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Ungerechte Welt

6. März 2015 um 17:09

Warum ist das Leben so ungerecht? Und welcher Sinn liegt
dahinter? So viele Menschen haben nichts und bekommen noch weniger vom Leben.
Andere Menschen haben so viel und bekommen immer noch mehr.. Warum das Ganze?
Und warum bekommen die Menschen, die sowieso schon ein Schweres Leben haben,
noch einen oben drauf vom Leben? Unser eins muss 18 Jahre lang in einer
kaputten Messie Familie leben und kriegt für jedes Problem die Schuld.. Und in
der Familie gab es nicht wenige Probleme.. Von der Unordnung, über Eheprobleme
bis hin zu riesen Schulden. Und als ob das noch nicht genug wäre, bekommt man
dafür nix und wieder nix außer Depressionen und eine zerstörte Zukunft. Da hast
du Jahre lang nur für deine Familie gelebt, alles geopfert, deine Geschwister
groß gezogen, hast deine ganze Freizeit geopfert, hast geschaut wie du in dem
Müll und Dreck was dein Zuhause war klar kommst, hast Freunde vernachlässigt,
so fern du welche hattest und dich irgendwie durch die Schule geschleppt..
Niemand war je stolz auf dich, Niemand hat dich unterstützt und dir den Rücken
gestärkt und da die Außenwelt nix davon mitbekommen durfte wurdest du in der
Öffentlichkeit gemobbt und ausgegrenzt. Du warst immer die komische. Du warst
anders weil du nie die neusten Klamotten hattest, du warst faul und dumm weil
du nie Hausaufgaben hattest und nie die Schulbücher mit hattest. Weil niemand
wissen durfte was zuhause los war wurdest du fertig gemacht. Und weil es
Zuhause scheiße lief und immer mehr Probleme gab, wurdest du auch Zuhause
fertig gemacht. Du warst dein Leben lang auf dich alleine gestellt und wurdest
ausgenutzt. Und als du dann endlich die Kraft findest dieser Familie den
Rücken zu kehren und endlich dein Leben selber in die Hand zu nehmen wurdest du
verstoßen, fertig gemacht und verleugnet. Und immer noch hatte niemand Verständnis
für dich. Du wurdest vom Jugendamt in eine WG gesteckt und musstest von heute
auf morgen Verantwortung übernehmen. Es wurden Dinge erwartet die du nie
gelernt hast. Du musstest putzen und aufräumen, was für die meisten normal ist
aber die meisten sind nicht mit einer Messie kranken Mutter aufgewachsen. Du
musstest mit Geld umgehen können, was die meisten durch Taschengeld bekommen
gelernt haben aber die Eltern der meisten sind nicht hoch verschuldet. Du
musstest eigenständig lernen und zur Schule gehen was ebenfalls für die meisten
normal war aber die meisten wurden beim Lernen unterstützt.. Du jedoch hattest
nie Zeit zu lernen und kannst dich einfach nicht darauf konzentrieren weil viel
zu viel in deinem Kopf vorgeht.. Schließlich wurdest du verstoßen, wurdest nie
von deinen Eltern geliebt und dein Leben lang von ihnen ausgenutzt.. und weil
sich die Ereignisse überhäufen und du nicht mehr weißt wo du mit allem hin
sollst wirst du schließlich eingewiesen. Für dich persönlich war es die letzte
rettende Möglichkeit doch die Außenwelt hat immer noch keinerlei Verständnis dafür.
Du wirst immer weiter verstoßen, kriegst stress vom Jugendamt weil du dich
nicht um die Schule kümmerst und keiner versteht dich. Mitarbeiter vom
Jugendamt, die Spezialisiert sind auf solche Problem Situationen, erwarten dass
du zur Schule gehst und dein Abitur machst und verstehen nicht, dass du keine
Kraft für die Schule hast.. dass du in der Schule auf dem Klo einschläfst oder
Heulen zusammenbrichst, weil dir das einfach alles zu viel wird. Keiner hat
dich verstanden und von allen Seiten wurdest du verstoßen. Bis du dann in die
Klinik kommst und dort von Mitpatienten verstanden wirst. Du hast auf einmal
mit Menschen zu tun die ebenfalls eine scheiß Vergangenheit haben und dich
einfach komplett verstehen. Das erste Mal in deinem Leben wirst du verstanden
und das Glück findet kein Ende denn du findest nicht nur einige Freunde sondern
auch die Liebe deines Lebens. Auch nach der Klinik bleibt der Kontakt zu den Freunden
und die Beziehung zu deinem Freund wird mehr als ernst. Das Leben scheint sich
endlich auf deine Seite zu stellen und für ein paar Monate bist du wirklich
glücklich aber das Glück hält nicht ewig.. denn Die Krankheit ist noch immer da
und auch wenn die Medikamente dich einigermaßen aufrecht halten, bist du nicht
Gesund und auch dein Freund ist es nicht.. Es kommen neue Probleme auf einen zu
und man ist noch nicht stark genug ihnen Stand zu halten. Man hat wenig Geld
zum Leben, man zieht sich zurück und wieder wird man nicht verstanden.. auch
nicht von denen, die es eigentlich sollten weil sie ebenfalls eine scheiß Vergangenheit
hatten und in der Klinik waren.. wieder wirst du verstoßen nur mit dem
Unterschied dass du dieses Mal nicht alleine bist.. du hast zwar den Mann
deiner Träume an deiner Seite aber dadurch verschwinden die Probleme nicht..
das Geld wird immer weniger, du musst Arbeitslosengeld beantragen weil du aus
der WG geworfen wirst. Du musst die Schule abbrechen weil du sonst kein ALG
bekommen kannst, deine Freunde entfernen sich immer weiter von dir und du
fällst immer mehr in ein tiefes Loch.. Du gehst nicht mehr zur schule, weißt
nicht was die Zukunft bringt, hast keine Freunde und kein Geld. Eigentlich
siehst du nicht mal schlecht aus, hast einen recht guten Charakter, verurteilst
keine Menschen, akzeptierst jeden und hast immer ein offenes Ohr und ein
offenes Herz für jeden Menschen.. aber trotzdem kannst du keine Freunde
halten.. du zweifelst an dir, an dem was du kannst und was du bist.. du siehst
keinen Sinn mehr und kriegst immer mehr Steine in den Weg gelegt.. Als nächstes
muss dein Freund für 4-9 Wochen in die Reha damit er seine Krankheit bekämpfen
kann und du bist wieder auf dich allein gestellt.. hast immer noch keine Ahnung
was die Zukunft bringt und keine Freunde die dir den Rücken stärken oder dir
halt geben.. du hast im Leben nie was Böses getan, hast niemandem was angetan
und als Dankeschön ist dein ganzes Leben ein riesen Haufen Scherben.. Andere Menschen
sind nur am falschen Ort geboren und müssen Hungern und an Krankheiten leiden..
wieder andere Menschen bekommen wirklich jeden scheiß in den Arsch geschoben..
ja ich gebe es zu, manchmal frage ich mich wozu ich hier auf der Welt bin wenn
ich so viel Mist miterleben muss und frage mich wo die Gerechtigkeit in der
Welt liegt.. ich kann mir gerade mal Lebensmittel leisten und andere Geben viel
Geld für unnötiges zeug aus.. ich kann mir keine gute Ausbildung leisten, kann
meinen Abschluss nicht verwenden weil ein Studium zu teuer wäre, bin kein Stück
flexibel weil ich mir weder einen Führerschein, ein Auto, noch die Reparatur
meines Fahrrads leisten kann und sitze den ganzen Tag nur in meiner kleinen Wohnung
weil ich nichts zu tun habe und nichts zu Stande bringe.. womit habe ich diese
Zukunft verdient? Weil ich für jeden da bin? Weil ich nie was Böse angestellt
habe? Weil ich immer jeden verstehe? Warum zur Hölle bekommen die Guten Menschen
so viel Scheiße im Leben und die Arschlöcher alles was sie wollen? Und ich weiß
dass ich damit nicht alleine stehe.. So viele Menschen auf der Welt haben
nichts oder wenig und können nichts dafür.. Ich persönlich sehe das als
ungerecht an aber was kann ein junges, unerfahrenes, depressives Mädchen schon
bewirken? Ich verstehe diese Ungerechtigkeit einfach nicht und frage mich was
ich tun muss, damit ich endlich mal Glück im Leben habe? Womit ist es
gerechtfertigt dass die bösen Menschen kriegen was sie wollen? Wer zur Hölle
bestimmt das und wie kann man das ändern?

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7. März 2015 um 21:46

Akzeptanz
hi
zunächst - ich kann dir nich sagen warum die Welt so ist wie sie ist. KAnn dir nicht sagen, warum manche Leuten so viel mist abkriegen und manchen scheinbar Puderzucker in den arsch geblasen wird.

Aber eins kann ich dir sagen. You cannot change the cards you're dealt. D.h. welche KArten dir das Leben auch gibt. Die musst mit diesen spielen. Du kanst also nur das beste daraus machen was dir das Leben gibt. Ist das fair - Nein. Ist es nicht. Aber du kannst es nicht ändern. Du kannst nur das beste daraus machen!

Ich will nicht so tun, als hätte ich dasselbe wie du durchgemacht - fr mich wars auf jeden Fall gefühlt nicht easy. Meinr Mutter konnte ich als Kind nie was recht machen und hab mich ungeliebt gefühlt. war als Kind über 10 Jahre nur eingeschränkt bewegungsfähig, hatte später ne nen unfall wo ich dachte das wars und eine lebensbedrohlich krankheit. Ich war lange sehr einsam, hatte null selbstwertgefühl und zumindest depressive Tendenzen und selbstmordgedanken.
Was ich daraus gelert hab ist dass du dich als Opfer oder Gestalter deines Lebens sehen kannst. Als Opfer leidest du und die Welt ist gegen dich. Als Gestalter ist nicht alles toll. Aber to behälst das Ruder in der Hand und entscheidest was du tust. Und das hat mir unglaublich gut getan. Ich will nicht sagen, dass ich mich jetzt nie als Opfer fühle - aber die richtung ist was zählt.
Nach dem was du schreibst empfehle ich dir dringend dir nen Therapueten zu suchen - zahlt die Kasse - und das aufzuarbeiten. Es wird nicht von heute auf morgen gehen und auch auch nicht in ein paar monaten durch sein schätze ich aber stück um stück kannst du da rauskommen. und ja es lohnt sich - das leben kann auch wunderbar sein! UNd wenn du das Leben positiv siehst, passieren interessanter weise auch vermehrt positive dinge. Scheint eine art abwärts oder aufwärtsspirale zu sein - warum auch immer.

Alles gute Lars

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8. März 2015 um 20:26

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Ich habe schon einige hundert Menschen gefragt, ob sie erklären können, was gerecht ist. (Das sollte man ja wissen, wenn man glaubt, die Welt sei ungerecht.) Und ich habe vieles gelesen, was Dichter und Denker aller Zeiten zum Thema Gerechtigkeit gemeint haben. Frage ich dich, wirst Du vermutlich erst mal ein wenig mit den Achseln zucken, deine Stirn runzeln und dann etwa das sagen, was die meisten gesagt haben: "Gerecht" ist, wenn man sich "angemessen, fair" verhält. Doch das kann für den einen viel bedeuten, für den anderen wenig. "Weiß" mit "nicht schwarz" erklären, wäre intelligenter, weil dann wenigstens klar wäre, wie etwas auf gar keinen Fall sein darf. Richtig? Die Nazis fanden es übrigens gerecht, 6 Millionen Juden zu töten, und die Amis, 340.000 Japaner in den Strahlentod zu schicken (Hiroshima, Nagasaki).

Kennst Du das Ziel hinter einem möglichst gerechten Geben und Nehmen? Vermutlich nicht. Wundert dich dann noch was?

Es gibt ein Ziel! Soll ich es dir verraten?

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