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Überfordert mit allem

9. November 2011 um 21:38

Hallo,

ich habe schon mal in einem anderen Forum gepostet und aber leider kaum Ratschläge bekommen, dehalb versuche ich es hier noch mal und versuche auch mit kurz zu fassen:
Bis ich 10 war kam mir mein Leben ganz normal vor (Urlaub mit Eltern, gemeinsame Ausflüge, Unterstützung in der Schule von den Eltern etc.), als ich 12 war starb meine Mutter an Brustkrebs. Sie war schon lange vorher krank und wollte aber nie, dass wir Kinder was davon merken. Meine Schwester und ich standen dann relativ allein da. Meine Eltern haben sich oft gestritten und oft wünsche ich mir, sie hätten sich scheiden lassen, bevor mein Vater sich Witwer nennen durfte. Er ist nach ihrem Tod allein in Urlaub, hat uns zu Bekannten gegeben, war Party machen und hatte eine Affaire nach der anderen, von denen er uns auch erzählte. Über unsere Mutter haben wir wenig gesprochen. Er verschenkte ihre Sachen, oder verkaufte sie. Zu meiner Schwester und mir wurde er aggressiv, so was kannten wir nicht von ihm. Ich habe immer davon geträumt älter zu werden, um von meinem eigenen Gehalt selbstständig leben zu können. Die Beleidigungen von meinem Vater haben mich so fertig gemacht, dass ich mich in den schlaf weinte, mich betrunken habe, oder kurz zeitig geritzt. Später (mit 18) bin ich zu meiner Oma gezogen, obwohl die das nie wollte (sie wusste wie es bei uns zu ging.) Nach dem Abi habe ich ein Studium angefangen. Viele Bekannte studieren und natürlich wollte ich keine schlechtere Bildung, bzw. hatte Angst, dass mein Chef mir die Ausbildung nicht mehr anbietet, wenn ich das Studium nicht möchte, sondern eine Ausbildung. Zu der Zeit war ich bereits seit 2 jahren mit meinem Freund zusammen, der mir das erste Mal wieder das Gefühl gab, dass ich auch was kann und der immer für mich da war.
Durch das duale Studium musste ich für je 3 Monate weg ziehen. Im Studium kam ich nicht mit, vermisste meinen Freund und verzweifelte immer mehr. Mir war morgens schon schlecht nach der Vorlesung...nach langem hin und her brach ich das Studium ab. Mein Chef willigte ein ,dass ich im Unternehmen bleiben kann und eine Ausbildung beginnen. Seit 2 Monaten wohne ich nun mit meinem Freund in einer schönen Wohnung, wir haben den Großteil eingerichtet, laden gerne seine Familie und Freunde ein. Meinen ersten Ausbildungsblock hatte ich bereits. In den vier Wochen kam ich relativ gut mit. Auch wenn ich es nicht so als kinderleicht empfand, wie es viele hin stellen. Nun arbeite ich wieder und hab das Gefühl nur noch im Stress zu sein. Um die Wohnung kümmern, Freunde bekochen (was ich eigendlich immer wollte), arbeiten, für die Schule sollte ich auch endlich lernen...
Ich bin mit kleinen Aufgaben schnell überfordert und denke ich bin zu doof dafür.

Manchmal könnt ich einfach in die Ecke sitzen und heulen und würde alles stehen und liegen lassen.

Wie kann ich anfangen, damit besser klar zu kommen?
Ich freue mich über jeden Rat!

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9. November 2011 um 21:55

Hallöchen
ich glaub das beste was du tun kannst ist, dich deinem Hausarzt anzuvetrauen und eine Therapie zu beginnen. Das hilft dir bestimmt dabei das erlebte aufzuarbeiten. Es klingt ganz so wie bei mir, dass du eine Depression mit dir "rumschleppst", dass ist nicht schön und man sollte sich schnell um Abhilfe kümmern. Also sprich mal deinen Arzt drauf an, er hilft dir sicherlich weiter, so war es jedenfalls bei mir. Stecke mittendrin in einer Depression und mache eine Verhaltenstherapie und kümmere mich gerade um einen Platz in einer Tagsklinik. Denn ich möchte so schnell es geht wieder "normal" leben und vor allem mein Leben wieder geniessen können.

LG Gianna

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9. November 2011 um 22:07
In Antwort auf nerys_12579749

Hallöchen
ich glaub das beste was du tun kannst ist, dich deinem Hausarzt anzuvetrauen und eine Therapie zu beginnen. Das hilft dir bestimmt dabei das erlebte aufzuarbeiten. Es klingt ganz so wie bei mir, dass du eine Depression mit dir "rumschleppst", dass ist nicht schön und man sollte sich schnell um Abhilfe kümmern. Also sprich mal deinen Arzt drauf an, er hilft dir sicherlich weiter, so war es jedenfalls bei mir. Stecke mittendrin in einer Depression und mache eine Verhaltenstherapie und kümmere mich gerade um einen Platz in einer Tagsklinik. Denn ich möchte so schnell es geht wieder "normal" leben und vor allem mein Leben wieder geniessen können.

LG Gianna

Danke für deine Sichtweise
Hallo,

ich habe in der Kur etc. schon mit Psychologen gesprochen, die meinten dann immer die Seite meines Vaters nicht zu kennen, oder dass ich mich um mehr Therapie kümmern müsste etc. So weit ich weiß kostet eine Therapie und ich müsste da ja zusätzlich zur Ausbildung hin. Eigendlich möchte ich das schon, selbst meine Schwester hat das schon für uns beide vorgeschlagen, aber ich glaub, dass es nicht so einfach ist....

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10. November 2011 um 17:40
In Antwort auf alisia_12841431

Danke für deine Sichtweise
Hallo,

ich habe in der Kur etc. schon mit Psychologen gesprochen, die meinten dann immer die Seite meines Vaters nicht zu kennen, oder dass ich mich um mehr Therapie kümmern müsste etc. So weit ich weiß kostet eine Therapie und ich müsste da ja zusätzlich zur Ausbildung hin. Eigendlich möchte ich das schon, selbst meine Schwester hat das schon für uns beide vorgeschlagen, aber ich glaub, dass es nicht so einfach ist....

Kosten
wenn du ganz normal krankenversichert bist übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer Therapie. Ausserdem läßt sich so eine Therapie eigentlich recht gut in den Alltag einplanen. Ich bin während meiner Ausbildung immer früh vor der Arbeit hin und wenn ich Schule hatte, dann Nachmittags. Sprich erstmal mit deinem Hausarzt, der kann dich da individuell beraten.

LG Gianna

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