Forum / Psychologie & Persönlichkeit

"übersensibel" gibt es das?

Letzte Nachricht: 5. November 2009 um 23:59
I
irja_12274258
26.09.09 um 3:04

Muss nun doch mal fragen, denn es hört nicht auf und ich kenne es garnicht so von mir..

Das vergangene Jahr war sehr turbulent. Das ganze Leben eigentlich mehr oder weniger, doch gerade das letzte Jahr hatte es in sich..
Angefangen hat diese "Übersensibilität" (ich nenn das mal so) nach der Geburt meines Kindes im April. Gut, ich kenne den Babyblues, soweit also ganz normal.
Das Kind war herzkrank und ist behindert. Auch da ist es, denke ich mal, ganz normal, oft zu heulen und gefühlsmäßig ziemlich aufgewühlt zu sein..
Nun ist das Kind 6 Monate alt.
Wäre ich dazu noch deprimiert, traurig und verzweifelt, hätte ich schon auf eine postnatale Depression getippt - dem ist aber nicht so..

Also, versuche das zu erklären.. Jedes mal wenn mich etwas auch nur im Geringsten berührt, bin ich den Tränen nahe und würde eigentlich auch losheulen. Sei es, wenn jemand in einem Film erschossen wird, oder mich ein Lied an mein geliebtes Colombia erinnert, wenn ich in den Nachrichten lese, da ist ein kleines Kind gestorben, wenn ich an schlimme Augenblicke zurückdenke und auch wenn ich an schöne Momente denke.
Im Krankenhaus hat mir eine andere Mutter von einer Bekannten erzählt. Es ging lediglich um eine Logopädin die auf DS-Kinder spezialisiert war. Diese bekam ihr 5. Kind welches dann auch das DS hatte. - Mir kamen sowas von die Tränen in die Augen..

Und es wird einfach nicht besser.. Manchmal ist der Drang, einfach loszuheulen, plötzlich da, aus dem Nichts. Ganz ohne Grund... Warum passiert das?
Irgendwelche Ursachen hierfür..?
Und dabei bin ich nicht mal traurig..

Im Gegenteil.. Mein Kind hat sich so sehr erholt.. Und bald ist mein Mann bei mir (wir führen noch eine Fernbeziehung..)

Vielleicht kennt sich jemand aus und will mich aufklären - Danke..

Mehr lesen

A
an0N_1213971499z
28.09.09 um 22:49

Ja, das gibt es
Bei mir war es der Unfalltod meines Vaters. Seitdem kann ich einen Raum mit völlig fremden Menschen betreten und erkenne sofort die Stimmung dort. Ich kann noch nicht einmal mehr Lassie oder Flipper gucken, ohne zu heulen. Was für viele ein Segen ist, ist für mich ein Fluch! Jede noch so kleine Unstimmigkeit sofort zu spüren, macht einen fertig. Warum das so ist, keine Ahnung! Vielleicht hat uns das Schicksal eine "Gabe" verliehen. Der Tod meines Vaters ist inzwischen 13 Jahre her, aber diese "Feinfühligkeit" ist immer noch da. Ich habe gelernt, sie zu akzeptieren.

Gefällt mir

I
irja_12274258
02.10.09 um 22:49

@hase19751
Eine angespannte oder schlechte Stimmung (egal wo) zu erkennen, das geht mir auch so. Habe das aber eigentlich immer darauf geschoben, da ich in meiner ersten Ehe ständig angespannt war und auf jegliche Unstimmigkeit bei meinem damaligem Mann geachtet habe (er war sehr schnell aggressiv).

Naja.. vor kurzem hab ich bei Simpsons geheult, weil mich die kleine Maggie so gerührt hat _._

Ob ich es als eher gut oder schlecht empfinde, kann ich garnicht sagen.. bin da hin- und hergerissen.
Manche sehnen sich danach, zu spüren, dass sie am Leben sind.. damit habe ich keine Probleme.. glaube auch, ich würde nicht tauschen wollen..
Nur in manchen Situationen ist es einfach total unangebracht..

Was jedoch tatsächlich belastend ist, ist die plötzliche Anspannung in einem selbst, wenn man merkt, da liegt was in der Luft..

Gefällt mir

Kannst du deine Antwort nicht finden?

F
finia_12377937
03.10.09 um 10:41

Kenn das
hatte das auch nach der geburt und es ging relativ lange so. war in allem sehr sensibel... egal ob filme oder reales leben... mittlerweile (sohn 4j.) hat sichs wieder gelegt. bin aber trotzdem sensibler als vorher

Gefällt mir

K
kelcey_12641652
05.11.09 um 23:59

Übersensibel - ich auch

Hallo Ramona,

als ich Deine Zeilen las, habe ich mich selbst wiedererkannt. Dein Schicksal ist natürlich um einiges schwerer als mein eigenes. Trotzdem geht es mir genauso wie Dir - mir schießen grundlos (ich bin eigentlich glücklich, nur diese "Unart" lässt mich von mal zu mal trauriger werden, da es nicht abklingt) Tränen in die Augen. Insbesondere bei Gesprächen mit anderen Personen wenn ich über etwas rührseliges rede, bei Filmen, Musik und mittlerweile sogar nur, wenn ich daran denke, dass ich dauernd so (grundlos) traurig bin.

Ich hoffe, Du bist schon etwas weiter und konntest eine Erklärung finden. Mittlerweile werde ich immer verzweifelter und glaube auch schon an eine Depression...

Es könnte alles gut sein, wenn nicht die Tränen dauernd kullern würden... bin total angespannt und mir ist das vor anderen Menschen (Kollegen) wirklich sehr unangenehm. Hat es sich bei Dir schon gebessert? Weißt Du einen Rat?

Deine Nina

Gefällt mir