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Traumatisches Erlebnis - Todesangst - Depression?

3. November 2014 um 12:11

Hallo zusammen,

ich bin jetzt 22 Jahre alt und "war" ein total lebensfroher, glücklicher und erfüllter Mensch. Zur Zeit überrollt es mich aber wie eine Lawine.

Ich beginne von vorn. Es begann vor ca. 6 Monaten. Ich gehe etwas mehr ins Detail als ich möchte in der Hoffnung dass die Situation dadurch besser einzuschätzen ist. Ich wohne aktuell noch bei meinen Eltern. An diesem Tag kam ich früher als geplant nach Hause und musste meinen Vater mit einer sehr guten Freundin der Familie in flagranti erwischen. Er hatte meine Mutter betrogen und das auchnoch mir gegenüber ohne jegliche Schamgefühle oder Reue. Er hatte auch nicht vor es meiner Mutter zu erzählen sondern stellte mich vor die Wahl.

Dazu ist zu sagen das meine Familie nicht gerade arm ist und quasi viele Faktoren daran hingen.Zum Beispiel: Haus, Autos usw..

Nun stand ich zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite wusste ich ich muss es meiner Mutter sagen weil ich es ihr schuldig bin. Auf der anderen Seite will ich von all dem nichts riskieren.

Ab da begann meine Hölle. Es ging mir von Tag zu Tag schlechter. Ich habe kein Auge mehr zu gemacht geschweige denn etwas gegessen. Ich wurde immer schwächer bis ich schließlich nach 5 Tagen des schweigens (ich frage mich bis heute wie ich das ausgehalten habe) zusammenbrach.

Ich habe meiner Mutter alles erzählt und die Katze aus dem Sack gelassen. Der Rest ist schnell erzählt. Es hat meiner Mutter sehr weh getan aber sie haben über Ihre Probleme gesprochen und die Defizite beseitigt.

Nun nach 6 Monaten funktioniert es zwischen den beiden besser als je zuvor. Super! cool! schön! könnte man denken. Nun das ist es auch für die beiden. Aber meine Geschichte fängt gerade erst an...


Nachdem ich alles rauslassen konnte, konnte ich das erste mal wieder ordentlich schlafen und das Herzrasen war weg, einfach weg.

Doch nur ein paar Tage später ging es stärker los als je zuvor. Ich kann es mir nicht erklären warum, und vorallem warum dieses Thema. Aber ich habe ab diesem Moment bis heute durchweg nur ein Thema im Kopf.

Der TOD!

Ich habe Tage abgekapselt von allem verbracht. Dinge die nicht die allerhöchste Priorität hatten habe ich stehen lassen oder in den letzten Winkel der "Wochenplanung" verschoben.

Ich hinterfrage alles. Bei jeder Sache die ich sonst gerne gemacht habe frage ich mich heute: "Wofür das ganze wenn es eh irgendwann aus ist". Ich steiger mich in solche Momente unglaublich herein. An manchen Tagen ist einfach alles unglaublich schwarz.

Meine Freundin hat mich in den ersten Wochen unterstützt aber wollte dann nichtmehr und das hat sie mir auch gesagt.
Es kam nur "Ich kann mir das echt nichtmehr anhören".
Mittlerweile ist sie Ex-Freundin. Ich hatte auch einen super Job. Da wurde ich gekündigt weil das Projekt eingestellt wurde an dem Ich gearbeitet habe.

Ich stand also vor dem Nichts.

Mittlerweile habe ich mich ärztlich beraten lassen und nehme täglich 50mg Doxepin als Anti-Depressiva. Einen Job habe ich seit letzter Woche wieder also geht es etwas bergauf.

Mein absolutes Problem ist das ich neben dem Tod von dem Gedanken nicht weg komme dass das Ganze nie wieder ein Ende hat und ich ewig damit umgehen muss.

Ich komme aus dieser Spirale nicht mehr raus.

Klingt das nach einer Depression oder einem Trauma?
Oder ist das sogar normal (was ich mir kaum vorstellen kann)

Der Text ist etwas lang aber ich hoffe übersichtlich.

Ich hoffe ihr lest bis zum Ende und ich habe niemanden abgeschreckt.

Ich freue mich auf eure Antworten

LG,

fightforyourlive





Mehr lesen

3. November 2014 um 14:03

Wenn Du schon
so heißt, dann kann es so schlimm nicht um Dich stehen.
Dass Du mit 22 noch zuhause lebst, wundert mich etwas, denn die Situation ist doch nicht gerade harmonisch.
Dass Du eine Freundin "opferst" - ich verstehe sie schon - sie muss sich nicht immer alles anhören und ein Dialog kam offenbar nicht zustande, weil Du ihr die Ohren vollgejammert hast, wie ich vermute. Nun bist Du eingeschnappt und hast sie vor den Kopf gestoßen. Freunde sind dazu da, auch mal von sich selbst was zu erzählen. Sie musste sich wahrscheinlich allerhand von Dir anhören, sodass sie es müde war immer nur zuhören zu müssen - verständlich!
Ich empfehle Dir eigene 4 Wände, denn mit 22 noch im Haus der Mutter unselbständig zu hochen, sie macht Dir wahrscheinlich auch noch die Wäsche. Alles trägt dazu bei, dass Du immer unselbständiger wirst. Dabei ist das Organisieren des eigenen Lebens mehr wert und zeugt von Charakter.
Es wird langsam Zeit, sich auf die eigenen Beine zu stellen!

So wie Du argumentierst, zeugt das nicht von Würde oder Charakterstärke. Willst Du noch mit 30 im Elternhaus hocken?
Fange endlich an, an Dir selbst zu arbeiten.
Und: Wichtige Arbeiten hinauszuschieben sagt eine Menge über Dich aus!

Mokusz

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3. November 2014 um 14:17
In Antwort auf mokusz

Wenn Du schon
so heißt, dann kann es so schlimm nicht um Dich stehen.
Dass Du mit 22 noch zuhause lebst, wundert mich etwas, denn die Situation ist doch nicht gerade harmonisch.
Dass Du eine Freundin "opferst" - ich verstehe sie schon - sie muss sich nicht immer alles anhören und ein Dialog kam offenbar nicht zustande, weil Du ihr die Ohren vollgejammert hast, wie ich vermute. Nun bist Du eingeschnappt und hast sie vor den Kopf gestoßen. Freunde sind dazu da, auch mal von sich selbst was zu erzählen. Sie musste sich wahrscheinlich allerhand von Dir anhören, sodass sie es müde war immer nur zuhören zu müssen - verständlich!
Ich empfehle Dir eigene 4 Wände, denn mit 22 noch im Haus der Mutter unselbständig zu hochen, sie macht Dir wahrscheinlich auch noch die Wäsche. Alles trägt dazu bei, dass Du immer unselbständiger wirst. Dabei ist das Organisieren des eigenen Lebens mehr wert und zeugt von Charakter.
Es wird langsam Zeit, sich auf die eigenen Beine zu stellen!

So wie Du argumentierst, zeugt das nicht von Würde oder Charakterstärke. Willst Du noch mit 30 im Elternhaus hocken?
Fange endlich an, an Dir selbst zu arbeiten.
Und: Wichtige Arbeiten hinauszuschieben sagt eine Menge über Dich aus!

Mokusz

Lieber Mokusz,


Hättest du richtig gelesen würdest du merken dass meine aktuelle Situation es nicht zulässt in eigene 4 Wände zu ziehen. Ich habe es angestrebt und bin dran aber aktuell geht es leider nicht.

Zweitens habe ich keineswegs meine Freundin "geopfert". Wir waren lange zusammen und "vollgejammert" habe ich sie auch nicht. Sie kannte leider vorher nur die schönen Seiten und als ich sie gebraucht habe war sie nicht da.

Das ist für mich ein gewaltiger Unterschied.

Dennoch kann ich deine Antwort sehr gut nachvollziehen.
Ich habe mir auch überlegt meine Selbstständigkeit auszubauen um möglicherweise mein Problem zu lösen.

Das was mich massiv hindert sind jeden Tag diese Gedanken und Gefühle.

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3. November 2014 um 18:18

Meine liebe
ich denke das die situation mit deinem vater dein weltbild erschüttert hat und tatsächlich eine art trauma erlitten hast.
die eltern sind von klein auf unser vorbild und es ist völig abwegig das sie auch fehlbar sind.

der vorwurf das du mit 22 noch zu hause lebst ist quatsch und ungerechtfertigt.
ich kenne viele junge leute die noch im elternhaus leben einfach weil ein eigenes domizil nicht bezahlen lässt!
also lass dir zeit und plane deine zukunft!!

der gedanke an den tod macht mir auch angst allerdings bin ich schon 58 und du hast noch dein ganzes leben vor dir!
genau deshalb solltest du dir hilfe holen bei einem therapeuten bevor du aus diesem teufelskreis nicht mehr heraus findest,je früher desto besser.
selber leide ich auch unter einer angststörung und glaube mir ,das willst du nicht so wie ich 20 jahre durchleben.

alles gute und vertraue auf gott

urmel

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4. November 2014 um 11:33
In Antwort auf urmel1956

Meine liebe
ich denke das die situation mit deinem vater dein weltbild erschüttert hat und tatsächlich eine art trauma erlitten hast.
die eltern sind von klein auf unser vorbild und es ist völig abwegig das sie auch fehlbar sind.

der vorwurf das du mit 22 noch zu hause lebst ist quatsch und ungerechtfertigt.
ich kenne viele junge leute die noch im elternhaus leben einfach weil ein eigenes domizil nicht bezahlen lässt!
also lass dir zeit und plane deine zukunft!!

der gedanke an den tod macht mir auch angst allerdings bin ich schon 58 und du hast noch dein ganzes leben vor dir!
genau deshalb solltest du dir hilfe holen bei einem therapeuten bevor du aus diesem teufelskreis nicht mehr heraus findest,je früher desto besser.
selber leide ich auch unter einer angststörung und glaube mir ,das willst du nicht so wie ich 20 jahre durchleben.

alles gute und vertraue auf gott

urmel

Danke,
für deine ehrliche Meinung.
Nein ich habe bereits ein Erstgespräch gehabt und gehe ab dem 18. Nov. in Behandlung.

Hast du es denn geschafft wenn auch nach 20 Jahren aus diesem Teufelskreis auszubrechen?

Liebe Grüße

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4. November 2014 um 13:57

Ich denke...
... ich kann deine Gefühle ein Stück weit nachvollziehen. Es tut einem beim Lesen in der Seele weh wie kalt und reuelos dein Vater reagiert hat und ich vermag mir nicht vorzustellen wie schmerzhaft es gewesen sein muss diese Seite des geliebten Elternteils zu entdecken. Plötzlich passt das Verhalten des Vaters nicht mehr zu dem Bild, das man sein Leben lang von ihm hatte, und ich denke das wird seine Zeit brauchen bis du diese Erfahrung irgendwie zuordnen und mit deiner Liebe zu deinem Vater vereinbaren kannst. Dass du mit deiner Freundin darüber sprechen möchtest ist doch nur selbstverständlich und ich bitte dich inständig nicht auf diejenigen zu hören, die dir ein schlechtes Gewissen einreden wollen weil du dich ihr geöffnet hast. Wir sind doch keine Roboter, die einmal sagen was sie bewegt und dann alles wieder ganz normal weiterläuft. Solche Phasen gehören zum Leben und demnach auch zu einer Beziehung und wenn sich ein Partner öffnet und seine Traurigkeit zeigt kann man das auch als ein Geschenk sehen und nicht immer unbedingt als etwas Negatives. Falls du meinen Thread gelesen haben solltest kannst zu sehen dass es mir da recht ähnlich geht. Ich habe auch das Bedürfnis über meine Gefühle zu sprechen und es gibt Menschen, die sich von mir abwenden nach einer gewissen Zeit, weil sie sich damit nicht mehr konfrontieren wollen und das ist dann auch ok so und man muss es akzeptieren ohne wütend auf sich selbst zu sein. Es ist ja nicht so dass man bewusst steuern könnte welche Gefühle man empfindet! Dass deine Exfreundin in dieser Zeit nicht für dich da ist, ist natürlich einerseits traurig andererseits zeigt sie dir damit auch dass sie vllt doch noch nicht die geistige Reife besitzt sich auf der Ebene dem Leben zu stellen auf der du dich dem Leben stellst.
Ich hoffe dass dir die Therapie hilft und du die Symbole, die dir dein Unterbewusstsein schickt, nämlich den "Tod" zu interpretieren lernst und damit auch das eigentliche Gefühl dahinter verarbeiten kannst. Wenn du möchtest und es dir

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4. November 2014 um 13:58
In Antwort auf aichada

Ich denke...
... ich kann deine Gefühle ein Stück weit nachvollziehen. Es tut einem beim Lesen in der Seele weh wie kalt und reuelos dein Vater reagiert hat und ich vermag mir nicht vorzustellen wie schmerzhaft es gewesen sein muss diese Seite des geliebten Elternteils zu entdecken. Plötzlich passt das Verhalten des Vaters nicht mehr zu dem Bild, das man sein Leben lang von ihm hatte, und ich denke das wird seine Zeit brauchen bis du diese Erfahrung irgendwie zuordnen und mit deiner Liebe zu deinem Vater vereinbaren kannst. Dass du mit deiner Freundin darüber sprechen möchtest ist doch nur selbstverständlich und ich bitte dich inständig nicht auf diejenigen zu hören, die dir ein schlechtes Gewissen einreden wollen weil du dich ihr geöffnet hast. Wir sind doch keine Roboter, die einmal sagen was sie bewegt und dann alles wieder ganz normal weiterläuft. Solche Phasen gehören zum Leben und demnach auch zu einer Beziehung und wenn sich ein Partner öffnet und seine Traurigkeit zeigt kann man das auch als ein Geschenk sehen und nicht immer unbedingt als etwas Negatives. Falls du meinen Thread gelesen haben solltest kannst zu sehen dass es mir da recht ähnlich geht. Ich habe auch das Bedürfnis über meine Gefühle zu sprechen und es gibt Menschen, die sich von mir abwenden nach einer gewissen Zeit, weil sie sich damit nicht mehr konfrontieren wollen und das ist dann auch ok so und man muss es akzeptieren ohne wütend auf sich selbst zu sein. Es ist ja nicht so dass man bewusst steuern könnte welche Gefühle man empfindet! Dass deine Exfreundin in dieser Zeit nicht für dich da ist, ist natürlich einerseits traurig andererseits zeigt sie dir damit auch dass sie vllt doch noch nicht die geistige Reife besitzt sich auf der Ebene dem Leben zu stellen auf der du dich dem Leben stellst.
Ich hoffe dass dir die Therapie hilft und du die Symbole, die dir dein Unterbewusstsein schickt, nämlich den "Tod" zu interpretieren lernst und damit auch das eigentliche Gefühl dahinter verarbeiten kannst. Wenn du möchtest und es dir

Ausversehen auf senden gedrückt
Ich wollte nur schreiben, dass du mir auch gerne eine PN schreiben darfst wenn du dich austauschen magst. Alles Gute,

Kristin

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4. November 2014 um 21:02

Hallo,
prima, dann kannst du ja los legen damit sich nicht alles so sehr fest setzt!!
leider krabbel ich immer noch mit der angst rum aber es geht mir im gegensatz zu früher viel,viel besser!
allerdings muß man ständig an sich arbeiten denn das ist keine grippe die nach einer woche überstanden ist!

viel erfolg
l.g. urmel

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26. Januar 2015 um 18:08

ACHTUNG WARNUNG DIFFAMIERUNG CYBERSTALKER aus TRIER!
Bei dem Account handelt es sich um einen Cyberstalker, der abgewiesen wurde und jetzt überall im Netz solche und andere Geschichten verbreitet.
Das schlimme ist, das er Arzt ist und eigentlich mit einer Abweisung klar kommen müßte.
Ich hoffe allerdings, das die Polizei ihn anhand seiner IP Adresse bald indentifizieren wird und er entsprechend zur Verantwortung gezogen wird. Vielleicht sieht man bald hierzu einen Artikel in der örtlichen Presse. EIn Arzt sollte sich um die Gesundheit anderer Menschen kümmern und nicht solche Sachen wie hier machen. Erschreckend das ein Mensch und promovierter Arzt sich und seine Familie mit solchen schändlichen Aktionen ins Unglück stürtzen will. Unverständlich!

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