reden kann.
Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure konstruktive Meinung mitteilen würdet. Ich weiß einfach nicht wie es mit mir weitergehen soll.

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1. Dezember 2017 um 16:42

Warum gibst du sie denn nicht halbtags zur Betreuung? Da lernst du dann andere Mütter von Kindern im gleichen Alter kennen und vielleicht sind da ja auch ein paar jüngere dabei und noch dazu hättest du die Möglichkeit einer Teilzeit-Arbeit nachzugehen und wieder ein eigenes Leben zu führen.
Du musst doch nicht 24h am Tag auf eine Zweijährige aufpassen, es ist doch gut, wenn sie in dem Alter auch mal woanders ist und andere Kinder kennenlernt. Das ist eine Win-Win-Situation für eure gesamte Familie.

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2. Dezember 2017 um 19:17

Mit würde das auch ahnlich gehen. Uns ich bin 32. 
Bei beiden Kindern war so ab 1, 5 Jahren meine Grenze erreicht. Ich brauchte um zufrieden zu sein mehr als das zuhause sein mit Kind.
Schau, ob du sie in eine Betreuung geben kannst und guck wo du dich weiterentwickeln kannst. 
Den ein kind braucht eine glückliche Mama. Dann wird es selbst von profitieren. Eine Win-win-Situation. 

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3. Dezember 2017 um 18:15

 Weiß dein partner wie es dir geht? Sprich mit ihm und findet eine lösung! Such dir einen halbtagsjob! Mittlerweile ist deine kleine alt genug, um vormittags fremd betreut zu werden. Und dann geh das an, was dir sonst noch so fehlt. 

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4. Dezember 2017 um 9:14
In Antwort auf leni2020

Hallo ihr lieben, 

Ich muss meine Gedanken irgendwie mal los werden und würde mir gerne ein paar Meinungen dazu einholen. 
Ich bin 20 Jahre alt und Mutter eines fast 2 jährigen Mädchens. 
Mir wurde von Monat zu Monat immer mehr klar, dass ich viel zu jung Mutter geworden bin. 
Nicht weil ich nicht mit ihr zurechtkomme oder überfordert bin, das ist nicht der Fall, sondern weil ich nichts mehr vom Leben habe. Zu all dem muss ich sagen, dass ich psychisch krank bin und seit einigen Jahren unter Depressionen und Borderline leide. Ich war deshalb auch schon in Behandlung und nehme seit Jahren Medikamente. Meine kleine war auch nicht geplant sondern durch einen nicht geglückten Pillenwechsel (trotz Versicherung des Arztes) entstanden. Alle sagen mir immer wie toll ich das mache obwohl ich so jung bin, aber hinter der Fassade sieht es komplett anders aus. Mir geht es wirklich dreckig. Seit der Geburt habe ich fast alle Kontakte verloren und komme im Leben nicht mehr voran. Mein Partner und Vater der kleinen arbeitet den ganzen Tag und ist unglaublich erfolgreich in seinem Beruf. Ich höre jeden Tag von ihm oder anderen wie toll ihr Leben ist und was sie für tolle Dinge erleben. Und was ist mit mir? Ich starre jeden Tag auf Geschirr, Windeln und Einkäufe.. Listen mit dingen die erledigt werden müssen und übrig bleibt null Lebensfreude. Mir fällt die Decke so auf den Kopf. Alles was ich gerne machen würde, woran ich Freude hätte ist nicht mehr möglich, da ich Mutter bin. Ich habe leider niemanden, der mal auf sie aufpassen könnte. 
Unter diesen Zuständen meiner Krankheit und der Tatsache, dass absolut keine Zeit mehr übrig bleibt leidet die Beziehung zu meinem Partner immens. Ich habe panische Angst, dass er mich bald verlassen wird wenn das so weiter geht, da mit mir absolut nichts mehr anzufangen ist. 
Ich bin wirklich am verzweifeln. So habe ich mir mein Leben nicht vorgestellt und werde von Tag zu Tag unglücklicher, trauriger und wütender. Jeden Abend, wenn sie im Bett ist und ich wieder einsam und alleine in der Wohnung hocke heul ich mir die Augen raus und gehe früh ins Bett um diese Gefühle nicht mehr spüren zu müssen und einen weiteren Tag endlich zu ende bringen zu können. könnte ich noch einmal entscheiden hätte ich sie definitiv nicht bekommen. Ich weiß das klingt grausam und solche Gedanken dürfte eine Mutter nicht haben, jedoch ist es nunmal so. 
Versteht mich nicht falsch ich liebe meine Tochter über alles und gehe sehr liebevoll und verantwortungsbewusst mit ihr um. Jedoch zerreisst es mich innerlich in dieser Situation gefangen zu sein. Ich will dieses Leben nicht und gehe daran kaputt. Das einzige was mich noch am Leben hält ist das Pflichtgefühl für sie da sein zu müssen. 
Bitte entschuldigt den doch etwas langen und vermutlich auch wirren Text. Ich habe leider niemanden mit dem ich über diese Gefühle reden kann. 
Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure konstruktive Meinung mitteilen würdet. Ich weiß einfach nicht wie es mit mir weitergehen soll. 

Hallo Leni,

ich kann das was du schreibst voll verstehen und nachvollziehen. Da musst du wegen keinem Gedanken ein schlechtes Gewissen haben!

Ich bin mit 19 ungeplant Mama geworden. Zum Glück habe ich Eltern und Schwiegereltern, die mit den Kleinen bei Bedarf abnehmen. Hätte ich den Kleinen 24 Stunden, an 7 Tagen die Woche, würde ich auch mürbe im Kopf. Er ist das Beste was mir je passiert ist und ich bin sehr glücklich mit ihm. Aber man braucht trotzdem auch mal Zeit für sich und wenn es nur ist, um mal eine halbe Stunde auf der Couch zu liegen und nichts zu tun.

Seit er 2 Jahre alt ist, geht er in die Kita. Das tut nicht nur mir gut, sondern auch ihm! Auch dein Kind braucht einen Tapetenwechsel und es tut ihm nicht gut, den ganzen Tag nur bei dir zu sein. Mit 2 Jahren ist es auch kein Problem mehr.
Ich würde dir dringend raten deine Kleine auch in eine Kita zu geben. Du wirst sehen, dass euch das beiden gut tut.

Dass sich das leben komplett ändert, lässt sich nicht vermeiden. Es ist ganz normal, dass die meisten Beziehungen abbrechen. Dagegen sollte man sich nicht wehren, sondern die Sache annehmen und schauen, dass man in seinem neuen Leben glücklich wird!
Schau, dass du andere Mütter kennenlernst. Die müssen auch nicht unbedingt so jung sein, wie du. So wie du schreibst, habe ich den Eindruck, dass du sehr reif bist und etwas auf dem Kasten hast.
In jeder Stadt und auf jedem Dorf, gibt es Mutter-Kind-Gruppen, in denen man sich einmal die Woche trifft. Trau dich da mal hin! Ja, beim ersten Mal wirst du von der einen oder anderen Supermama blöd angeschaut, weil du so jung bist. Aber wenn du einfach du selbst bist, dann wirst die sehr schnell von dir überzeugen und Anschluss finden.

Wie alle anderen würde ich dir auch raten, zu arbeiten. Muss ja nicht gleich ein Job im mittleren Management sein. Hauptsache du kommst mal raus und hast eine Aufgabe, außerhalb des Hauses - das wird dir gut tun. Es müssen auch keine sechs Stunden am Tag sein. 

Und nimm den Papa in die Pflicht. Auch wenn er viel arbeitet, kann er dir die Kleine am Wochenende mal einen halben Tag abnehmen, damit du Zeit für dich hast. Und schaut, dass ihr zu dritt raus kommt. 

Wenn du Medikamente nimmst, vermute ich mal, dass du auch in psychiatrischer Behandlung bist!? Sprich da auf jeden Fall an, wie es dir aktuell geht. Das klingt nämlich gar nicht gut!!! Macht den Eindruck, als würdest du in eine ziemlich böse Depression abrutschen. Vielleicht würde dir auch eine zusätzliche Psychotherapie helfen!??
Mach da auf jeden Fall was, ansonsten kann das ganz schnell sehr übel werden! Dann kannst du auch für deine Kleine nicht mehr richtig da sein und das willst du ja auch nicht.

So viel erst mal von mir.

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