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Trauer um die Mutter meines Freundes

25. Oktober 2006 um 12:55

Mein Freund und ich sind jetzt 3 jahre und 10 Monate zusammen. Im Juli 2005 ist seine Mutter gestorben. Sie war für mich wie eine zweite Mutter. Manchmal muss ich auch noch an sie denken. Vorallem jetzt wo sein Vater eine neue Freundin hat und die beiden Jungs rausgeworfen hat. Die Beiden tun mir so leid. Erst verlieren sie ihre Mutter und jetzt so gesehen auch noch ihren Vater. Das ist aber nicht mein Hauptproblem. Mein Freund (26) scheint den Tod seiner Mutter noch nicht verkraftet zu haben. Mein Freund und ich (20) sind im Deutschen Roten Kreuz und waren vor ca. einer Woche auf einem Fortbildungsabend mit dem Thema "Psychotraumatologie". Der Ausbilder erzählte uns wie Traumata entstehen. Mein Freund fing an zu weinen und ist raus gegangen. Er mag auch nicht wirklich mit mir über den Tod seiner Mutter reden. Aber ich kann auch nicht mehr machen, als ihm jedes Mal anzubieten mit mir darüber zu reden. Bei ihm ist es so, wenn ihn irgendwas an seine Mutter erinnert, dann weint er, redet aber nicht darüber und dann ist wieder gut, bis wieder eine solche Situation kommt.

Könnt ihr mir vielleicht einen Tipp geben, dass er endlich mit mir redet?

Vielen Dank im Vorraus
feuerteufel86

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26. Oktober 2006 um 10:34

Mir gehts genau so
mit meinem Freund. Sind seit 6 Jahren zusammen, sein Vater ist 1998 gestorben und seine Mutter hat sich 2003 das Leben genommen. Es war das schlimmste Erlebnis in meinem Leben. Er redet mit mir kein Wort darüber und ich weiß auch nicht wie ich ihm noch helfen soll. Sowas kann man nicht einfach so verarbeiten glaube ich. Man merkt es ihm an dass es ihn beschäftigt. Er würde aber nie fremde Hilfe annehmen und ich komme auch nicht an ihn ran. Ich find es gut dass dein Freund wenigstens bereit ist/ war auf so einen Fortbildungsabend zu gehen. Ich glaube dass dein Freund über sowas lieber mit seinem besten Freund oder mit seinem Bruder redet meinst du nicht? So ist es jedenfalls bei meinem Freund

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2. November 2006 um 19:59

Lass ihm seine Art zu trauern und sei für ihn da
Hallo!
Ich bin gerad in einer ähnlichen Situation wie du. Die Mutter meines Freundes hatte vor 3 Jahren Brustkrebs und heute wurde festgestellt, dass sie 2 riesige Tumore im Gehirn hat und dieser schon Metastasen in andere Organe gebildet hat. Ihre Überlebenschance liegt vielleicht noch bei 10% Ich fühle mich auch gerade einfach nur hilflos. Weiß nicht wie ich die Zeit überbrücken soll bis er sich meldet! Wie ich mit ihm umgehen soll. Aber dennoch, wenn dein Freund nicht mit dir reden möchte dann lass ihn. Sei einfach für ihn da und gib ihm das Gefühl, dass du mit ihm trauerst. Aufbauende Worte bringen das meist wenig. Wenn er reden möchte, dann wird er das tun. Dränge ihn nicht dazu, er muss von ganz alleine auf dich zukommen.

Liebe Grüße

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