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und ganz plötzlich ist meine Mutter Tod

14. Februar 2018 um 17:59 Letzte Antwort: 22. Februar 2018 um 21:27

Hallo Ihr lieben Leser,

wollte hier mal mein Leid momentan schildern und erhoffe mir viele gute Tipps mit meiner Situation umzugehen zu lernen.

​Alles fing gut an ...im September vergangenen Jahres kam meine liebe Mutter ins Krankenhaus bzgl. Hüftoperation....!
​Es wurde ihr die rechte Seite entfernt und sie sollte ein paar Wochen ohne Hüfte liegen 
​um die Keime die sich über die Jahre angesiedelt hatten und ihr auch jahrelang beschwerden machten absterben.
​Alles gut gelaufen (es war ja auch nicht das erstemal das sie ins Krankenhaus kam und eine OP vor sich hatte).....sie lag dann insgesamt 7 Wochen ohne Hüftgelenk, erst 4 im Krankenhaus und anschliessend 3 noch in der vorübergehenden Kurzzeitpflege.

​Wir hatte eine sehr intensive Zeit noch erleben dürfen (alles ohne irgendeiner Ahnung das es wirklich die letzte Zeit unseres Lebens werden sollte). Zu Ihrem Geburtstag hatte ich ihr noch eine Torte gemacht und wir waren alle da um zu feiern.
​Das wurde dann leider das letzte Wochenend was wir zusammen verbringen durften denn an dem darauffolgenden Mittwoch verstarb sie.

​Am Montag kam sie mit dem Transport zurück ins Krankenhaus. Dienstags war die OP...( gut gelaufen, Hüfte war drin und sie war wach).

​Nächsten Tag dann nachdem die Essensausgabe erfolgte und ihr Kopfteil vom Bett nach oben fuhr war sie laut Schwester sofort weg. Ihre Augen gingen nach hinten und sie verstarb letzten endes laut Ärztin an einer Lungenembolie. Wissen taten sie es nicht wirklich (da hätte man einer Obduktion zustimmen sollen) aber die Ärzte vermuteten es. 
​2 Stunden hätte man vergeblich versucht sie zurückzuholen. 

​Das ist heute genau, 14 Wochen her und ich kann immer noch nicht mit umgehen beziehungsweise es realisieren was passiert ist. Gut ich weiss es und wir hatten auch die 
​möglichkeit sie noch im Seelsorgezimmer wo sie aufbewahrt wurde, uns von ihr zu verabschieden. Trotzdem ist es noch nicht angekommen weil es so plötzlich passierte.
​Sie wollte noch nicht sterben. Sie wurde 79 Jahre aber wir hätte noch gute viele Jahre erleben können. 
Es ist das allererstemal das ich sowas durchlebe. Hatte zwar schon Omas und Opas zu Grabe getragen allerdings war da der Kontakt nie richtig da. 
​Deshalb hatte ich keine wirkliche Trauer in mir wie ich sie jetzt durcherlebe. 
​Mal gibt es Tage da gehts...ich bin ok dann gehe ich normal arbeiten und erlebe den Tag ganz gut ohne auch nur eine geringste Träne zu vergiessen. (Ich denke das sind Tage wo ich es verdränge).
​Dann kommen Momente da bricht die Realität mit einer intensität in mir herein....unfassbar mit welcher Wucht man umgehen muss. Kann mich dann kaum halten und heule erstmal minutenlang ins Kissen. 
​Diesen Schmerz zu ertragen ihn auszuhalten ist enorm. Der Gedanke niemals wieder sie zu sehen mit ihr zu reden oder einfach in dem Arm zu nehmen der friesst mich auf.
​Bin alleine und habe keinen Partner. Zwar habe ich eine Schwester aber sie hat noch ihren Freund der ihr beisteht. 
​Es vergeht keine Minute wo ich nicht an sie denken muss. Alles kommt immer wieder hoch und sie fehlt so stark das es mich zerreisst. 

​Warum musste das passieren ? 

​und wann hört dieser Schmerz endlich auf?

 

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16. Februar 2018 um 4:19

Jetzt ist die Zeit gekommen, da musst du nach vorne schauen. Mit jeder tür die schließt tut sich eine neue auf, das Leben besteht aus Veränderungen.
Manchmal erkennt man erst später was der richtige Zeitpunkt war. Hier war es scheinbar der richtige zeitpunkt auch wenn es im moment sehr plötzlich und schmerzhaft ist.


 

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17. Februar 2018 um 10:21
In Antwort auf angelheart111

Hallo Ihr lieben Leser,

wollte hier mal mein Leid momentan schildern und erhoffe mir viele gute Tipps mit meiner Situation umzugehen zu lernen.

​Alles fing gut an ...im September vergangenen Jahres kam meine liebe Mutter ins Krankenhaus bzgl. Hüftoperation....!
​Es wurde ihr die rechte Seite entfernt und sie sollte ein paar Wochen ohne Hüfte liegen 
​um die Keime die sich über die Jahre angesiedelt hatten und ihr auch jahrelang beschwerden machten absterben.
​Alles gut gelaufen (es war ja auch nicht das erstemal das sie ins Krankenhaus kam und eine OP vor sich hatte).....sie lag dann insgesamt 7 Wochen ohne Hüftgelenk, erst 4 im Krankenhaus und anschliessend 3 noch in der vorübergehenden Kurzzeitpflege.

​Wir hatte eine sehr intensive Zeit noch erleben dürfen (alles ohne irgendeiner Ahnung das es wirklich die letzte Zeit unseres Lebens werden sollte). Zu Ihrem Geburtstag hatte ich ihr noch eine Torte gemacht und wir waren alle da um zu feiern.
​Das wurde dann leider das letzte Wochenend was wir zusammen verbringen durften denn an dem darauffolgenden Mittwoch verstarb sie.

​Am Montag kam sie mit dem Transport zurück ins Krankenhaus. Dienstags war die OP...( gut gelaufen, Hüfte war drin und sie war wach).

​Nächsten Tag dann nachdem die Essensausgabe erfolgte und ihr Kopfteil vom Bett nach oben fuhr war sie laut Schwester sofort weg. Ihre Augen gingen nach hinten und sie verstarb letzten endes laut Ärztin an einer Lungenembolie. Wissen taten sie es nicht wirklich (da hätte man einer Obduktion zustimmen sollen) aber die Ärzte vermuteten es. 
​2 Stunden hätte man vergeblich versucht sie zurückzuholen. 

​Das ist heute genau, 14 Wochen her und ich kann immer noch nicht mit umgehen beziehungsweise es realisieren was passiert ist. Gut ich weiss es und wir hatten auch die 
​möglichkeit sie noch im Seelsorgezimmer wo sie aufbewahrt wurde, uns von ihr zu verabschieden. Trotzdem ist es noch nicht angekommen weil es so plötzlich passierte.
​Sie wollte noch nicht sterben. Sie wurde 79 Jahre aber wir hätte noch gute viele Jahre erleben können. 
Es ist das allererstemal das ich sowas durchlebe. Hatte zwar schon Omas und Opas zu Grabe getragen allerdings war da der Kontakt nie richtig da. 
​Deshalb hatte ich keine wirkliche Trauer in mir wie ich sie jetzt durcherlebe. 
​Mal gibt es Tage da gehts...ich bin ok dann gehe ich normal arbeiten und erlebe den Tag ganz gut ohne auch nur eine geringste Träne zu vergiessen. (Ich denke das sind Tage wo ich es verdränge).
​Dann kommen Momente da bricht die Realität mit einer intensität in mir herein....unfassbar mit welcher Wucht man umgehen muss. Kann mich dann kaum halten und heule erstmal minutenlang ins Kissen. 
​Diesen Schmerz zu ertragen ihn auszuhalten ist enorm. Der Gedanke niemals wieder sie zu sehen mit ihr zu reden oder einfach in dem Arm zu nehmen der friesst mich auf.
​Bin alleine und habe keinen Partner. Zwar habe ich eine Schwester aber sie hat noch ihren Freund der ihr beisteht. 
​Es vergeht keine Minute wo ich nicht an sie denken muss. Alles kommt immer wieder hoch und sie fehlt so stark das es mich zerreisst. 

​Warum musste das passieren ? 

​und wann hört dieser Schmerz endlich auf?

 

Mein herzliches Beileid.  

Natürlich ist es schwer,  nehm dir genug Zeit zum trauern.
Du kannst auch mit Seelsorgern sprechen oder eine Psychosomatische Behandlung machen, über dein Schmerz sprechen tut der Seele gut.

Auch wenn du den Satz vielleicht nicht hören magst
"Die Zeit heilt die Wunden"

Deine Mutter hatte schon ein gutes alter erreicht,  klar hätte sie auch älter werden KÖNNEN,  aber ihre Zeit ist nunmal gekommen.  

Sie hatte hoffentlich ein schönes Leben,  sie hat eine liebe Familie.  

Ihr hattet noch eine tolle Zeit zusammen und habt gemeinsam ihren Geburtstag gefeiert,  dass finde ich toll und tröstlich.  

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und lass dir eine dicke Umarmung da <3

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18. Februar 2018 um 20:41
In Antwort auf mr1301kino

Jetzt ist die Zeit gekommen, da musst du nach vorne schauen. Mit jeder tür die schließt tut sich eine neue auf, das Leben besteht aus Veränderungen.
Manchmal erkennt man erst später was der richtige Zeitpunkt war. Hier war es scheinbar der richtige zeitpunkt auch wenn es im moment sehr plötzlich und schmerzhaft ist.


 

Ja der Zeitpunkt für Veränderung ist jetzt da ! Momentan geht alles weiter wie bisher nur anders ! Denke die Zeit wird kommen da habe ich mich mit abgefunden und schaue nach vorn....

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18. Februar 2018 um 20:55

Ja stimmt sie ist alt geworden aber war noch topfit im Kopf ! Nur die Knochen machten ihr zu schaffen 😏. Gehe regelmäßig zum Grab !!! Das tut mir gut (auch wenn es immer noch komisch ist ihren Namen auf dem Kreuz stehen zu sehen) ! Es ist als wenn ich ihr da nah bin . Hatte letztens einen seltsamen Traum. Träumte das ich über ihrem Grab hoch in den Bäumen am schaukeln war. Unter mir sah ich dann lauter Menschen. Alle waren gut gelaunt und voller Freude! Mutter war auch mit dabei ☺️

Wo ich dann wach wurde spürte ich eine innerliche Ruhe in mir ....! Als wenn sie mir sagen wollte mit dem Traum das ich mir keine Sorgen machen sollte ... ihr geht es jetzt gut !

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18. Februar 2018 um 22:29

Hi,

kann dich verstehen habe 2012 mein Bruder mit 23 verloren und 2015 meine Mutter. Mein Bruder nach einer Herz Transplantation und meine Mutter ist Silvester ins Bett gegangen und am 1.1 nicht mehr aufgestanden. Ich kann dir nur sagen die Familie die noch da ist das wichtigste! Und der Schmerz wird weniger! Aber dran denken wirst immer. Wenn du echt glaubst du schaffst es nicht allein gehe zum Arzt der hilft. Ich habe danach immer lange gearbeitet. 15-20 Stunden am Tag. Das macht der Körper nicht lange mit. Aber mir hat es geholfen. Jeder ist anders. 

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19. Februar 2018 um 13:38
In Antwort auf virus1234

Hi,

kann dich verstehen habe 2012 mein Bruder mit 23 verloren und 2015 meine Mutter. Mein Bruder nach einer Herz Transplantation und meine Mutter ist Silvester ins Bett gegangen und am 1.1 nicht mehr aufgestanden. Ich kann dir nur sagen die Familie die noch da ist das wichtigste! Und der Schmerz wird weniger! Aber dran denken wirst immer. Wenn du echt glaubst du schaffst es nicht allein gehe zum Arzt der hilft. Ich habe danach immer lange gearbeitet. 15-20 Stunden am Tag. Das macht der Körper nicht lange mit. Aber mir hat es geholfen. Jeder ist anders. 

Hey,
oh jeee, das tut mir auch sehr Leid für Dich. Wenn ich von deinen vielen Schicksalsschlägen lesen. Meine Mutter sagte immer  ...Ach man schafft so vieles im Leben.....ja sie hatte gut reden, ich und meine Schwester und ihre Schwester waren immer für sie da. Alleine, so wie ich jetzt war sie nie. Gekümmert haben wir uns alle. 
​Jetzt steh ich an einem Punkt und überdenke mein Leben. Arbeiten tue ich auch Vollzeit, das hilft mir sehr nicht in meinem Sumpf an trüben Gedanken zu versinken.
​Anfürsich geht es mir okay....funktioniere halt....einen Arzt muss ich noch nicht aufsuchen....habe zwar depressive Verstimmungen aber die geben sich auch wieder. Es ist wie eine Berg und Tal fahrt momentan. Dann  kann lachen und im nächsten Moment könnt ich heulen. Meine Gefühle sind noch betäubt. Freuen kann ich mich nicht wirklich für mich ....als wenn in mir auch was gestorben wär.

 

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20. Februar 2018 um 1:50

Ich kann dich sehr gut versetehen angelheart111. Meine Mutter ist vor 13 Jahren gestorben. 
Mein herzlichesbeileid für dich. Mit diesem Schmerz umzugehen weiß jeder mensch anders auf. Der eine Verdrängt es einfach der andere weint jeden tag. Aber die hauptsache ist was du machen musst dich an sie zu erinner die guten zeiten zu schätzen. Den wie der Spruch sagt "Zeit heilt alle wunden irgendwann". Es ist sehr traurig natürlich dagegen kann man nichts sagen. 

Warum das passieren musste? Das weiß wohl leider keiner.

So leid es mir wohl tut aber der schmerz bleibt für immer. Wir reden hier über keine schnitt wunde. Sondern über einen geliebten menschen. (Tut mir leid ich rede nur das aus was keiner sagen will) Wie gesagt errinere dich nur an die guten zeiten zusammen das zaubert mir z.b immer ein lächeln auf das gesicht. Meine mutter hätte gewollt das ich nicht traurig deswegen wäre uind einfach weiter mache wie bisher. Das hätte sie ganz sicher gewollt. Und ich denke da denken alle Mütter so. 


 

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20. Februar 2018 um 17:05

Medikamente?? Dir hackts jawohl..davon wird man nur zum zombie

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20. Februar 2018 um 17:07

Und lass die leute glquben woran sie wollen.DU NIMM DOCH SELBER MEDIKAMENTE.es gibt ein leben nach dem tod.ich war 2x klinisch tot.

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20. Februar 2018 um 20:36

Ja neeee ganz bestimmt keine Panik Attacken !!!

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20. Februar 2018 um 20:52

ja... ganz komisch ....! Auch hatten wir noch exakt 24 Stunden vor ihrem Tod auf die Minute genau telefoniert !!!! Hätte ich es nicht selbst im Handy gesehen hätte ich es nicht geglaubt ...! 13.16 Uhr .... das Gespräch ging 2 Minuten....13.18 Uhr am Folgetag war sie Tod! Was war das bitte ???? Gibt es so einen Zufall ? 
Dann spürte ich sie bzw ihre Seele oder irgendein Wesen .... ich weiß nicht was es war aber es war unheimlich! Ahnte plötzlich irgendwas schlimmes ist gerade passiert! Konnte mir es aber nicht erklären (hab überhaupt nicht in dem Moment an sie gedacht). War auf der Arbeit und dann sah ich den Anruf auf meinem Handy und wunderte mich warum der Freund meiner Schwester mich anruft und nicht meine Schwester selbst ! 
Tja, danach fing ein anders Leben an .... ganz anders .... nichts ist mehr wie es war....

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20. Februar 2018 um 21:04
In Antwort auf suptraa

Ich kann dich sehr gut versetehen angelheart111. Meine Mutter ist vor 13 Jahren gestorben. 
Mein herzlichesbeileid für dich. Mit diesem Schmerz umzugehen weiß jeder mensch anders auf. Der eine Verdrängt es einfach der andere weint jeden tag. Aber die hauptsache ist was du machen musst dich an sie zu erinner die guten zeiten zu schätzen. Den wie der Spruch sagt "Zeit heilt alle wunden irgendwann". Es ist sehr traurig natürlich dagegen kann man nichts sagen. 

Warum das passieren musste? Das weiß wohl leider keiner.

So leid es mir wohl tut aber der schmerz bleibt für immer. Wir reden hier über keine schnitt wunde. Sondern über einen geliebten menschen. (Tut mir leid ich rede nur das aus was keiner sagen will) Wie gesagt errinere dich nur an die guten zeiten zusammen das zaubert mir z.b immer ein lächeln auf das gesicht. Meine mutter hätte gewollt das ich nicht traurig deswegen wäre uind einfach weiter mache wie bisher. Das hätte sie ganz sicher gewollt. Und ich denke da denken alle Mütter so. 


 

Danke für deine ehrlichen Worte. Denke aber auch das der Schmerz nie vergehen wird ... er wird nur etwas schwächer mit der Zeit. Was mir gerade so bewusst wird ist das wir alle lernen müssen irgendwann Abschied voneinander zu nehmen! Man denkt ja immer man lebt ewig .... 
Versuche jetzt nach vorne zu blicken das ich  mein Leben lebe und zwar jeden Atemzug ! Nichts ist so sicher wie der Tod der kommen wird ! 

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22. Februar 2018 um 21:27

Ich find diese Vorstellung auch sehr tröstlich <3

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