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Träume vom Ex --- Was bedeutet der Tod?

8. April 2003 um 8:50

2 Jahre sind wir nicht mehr zusammen, er hat längst eine Neue, die er auch heiraten mag. Es ist okay, aber ich habe ihn trotz allem lieb und halte ihn für ein Glück, was ich eine Zeit ( eineinhalb Jahre)haben durfte, bzw. er ist wirklich ein toller Mensch mit einem guten Herzen. Ich weiß dass auch er so über mich denkt, es hat dennoch nicht gepasst.

Ich habe mit ihm Sonntag telefoniert, er sollte mir als Techniker einige Sachen erklären, die ich für meine Abschlussprüfung brauche. Er rief an und wir haben uns auch sonst so unterhalten, nett, locker, alles gut. Ihm geht es gut, ich bin auch soweit okay, wie gesagt, nichts Besonderes.

In der nacht darauf, also auf Montag, habe ich einen dermaßen realistischen Traum gehabt, zumindest wirkte er so, ich habe geträumt, er sei tot, gestorben, hätte einen Unfall gehabt. Die Emotionen im Traum waren so echt, so überwältigend, so wirklich. Ich habe so geweint wie selten oder nie in meinem Leben und sagte die schreckliche Nachricht meiner Mutter, meiner Schwester , auch sie hatten Tränen in den Augen. In dem Traum war dies ein deart großer Verlust und ich konnte mich kaum fassen.

was bedeutet das, tut es irgendetwas zur Sache? Warum war ich so schrecklich mitgenommen?

Am Morgen drauf waren meine Augen dick, ich glaube, ich habe wirklich geweint, im Schlaf. Komisch...

AnJuna

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8. April 2003 um 16:59

Losgelassen
Ich denke, Du hast ihn nun endlich ganz losgelassen, Du hast mit der Sache abgeschlossen und es ist ok so.
Das schafft Platz für Neues.
Diese Erfahrung habe ich mit Träumen dieser Art gemacht.

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9. April 2003 um 11:12

Das, was wir träumen, sind wir selbst!
Liebe AnJuna,

ich gehe jetzt mal von einem ganz anderen Traumansatz aus:
Es gibt ja bekanntlicherweise Traumanalyse nach Freud und Jung, viele Bücher über Traumdeutung, in denen jeder Bestandteil des Traumes Symbolcharakter hat und man dann nachschlagen kann, was es bedeutet. Nun gut, das sind Möglichkeiten...

Es gibt jedoch noch eine andere Zugangswege:
Traumarbeit nach Fritz Perls (Gestalttherapie).
Er ging davon aus, daß ALLES, wovon wir träumen, aus uns selbst heraus entsteht (ist wohl noch nachvollziehbar (- und daß wir uns, zumindest, wenn wier träumen, mit allen Trauminhalten identifizieren. Beim Aufwachen schon geht die Identifikation verloren.

Das heisst: Wenn wir "Traumarbeit" machen wollen, versuchen wir, uns in alles, was uns im Traum begegnet ist, hineinzuversetzen.
Es ist ja DEIN Traum, er kommt nicht von AUSSEN!

Bei Dir wäre es z.B.: Dein Ex-Freund. In der Gestalttherapie wird man dann aufgefordert, der "EX-Freund" zu SEIN. Z.B. "Sei der Ex-Freund, spreche in der ICH-Form. Ich hatte einen Unfall. Ich fühle mich.... (Man benennt dann das Gefühl, das man im Moment des Schilderns hat). Und man bleibt auf jedem Fall in der GEGENWART.

Ich improvisiere jetzt mal:
Ich bin der Ex-Freund. Ich habe gerade einen Unfall. Ich bin tot. Fühle mich tot. Nichts existiert mehr für mich. Alles ist sinnlos geworden...

Dann könnte der Therapeut fragen: Wie ist es, wenn Du Dich tot, sinnlos fühlst? Wie fühlt sich das an??

Antwort:
Ich fühl mich leblos, kalt, alles ist dunkel. Niemand ist da für mich. Ich habe keinen Kontakt mehr.

Dann könnte der Therapeut sagen:
Geh' jetzt mal in das Empfinden der Träumerin.
Sei AnJuna.

"Ich bin fassungslos, traurig. Ich weine vor Trauer über den Verlust. Ich fühle mich hilflos. Kann gar nichts dagegen tun. Es überwältigt mich einfach."

Therapeut:
Wie fühlt sich das an, übewältigt zu sein?

A.:
Ich bin hilflos ausgeliefert dem, was passiert. Kann nichts dagegen tun. Fühle mich wie gelähmt. Kann nicht von der Stelle weggehen. Muß zusehen. Andere bestimmen über mich (alles Beispiele).

Von diesen Äußerungen aus, AnJuna, geht nun die Gestalttherapie weiter und schaut, was in Deinem echten wirklichen Leben vom Traum noch übrig ist, was Dich im Leben behindert. Das kann sehr, sehr spannend sein, und man kann sehr viel über sich, über sein Leben, über seine Macken (-: erfahren. Viele unverarbeitete Situationen können hochkommen, und die Traumarbeit gibt uns eine Chance, uns das einmal genau anzuschauen und evtl. auch zu ändern...

Ein anderer Zugang zwar, aber ich habe die Erfahrung gemacht, daß sich dadurch bei mir viele Probleme gelöst haben. Ich bin Gestalttherapeutin, und wenn Du magst, schau doch mal auf meine Homepage www.abenteuer-gestalt.de

Ich könnte Dir nur empfehlen, Deine Träume aufzuschreiben und sie nach diesem Schema zu bearbeiten, indem Du in jeden Teil des Traumes gehst (auch Gegenstände) und versuchst, zu beschreiben, wie das ist, das und das oder jener zu sein.... Die Logik spielt eine untergeordnete Rolle, es geht um das Fühlen.
Perls sagte einmal: "Loose your mind and come to your senses." Und so ist die Traumarbeit aufgebaut. Nicht analysieren, das tun wir sowieso schon den ganzen Tag, sondern uns unseren Emfindungen überlassen, hingeben und über sie etwas über uns erfahren....

Herzliche Grüße
mari (-:

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9. April 2003 um 13:44
In Antwort auf annamaria1

Das, was wir träumen, sind wir selbst!
Liebe AnJuna,

ich gehe jetzt mal von einem ganz anderen Traumansatz aus:
Es gibt ja bekanntlicherweise Traumanalyse nach Freud und Jung, viele Bücher über Traumdeutung, in denen jeder Bestandteil des Traumes Symbolcharakter hat und man dann nachschlagen kann, was es bedeutet. Nun gut, das sind Möglichkeiten...

Es gibt jedoch noch eine andere Zugangswege:
Traumarbeit nach Fritz Perls (Gestalttherapie).
Er ging davon aus, daß ALLES, wovon wir träumen, aus uns selbst heraus entsteht (ist wohl noch nachvollziehbar (- und daß wir uns, zumindest, wenn wier träumen, mit allen Trauminhalten identifizieren. Beim Aufwachen schon geht die Identifikation verloren.

Das heisst: Wenn wir "Traumarbeit" machen wollen, versuchen wir, uns in alles, was uns im Traum begegnet ist, hineinzuversetzen.
Es ist ja DEIN Traum, er kommt nicht von AUSSEN!

Bei Dir wäre es z.B.: Dein Ex-Freund. In der Gestalttherapie wird man dann aufgefordert, der "EX-Freund" zu SEIN. Z.B. "Sei der Ex-Freund, spreche in der ICH-Form. Ich hatte einen Unfall. Ich fühle mich.... (Man benennt dann das Gefühl, das man im Moment des Schilderns hat). Und man bleibt auf jedem Fall in der GEGENWART.

Ich improvisiere jetzt mal:
Ich bin der Ex-Freund. Ich habe gerade einen Unfall. Ich bin tot. Fühle mich tot. Nichts existiert mehr für mich. Alles ist sinnlos geworden...

Dann könnte der Therapeut fragen: Wie ist es, wenn Du Dich tot, sinnlos fühlst? Wie fühlt sich das an??

Antwort:
Ich fühl mich leblos, kalt, alles ist dunkel. Niemand ist da für mich. Ich habe keinen Kontakt mehr.

Dann könnte der Therapeut sagen:
Geh' jetzt mal in das Empfinden der Träumerin.
Sei AnJuna.

"Ich bin fassungslos, traurig. Ich weine vor Trauer über den Verlust. Ich fühle mich hilflos. Kann gar nichts dagegen tun. Es überwältigt mich einfach."

Therapeut:
Wie fühlt sich das an, übewältigt zu sein?

A.:
Ich bin hilflos ausgeliefert dem, was passiert. Kann nichts dagegen tun. Fühle mich wie gelähmt. Kann nicht von der Stelle weggehen. Muß zusehen. Andere bestimmen über mich (alles Beispiele).

Von diesen Äußerungen aus, AnJuna, geht nun die Gestalttherapie weiter und schaut, was in Deinem echten wirklichen Leben vom Traum noch übrig ist, was Dich im Leben behindert. Das kann sehr, sehr spannend sein, und man kann sehr viel über sich, über sein Leben, über seine Macken (-: erfahren. Viele unverarbeitete Situationen können hochkommen, und die Traumarbeit gibt uns eine Chance, uns das einmal genau anzuschauen und evtl. auch zu ändern...

Ein anderer Zugang zwar, aber ich habe die Erfahrung gemacht, daß sich dadurch bei mir viele Probleme gelöst haben. Ich bin Gestalttherapeutin, und wenn Du magst, schau doch mal auf meine Homepage www.abenteuer-gestalt.de

Ich könnte Dir nur empfehlen, Deine Träume aufzuschreiben und sie nach diesem Schema zu bearbeiten, indem Du in jeden Teil des Traumes gehst (auch Gegenstände) und versuchst, zu beschreiben, wie das ist, das und das oder jener zu sein.... Die Logik spielt eine untergeordnete Rolle, es geht um das Fühlen.
Perls sagte einmal: "Loose your mind and come to your senses." Und so ist die Traumarbeit aufgebaut. Nicht analysieren, das tun wir sowieso schon den ganzen Tag, sondern uns unseren Emfindungen überlassen, hingeben und über sie etwas über uns erfahren....

Herzliche Grüße
mari (-:

Danke
für deine lieben Worte, deine Sicht und deine Erfahrung mit solchen Dingen, vielleicht hast Du recht...ich werde ernsthaft drüber nachdenken des dauert...

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10. April 2003 um 23:04

Alles In Ordnung
Hallo AnJuna,

ich würde sagen, dass Dein Traum bedeutet, dass alles in Ordnung ist. Da Dein Ex wirklich Dein Ex ist und wohl auch bleiben sollte, ist er für Dich im übertragenen Sinn "gestorben". Dass Du ihn totträumst heisst aber nicht, dass Du ihm den Tod wünscht, sondern dass Du bereit bist Deine Beziehung mit ihm als unwiederbringlich vorbei zu betrachten.

Ich hatte genau so einen Traum von meinem Ex, bald nachdem wir uns getrennt hatten. Wie Du war ich auch ein paar Tage lang verstört.
Denk also ruhig noch ein paar tage über diesen Traum nach und Du wirst bald bemerken, dass er Dich nicht mehr belastet.

LG,
Brüni

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3. Juni um 20:39
In Antwort auf Anjuna

2 Jahre sind wir nicht mehr zusammen, er hat längst eine Neue, die er auch heiraten mag. Es ist okay, aber ich habe ihn trotz allem lieb und halte ihn für ein Glück, was ich eine Zeit ( eineinhalb Jahre)haben durfte, bzw. er ist wirklich ein toller Mensch mit einem guten Herzen. Ich weiß dass auch er so über mich denkt, es hat dennoch nicht gepasst.

Ich habe mit ihm Sonntag telefoniert, er sollte mir als Techniker einige Sachen erklären, die ich für meine Abschlussprüfung brauche. Er rief an und wir haben uns auch sonst so unterhalten, nett, locker, alles gut. Ihm geht es gut, ich bin auch soweit okay, wie gesagt, nichts Besonderes.

In der nacht darauf, also auf Montag, habe ich einen dermaßen realistischen Traum gehabt, zumindest wirkte er so, ich habe geträumt, er sei tot, gestorben, hätte einen Unfall gehabt. Die Emotionen im Traum waren so echt, so überwältigend, so wirklich. Ich habe so geweint wie selten oder nie in meinem Leben und sagte die schreckliche Nachricht meiner Mutter, meiner Schwester , auch sie hatten Tränen in den Augen. In dem Traum war dies ein deart großer Verlust und ich konnte mich kaum fassen.

was bedeutet das, tut es irgendetwas zur Sache? Warum war ich so schrecklich mitgenommen?

Am Morgen drauf waren meine Augen dick, ich glaube, ich habe wirklich geweint, im Schlaf. Komisch...

AnJuna

Bei uns in der Religion sagt ,mann wenn was schlimmes im Traum passiert ist es was gute und mit den Tod heißt es Gott hat sein Leben verlängert.

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