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Überstandene Depression, ABER...

21. Januar 2012 um 21:54

Hi!

Ich habe im August meine Therapie abgeschlossen und fühlte mich danach auch leicht und stark.

Mittlerweile habe ich wieder Stress und muss echt auf mich aufpassen, dass ich keinen Rückfall bekomme. Ich muss mich wieder zu allem motivieren, bin sehr unsicher und hab' auch kaum Kraft selbstsicheres Verhalten zu trainieren (kann man ja, aber kostet halt Energie). Alles ist fünfmal so anstrengend wie es sein müsste.

Was mein Hauptanliegen hier ist, ist, dass meine Libido einfach nicht wiederkommt. Manchmal denke ich, sie kommt wieder, aber dann flaut sie auch gleich wieder ab, taucht also mal sehr sporadisch auf (zweimal im Monat? ) und verschwindet dann aber wieder. Das ist belastend für unsere Partnerschaft und macht die Gesamtproblematik natürlich auch nicht unbedingt besser, weil mir Sex sonst viel Energie und Lebensfreude und auch natürlich Verliebtheit gibt.

Sicher hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen. Ich habe gelesen, dass das normal ist und dass das nach einer Depression bis zu zwei Jahren dauern kann, bis sich das wieder eingeschwungen hat. Aber kann man das vielleicht irgendwie beschleunigen? Habt ihr irgendwelche Tipps? Ich wäre echt sehr dankbar.

Bitte schreibt mir, wenn ihr mir helfen könnt! Mich belastet das echt.

Vielen Dank.
Elly

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23. Januar 2012 um 21:09


Hey!

Vielen Dank erstmal für die Antwort Ich hatte schon Angst, dass alle Beiträge beantwortet würden, nur meiner nicht ^^

Ja, bei uns ist das sehr ähnlich. Aber trotzdem kommt es einfach ziemlich selten dazu. Meinen Freund verletzt es halt auch, wenn ich ihn zurückweise und dann traut er sich nicht mehr so häufig.
Und ich selber fange auch selten an, weil ich Angst davor habe, dass sich bei mir keine Lust einstellt und ich ihn dann doch wieder zurückweisen und verletzen muss.
Zudem haben wir komplett verschiedene Tagesrhythmen. Ich will wenn dann morgens und da ist in der Woche natürlich keine Zeit und zweitens schläft er sowieso bis mittags und ich bin halt abends knülle...
8(
Darüber reden tun wir auf jeden Fall. Nicht dauernd, aber ab und zu. Das nimmt dann sehr viel Spannung und vorallem Schuldgefühle meinerseits und Unsicherheit seinerseits raus.

Früher war es auch so, dass nach einer Weile Pause wir wieder Sex hatten und sich dann eine frequentiertere Zeit eingestellt hat, weil quasi die Lust geweckt war. Aber irgendwie ist das jetzt nicht mehr so...

Manchmal versuche ich auch durch Selbstbefriedigung meinem Gehirn beizubringen das tollzufinden (yeah, Dopamin ^^), aber der Effekt ist weder positiv noch negativ. Wahrscheinlich denke ich auch echt zu viel nach. mau...

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24. Januar 2012 um 17:52

Ich trage hiermit einen sinnlosen Titel ein
Nein, ich nehme keine Medikamente. Ich hatte das schonmal überlegt, weil ich nach einem Jahr Therapie angefangen habe diese Sonntagszusammenbrüche zu kriegen, die echt die Hölle waren (Ich weiß, abgedroschene Floskel und es gibt bestimmt NOCH schlimmeres, aber das würde ich vielleicht nicht überleben). Ich bin zu einem Psychiater gegangen und habe mich mit ihm unterhalten. Er meinte, dass er Medikamente jedem neben einer Therapie empfiehlt. Er meinte aber auch, dass Medikamente keine Therapie sind und die Synapsen nach Absetzen im Prinzip wieder dieselben sind wie vorher. Deshalb habe ich dann doch keine genommen und auch, weil es danach wieder besser wurde. Ich wollte kein gesundes Gefühl vorgetäuscht bekommen. Ich befürchtete, dass ich dadurch schlechter in der Lage wäre mich zu spüren und in der Therapie weiterzukommen.

Die Frage mit dem Tagesrhythmus ist natürlich berechtigt. Leider lässt sich das nicht ändern. Das wäre sehr schade. Aber am Anfang unserer Beziehung hatten wir auch eher in den Abendstunden Sex, und das weitaus häufiger als jetzt (einmal am Tag bis alle paar Tage).

Ja, so schnelle Nummern find' ich auch nicht so toll, zumindest dann nicht, wenn sie entstehen, weil einfach nicht mehr Zeit ist. Wenn sich's einfach so entwickelt, ist das was anderes.

Danke für deine vielen lieben Tipps! Finde es auch immer hilfreich zu wissen, dass ich nicht die einzige bin, bei der es so läuft, sondern dass das auch in gewissem Sinne normal ist.

lG, Elly

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25. Januar 2012 um 16:14


Das freut mich zu hören (also dass die Diskussion dir auch was bringt) Ich hoffe , dass es bei dir auch besser wird!

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