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Totgeburt

16. Juli 2008 um 16:20 Letzte Antwort: 12. September 2012 um 21:31

Vor einem Halben jahr hatte ich eine Totgeburt. Mein Baby starb in der 37 SSW.
Noch heute geht es mir sehr schlecht deswegen und ich mache mir auch oft Vorwürfe.
Ich Denke immer das ich es hätte verhindern können, weil eigentlich anzeichen da waren ich sie mir aber ausreden lassen habe.

Eine Woche bevor meine kleine Maus gestorben ist ging es mir schon nicht gut ich hatte Schüttelfrost und Fieber. Habe mir dabei aber nichts weiter gedacht weil es mir am nächsten Tag schon wieder viel besser ging. Seit dem Tag hatte sich mein Baby auch kaum noch Bewegt nur noch ganz selten, ich machte mir deswegen schon große Sorgen aber alle sagten mir das das normal währe weil sie jetzt nichtmehr viel Platz in meinem Bauch hätte. Ich glaubte das und redete mir das schlechte gefühl aus, ein fehler wie ich bald darauf wusste.
Am Freitag hatte ich dann ein FA Termin. Ich musste an den Wehenschreiber und auch da hatte ich das gefühl das etwas nicht stimmte, denn die Arzthelferin brauchte viel länger um den Herzschlag zu Finden. Ich sollte 20 min am Wehenschreiber bleiben doch nach 10 min kam meine Ärztin und sagte das alles okay wäre und ich dann gehen könnte ich sagte ihr noch das es mir nicht so gut ginge und das sich das baby nichtmehr bewegte sie sagte dazu nur ja und schickte mich nach hause. Sie nahm sich überhaupt keine Zeit für mich und das machte mich damals schon sehr sauer.
Am Sonntag also zwei Tage später wurde das ungute gefühl schlimmer und diesmal konnte ich es mir auch nichtmehr ausreden ich rief meine mutter an und sie fuhr mich ins krankenhaus.
Die Ärztin dort machte einen Ultraschall. Mir kam die Zeit dort so lange vor. Und dann Plötzlich sagte die Ärztin zu mir: "Tut mir leid aber es ist kein Herzschlag mehr da." MIt diesen Worten brach eine Welt für mich zusammen ich wusste nicht was ich machen sollte ausser weinen.
Am mittwoch darauf kam mein Baby auf die Welt ich sollte es auf normalem Weg bekommen um alles besser zu Verkraften.

Ein Paar Wochen danach erfuhr ich dann das meine Tochter an einer Akuten Plazentainzuffizienz gestorben war.

Es ist jetzt zwar schon etwas länger her aber ich verstehe dás alles nicht, wenn ich den fernseher einschalte höre ich immer was von misshandelten Kindern und dann denke ich mir wiso meine Maus sterben musste sie hätte es viel besser gehabt als andere babys bei dennen es wohlmöglich weniger qualvoll gwesen wäre wenn sie im mutterleib gestorben wären und nicht durch verhungen oder Schläge. Vielleicht ist das jetzt auch egoistisch aber das denke ich nunmal.

Ich weiß einfach nicht was ich machen soll ich denke oft das mir das alles zu viel wird und der schmerz nie kleiner wird.

Vielleicht hat ja jemand einen Tipp für mich ich würde mich freuen

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17. Juli 2008 um 23:11

Lass dich einfach mal in den Arm nehmen.
das was du mitgemacht hast, das wünscht man ja
echt keinem Menschen. Ich kenne einen ähnlichen
Fall, das hat sich schon vor vielen Jahren ab-
gespielt und dennoch muß ich noch oft daran denken. Dort hatte auch die Mutter so ein komisches Gefühl und hat sich von allen beruhigen lassen und wußte natürlich im Nachhinein, dass es falsch war. Du kannst es wirklich nur als dein Schicksal und das deiner Tochter annehmen. Schreib ihr, versuche deinen Schmerz zu leben. Es gibt ja auch Selbsthilfegruppen, vielleicht gibt es sogar eine in deiner Nähe. Hast du sonst noch Kinder?
Vielleicht kannst du ja noch eines haben? Es gibt ja das Forum mit dem verwirrenden Namen
www.verwitwet.de , aber dort können sich alle
hinwenden, die Trauer haben. Vielleicht findest du dort Trost und Unterstützung oder jemand der ähnliches erlebt hat. Ich wünsche dir alles Gute, Mut und Kraft.
Lieben Gruß
Melike

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7. September 2012 um 11:52

Ich bin sprachlos
Hallo

Dein Beitrag ist zwar schön älter aber vielleicht erreicht mein ich dich ja doch noch irgendwie Mein Sohn starb auch in meinem Bauch in der knapp 37.SSW aufgrund einer akuten Plazentainsuffizienz.Mein Mann und ich hatten auch das Gefühl die Welt bleibt stehen und es ist alles ein absoluter Alptraum und nicht wahr.
Der Schmerz wird nie weg gehen aber mit der Zeit ist es einigermaßen auszuhalten und wird erträglicher. Mein Tipp an dich ist verliere niemals die Hoffnung denn die Hoffnung ist das was uns in schweren Zeiten trägt und niemals aufgeben läßt.

LG

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12. September 2012 um 21:31

Kann mit dir mitfühlen
Ich hatte eine Totgeburt vor 5 Monaten, in der 40SSW genau am ET wurde unsere wunderschöne Maus geboren. Und ein Tag davor im Mutterleib gestorben. Man sah dann einen Nabelschnurknoten und Umschlingung der Nabelschnur um den Körper ich konnte das alles nicht glauben, es war sehr schlimm am Anfang, es tut immer noch sehr weh, muss oft weinen, wenn mir die Bilder anschaue....WARUM??

ich besuche eine Selbsthilfegruppe "initiative regenbogen" glückslose schwangerschaft, die gibts es in ganz Deutschland verteilt, man kann online nach PLZ die passende Gruppe suchen, das hilft wirklich sehr, oder ich schreibe mit betroffenen, wir tauschen uns aus.
Wollt ihr den wieder Kinder haben?
Ich bin im Moment wieder ss in der 9SSW, hoffe so sehr dass es alles gut läuft.Haben eine tochter schon, die ist 5 Jahre alt.

wünsche dir viel viel kraft!!!
Fühl dich gedrückt.
kannst mir gerne auch privat schreiben.

Liebe grüße Ola

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