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Trauer um meine Mama

24. Oktober 2015 um 23:47

Hallo,
also da schon so viele hier Ihre Erlebnisse geschrieben haben, hoffe ich einfach das es Ihnen geholfen hat und versuche das auch mal.
Meine Mama ist am 12.10. gestorben nach dem sie vor 2 1/2 Jahren an Krebs erkrankt war. nach der total OP und der ersten Chemo waren wir auch zuversichtlich obwohl die Ärzte gleich sagten das es wohl nur noch eine Begrenzte Zeit gut gehen würde.
Nach 2 weiteren Chemos kahm sie dann 4 Wochen vor Ihrem Tod ins Krankenhaus für 2 Wochen. Dort wurde uns dann gesagt das die Chemos eingestellt werden und nur noch Schmerztherapie vortgesetzt wird.

Danach ging alles wahnsinnig schnell wir nahmen sie nach Hause. Bekamen auch gleich Hilfe durch die SAPV (an die Ich hier noch mal ein riesiges Dankeschön aussprechen will). Was diese Leute für meine Mama getan haben kann man nicht bezahlen. Wir haben sie die letzten 2 Wochen zuhause gepflegt, es war für mich neu so nah mit dem Tod konfrontiert zu werden. Aber selbst da dachte ich vielleicht noch 172 Jahr. Nach einer Woche ging es dann auf einmal rapide Bergab. Ich bin mit meinem Mann und unserem kleinen Sohn zu meinen Eltern ins alte Kinderzimmer gezogen das ich immer bei Ihr sein kann. Mein Papa war völlig überfordert.

Die Letzten Tage waren so .... erfüllenden .... und doch im nachhinein so schmerzvoll, zu wissen das dass letzte gewesen sein soll.
Freitags war ein schlimmer Tag mit vielen schmerzen, daraufhin äusserte meine Mama den Wunsch sediert zu werden, dies bekam sie auch erfüllt. Samstags war sie Zeitweise noch ansprechbar, da die sedierung sehr leicht war. Samstag Abends hatte sie dann die Dosis erhöt bekommen. Von da an hat sie ruhig geschlafen bis zu dem Montag morgen wo sie dann endgültig eingeschlafen ist.

Diese letzten 2 Wochen haben wir viel geredet. Sie hatte alles geplant, Ihre Beerdigung wer auf den kaffee danach soll, sogar einen Text für die Traueranzeige hatte sie sich rausgesucht. Blos niemanden belasten. Wir reden viel und sie war ein sehr Gläubiger Mensch und sagte immer das sie keine Angst hat vor dem Tod weil sie wisse das es ihr da besser geht, aber sie habe angst vorm sterben, alleine zu sein oder schmerzen zu haben. Die schmerzen konnten ihr genommen werden. leider ist sie gegangen als ich auf der couch ein bisschen geschlafen hab. Es tut mir so wahnsinnig leid das ic Ihr diesen Wunsch nicht erfüllen konnte. das niemand da war als sie gegangen ist. Das ich schlafen konnte während es ihr so schlecht ging.

Die erste Woche war "alles in Ordnung". es war viel zu erledigen. Aber seit gestern falle ich und ich habe das gefühl nicht mehr anzukommen. es ist einfach nur noch leere geblieben. Ich war so gut wie jeden tag bei Ihr. wir hatten ein aussergewöhnliches verhältniss schon immer. und nun ist einfach alles weg. Leider bin ich nicht so gläubig wie meine Mama. ich hoffe das ich irgendwann wiedersehe. aber ich habe angst davor das es einfach nicht so ist, das der tod endgültig ist und danach nichts mehr kommt. Ich stehe am Grab und rede mit ihr manchmal laut manchmal in gedanken und ich komme mir dann immer so dämlich vor wenn ich mich selbst dabei erwische. Ich lese die Berichte hier und weine bei jedem einzelnen. Höre "Ihr Lied" und weiss nicht ob ich mich selbst damit kaputt mache oder ob es mir hilft.

Ich glaube fürs erste reicht das mal. Ich weis gar nicht ob man darauf etwas schreiben kann als antwort... aber vielleicht hat ja jemand ne idee was ich machen soll oder kann mir irgentwelche bücher empfehlen....

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14. November 2015 um 10:09

Auch ich trauere um meine Mama
Bei mir war es ähnlich. Meine Mama ist am 13.9.15 verstorben auch ca. 2 1/2 Jahren Krebs nach der erneuten Diagnose. Im Juni nach CT war alles noch stabil soweit und man sagte ihr sie könne froh sein so und auf einmal war die Leber besät mit Metastasen und sie hatte Wasser überall, war dann 2 Wochen im Krankenhaus, ging ihr schlechter die letzten 2 Tage und in der Nacht die ich bei ihr blieb verstarb sie dann in meinem Beisein. Es war einer der schlimmsten Minuten meines Lebens die ich nie vergessen werde. Ich tröstete noch mit Worten wie "du must nicht mehr kämpfen du kannst loslassen" und "wir sehen uns im Himmel wieder". Ich bin gläubig und glaube auch daran. Aber sie fehlt mir trotzdem so sehr und muss täglich öfters weinen. Wir haben uns auch nahe gestanden aber ich habe trotzdem dauernd das Gefühl nicht alles gemacht zu haben, einiges nicht gesagt zu haben, sie nicht genug umarmt zu haben....es ist einfach furchtbar dass sie nicht mehr da ist und ich nichts mehr sagen und machen kann. Ich habe beim lesen nur noch durchgeweint. Ich möchte gerne alle trösten aber weis selbst garnicht so recht wie. Aber damit nicht alleine zu sein hilft auch schon etwas.Ich möchte mir demnächst mal ein Buch darüber kaufen. Hab eins gesehen mit dem Titel "In meinen Träumen finde ich dich" Da ich schon 2,3 mal von meiner Mama getraumt habe wo ich sie einmal sogar nochmal umarmen konnte und ihr gesagt habe "ich hab dich lieb", deshalb bin ich interessiert auch nachdem ich viele Berichte von anderen gelesen habe, die ihren Verstorbenen in ihren Träumen wieder sahen u. teilweise sogar erschienen sind. Das ist ein bischen Trost für mich halt und hoffe beim schlafen gehen immer darauf, das es wieder passiert. Ich weis auch nicht genau sonst wie es weiter geht. Ich fühle mich momentan wie ein Roboter der halt funktioniert und weiter machen muss. Ich wünsche Dir und auch allen Trauernden viel viel Kraft und die Hoffnung dass wir unsere Lieben wieder sehen werden.

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