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Total unzufrieden mit meinen Verhalten Bitte um Hilfe

15. September 2013 um 22:31

Hallo ihr Lieben

Nachdem ich den ganzen Tag "heulend" im Zimmer verbracht habe möchte ich nun gerne einmal mit Leuten darüber "sprechen". In meinen Freundeskreis möchte ich dies nicht ansprechen, obwohl ich meine Freunde sehr liebe.

Das was ich schreibe klingt bestimmt total doof, ich muss es aber aufschreiben :/

Das Problem ist, dass ich extrem unzufrieden mit meinen Verhalten bin. Ich könnte eigentlich glücklich sein, ich habe tolle Freunde, die beste Mama der Welt, studiere mit Spaß, bin echt zufrieden mit meinen Aussehen, liebe die Stadt hier, mein Zimmer, habe ein Hobby welches ich liebe, habe so auch viel Freizeit, einen tollen Nebenjob, kann wenn ich will verreisen, habe selten schlechte Laune und komme eigentlich mit allen super aus.
So wirke ich auch auf andere, zumindest wird mir dies immer gesagt.

Trotzdem fühle ich mich oft scheiße (sorry für das Wort, aber dies passt hier am besten). Ich habe zum Beispiel echt Probleme im Verhalten, wenn ich Leute treffe, die mir wichtig sind. Ich bin dann oft gar nichtmehr locker, sondern denke zum Beispiel selbst wenn wir nur im Kreis stehen und reden sowas wie "Oh wenn ich jetzt nur mit XY rede sieht das doof aus" oder "Die denken doch auch ich bin total doof, weil ich die Frage wieder falsch verstanden habe". Das klingt jetzt erstmal nicht schlimm, aber es sind ständig so Situationen. Vor 1 Woche bin ich auf einen Draußenfestival ohnmächtig geworden. Dies war mir sooo peinlich vor den Freunden die mit waren, aber auch vor denen, die davon so gehört haben, dass ich immer noch täglich alle paar Minuten daran denken muss und gleich wieder im Boden versinken könnte.
Es ist ganz oft so, dass ich 4, 5 mal nachfragen muss um etwas zu verstehen (gerade wenn es um uns rum laut ist). Da denke ich auch immer gleich alle denken ich sei schwerhörig. Es ist aber auch so, dass mir schon öfter mal gesagt wurde, dass ich iwas mal wieder nicht verstanden habe (akustisch - und mit meinen Ohren ist alles okay, habe ich testen lassen).
Ich habe oft das Gefühl ich wirke total verkrampft und vllt sogar oft gespielt, verschlossen, ich weiß es nicht.
Zum Beispiel wenn ich meine beste Freundin treffe (die mir megawichtig ist) mache ich mir vorher schon immer Gedanken und wenn wir uns dann sehen denke ich über jede Kleinigkeit nach und kriege das auch nicht abgestellt. Ein Beispiel: Wenn wir uns zu zweit unterhalten überlege ich wie ich ihr in die Augen gucke ohne dass es doof aussieht. Dass ich genug Gegenfragen stelle, damit ich nicht uninteressiert wirke. Dass mein Bauch nicht zu laut knurrt und all so nen Mist Was eigentlich total egal ist, aber ich kriege es nicht abgestellt.
Außerdem habe ich echt ein Motivationsproblem bei vielen Dingen, das fast schon Antriebslosigkeit ist. Als Beispiel: ich nehme mir vor eine Woche zu lernen. Davon sitze ich aber dann 6 von 7 Tagen da, mit den Sachen neben mir und hab nur den PC an (als Beispiel). Mein Zimmer ist jetzt endlich ordentlich und auch länger so geblieben aber vorher war es (ohne Übertreibung) fast ein Messizimmer und ich konnte nicht aufräumen, obwohl ich es wollte. Das ist jetzt aber nichtmehr so.
Auch Sprachblockaden habe ich - keine richtigen. Es ist dann eher so, dass ich Sätze durcheinander bringe oder komisch spreche. Wenn ich allerdings ruhig, bedacht rede und nicht nervös bin klappt alles super.
Auch das Singeldasein macht mich fertig. Mit mittlerweile 21 Jahren hatte ich als einzige noch keinen Freund. Das liegt nicht daran, dass es keine Interessenten gab. Die gibt/gab es schon, aber dies sind dann immer welche, die absolut nicht mein Typ sind. Auch das klingt wieder doof: Es sind alles nette Typen. Aber sie interessierten mich alle nicht, obwohl sie nett/hübsch/was auch immer sind/waren.
Wenn ich mich mit Leuten treffe denke ich immer: Man sind die reif und wirken die toll (nicht vom Aussehen, nur vom Charakter).
Habe das Gefühl, dass alle meine Freundinnen reifer sind (auch die jüngeren). Und das ist nicht auf den Freund bezogen! Nur auf das Verhalten im Alltag. Sie machen alles so locker: das Unterhalten, selbst das Gehen, Freunde treffen, feiern, telefonieren. Alles einfach :/

Dabei treffe ich mich bestimmt 3,4,5 mal die Woche mit Freundinnen, bin in der Uni nur mit Leuten zusammen und liebe es zum Beispiel auch feiern zu gehen. Vor Vorstellungsgesprächen, Terminen mit neuen Leuten (zB Ärzten) bin ich immer nervös, aber in einen normalen Zustand denke ich. Es sind also nicht die Leute selbst, sondern ich und mein Verhalten.

Vllt hatte ja jemand die Zeit und Lust sich dies durchzulesen. Ich würde mich wahnsinnig freuen über Rückmeldungen: Tipps, Kritik, eigene Erfahrungen, alles

Ganz liebe Grüße und einen super Start in die neue Woche wünsche ich euch allen!

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16. September 2013 um 11:41

Hmhm
Ich bin absoluter Laie - das nur vorweg

Ich sehe verschiedene Tendenzen, die allerdings wohl nur ein guter Psychologe tatsächlich feststellen und diagnostizieren könnte.

Mir fällt auf an deiner Beschreibung - also an der, wie dich andere wohl so sehen - daß du "die totale gute-Laune-sauber-Frau" bist. Wenn dies wirklich so sein sollte, daß du so auf deine freunde wirkst, dann denke ich, ist da viel Schauspiel dabei. Es gibt meiner Meinung nach niemanden, der immer so ist. Du selbst beschreibst dich auch anders.

Was mir noch auffällt, ist dein Wunsch "perfekt" zu sein, blos nichts falschmachen, es könnt doof aussehen etc. Du denkst viel über dein eigenes Verhalten nach, d.h. dir fällt auf, daß dir Dinge schwer fallen, daß du dir sehr viel Gedanken um vermeintlich unwichtige Dinge machst (schämen wegen der Ohnmacht...). Ich denke mal, es gibt viele Hochbegabte, denen es auch so ergeht. Das wäre also mal ein Ansatzpunkt...

Manchmal fehlen dir Worte, du verstehst Dinge erst nach 4-5 mal nachfragen - aber die Ohren sind in Ordnung, "sieht das doof aus, wenn ich xy jetzt anschaue....." etc.etc. DAS sind Gedanken, wie sie jemand mit Asperger-Syndrom haben könnte oder jemand mit einer Wahrnehmungsstörung (eventuell Hörverarbeitungsstörung)

Allem gemeinsam ist für mich, daß du dir "mit deinen eigenen Schwächen und Fehlern" sehr schwer tust. Überleg dir mal: Was ist so schlimm daran, daß du in Ohnmacht gefallen bist? Also Was daran ist schimm und peinlich FÜR DICH (ganz persönlich, nicht wie irgendwer es sehen würde) Also z.B. ist es das hilflos sein, das schlapp und doof aussehen, das nichts-mehr-mitbekommen etc.etc.

Und mach dir mal eine Hierachieliste: Was ist dir wichtig? Welche Werte? Also z.B. Geborgenheit, Treue, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, finanzielle Sicherheit etc.etc.
Was ist das wichtigste? Hat die Ohnmacht vielleicht deinen wichtigsten Wert "gestört"?

Kannst du über deine eigene "Blödheit" lachen? Ich bin z.B. tatsächlich mal gegen eine Laterne gelaufen und habe mir böse den Kopf angehauen. Viele Leute außenrum und mir war es abgrundtief peinlich. Das passiert nur Idioten Weil mein Kopf so gebrummt hat, habe ich mich hingesetzt (die Leute haben gestarrt... ) und dann habe ich einfach nur angefangen zu lachen. Und siehe da - die haben mitgelacht. Einer hat mir dann noch aufgeholfen....da wars dann gar nicht mehr so schlimm.

LG Zimt

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16. September 2013 um 12:25
In Antwort auf kristi_11897686

Hmhm
Ich bin absoluter Laie - das nur vorweg

Ich sehe verschiedene Tendenzen, die allerdings wohl nur ein guter Psychologe tatsächlich feststellen und diagnostizieren könnte.

Mir fällt auf an deiner Beschreibung - also an der, wie dich andere wohl so sehen - daß du "die totale gute-Laune-sauber-Frau" bist. Wenn dies wirklich so sein sollte, daß du so auf deine freunde wirkst, dann denke ich, ist da viel Schauspiel dabei. Es gibt meiner Meinung nach niemanden, der immer so ist. Du selbst beschreibst dich auch anders.

Was mir noch auffällt, ist dein Wunsch "perfekt" zu sein, blos nichts falschmachen, es könnt doof aussehen etc. Du denkst viel über dein eigenes Verhalten nach, d.h. dir fällt auf, daß dir Dinge schwer fallen, daß du dir sehr viel Gedanken um vermeintlich unwichtige Dinge machst (schämen wegen der Ohnmacht...). Ich denke mal, es gibt viele Hochbegabte, denen es auch so ergeht. Das wäre also mal ein Ansatzpunkt...

Manchmal fehlen dir Worte, du verstehst Dinge erst nach 4-5 mal nachfragen - aber die Ohren sind in Ordnung, "sieht das doof aus, wenn ich xy jetzt anschaue....." etc.etc. DAS sind Gedanken, wie sie jemand mit Asperger-Syndrom haben könnte oder jemand mit einer Wahrnehmungsstörung (eventuell Hörverarbeitungsstörung)

Allem gemeinsam ist für mich, daß du dir "mit deinen eigenen Schwächen und Fehlern" sehr schwer tust. Überleg dir mal: Was ist so schlimm daran, daß du in Ohnmacht gefallen bist? Also Was daran ist schimm und peinlich FÜR DICH (ganz persönlich, nicht wie irgendwer es sehen würde) Also z.B. ist es das hilflos sein, das schlapp und doof aussehen, das nichts-mehr-mitbekommen etc.etc.

Und mach dir mal eine Hierachieliste: Was ist dir wichtig? Welche Werte? Also z.B. Geborgenheit, Treue, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, finanzielle Sicherheit etc.etc.
Was ist das wichtigste? Hat die Ohnmacht vielleicht deinen wichtigsten Wert "gestört"?

Kannst du über deine eigene "Blödheit" lachen? Ich bin z.B. tatsächlich mal gegen eine Laterne gelaufen und habe mir böse den Kopf angehauen. Viele Leute außenrum und mir war es abgrundtief peinlich. Das passiert nur Idioten Weil mein Kopf so gebrummt hat, habe ich mich hingesetzt (die Leute haben gestarrt... ) und dann habe ich einfach nur angefangen zu lachen. Und siehe da - die haben mitgelacht. Einer hat mir dann noch aufgeholfen....da wars dann gar nicht mehr so schlimm.

LG Zimt

Danke
Erst einmal: 1000 Dank für deine Antwort und dass du dir die Zeit genommen hast

Du hast recht - es ist viel Schauspiel mit dabei. Es ist zwar wirklich so, dass ich fast nie sauer bin und schlechte Laune habe, aber in meinen Verhalten ist viel Schauspiel und es ist nichtmal so, dass ich mich "richtig" verstelle. Ich sage was ich denke, ich bin auch eigentlich ich selbst, aber ich denke ständig über mein Verhalten nach und versuche das zu kontrollieren, beispielsweise wie ich gucke, wie ich etwas genau sage, damit es nicht doof rüberkommt und sowas. Dabei bleibe ich ehrlich, kontrolliere es aber total :/ Davon komme ich auch nicht weg :/

Habe mir gerade mal ein paar Seiten zum Asperger-Syndrom und zu der Hörverarbeitungsstörung durchgelesen. So richtig passen tut das nicht :/ es ist auch nicht so, dass ich dauerhaft schlecht höre, eher tages- und situationsbedingt.

Aber du hast total recht, mit meinen Schwächen und Fehlern tue ich mich sehr schwer.
Für mich ganz persönlich war/ist eigentlich nix schlimm an der Ohnmacht, da ich weiß woran es gelegen hat (zu viele Menschen, zu wenig gegessen, Schlafmangel etc.)
Hier ist es nur wieder so, dass ich mir total die Gedanken darüber mache was jetzt die anderen denken. Wie mich meine Freunde gesehen haben als ich auf dem Boden lag, was die die es nur gehört haben wohl denken, was die für Bilder im Kopf haben und all sowas.

An erster Stelle auf meiner Hirachieliste steht ganz klar, dass ich für meine Freunde, die mir selber wichtig sind, sehr wichtig bin.
Ich glaube das ist auch der Punkt wobei mich die ganzen Schwächen so stören. Ich denke immer die anderen sind doch viel besser, lockerer, reifer, lieber im Sprechen, offener, lustiger, geben bessere Antworten, erzählen interessanteres etc. Ich denke nicht, dass ich eine Freundin verlieren könnte, nur, dass ich als Freundin "weniger wert" sein könnte oder an Wert verliere.

Ojee, das ist meiner Cousine auch mal passiert. Aber cool, wie du reagiert hast
Zu deiner Frage: es kommt drauf an
Also die Ohnmacht war/ist mir einfach nur megapeinlich. Da kann ich nur heulen auch über mach andere "Blödheiten" kann ich nicht lachen, aber es kommt immer auf die Situation an Wenn ich das Gefühl habe "gut wirken zu müssen" (beispielsweise wenn ich auf dem Geburtstag meiner besten Freundin binda denke ich dann oft "ich müsste mich beweisen" vor denen, die ich nicht richtig kenne), da kann ich auch oft über Blödheiten nicht lachen. Wenn ich allerdings mit "lockeren Freundschaften" unterwegs bin kann ich mich kaputtlachen, wenn ich zum Beispiel vom Stuhl fallen würde oder so

Mich zieht sowas einfach immer total runter. Wenn ich was sage, was doof wirkt, wenn mir was doofes passiert oder auch einfach nur wenn ich das Gefühl habe, das und das ist schlecht gelaufen in der Freundschaft.
Wenn mir eine meine beste Freundin oder auch einfach eine sehr gute Freundin sagt wie wunderschön der Abend war, habe ich stundenlang super Laune und könnt die ganze Welt umarmen, wenn mir allerdings sowas passiert wie die Ohnmacht/ iwie doof begrüßt/ nicht richtig auf die Freundin eingegangen/ doofe Antwort gegeben/ total uncool gewesen zu sein/ unreif gewesen zu sein/ und all sowas, dann denke ich stundenlang drüber nach und bin traurig.

Dabei weiß ich meistens auch, dass es gar nicht schlimm ist. Das die Freundin sich wahrscheinlich nichtmal ne Minute Gedanken dadrüber macht Ich weiß auch, dass andere viel schlimmere Probleme haben, es belastet mich trotzdem total. Es bestimmt meinen Tagesablauf ständig diese Gedanken zu haben, am liebsten ständig zu wissen was die Freundinnen machen und was sie über mich denken (fragen tu ich das natürlich nicht, weil es doof kommt).

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16. September 2013 um 14:40
In Antwort auf nicie92

Danke
Erst einmal: 1000 Dank für deine Antwort und dass du dir die Zeit genommen hast

Du hast recht - es ist viel Schauspiel mit dabei. Es ist zwar wirklich so, dass ich fast nie sauer bin und schlechte Laune habe, aber in meinen Verhalten ist viel Schauspiel und es ist nichtmal so, dass ich mich "richtig" verstelle. Ich sage was ich denke, ich bin auch eigentlich ich selbst, aber ich denke ständig über mein Verhalten nach und versuche das zu kontrollieren, beispielsweise wie ich gucke, wie ich etwas genau sage, damit es nicht doof rüberkommt und sowas. Dabei bleibe ich ehrlich, kontrolliere es aber total :/ Davon komme ich auch nicht weg :/

Habe mir gerade mal ein paar Seiten zum Asperger-Syndrom und zu der Hörverarbeitungsstörung durchgelesen. So richtig passen tut das nicht :/ es ist auch nicht so, dass ich dauerhaft schlecht höre, eher tages- und situationsbedingt.

Aber du hast total recht, mit meinen Schwächen und Fehlern tue ich mich sehr schwer.
Für mich ganz persönlich war/ist eigentlich nix schlimm an der Ohnmacht, da ich weiß woran es gelegen hat (zu viele Menschen, zu wenig gegessen, Schlafmangel etc.)
Hier ist es nur wieder so, dass ich mir total die Gedanken darüber mache was jetzt die anderen denken. Wie mich meine Freunde gesehen haben als ich auf dem Boden lag, was die die es nur gehört haben wohl denken, was die für Bilder im Kopf haben und all sowas.

An erster Stelle auf meiner Hirachieliste steht ganz klar, dass ich für meine Freunde, die mir selber wichtig sind, sehr wichtig bin.
Ich glaube das ist auch der Punkt wobei mich die ganzen Schwächen so stören. Ich denke immer die anderen sind doch viel besser, lockerer, reifer, lieber im Sprechen, offener, lustiger, geben bessere Antworten, erzählen interessanteres etc. Ich denke nicht, dass ich eine Freundin verlieren könnte, nur, dass ich als Freundin "weniger wert" sein könnte oder an Wert verliere.

Ojee, das ist meiner Cousine auch mal passiert. Aber cool, wie du reagiert hast
Zu deiner Frage: es kommt drauf an
Also die Ohnmacht war/ist mir einfach nur megapeinlich. Da kann ich nur heulen auch über mach andere "Blödheiten" kann ich nicht lachen, aber es kommt immer auf die Situation an Wenn ich das Gefühl habe "gut wirken zu müssen" (beispielsweise wenn ich auf dem Geburtstag meiner besten Freundin binda denke ich dann oft "ich müsste mich beweisen" vor denen, die ich nicht richtig kenne), da kann ich auch oft über Blödheiten nicht lachen. Wenn ich allerdings mit "lockeren Freundschaften" unterwegs bin kann ich mich kaputtlachen, wenn ich zum Beispiel vom Stuhl fallen würde oder so

Mich zieht sowas einfach immer total runter. Wenn ich was sage, was doof wirkt, wenn mir was doofes passiert oder auch einfach nur wenn ich das Gefühl habe, das und das ist schlecht gelaufen in der Freundschaft.
Wenn mir eine meine beste Freundin oder auch einfach eine sehr gute Freundin sagt wie wunderschön der Abend war, habe ich stundenlang super Laune und könnt die ganze Welt umarmen, wenn mir allerdings sowas passiert wie die Ohnmacht/ iwie doof begrüßt/ nicht richtig auf die Freundin eingegangen/ doofe Antwort gegeben/ total uncool gewesen zu sein/ unreif gewesen zu sein/ und all sowas, dann denke ich stundenlang drüber nach und bin traurig.

Dabei weiß ich meistens auch, dass es gar nicht schlimm ist. Das die Freundin sich wahrscheinlich nichtmal ne Minute Gedanken dadrüber macht Ich weiß auch, dass andere viel schlimmere Probleme haben, es belastet mich trotzdem total. Es bestimmt meinen Tagesablauf ständig diese Gedanken zu haben, am liebsten ständig zu wissen was die Freundinnen machen und was sie über mich denken (fragen tu ich das natürlich nicht, weil es doof kommt).

Klingt tatsächlich eher....
...nach Perfektionismus.
Und der kommt - wie schon gesagt - häufig bei Hochbegabten vor.

Also vielleicht machst du dir mal den Spaß und stöberst erstmal im Internet nach Tests. Da gibt es ganz verschiedene, viele sind aber genauso aufgebaut wie die Tests, die z.B. Mensa e.V. anbietet. Es könnte dir einen ersten Anhaltspunkt geben. Und ja, diese Tests kann man üben und sich verbessern, aber eben auch nur soweit es die eigene Intelligenz zuläßt.

Ansonsten bietet Mensa e.V. in vielen Städten regelmäßig Testungen an (Gruppentests, Termine kannst du googeln) oder du kannst zum Psychologen gehen und einen Test machen (der ist dann recht teuer). Ich war damals bei Mensa.

Es gibt auch Bücher zum Thema: Dir einen Einblick geben könnte vielleicht "Jenseits der Norm - Hochbegabt und Hochsensibel" von Andrea Brackmann
Sie beschreibt dort Fallbeispiele, die aufzeigen, daß auch Hochbegabte nicht "Mr. Superschlau" oder "Musikgenie Nr. 1" sein müssen, sondern ganz "normale" Menschen sein können, deren Hirn etwas anders läuft und die auch oft von Selbstzweifeln geplagt sind.

Selbstverständlich kann Perfektionismus auch andere Hintergründe haben - deshalb sagte ich ja, daß ein Psychologe dir vielleicht dabei helfen kann herauszufinden, was los ist. Ich spreche NICHT!!! von Psychotherapie, sondern wirklich rein von der Diagnosefindung.

Vielleicht hast du einfach - um es mal überspitzt zu sagen - einen Kontrollwahn. Aber auch hier: Nur, wenn du es weißt, kannst du gezielt dagegen vorgehen. Und das solltest du, da dich deine Gedanken offensichtlich belasten.

Und nochmal zu deiner Ohnmacht: Ich gehe davon aus, daß die Leute, die dabei waren oder davon gehört haben, einfach nur froh sind, daß dir nichts passiert ist. Da kann man sich nämlich ganz gut bei verletzen (Frag mich Kieferanbruch war das Tollste, was ich mir da mal zugezogen habe.....) Und einige sind wahrscheinlich einfach froh, daß sich irgendwer anderes um dich gekümmert hat, weil sie selbst nicht wußten, was zu tun ist.Und ganz andere werden vielleicht beim nächsten Treffen darauf achten, daß du stehen bleibst also genug ißt und trinkst.

Mir ist auch noch aufgefallen, daß du vom Singledasein sprichst. Warum waren die Männer nicht "dein Typ"? Denk da nochmal genauer nach. Und scheue dich nicht, auch mal "hart" zu sein - hey, du sprichst nur mit dir selbst! War da einer einfach nur langweilig? Uninteressant? (das hat gar nichts damit zu tun, daß jemand nicht nett sein könnte......Ich kenne viele nette Menschen, die nach 4h langweilig werden)

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16. September 2013 um 15:32
In Antwort auf kristi_11897686

Klingt tatsächlich eher....
...nach Perfektionismus.
Und der kommt - wie schon gesagt - häufig bei Hochbegabten vor.

Also vielleicht machst du dir mal den Spaß und stöberst erstmal im Internet nach Tests. Da gibt es ganz verschiedene, viele sind aber genauso aufgebaut wie die Tests, die z.B. Mensa e.V. anbietet. Es könnte dir einen ersten Anhaltspunkt geben. Und ja, diese Tests kann man üben und sich verbessern, aber eben auch nur soweit es die eigene Intelligenz zuläßt.

Ansonsten bietet Mensa e.V. in vielen Städten regelmäßig Testungen an (Gruppentests, Termine kannst du googeln) oder du kannst zum Psychologen gehen und einen Test machen (der ist dann recht teuer). Ich war damals bei Mensa.

Es gibt auch Bücher zum Thema: Dir einen Einblick geben könnte vielleicht "Jenseits der Norm - Hochbegabt und Hochsensibel" von Andrea Brackmann
Sie beschreibt dort Fallbeispiele, die aufzeigen, daß auch Hochbegabte nicht "Mr. Superschlau" oder "Musikgenie Nr. 1" sein müssen, sondern ganz "normale" Menschen sein können, deren Hirn etwas anders läuft und die auch oft von Selbstzweifeln geplagt sind.

Selbstverständlich kann Perfektionismus auch andere Hintergründe haben - deshalb sagte ich ja, daß ein Psychologe dir vielleicht dabei helfen kann herauszufinden, was los ist. Ich spreche NICHT!!! von Psychotherapie, sondern wirklich rein von der Diagnosefindung.

Vielleicht hast du einfach - um es mal überspitzt zu sagen - einen Kontrollwahn. Aber auch hier: Nur, wenn du es weißt, kannst du gezielt dagegen vorgehen. Und das solltest du, da dich deine Gedanken offensichtlich belasten.

Und nochmal zu deiner Ohnmacht: Ich gehe davon aus, daß die Leute, die dabei waren oder davon gehört haben, einfach nur froh sind, daß dir nichts passiert ist. Da kann man sich nämlich ganz gut bei verletzen (Frag mich Kieferanbruch war das Tollste, was ich mir da mal zugezogen habe.....) Und einige sind wahrscheinlich einfach froh, daß sich irgendwer anderes um dich gekümmert hat, weil sie selbst nicht wußten, was zu tun ist.Und ganz andere werden vielleicht beim nächsten Treffen darauf achten, daß du stehen bleibst also genug ißt und trinkst.

Mir ist auch noch aufgefallen, daß du vom Singledasein sprichst. Warum waren die Männer nicht "dein Typ"? Denk da nochmal genauer nach. Und scheue dich nicht, auch mal "hart" zu sein - hey, du sprichst nur mit dir selbst! War da einer einfach nur langweilig? Uninteressant? (das hat gar nichts damit zu tun, daß jemand nicht nett sein könnte......Ich kenne viele nette Menschen, die nach 4h langweilig werden)

Ja...
Stimmt,

es hat irgendwie was mit Perfektionismus des Verhaltens zu tun. Bei Hausaufgaben etc. hatte ich nie das Gefühl: es muss perfekt sein. Auch zum Geigenunterricht bin ich gegangen ohne dass das Stück perfekt saß.
Aber wenn es um mein Verhalten wichtigen Leuten (gerade meiner besten Freundin gegenüber) geht, dann habe ich immer den Zwang, dass es perfekt sein muss.

Die von dir angesprochenen Tests habe ich tatsächlich mal gemacht. "Zum Glück" ist aber alles normal

Kontrolle ist wie du sagtest auch viel mit drin das weiß ich auch, aber kriege es nicht abgestellt. Das klingt doof, aber ich denke immer es müsste etwas "passieren", damit es klick macht und ich anders bin. So wie ich es mir wünsche vllt ein Auszug von Zuhause, den ich mir aber leider erst in 3 Jahren leisten kann. Dabei wohne ich total gerne hier zuhause, ich denke nur es muss sich irgendwas in meinen Leben ändern, damit ich mich ändern kann.

Du hast recht, die waren auch alle einfach nur total besorgt und haben seitdem auch immer nachgefragt. Ich könnte mich trotzdem vergraben aus Scham :/

Warum die Männer nicht mein Typ waren ist eine gute Frage. Es waren immer Typen, die entweder viel jünger waren als ich (nicht, dass ich was gegen jüngere habe!! aber beziehungsmässig könnte ich mir nix mit so viel jüngeren vorstellen) oder sie törnten mich durch irgendwas anderes ab, sodass ich obwohl sie nett waren überhaupt keine Lust mehr hatte mich mit ihnen zu treffen (das ging über "ich bin Millionär und lasse das auch ständig raushängen" über "alle finden mich scheiße, ich kann gar nix und verdiene es nicht, dass du dich mit mir triffst".)
Ich weiß auch nicht :/
Langweilig finde ich Menschen eigentlich nie. Im Gegenteil, ich denke eigentlich jeder Mensch ist interessant, egal was er macht. Die Typen interessierten mich auch als Mensch, aber nicht als "potentielle Partner" Und die, die mich interessierten waren entweder vergeben oder zogen ins Ausland.

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16. September 2013 um 19:24

Weißte was dein Problem ist?
Du hast keine!

Wenn man keine Probleme zu lösen hat, dann macht man sich welche, nur so, aus lauter langer Weile. Man merkt erst, wer seine Freunde sind, wenn es Probleme gibt. Warte mal ab, das wirst Du auch noch erfahren, dann geht es dir besser!

Ich denke, das geht sehr vielen der "reiferen" und "besseren" Leute genau so, die tun alle nur so! Darum ist das ja so unbefriedigend. Dann ist man unbefriedigt, weil so viel Oberflächlichkeit überall herrscht und dann fehlt was und man weiß nicht was, EIGENTLICH ist doch alles gut...aber es fehlt was. Ich nenne das soziale Tiefe, was da fehlt.

Ist es nicht so, dass man sich so, wenn man so empfindet und denkt, sich immer irgendwie alleine fühlt, egal wie viele da sind und wie laut es grade ist?

Und merke dir, man ist nicht so, wie die anderen denken oder wie man es ihnen vorspielt, man ist so wie man eben ist! Kurz gesagt, Du machst dir viel zu viele Gedanken, wie Du auf andere wirkst, willst jedem gefallen und gehst dir dabei auf die Nerven...typisch Frau!

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16. September 2013 um 21:42
In Antwort auf zed_12312960

Weißte was dein Problem ist?
Du hast keine!

Wenn man keine Probleme zu lösen hat, dann macht man sich welche, nur so, aus lauter langer Weile. Man merkt erst, wer seine Freunde sind, wenn es Probleme gibt. Warte mal ab, das wirst Du auch noch erfahren, dann geht es dir besser!

Ich denke, das geht sehr vielen der "reiferen" und "besseren" Leute genau so, die tun alle nur so! Darum ist das ja so unbefriedigend. Dann ist man unbefriedigt, weil so viel Oberflächlichkeit überall herrscht und dann fehlt was und man weiß nicht was, EIGENTLICH ist doch alles gut...aber es fehlt was. Ich nenne das soziale Tiefe, was da fehlt.

Ist es nicht so, dass man sich so, wenn man so empfindet und denkt, sich immer irgendwie alleine fühlt, egal wie viele da sind und wie laut es grade ist?

Und merke dir, man ist nicht so, wie die anderen denken oder wie man es ihnen vorspielt, man ist so wie man eben ist! Kurz gesagt, Du machst dir viel zu viele Gedanken, wie Du auf andere wirkst, willst jedem gefallen und gehst dir dabei auf die Nerven...typisch Frau!

...
Ich glaube du hast es genau getroffen, was ich nicht greifen konnte.
Soziale Tiefegenau das fehlt. Es ist genau wie du geschrieben hast "eigentlich ist alles gut", aber es fehlt was.

Auch dein letzter Abstand stimmt total. Ich weiß auch, dass ich mir viiiel zu viele Gedanken mache. Das versuche ich auch schon seit Monaten abzustellen, aber es geht einfach nicht und genau das ist das Problem. Ich kann einfach nicht locker werden, mir weniger Gedanken machen und einfach ich selbst sein...so sehr ich es auch versuche.

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17. September 2013 um 0:40
In Antwort auf nicie92

...
Ich glaube du hast es genau getroffen, was ich nicht greifen konnte.
Soziale Tiefegenau das fehlt. Es ist genau wie du geschrieben hast "eigentlich ist alles gut", aber es fehlt was.

Auch dein letzter Abstand stimmt total. Ich weiß auch, dass ich mir viiiel zu viele Gedanken mache. Das versuche ich auch schon seit Monaten abzustellen, aber es geht einfach nicht und genau das ist das Problem. Ich kann einfach nicht locker werden, mir weniger Gedanken machen und einfach ich selbst sein...so sehr ich es auch versuche.

Na dann ist ja gut.
Zuerst wollte ich dir Grenzerfahrungen empfehlen, mal durch ein Slum in Afrika schlendern, reißen kannst Du ja. Oder mal vier Wochen auf Platte machen und ohne irgendwas leben, Du wirst staunen, wie sozial es bei "sozial Schwachen" zu gehen kann. Mal so richtig hautnah spüren, was es heißen kann, zu leben.

Oder einfach mal einen richtigen Abenteuerurlaub, Bergsteigen oder so, der dich wirklich mal fordert und an deine Grenzen bringt. Ich denke, dann wirst Du cooler und siehst manche Dinge gelassener und andere ernster.

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18. September 2013 um 23:33
In Antwort auf zed_12312960

Na dann ist ja gut.
Zuerst wollte ich dir Grenzerfahrungen empfehlen, mal durch ein Slum in Afrika schlendern, reißen kannst Du ja. Oder mal vier Wochen auf Platte machen und ohne irgendwas leben, Du wirst staunen, wie sozial es bei "sozial Schwachen" zu gehen kann. Mal so richtig hautnah spüren, was es heißen kann, zu leben.

Oder einfach mal einen richtigen Abenteuerurlaub, Bergsteigen oder so, der dich wirklich mal fordert und an deine Grenzen bringt. Ich denke, dann wirst Du cooler und siehst manche Dinge gelassener und andere ernster.

...
Genau sowas hatte ich vor 2 Monaten und die Zeit danach war einfach super. Da war ich genau so wie ich sein wollte. Gelassen, fröhlich, interessant (für mich selbst!) und das konnte ich gut mit in die Öffentlichkeit nehmen. Direkt nach dem "Actionurlaub" fühlte ich mich unglaublich gut, konnte normal mit allen reden, hatte keine Hemmungen, habe mir wenig Gedanken gemacht und habe dennoch gemerkt, dass genau das super ankam. Ca. 14 Tage war ich echt genau so wie ich sein will
Doch dann kam wieder dieses "Tief"...das ständige Gedanken machen.
Wenn etwas "großes" passiert fühle ich mich erstmal immer gut oder wenn ich gerade merke, dass ich besonders wichtig für meine beste Freundin bin oder wenn ein Umschwung stattfindet. Bsp. beim ersten Schnee, beim Start eines neues Semesters usw.
Ich versuche dann immer dieses "gut fühlen" mit in die nächsten Wochen zu nehmen, aber meist verschwindet dies dann nach einigen Tagen und zurück bleibt das ständige Gedanken machen um mein Verhalten und wie ich auf meine Freunde wirke... Und das nicht auf einen niedrigen Level, was ja total normal ist. Es bestimmt schon mein Leben...

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19. September 2013 um 10:25


wenn ich die Welt sehen würde wie Du, müsste ich mich erschiessen. Mit einem vergifteten Strick, wo das Wasser am tiefsten ist, direkt vor dem Zug oder so

Ich war, bin und bleibe ein Freak.

Ich sehe grundsätzlich gut aus, nicht wie der Nerd, der ich bin, kleide mich auch gern sexy und liebe High Heels & Co. . Ich flirte auch gern und durchaus erfolgreich
Aber Einladungen zu Partys, irgendwelchen wir "wir gehen heute in die Kneipe" oder ähnlichen Ideen lehne ich ab, weil die haben auf mich diesen Effekt:
http://echtlustig.com/19656/warum-bin-ich-nicht-im-internet
Ich habe viele Narben - nicht von Unfällen, sondern von Selbstverletzungen.
Ich hasse es, mit vielen Menschen in einem Raum zu sein, bei internen Firmenmeetings, an denen mehr als 5 andere teilnehmen, sitze ich nicht im Raum, ich stehe in der offenen Tür.
Viele Konzepte, die in unserer Kultur so unter "Höflichkeit" laufen, verstehe ich nicht intuitiv.
Ich leiste mir den Luxus, keine Gespräche zu führen, die ich nicht führen will. Ich leiste mir den Luxus, ein direkter und nicht dezenter Mensch zu sein.
Ich polarisiere sehr stark. Menschen, die mich nicht mögen, stehen mir selten neutral sondern meist negativ gegenüber und es ist ganz und gar nicht so, dass mich fast jeder mag.

Na und?

Ich kann will und werde es nicht eher anderen recht machen, als mir selbst. Auf andere mehr zu achten und ihre Interessen über meine zu stellen, ist ein Privileg, was für mich zu jeder Zeit weniger als 5 Personen haben - und auch da ist es begrenzt.
Dann denken sie eben was-auch-immer, wenn ich nicht im Meeting am Tisch sitze. Ja und? Fachlich bin ich gut, wenn es ein Problem oder einen Auftrag gibt, kommen sie schon zu mir, vergöttern müssen sie mich nicht, damit wir zusammen arbeiten können, lieben auch nicht.
Ich seh' auch gar nicht ein, dass ich jedem alles erklären und rechtfertigen und begründen sollte, warum ich z.B. auf einer Party nicht erscheinen möchte. Sollen sie sich doch ausmalen was sie wollen.
Dann nehmen sie es eben persönlich, wenn ich nicht auf ihrer Party erscheine oder nicht übers Wetter schnattern will. Ja und? Halten sie mich für total arrogant und unhöflich. Ja und? Was ist denn dann?
Was passiert denn tatsächlich, wenn mich nicht jeder für einen tollen Menschen hält, wenn mich nicht jeder bewundert und wenn mich nicht jeder lieb hat?
Gelegentlich gibt es Menschen, die mich interessieren und die mit mir nicht klar kommen. Das ist natürlich schade.
In allen anderen Fällen suche ich mir unter denen, die mich mögen, diejenigen aus, die ich auch mag - und mit denen ich als Bekannte / Freunde meine Zeit verbringen möchte. Das mich alle oder fast alle mögen, hat doch gar keinen Nutzen.

Vor allem aber definiere ich mich *niemals* über andere Personen. Meine Einschätzung von mir, mein Selbstbild, mein Selbstwert geht von *mir* aus. Die Meinung anderer fliesst mit ein, natürlich, aber nur als kleiner Faktor. Ansonsten sehe ich mich durch meine Augen, nicht durch die anderer.
Ich muss mit mir zurecht kommen, alles andere ist optional.
Ich muss erkennen, wenn ich mich irgendwie verrennen würde. Also wenn ich mich für super schön halte und alle, mit denen ich flirte, die Flucht ergreifen, sollte ich mir schon mal Gedanken machen, wie realistisch mein Selbstbild ist - klar. Ich muss soweit auf andere eingehen, dass man mit mir zusammen arbeiten kann o.ä. - auch klar.
Aber dieses "die denken, ich bin ...", "das sieht doof aus" o.ä. spielt für mich keine Rolle.
Ich habe Menschen, die mir wichtig sind - und das sind Menschen, die auch mal nachfragen, wenn für sie etwas "komisch aussieht" - bevor sie irgendwelchen wilden Interpretationen frönen und sich was-auch-immer dabei denken. Das sind Menschen die akzeptieren können und wollen, dass ich bin was ich bin (was nicht heisst, dass sie es einfach durchgehen lassen, wenn ich mich wie ein Idiot benehme, Akzeptanz und Kritiklosigkeit sind nicht das Gleiche).
Was die anderen angeht: wenn jemand mich mag - gut, mal sehen, ob ich ihn / sie auch mag. Wenn nicht: In Einzelfällen schade, aber sonst - ist ihr gutes Recht und kein Problem.

Man kann es anderen nicht tatsächlich recht machen. Nicht einmal theoretisch. Man kann noch nicht mal für eine einzige fremde Person immer alles "richtig" machen - was auch immer für denjenigen in einer bestimmten Situation so als "richtig" gilt - bei mehr als einer Person ist das also erst recht völlig ausgeschlossen.
Was also ist Dir so wichtig daran, wie irgendwelche 10 andere Personen über Dich denken? Was ändert das wirklich? Und was bringt es, wenn sie es nicht denken? Warum willst Du Dich so gern durch fremde Augen sehen?

(das Thema Motivation lasse ich bewusst aussen vor, kann unglaublich viele Ursachen und daher auch "Gegenmittel" haben, das würde hoffnungslos den Rahmen sprengen)

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