Forum / Psychologie & Persönlichkeit

Und weg ist die Angst

Letzte Nachricht: 19. August 2013 um 1:41
S
sarita_12472245
16.01.09 um 22:31

Hallo ihr lieben

Ich melde mich nach 1 Jahr mal wieder aus der Versenkung.

Wie einige hier vielleicht noch wissen, bin ich jetzt seit 7 Jahren Panikerin. Jepp willkommen im Club

Die letzten 1,5 Jahre waren die Hölle, nach dem Tod meines Vaters und seiner Beerdigung an meinem Geburtstag hat bei mir die Panik wieder voll zugeschlagen.

Was soll ich sagen, ich bin die letzten 18 Monaten psychisch durch den Dreck gekrochen. Ich hatte 4-7 Attacken am Tag, habe Ärzte ohne Ende aufgesucht und war ziemlich fertig gewesen.

Wie soll man sich da noch hinsetzen und den Willen und die Kraft aufbringen, seine Attacken zu überwinden??? Aber wisst ihr was, es geht. Seit 6 Monaten bin Angstfrei, ich lebe wieder ein ganz normales Leben. Ich gehe arbeiten, ich gehe mit Freunden weg und ich freue mich wieder auf jeden neuen chaotischen und stressigen Tag.

Ich möchte euch ein bischen Hoffnung geben, denn es geht auch ohne Attacken. Es gibt wirklich wieder ein Leben nach der Angst. Das ganz normal ist und einen an die ganzen schönen Dinge erinnert, die man vor seinen Attacken erlebt hat.

Wie ich das geschafft habe wollen jetzt bestimmt viele von euch wissen. Lernt endlich wieder die kleinen Dinge im Leben zu schätzen. Akzeptiert euch wieder selber, versucht nicht euer ganzes Leben zu ändern, nur weil ein Therapeut euch sagt, das davon die Attacken verschwinden. Auch wenn ihr was schlimmes erlebt habt und das die Attacken ausgelöst hat, ihr müsst euch mit dieser Sache beschäftigen. Ihr müsst akzeptieren, das sie passiert ist und das es zu eurem Leben gehört. Schlimme Sachen passieren, lernt damit umzugehen.

Ich habe in Eigentherapie alles was mir passiert ist verarbeitet. Ich habe sehr viel Zeit mit mir und meinen Gedanken verbracht. Manchmal habe ich alles herausgeschrien, sehr oft habe ich so lange geweint, das meine Augen zugeschwollen waren. Aber ich habe auch sehr oft an mein Leben vor diesen Attacken gedacht, und ich wollte das es wieder so wird wie damals. Ich arbeite natürlich jeden Tag daran, und ich sage auch nicht, das es immer einfach ist, aber es funktioniert.

Ich bin wieder Angstfrei und verdammt ja, ich genieße jeden Tag.

Ich habe mir angewöhnt immer meine Digicam mitzunehmen. Bei jedem Spaziergang, bei jeder Autofahrt, bei jeder Gelegenheit sehe ich etwas, was einfach nur wunderschön ist und fotografiere es. Diese Bilder sehe ich mir immer wieder an und sie machen mich glücklich. Und Glück ist das, wovon man nie genug haben kann.

Findet wieder zu euch selbst, stellt euch euren Ängsten. Ich will nicht damit sagen, das ihr Orte besuchen sollt, in denen die Attacken auftauchen. Ihr müsst mit euch selber ins reine kommen. Eure Angst steckt in euch, nicht an irgendwelchen Orten. Hört in euch rein und fangt an euch selber wieder zu verstehen. Macht etwas, was ihr schon lange nicht mehr machen konntet. Steckt die Angst in eine Schublade und schliesst diese Schublade zu. Fangt wieder an zu Leben, es ist euer Leben und es ist viel zu kurz um es in ständiger Angst zu verbringen.

Es ist immer einfach zu fallen, die Kunst besteht darin wieder aufzustehen.

In diesem Sinne, wünsche ich euch einen schönen Abend und ganz viel Kraft um es zu schaffen wieder ein normales Leben zu führen.

Eure kleine chaotin

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I
ilsa_12518877
20.01.09 um 22:08

Heyy
ich gratuliere dir,und freu mich das zu hören ,das gibt mir hoffhung das solche angst doch irgendwann verschwinden.
ich habe seit einem jahr diese angst,angst umzukippen das ich nicht mehr aufstehe,war
heute bei einer phsichologin,will aber nicht bei ihr eine therapie machen ,habe mich nicht wohl gefühlt bei ihr,
sie hat selber ein problem und hat selber angst vor itgendwas,
aufjedenfall will ich mir das selber hefen und hoffe das ich mich genau so ändere wie du.
wünsch mir glück.
haifa

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S
suniti_12234414
27.02.09 um 13:05


Glückwunsch liebe chaotin
Kämpfe auch gerade gegen Angst ! (atemnot) !
bin für Tips immer offen

LG Blume

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B
bodo_11905465
19.08.13 um 1:41

Die Angstörung/Panikstörung ausbremsen
Meine Sicht der Dinge auf meinen Weg.

In Moment leide ich auch unter Panikattacken mit hyperventilieren.
Es fing mit Schwindel an und ich bekamm immer mehr Panikattacken.Es waren sehr viele an Tag und auch in der Nacht.
Die Anfälle kommen bei mir immer aus heiteren Himmel wenn ich es an wenigsten erwarte.Bei mir direkt aus dem Unterbewusstsein.Ohne an etwas schlimmes zu denken.Schwindelattacken, Atemnot, Panik, weinkrämpfe und Todesangst.u.s.w
Ich kamm letzte woche aus der Psychatrie.

Mein erster Schritt war der gewesen mir dort Hilfe zu holen und ich sagte selber ich geh in die Psychatrie.Da war ich dann 9 Wochen.

Mein Bludruck war ganz an Anfang dort sehr niedrig und oft bei 60 unten.Hinzu kamm Eisenmangel und eine dicke Angstörung.Wen mein Körper hyperventirte hatte ich auch schon so heftige Todesangst das ich aus geschriehen hatte.
Durch Ergotherapien, vielen Gesprächen, Therapeuten und Ärzte päppelten mich fürsorglich auf.
Langsam verstandt wie ich damit ungehen muss.In dem Ergotherapien macht man Sachen wie Speckstein, Korbflechten,Tonen, Seidenmalerei, Holz und Metalverarbeitung.
Immer wenn ich meine fertigen Werke sah wie Mandalas oder Tonfiguren und dann Lob von meinen Mitmenschen bekam war ich bescheiden aber glücklich.
Denn ich begriff das viel mehr in mir steckte als es mir bewusst war. Ich begriff das ich mich selber die ganze Zeit herabgesetzt hatte, ja ich fühlte mich wertlos und als ob ich jeden nur zur Last fallen würde.

Ich will damit sagen, das es die kleinen Schritte sind denen ihr mehr Achtung schenken solltet.Denkt daran was ihr könnt.Denkt daran wer ihr seiht.Ihr seiht alle stark.Manchmal vergisst man das aber.
Mir wurde klar" ich bin gesund und ich habe nur große Angst" Ich habe nach Problemen an meinen Körper gesucht, jedes zucken und krampfen als gefährlich gesehen
Meine Psychologin sagte" Ein Mensch mit einer Angstörung denkt z.B Es kribbelt in Bauch und tut weh.Ich hab vielleiht ein Magengeschwür oder so etwas ähnliches.Bestimmt etwas ganz schlimmes."
Der gesunde Mensch merkt aber"Es kribbelt in meinen Bauch weil ich z.B verliebt bin und Schmetterlinge in Bauch habe
Oft ist es nur Hunger, Hitze oder Nervosität oder etwas anderes wenn man wird gleich Ohmächtig..Denkt daran bevor ihr gleich von dem schlimmsten aus geht.Es wird euch nicht passieren.Es ist meißtens nichts schlimmes. Wir malen uns nur schlimmes aus und machen uns selber fertig.Beschäftigt euch, lenkt euch ab oder geht spazieren.Redet mit Famillie und Freunden und es wird sich schon bald nicht mehr alles um die Krankheit mehr drehen.
Geht icht ständig von schlimmsten aus.UND ERFREUT EUCH AN DEM KLEINEN DINGEN.AN EURE FORTSCHRITTE,WAS IHR KÖNNT,WAS IHR SCHÖNES ERLEBT HAT, WAS IHR SCHÖNES VOR HABT,DASIHR MENSCHEN HABT DIE EUCH LIEBEN.SEHt DAs SCHÖNE IN EUREN LEBEN SELBST WENN ES NUR DER SONNENSCHEIN ODER EINE BLUME IST.
DAS IST SEHR,SEHR WICHTIG
ICH LEIDE AUCh AN EIN PAAR PANIKATTACKEN.
ABER SIE WERDEN IMMER SELTENER.Ich hatte heute auch wieder erstickunggefühle.Ich ging dann meinen Hobby nach und malte, hörte Musik, Duschte und verbrachte Stunden in Bad um mich zu pflegen und telefoniere viel mit meiner Familie.Rief meinen Omas an.Sie freuten sich darüber und ich mich auch.Und heute Abend dann merkte ich wie sich die Blockade in Kopf mit der Panik immer und immer schwächer wurde.Jetzt geht es mir viel besser.
Denn ich gebe nicht auf. Niemals.Ich bestimme über mich selber und nicht meine Krankheit über mich.Es ist nicht immer leicht es ist schwierig aber es geht.

Sorry das der Text jetzt so lange ist, aber ich will euch auch helfen!!!

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