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Trauer um meine freundin, BITTE helft mir

24. Februar 2006 um 13:38

vor 7 monaten ist meine beste feundin nach langer, seit ihrer geburt andauernden, lungenkrankheit im alter von 21 jahren gestorben.

nun hat sie in 4 tagen geburtstag...

ihr tot hat mir sehr wehgetan, es war und ist als wäre ich nur noch die hälfte.
sie fehlt mir so sehr und ich denke sehr oft an sie, eigentlich vergeht kein tag.

als ihr die ärzte vor 3 jahren sagten, wie schlimm es um sie steht, hat weder sie noch ich ahnen können, das es wirklich soweit kommt.sie weigerte sich jahrelang sich auf eine spenderliste zu setzen, doch nach vielen gesprächen stimmte sie mir zu und lies vor gut einem jahr den antrag dazu stellen... sie lag kaum 3 wochen im krankenhaus, da war es plötzlich, mitten in der nacht soweit, das ein passendes organ kam...ich war so glücklich. auch die heilung schien in den nächsten tagen gut zu klappen, doch als sie auf normalstation kam, gab es komplkationen, sodass sie daran verstarb..!noch immer habe ich wut auf die ärzte, noch immer wut auf mich, da ich in der zeit dabei war, ziemlich weit weg zu ziehen...ihrer oma rutschte das raus und 2 tage später war sie tot!

ich kann noch immer nicht aufhören zu weinen... und nun kommt ihr geburtstag...

bitte redet mit mir

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24. Februar 2006 um 16:12

Du bist nicht allein..
liebe Sabbi!
Es klingt zwar ein bißchen komisch, wenn ich das so schreibe, aber ich versuche dich zu verstehen und ich kann deinen Schmerz nachvollziehen.
Aber ich bitte dich, dass du dir keine Schuld gibst an dem was geschehen ist.
Das ist zwar nur ein kleiner Trost, aber er ist ehrlich gemeint. Die Wut auf die Ärzte solltest du vergessen, die Wut auf dich schnellstens ablegen: DICH trifft kein bißchen Schuld am Tod deiner geliebten Freundin!!!!Du bist doch nicht weggeszogen, weil du nichts mehr mit ihr zutun haben wolltest, oder? Die Oma braucht halt auch einen "Sündenbock" weil sie wahrscheinlich genauso traurig ist wie du!Könnt ihr nicht gemeinsam über deine Freundin reden?
Wenn jetzt ihr Geburtstag kommt, dann zünde eine Kerze an und stelle das Foto von ihr dazu und ....weine, weine, weine, lass den Tränen freien Lauf!
Ich wünschte, ich könnte mehr für dich tun! Laß deiner Trauer um deine Freundin Zeit! Und ich wünsche dir, dass aus der Trauer Freude wird, Freude, dass du sie als Freundin hattest und ihr miteinander so eine schöne Zeit hattet. Ich wünsche dir von Herzen alles Liebe und Gute!!

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24. Februar 2006 um 16:49
In Antwort auf veera_12104884

Du bist nicht allein..
liebe Sabbi!
Es klingt zwar ein bißchen komisch, wenn ich das so schreibe, aber ich versuche dich zu verstehen und ich kann deinen Schmerz nachvollziehen.
Aber ich bitte dich, dass du dir keine Schuld gibst an dem was geschehen ist.
Das ist zwar nur ein kleiner Trost, aber er ist ehrlich gemeint. Die Wut auf die Ärzte solltest du vergessen, die Wut auf dich schnellstens ablegen: DICH trifft kein bißchen Schuld am Tod deiner geliebten Freundin!!!!Du bist doch nicht weggeszogen, weil du nichts mehr mit ihr zutun haben wolltest, oder? Die Oma braucht halt auch einen "Sündenbock" weil sie wahrscheinlich genauso traurig ist wie du!Könnt ihr nicht gemeinsam über deine Freundin reden?
Wenn jetzt ihr Geburtstag kommt, dann zünde eine Kerze an und stelle das Foto von ihr dazu und ....weine, weine, weine, lass den Tränen freien Lauf!
Ich wünschte, ich könnte mehr für dich tun! Laß deiner Trauer um deine Freundin Zeit! Und ich wünsche dir, dass aus der Trauer Freude wird, Freude, dass du sie als Freundin hattest und ihr miteinander so eine schöne Zeit hattet. Ich wünsche dir von Herzen alles Liebe und Gute!!

Fand sehr schön, was gubi dazu geschrieben hat und

möchte auf die Idee mit der Kerze zurück kommen.
Ich habe im Internet dazu eine Lichterkette gefunden.
Es gibt ein Gästebuch, wo jeder seine Gedanken aufschreiben kann, die er mit einem geliebten,
kranken oder verlorenen Menschen widmen möchte und dabei eine Kerze anzünden. Auf diese Weise entsteht eine (virtuelle) Lichterkette die immer weiter und weiter wächst...
Ich habe viel geweint beim Lesen und doch spendet es Trost, zu spüren, wie nah man daduch jemandem sein kann, denn man in diesem Leben nicht mehr erreicht.

http://www.0815guestbooks.de/gb-b26714-6.html

meine geschichte? eine meiner besten freundinnen hat vor über 10 Jahren einen Suizidversuch unternommen
- und überlebt. Seit dieser Zeit ist sie nicht mehr ansprechbar. Sie ist im Wachkomma.
Wie sich erst einige Wochen nach ihrer Tat herausgestellt hat, rief sie vor diesem Schritt einige ihr wichtige Menschen an, um sich von ihnen zu verabschieden (ohne jedoch definitiv zu sagen, das sie sich das Leben nehmen will). Es klingelte auch bei mir, doch war ich wegen irgendetwas (ich weiß es heute nicht mehr, worum es ging) so entnervt, dass ich nicht ans Telefon gegangen bin. Meine Schuldgefühle und die Frage, ob ich ihr vielleicht noch hätte helfen können haben mich daraufhin sehr lange zermürbt
und mir das eigene Leben sehr schwer gemacht. Ich musste lernen, einzusehen, dass auch ich einfach nur ein Mensch bin. Ob ich sie von ihrem Vorhaben hätte abhalten können, ob ich dafür aus ihrer Sicht die richtige Ansprechperson gewesen wäre? Ich weiß es nicht. Und werde auch in diesem Leben von ihr keine Antwort darauf erhalten. Manchmal ist es verdammt schwer ohne Antworten zu leben und dies akzeptieren zu müssen. Sich von eigenen Schuldgefühlen erdrücken zu lassen ist auch keine Lösung - es ändert an der Vergangenheit nichts. Ich habe ihm Laufe der Jahre gelernt wie gut es sein kann, meiner Freundin
im Geiste nahe zu sein, sich an die gemeinsamen Zeiten zu erinnern und froh darüber zu sein, dass man sie erleben durfte. Ich glaube es gibt keinen wirklichen Trost, nur aufrichtige Anteilnahme und der
bewußte Versuch, Menschen, die man verloren hat, in der Erinnerung im Herzen weiterleben zu lassen.

LG

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24. Februar 2006 um 17:50
In Antwort auf inez_12562985

Fand sehr schön, was gubi dazu geschrieben hat und

möchte auf die Idee mit der Kerze zurück kommen.
Ich habe im Internet dazu eine Lichterkette gefunden.
Es gibt ein Gästebuch, wo jeder seine Gedanken aufschreiben kann, die er mit einem geliebten,
kranken oder verlorenen Menschen widmen möchte und dabei eine Kerze anzünden. Auf diese Weise entsteht eine (virtuelle) Lichterkette die immer weiter und weiter wächst...
Ich habe viel geweint beim Lesen und doch spendet es Trost, zu spüren, wie nah man daduch jemandem sein kann, denn man in diesem Leben nicht mehr erreicht.

http://www.0815guestbooks.de/gb-b26714-6.html

meine geschichte? eine meiner besten freundinnen hat vor über 10 Jahren einen Suizidversuch unternommen
- und überlebt. Seit dieser Zeit ist sie nicht mehr ansprechbar. Sie ist im Wachkomma.
Wie sich erst einige Wochen nach ihrer Tat herausgestellt hat, rief sie vor diesem Schritt einige ihr wichtige Menschen an, um sich von ihnen zu verabschieden (ohne jedoch definitiv zu sagen, das sie sich das Leben nehmen will). Es klingelte auch bei mir, doch war ich wegen irgendetwas (ich weiß es heute nicht mehr, worum es ging) so entnervt, dass ich nicht ans Telefon gegangen bin. Meine Schuldgefühle und die Frage, ob ich ihr vielleicht noch hätte helfen können haben mich daraufhin sehr lange zermürbt
und mir das eigene Leben sehr schwer gemacht. Ich musste lernen, einzusehen, dass auch ich einfach nur ein Mensch bin. Ob ich sie von ihrem Vorhaben hätte abhalten können, ob ich dafür aus ihrer Sicht die richtige Ansprechperson gewesen wäre? Ich weiß es nicht. Und werde auch in diesem Leben von ihr keine Antwort darauf erhalten. Manchmal ist es verdammt schwer ohne Antworten zu leben und dies akzeptieren zu müssen. Sich von eigenen Schuldgefühlen erdrücken zu lassen ist auch keine Lösung - es ändert an der Vergangenheit nichts. Ich habe ihm Laufe der Jahre gelernt wie gut es sein kann, meiner Freundin
im Geiste nahe zu sein, sich an die gemeinsamen Zeiten zu erinnern und froh darüber zu sein, dass man sie erleben durfte. Ich glaube es gibt keinen wirklichen Trost, nur aufrichtige Anteilnahme und der
bewußte Versuch, Menschen, die man verloren hat, in der Erinnerung im Herzen weiterleben zu lassen.

LG

Ihr zwei
ersteinmal vielen dank.

GUBI:
die oma hat keinen sündenbock gesucht, sie hat es ausversehen zu ihr gesagt.ich habe intensiven kontakt zur familie, ihre mama ist eine freundin geworden.alle sind noch immer zu tiefst zerstört, denn ihr papa und ihr kleiner bruder sind auch daran gestorben.
ich gebe mir auch keine schuld, ich wünschte nur ich hätte ihr noch sagen können, das ich nicht wegen ihr gehe und immer da bin egal wie weit entfernt.die wut auf die ärzte kommt und geht, ist aber im ineren immer abrufbar.ich versuche daran zu arbeiten, das sie transparent wird und meine trauer zu freude, aber im moment ist mir das alles egal.

REDCORNER:
das die freundin im wachkoma liegt ist sehr hart!gehst du noch zu ihr?
das mit der kerze und der internetseite ist toll, danke sehr

bis dann

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24. Februar 2006 um 18:16
In Antwort auf sabbi84

Ihr zwei
ersteinmal vielen dank.

GUBI:
die oma hat keinen sündenbock gesucht, sie hat es ausversehen zu ihr gesagt.ich habe intensiven kontakt zur familie, ihre mama ist eine freundin geworden.alle sind noch immer zu tiefst zerstört, denn ihr papa und ihr kleiner bruder sind auch daran gestorben.
ich gebe mir auch keine schuld, ich wünschte nur ich hätte ihr noch sagen können, das ich nicht wegen ihr gehe und immer da bin egal wie weit entfernt.die wut auf die ärzte kommt und geht, ist aber im ineren immer abrufbar.ich versuche daran zu arbeiten, das sie transparent wird und meine trauer zu freude, aber im moment ist mir das alles egal.

REDCORNER:
das die freundin im wachkoma liegt ist sehr hart!gehst du noch zu ihr?
das mit der kerze und der internetseite ist toll, danke sehr

bis dann

@sabbi

Ich habe sie ziemlich oft kurz danach auf der Intensivstation und anschließend in der Rehaklinik besucht. Da es zwischen ihrem Lebensgefährten und ihren Eltern üble (z.T. auch gerichtliche) Auseinandersetzungen (es ging dabei auch um den 3-jährigen Sohn von ihr)gab, ist es schwierig sie sehen zu "dürfen", seit sie wieder bei ihren Eltern wohnt.
Eine weitere Freundin und ich haben z.b. den Sohn, der bei seinem Vater lebt, an Nikolaus besucht.
Ohne mir dabei etwas zu denken, habe ich das der Schwester meiner (Komma-)Freundin erzählt. Es stand zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest, ob sie noch in eine andere Klinik kommt, in ein Pflegeheim oder wieder zurück zu ihren Eltern. Na, was soll ich sagen, die allein die Tatsache, dass ich den Kleinen besucht habe (und deshalb zwangsläufig ja auch mit dem Vater gesprochen habe) hat die Schwester zum Anlaß genommen, mir die Auskunft darüber zu verweigern, wohin meine Freundin nun verlegt wird. Argument: Sie ist sich nicht sicher, ob ich nicht mit dem Kindsvater unter "einer Decke" stecke und sie nur aushorchen will. Da kommt man sich doch vor, wie eine Bauernfigur auf dem Schachbrett!
Als ob, das Ganze nicht schon schlimm genug wäre, unversöhnlich stehen sich beide "Parteien" spinnefeind gegenüber, d.h. ihre Eltern, die mittlerweile ihr einziges Enkelkind nicht sehen dürfen und der Kindsvater, der nun zwar das Kind aufzieht, jedoch keinen Anspruch hat auf Unterhalt von ihren Eltern, den er gerichtlich erzwingen wollte.
Auch noch andere Freunde wie ich stehen "zwischen diesen kalten Kriegern".
Meine letzter Besuch im Haus ihrer Eltern ist Jahre her und hat -zig Anläufe bedurft, bis die Eltern
einverstanden waren.
(Ich habe es irgendwann aufgegeben ihr Verhalten uns gegenüber rational verstehen zu wollen...)

Da hast du ein Paradebeispiel dafür, wohin es führen kann, wenn Schulgefühle verdrängt bzw. auf andere
projeziert werden. Und dabei ändert sich dadurch das, was in der Vergangenheit geschehen ist, rein gar nicht....

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25. Februar 2006 um 0:32
In Antwort auf inez_12562985

@sabbi

Ich habe sie ziemlich oft kurz danach auf der Intensivstation und anschließend in der Rehaklinik besucht. Da es zwischen ihrem Lebensgefährten und ihren Eltern üble (z.T. auch gerichtliche) Auseinandersetzungen (es ging dabei auch um den 3-jährigen Sohn von ihr)gab, ist es schwierig sie sehen zu "dürfen", seit sie wieder bei ihren Eltern wohnt.
Eine weitere Freundin und ich haben z.b. den Sohn, der bei seinem Vater lebt, an Nikolaus besucht.
Ohne mir dabei etwas zu denken, habe ich das der Schwester meiner (Komma-)Freundin erzählt. Es stand zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest, ob sie noch in eine andere Klinik kommt, in ein Pflegeheim oder wieder zurück zu ihren Eltern. Na, was soll ich sagen, die allein die Tatsache, dass ich den Kleinen besucht habe (und deshalb zwangsläufig ja auch mit dem Vater gesprochen habe) hat die Schwester zum Anlaß genommen, mir die Auskunft darüber zu verweigern, wohin meine Freundin nun verlegt wird. Argument: Sie ist sich nicht sicher, ob ich nicht mit dem Kindsvater unter "einer Decke" stecke und sie nur aushorchen will. Da kommt man sich doch vor, wie eine Bauernfigur auf dem Schachbrett!
Als ob, das Ganze nicht schon schlimm genug wäre, unversöhnlich stehen sich beide "Parteien" spinnefeind gegenüber, d.h. ihre Eltern, die mittlerweile ihr einziges Enkelkind nicht sehen dürfen und der Kindsvater, der nun zwar das Kind aufzieht, jedoch keinen Anspruch hat auf Unterhalt von ihren Eltern, den er gerichtlich erzwingen wollte.
Auch noch andere Freunde wie ich stehen "zwischen diesen kalten Kriegern".
Meine letzter Besuch im Haus ihrer Eltern ist Jahre her und hat -zig Anläufe bedurft, bis die Eltern
einverstanden waren.
(Ich habe es irgendwann aufgegeben ihr Verhalten uns gegenüber rational verstehen zu wollen...)

Da hast du ein Paradebeispiel dafür, wohin es führen kann, wenn Schulgefühle verdrängt bzw. auf andere
projeziert werden. Und dabei ändert sich dadurch das, was in der Vergangenheit geschehen ist, rein gar nicht....

Oh man
das tut mir so leid. kannst du nich mit den eltern reden?ich habe eine kerze in der lichterette und ich bin so froh darüber....ich habe heute viel geweint und bin dadurch endlich in der lage zu reden...
ich danke dir von ganzen herzen für diesen link!!!

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2. März 2006 um 10:36

2 tage nach dem geburtstag
hallo,
ich muss euch sagen, es hat sich etwas verändert.

nachdem ich auf der homepage war und eine keze angezündet habe, ging es mir sehr schlecht und ich habe auch noch den tag darauf sehr viel geweint.als dann der geburtstag kam, habe ich mir eine grße rosa (ihre lieblingsfarbe) angzündet, luftschlangen um ihr bild gehangen und mit meinem freund ihren geburtstag gefeiert.seit dem mach ich die kerze nach dem aufstehen an, zum schlafen aus.ich lächel ihr bild an und freue mich, das sie in meinem herzen ist.
ich danke euch von ganzem herzen für eure tips!

dank euch bin ich froh, sie als meine freundin zu haben!!!!!

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