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Und plötzlich immer häufiger wiederkehrende Suizidgedanken

9. Oktober 2014 um 9:37 Letzte Antwort: 9. Oktober 2014 um 21:26

Niemand würde mir das von außen ansehen oder so schnell erahnen. Bin mitlerweile eine recht offene Person, attraktiv, für jeden Spaß zu haben. Eigentlich.

Mein ganzes Leben litt ich unter meinem geringen Selbstwertgefühl. Als Kind war ich ängstlich, schüchtern, redete ganz leise. Brüske kritisierende Lehrer und Erwachsene haben das auch gefördert, dass dies so bleibt.
Ich hatte immer nur ein paar ganz wenige gute Freunde-nie einen Freundeskreis. In der Jugend wurde das Familienleben auch desolat. Mutter hatte starke psychische Probleme, Vater war n Fall für sich, habe mich zuhause sehr oft total unwohl gefühlt und war am liebsten wo anders. Später gingen die Freundschaften zu Bruch und ich war jahrelang ganz allein. Hatte das Gefühl meine ganze Jugend sowieso total verpasst zu haben und nun auch den Beginn meiner Zwanziger zuhause schimmelnd an mir vorbei ziehen zu lassen. Dann nahm ich die Beine in die Hand, lente es offener zu werden, ging auf Leute zu, habe meinen Spaß dran entdeck. Hatte dann einige gute Bekannte, ging aus, machte Partys. Aber die Beziehungen (mit den falschen Männern) die ich führte, taten mit im Endeffekt ganz und garnicht gut, ... meine Psyche zusätzlich und endeten mit schmerzhaften Trennungen.
Es gab viel auf und ab, Rückzugin soziale Isolation und wieder Versuche da raus zu kommen. Seit einiger Zeit habe ich ein gesundheitliches Problem, welches mich dazu zwingt sehr viel Zuhause zu bleiben. Ersparrt mir die Krankheitsgechichte- bin dieses Thema so leid. Jedenfalls lässt sich das zur Zeit super schwer gestalten Menschen kennen zu lernen. Mich sozial isolieren zu müssen ist für mich eigentlich das schlimmste. Denn so verbrachte ich die meiste Zeit meines bisherigen Lebens und hab nun einfach das starke Gefühl mein Leben einfach verpasst zu haben Bin momentan auch in einer Beziehung aber mein Freund arbeitet super viel. Er ist eigentlich so gestresst und überarbeitet, dass ich ihn garnicht zu sehr mit meinen psychischen Problemen belasten will. Er hat selbst psychische Probleme.
Zur Zeit nehme ich oft sedierende Medis, damit ich auch tagsüber schlafen kann. Normalerweise konnte ich mich allein sehr gut beschäftigen aber zur Zeit bin ich jeder Beschäftigung überdrussig. Um meine eigene beschissene Stimmung nicht mitkriegen zu müssen, versuche ich zu schlafen. Und wenn mir nicht gerade die tausende Fehler, die ich im Leben gemacht habe (die ich wenn ich nicht so depressiv unterwegs bin wie zur Zeit eigentlch nicht mehr so bereue) im Kopf herumspucken, dann kommen Suizidgedanken. Hab auch schon Methoden recherchiert-nur so aus Neugierde. Ich ich will und kann es nicht machen- das fände ich meiner Familie gegenüber egoistisch und könnte sie nicht in so ein Unglück stürzen. Aber eigentlch liebe ich das Leben und WILL leben. Aber nicht mehr so. Aber ich fühle mich in meiner Situation gefangen, sehe keinen Ausweg und finde keine Kraft, Motivation, Begeisterung, Hoffnung....

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9. Oktober 2014 um 21:26

Warst du
schon mal in Therapie?

Vielleicht gibt es in deiner Nähe ja sowas wie "Gruppen" die sich gegenseitig unterstützen, gemeinsam was unternehmen etc.

Da du sagst du liebst das Leben und willst auch dran teilhaben, was schon mal ein Fortschritt ist, solltest du aktiv handeln.
Ich weiß nicht, welche Krankheit dich momentan zuhause fesselt, aber ist da keine Sicht auf Besserung gegeben?

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